Bei adidas wird das Thema Nachhaltigkeit von ganz oben überwacht. Vorstand und Aufsichtsrat erhalten regelmäßige Updates von den Expertenteams, die die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen des Unternehmens in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen betreuen. Unsere zentrale Sustainability and ESG-Funktion, die direkt dem CEO unterstellt ist, steuert in Zusammenarbeit mit wichtigen Unternehmensfunktionen unsere übergreifende Nachhaltigkeitsstrategie und -zielsetzung. Unser Sustainability and ESG Steering Board (SSB), bestehend aus Senior-Führungskräften, stellt die funktionsübergreifende Koordination und die Integration von Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen sicher. Unser SEA-Team (Social & Environmental Affairs) überwacht die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards durch unsere Zulieferer und berichtet über den General Counsel, der auch als Chief Human Rights Officer fungiert, an den CEO. Diese Governance-Struktur wird durch tragfähige Systeme unterstützt, darunter Risiko- und Chancenmanagement, interne Kontrollen, Compliance-Management und interne Revision, um verantwortungsvolle Abläufe und transparente Berichterstattung sicherzustellen.
Unser Dialog mit Regierungen und Parlamenten auf der ganzen Welt orientiert sich an unseren Grundsätzen der Unparteilichkeit, Transparenz und Compliance. Basierend auf den Grundsätzen unserer Compliance-Richtlinie und Richtlinien für gemeinnützige Spenden unterstützt adidas keine lokalen, regionalen oder nationalen politischen Parteien, Kampagnen oder Kandidierenden. Darüber hinaus sind wir transparent in Bezug auf unser politisches Engagement. In Deutschland und der EU legen wir unsere Lobbytätigkeiten regelmäßig im deutschen Lobbyregister und im Transparenzregister der Europäischen Union offen, einschließlich öffentlicher Zuschüsse, die wir von der Bundesregierung und der EU erhalten. In den Vereinigten Staaten melden wir unsere Lobbytätigkeiten dem US-Kongress auf vierteljährlicher Basis, gemäß dem U.S. Lobbying Disclosure Act aus dem Jahr 1995. Diese Angaben werden auf der offiziellen Website des US-Repräsentantenhauses veröffentlicht. Unser Fair-Play-Verhaltenskodex und unsere Compliance-Richtlinie legen klare Richtlinien für den Umgang mit Regierungen, Behörden und Amtstragenden fest. Darüber hinaus verfügen wir über eine interne Richtlinie für Regierungsangelegenheiten, die klare Vorgaben für die Zusammenarbeit mit Regierungen, Behörden und Amtstragenden festlegt.
INTERESSENVERTRETUNG
adidas setzt sich aktiv für Menschenrechte und Umweltschutz ein. Daher erfordern unsere Bedenken hinsichtlich der Verletzung von Menschenrechten und negativer Umweltauswirkungen sowie die damit verbundenen potenziellen Risiken für adidas unsere enge Zusammenarbeit mit Regierungen in vielen verschiedenen Ländern. Darüber hinaus ist adidas von verschiedenen politischen Bereichen betroffen, darunter Handel, geistiges Eigentum und Nachhaltigkeit. Wir betreiben nur nach sorgfältiger Überlegung Lobbyarbeit, um sicherzustellen, dass sie mit unseren Werten übereinstimmt. Wenn uns Veränderungen in den relevanten Politikbereichen betreffen, beteiligen wir uns am formalen Entscheidungsprozess, z. B. an Konsultationen, vor allem über unsere Branchenverbände und entsprechend unserem Fair-Play-Verhaltenskodex.
BRANCHENVERBÄNDE
Wir engagieren uns in ausgewählten Organisationen weltweit wie nationalen und internationalen Handelskammern, Industrie- und Wirtschaftsverbänden sowie in Multi-Stakeholder-Initiativen. Diese Verbände dienen als Plattform für die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Stakeholdern, die Überwachung regulatorischer und wirtschaftlicher Entwicklungen und die Interessenvertretung gegenüber der Politik. Diese Organisationen konzentrieren sich unter anderem auf die Förderung des Freihandels, die Gewährleistung des Schutzes geistigen Eigentums, die Überwachung nationaler Rechtsvorschriften, die Festlegung von Nachhaltigkeitsstandards für die Industrie und die Ermöglichung von Austausch und Vernetzung. Unsere Mitgliedschaften in diesen Verbänden werden von unserer Richtlinie für Verbandsmitgliedschaften, Richtlinie für Regierungsangelegenheiten und Compliance-Richtlinie geleitet. Darüber hinaus werden die Mitgliedschaften global koordiniert und jährlich überprüft. Da wir uns der Transparenz verpflichtet haben, geben wir zudem alle relevanten Mitgliedschaften in dieser Tabelle bekannt, einschließlich einer kurzen Beschreibung der jeweiligen Organisation. Im Jahr 2025 beliefen sich unsere Beiträge an alle Branchenverbände auf rund 1,7 Mio. €. Verpflichtende Mitgliedschaften sowie Beiträge und Zahlungen, die der Vertraulichkeit unterliegen, wurden nicht berücksichtigt. Eine Liste dieser Verbände finden Sie hier.
Wir arbeiten mit globalen Sportverbänden zusammen, um Menschenrechte und Nachhaltigkeit bei großen Sportveranstaltungen zu fördern.






Wir wollen uns mit unseren Stakeholdern über verschiedene Kanäle austauschen, um sie zu informieren und ihren Input zu erhalten:
Nachhaltigkeit in großem Maßstab erfordert kollektive Maßnahmen. Wir arbeiten auf globaler und lokaler Ebene mit Branchenverbänden, Multi-Stakeholder- und gemeinnützigen Organisationen zu gesellschaftlichen und ökologischen Themen zusammen. Entdecken Sie unsere wichtigsten Mitgliedschaften im nachstehenden Karussell, einschließlich einer kurzen Beschreibung jeder Organisation und unserer Beteiligung.
Die folgenden Beispiele zeigen, wie wir mit Stakeholdern interagieren, welchen Herausforderungen wir uns stellen und was wir dadurch erreicht haben.
Transparenz im Bereich Menschenrechte: unser Engagement mit dem BHRC
adidas unterhält seit mehr als 20 Jahren einen engen Austausch mit dem Business and Human Rights Centre (BHRC). Als NGO betreibt das BHRC eine digitale Plattform, über die mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen veröffentlicht und geteilt werden und die Rechenschaftspflicht von Unternehmen im Bereich der Wirtschaft und der Menschenrechte nachverfolgt wird. Neben der Bereitstellung zeitnaher Antworten auf einzelne Vorwürfe der Zivilgesellschaft unterstützt adidas die Offenlegung in Trackern und Berichten, die durch das BHRC verwaltet werden, und hält so ein hohes Maß an Transparenz aufrecht. Veröffentlichungen gegenüber dem BHRC sind mit anderen von der Zivilgesellschaft oder von Investor*innen gestützten Benchmarks wie dem Corporate Human Rights Benchmark oder KnowTheChain verknüpft. Wir schätzen die Transparenz sehr, die die BHRC-Plattform bei der Kommunikation unserer laufenden Bemühungen zur Bewältigung von Menschenrechtsproblemen und -vorwürfen bietet, und werden auch weiterhin alle Anfragen und Bitten um Stellungnahme, die wir vom BHRC erhalten, zu 100 % beantworten.
Zuhören und verstehen: Stakeholder-Dialoge von adidas
Im Jahr 2025 veranstaltete adidas einen Stakeholder-Dialog in seiner Unternehmenszentrale in Deutschland. Eine bunte Mischung aus Vertreter*innen zwischenstaatlicher Organisationen, NGOs und Kunden war eingeladen, um ihre Sichtweisen zu den Themen Klimawandel, Kreislaufwirtschaft und ‚gerechter Wandel‘ zu teilen, die wir bei unserer künftigen Strategie-, Konzept- und Systementwicklung für diese Themen mitberücksichtigen. Der Stakeholder-Dialog 2025 knüpft an die Veranstaltung an, die wir 2024 in Zürich mit Fokus auf den Themen Sorgfaltspflicht für Menschenrechte, Sportsponsoring, biologische Vielfalt und Entwaldung abgehalten haben. Nach jedem Dialog veröffentlichen wir Berichte mit Zusammenfassungen des Feedbacks der Stakeholder und stellen Updates zu den Maßnahmen bereit, die nach diesen Gesprächen ergriffen werden. Die Berichte und ergriffenen Maßnahmen können hier nachgelesen werden.
In der Vergangenheit haben wir bereits ähnliche Formate umgesetzt. Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2012 in London veranstalteten wir einen Stakeholder-Dialog, um unsere Rolle und Verantwortung beim Sponsoring sportlicher Großveranstaltungen zu prüfen. London 2012 wurde als erste nachhaltige Olympiade der Welt bezeichnet und brachte neue Herausforderungen mit sich, darunter ein verbindlicher Code für nachhaltige Beschaffung und ein externer Beschwerdemechanismus für Zulieferer. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus diesem Dialog haben wir 2012 ein eigenes Beschwerdesystem für Menschenrechtsfragen eingeführt. Der Dialog bildete auch die Grundlage für weitere Gespräche mit Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften über die Auswirkungen sportlicher Großveranstaltungen. Basierend auf dieser Grundlage trugen wir 2020 schließlich zur Gründung des Centre for Sport and Human Rights bei und bekräftigten damit unser Engagement für ethisches Sponsoring und Menschenrechte im Sport.
Austausch zur Förderung des Chemikalienmanagements
Im Jahr 2011 rief Greenpeace Sportartikel- und Sportbekleidungsmarken im Rahmen ihrer Kampagne ‚Detox‘ dazu auf, gefährliche Chemikalien aus ihren Beschaffungsketten zu entfernen. adidas war unter den Ersten, die sich daran beteiligten und die Dringlichkeit eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Chemikalien in der Branche erkannten. Anstelle eines einmaligen Beitrags entwickelte adidas ein umfassendes Programm für das Chemikalienmanagement, das sich auf drei wichtige Bereiche konzentriert: Entfernung von Schadstoffen, Erhöhung der Transparenz in der Beschaffungskette und Förderung von branchenweitem Wandel. adidas hat erkannt, dass ein systemischer Wandel nur durch Zusammenarbeit möglich ist, und sich daher gemeinsam mit Branchenkollegen, Zulieferern und Regulierungsbehörden mit der Komplexität der Entfernung von Chemikalien in mehrstufigen Beschaffungsketten befasst. Mehr als ein Jahrzehnt später nimmt adidas noch immer die Vorreiterrolle im Bereich Chemikalienmanagement ein und entwickelt seinen Ansatz kontinuierlich weiter.
Statements
Wir sind der Ansicht, dass Nachhaltigkeit eine gemeinsame Verantwortung ist. Ein offener Umgang mit unseren Stakeholdern und Transparenz über unsere Arbeit sind wesentliche Bestandteile unseres Ansatzes.
Wir sind der Ansicht, dass Nachhaltigkeit eine gemeinsame Verantwortung ist. Ein offener Umgang mit unseren Stakeholdern und Transparenz über unsere Arbeit sind wesentliche Bestandteile unseres Ansatzes.
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