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Materialien

Wir berücksichtigen die Umweltauswirkungen der Materialien während ihres gesamten Lebenszyklus und unterstützen den Einsatz von recycelten bzw. nachhaltigen Materialien.

Zudem ziehen wir mehrere Faktoren für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Materialien heran. Dazu zählen u.a. Bodennutzung, Vermeidung von Gefahrstoffen, Tierschutz sowie Energie- und Wasserverbrauch.

Nachhaltige und Recycelte Materialien, die wir nutzen

Zu den am häufigsten eingesetzten Materialien zählen recycelter Polyester, Bio-Baumwolle, Fasern aus Polylactid (PLA), TENCEL® (eine Faser aus Zellstoff), Mulesing-freie Wolle für Bekleidung und Leder. Wir beziehen verschiedene recycelte Komponenten für unsere Produkte, wie z. B. Innenschuhsohlen, Textilien, Metalle, Kunststoffe, Verpackungsmaterialien und Gummi. Die Firmen, die eingespritzte Kunststoffplatten für unsere Fußballschuhe herstellen, führen mittlerweile 99% der Abfälle wieder in die Produktion zurück. Darüber hinaus wurde der Anteil an Gummi und EVA erhöht, der aufgearbeitet und für Schuhe wiederverwertet werden kann.

Nachhaltige Baumwolle / Better Cotton

adidas hat sich dazu verpflichtet, das Beschaffungsvolumen von Baumwolle, die nach den Kriterien der Better Cotton Initiatve (BCI) angebaut wurde – sogenannte Better Cotton Baumwolle – stark anzuheben. Wir sind Gründungsmitglied der BCI. Die BCI zielt nicht nur auf die Reduzierung von Pestiziden ab; die Initiative spricht sich auch für die effiziente Wassernutzung und den Fruchtwechsel sowie für faire Arbeitsbedingungen aus. 

Im Jahr 2017 erreichte der Anteil von Better Cotton an unserem Gesamtbeschaffungsvolumen für Baumwolle 93%. Damit haben wir unser Ziel von 80% für das Jahr deutlich übertroffen und sind unserem Ziel, den Anteil auf 100% bis zum Jahr 2018 auszubauen, deutlich näher gekommen.  Unser Erfolg ist das Ergebnis einer klaren Zielsetzung - sowohl in Bezug auf unsere Zulieferer als auch mit Blick auf unsere internen Teams, die die Beschaffung von Better Cotton für unsere Produkte unterstützten.

Insgesamt haben wir uns dazu verpflichtet, 100% nachhaltige Baumwolle bis zum Jahr 2018 zu beziehen. Unter nachhaltiger Baumwolle verstehen wir sowohl Better Cotton, zertifizierte organische Baumwolle, als auch jede andere Form von nachhaltig produzierter Baumwolle, die momentan oder in der Zukunft verfügbar ist. Zu den Sourcing-Ländern gehören die Türkei, Brasilien, die USA, Mali, Pakistan und Indien.

RECYCELTER POLYESTER

Unsere Vision ist es, unsere Umweltbilanz bei gleichbleibend hoher Produktqualität zu verbessern. Um dies zu erreichen, nutzen wir verschiedene Möglichkeiten und setzen beispielsweise vermehrt nachhaltige Materialien wie recycelten Polyester ein. Recycelter Polyester (PES) ist eine synthetische Faser aus sogenannten Sekundärabfällen wie z. B. Plastikflaschen und Altkleidung. Das Rohmaterial wird wiederverwertet und anschließend zu Fasern gesponnen. Die Verwendung von recyceltem Polyester verringert unsere Abhängigkeit von Erdöl, vermeidet Abfall und reduziert toxische Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen. Wir haben die erste sogenannte „Lebenszyklus-Analyse“ von recyceltem Polyester in Auftrag gegeben, um die ökologischen Vorteile des Materials gegenüber neu hergestelltem Polyester zu bestimmen. Derzeit fokussieren sich unsere Bemühungen darauf, alternative Bezugsquellen für recycelten Polyester zu finden und den Einsatz von recyceltem Polyester auch auf andere Produktkategorien auszuweiten.

Dieses Material findet zunehmend in unseren Bekleidungsprodukten und Schuhen Anwendung. Recycelter Polyester war beispielsweise das Hauptmaterial der Bekleidung für die 70.000 freiwilligen Helfer der Olympischen Spiele 2012 in London. Bei der Herstellung unserer Anthem Jacket Kollektion 2014 wurde ebenfalls recycelter Polyester verwendet. Die Anthem Jacken eignen sich hervorragend als vielseitige Aufwärmjacken und kommen in verschiedenen Sportarten und -disziplinen zum Einsatz, darunter American Football, Fußball (die Spieler von Real Madrid, des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft wärmen sich beispielsweise in Anthem Jacken auf), Handball, Rugby, Running und Training. Insgesamt haben wir im Jahr 2014 etwa 11 Millionen recycelten Polyester eingesetzt. Das entspricht der Menge von 7 Millionen adidas T-Shirts. Auch künftig werden wir den Einsatz von recyceltem Polyester in unseren Produkten erhöhen.

Infografik Recycelter Polyester

RECYCELTES NYLON

Standard-Nylon wird aus Rohöl gewonnen. Recyceltes Nylon hingegen wird aus Industrie- und Nach-Gebrauchs-Abfällen hergestellt, darunter z. B. industrielle Fangnetze, die manchmal einfach ins Meer geworfen werden, nachdem sie ausgedient haben.

Recyceltes Nylon hat viele Umweltvorteile gegenüber Standard-Nylon: Es hilft uns, unsere Rohöl-Abhängigkeit zu reduzieren und weniger Abfall zu produzieren. Da weniger Müll entsorgt werden muss, trägt es auch dazu bei, die giftigen Emissionen der Müllverbrennungsanlagen zu reduzieren.

Ab dem Sommer 2015 ist in über 30% unserer Schwimmbekleidungskollektion recyceltes Nylon verarbeitet und wir haben vor, diese Zahl weiter zu steigern.

 

 

RECYCELTES POLYSTYROL

Unser Zulieferer ‚framas‘ hat ein neues, nachhaltiges Material entwickelt, das in Fersenkappen von adidas Schuhen verwendet wird. Die Fersenkappe ist ein kleiner, fester Einsatz im Fersenbereich des Schuhs; um die Ferse im Schuh zu unterstützen und zu stabilisieren. Die Fersenkappe ist nicht sichtbar, da sie sich im Innenbereich des Schuhs befindet und ist beidseitig durch Material bedeckt ist.

Die neue Fersenkappe mit dem Namen Framaprene® ECO enthält mehr als 50% recyceltes Material aus benutzten Lebensmittelverpackungen. Seit Frühjahr/Sommer 2014 produziert framas nun insgesamt 110 Millionen Paar Fersenkappen pro Jahr für adidas. Dadurch verhindern sie, dass jährlich 1.500 Tonnen Polystyrol-Abfälle in Mülldeponien landen.

Fersenkappen aus recyceltem Polystyrol

LEDER

adidas verwendet grundsätzlich keine Rohmaterialien von bedrohten oder gefährdeten Tierarten, die auf der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) stehen. Ebenso ist Leder, das durch nicht artgerechte Behandlung frei lebender oder gezüchteter Tiere gewonnen wird, für die Herstellung unserer Produkte nicht akzeptabel.

Wir verwenden Leder vor allem als Material für unsere Schuhe. Innerhalb der einzelnen Glieder der Lederbeschaffungskette treten verschiedene Umweltauswirkungen auf. So kann zum Beispiel ein erhöhter Bedarf an Weidefläche aufgrund der verstärkten Viehzucht zu vermehrter Abholzung von Waldgebieten führen. Außerdem werden beim Gerben erhebliche Mengen an Wasser und Chemikalien benötigt. Durch seine aktive Beteiligung an der BLC Leather Working Group, die strenge Standards und Kontroll-Protokolle für die unabhängige Überwachung von Gerbereien entwickelt hat, ergreift adidas Maßnahmen, diese Auswirkungen zu minimieren.

Materialien, die wir nicht einsetzen

adidas verwendet grundsätzlich keine Rohmaterialien von bedrohten oder gefährdeten Tierarten, die auf der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) stehen. Ebenso ist Leder, das durch nicht artgerechte Behandlung frei lebender oder gezüchteter Tiere gewonnen wird, für die Herstellung unserer Produkte nicht akzeptabel. 

Wir lehnen Tierversuche in der Entwicklung neuer Produkte oder Materialien eindeutig ab. Soweit dies erforderlich ist, fordern wir von unseren Lizenznehmern – speziell im Kosmetikbereich – schriftliche Erklärungen an, in denen bestätigt wird, dass unsere Vorgaben strikt eingehalten werden.

Vor mittlerweile mehr als zehn Jahren haben wir erstmals eine Liste von Gefahrstoffen veröffentlicht; fast genauso lange ist es her, dass wir uns als erstes Sportartikelunternehmen zur Eliminierung von PVC verpflichtet haben. Unsere Materialrichtlinien werden zweimal pro Jahr, für jede neue Saison, aktualisiert. Wir haben also schon viel erreicht. Und durch eine engere Zusammenarbeit mit anderen Markenunternehmen und Zulieferern wollen wir noch mehr erreichen.

Lesen Sie mehr über Produktsicherheit und unseren Umgang mit Gefahrstoffen.

Nachfolgend finden Sie einige Beispiele, wie wir die Verwendung von Substanzen schrittweise eingestellt haben:

PVC UND PHTHALATE

Im Jahr 2000 beschlossen wir als eines der ersten Unternehmen der globalen Konsumgüterindustrie, PVC-Materialien aus unseren Produkten zu eliminieren. Wir konnten Alternativen finden und nahezu alle Modelle unserer globalen Produktreihe werden mittlerweile ohne PVC gefertigt. In manchen Ländern sind jedoch keine geeigneten Ersatzmaterialien verfügbar, sodass einige lokal produzierte Sportschuhmodelle vereinzelt noch PVC enthalten. Wir bemühen uns weiterhin, auch hier längerfristig Lösungen zu finden. Seit 2003 verzichten wir auch auf den Einsatz von Polyethylenchlorid, das ähnliche Umweltauswirkungen wie PVC aufweist. Ebenso fördern wir die Verwendung phthalatfreier Druckpasten und stellen unsere Prozesse entsprechend um. Einige unserer Geschäftseinheiten haben bereits ihre eigenen Standorte umgestellt, und auch immer mehr ihrer Zulieferer beteiligen sich an der Aktion.

FLÜCHTIGE ORGANISCHE VERBINDUNGEN

In unseren Herstellungsprozessen eingesetzte Lösungsmittel enthalten üblicherweise flüchtige organische Verbindungen (VOCs). Diese können in hoher Konzentration Atembeschwerden und andere gesundheitliche Probleme für Arbeitnehmer in der Produktion verursachen. Daher fordern wir seit mehr als zehn Jahren von unseren Schuhherstellern, den Einsatz von VOCs in ihren Fertigungsprozessen erheblich zu reduzieren. 

Durch innovative und umweltverträgliche Klebe- und Vorbehandlungsverfahren sowie durch die Einhaltung unserer Richtlinien zum Einsatz von Chemikalien gelang es unseren Sportschuhlieferanten, die VOC-Menge von deutlich mehr als 100 g pro Paar Schuhe auf weniger als 20 g zu reduzieren.

Für das Jahr 2017 können wir unseren bisher größten Erfolg vorweisen, indem wir ein Allzeittief von 12 Gramm VOC pro Paar erreicht haben. Dass jedes Land im Vergleich zum Vorjahr eine verbesserte Leistung vorzeigen kann, ist das Ergebnis harter Arbeit und eines echten Engagements unserer gesamten involvierten Beschaffungskette.

Mikrofasern

Dank ihrer einzigartigen Funktionsmerkmale finden Kunstfasern in unserer Branche breite Verwendung – sie fühlen sich weich an, sind elastisch, leicht, äußerst strapazierfähig und bieten ein hervorragendes Feuchtigkeitsmanagement. Neuere Studien haben jedoch gezeigt, dass Kunstfasern zur Umweltverschmutzung beitragen können, vor allem wenn sie in die Umwelt, insbesondere Gewässer, gelangen.

Im Rahmen unserer strategischen Priorität ‚Wir schätzen Wasser‘ ist uns bewusst, dass Wasser ein lebensnotwendiges Gut und eine wichtige Ressource für unsere Branche ist. Die Bekämpfung der Verschmutzung durch Mikrofasern hat für uns höchste Priorität und wir arbeiten proaktiv daran. Es handelt sich hier um eine komplexe Herausforderung für unsere Branche, für die es keine einfache schnelle Lösung gibt. Deshalb haben wir eine funktionsübergreifende Projektgruppe eingerichtet, die sich mit den Bereichen Materialien, Chemie, Tests, Beschaffung und Nachhaltigkeit befasst. Wir sind ferner neue Partnerschaften mit unseren Partnern in der Beschaffungskette und mit Forschungsinstituten eingegangen und beteiligen uns aktiv an externen Arbeitsgruppen der Branche.

Wir konzentrieren uns vor allem auf folgende Bereiche:

  • Herstellung: Unser Ziel ist, unsere Produkte so herzustellen, dass in jedem Stadium der Herstellung möglichst wenige schädliche Mikrofasern in die Umwelt gelangen. Zusammen mit einigen unserer Fertigungspartner untersuchen wir die Freisetzungsprozesse während der Herstellung, um so das Problem besser zu verstehen und mögliche Lösungen identifizieren zu können. Im Jahr 2018 wollen wir Best Practices festlegen und unseren Partnern in der Beschaffungskette spezifische Richtlinien zur Schadensminderung sowie zum Umgang mit und zur Entsorgung von Abfall vorgeben.
  • Tests: Derzeit verfügt unsere Branche noch nicht über ein standardisiertes Testverfahren, mit dem das Freisetzungsverhalten verschiedener Materialien und Produkte gemessen werden kann. Wir arbeiten daher mit verschiedenen Organisationen und Forschungsinstituten an der Entwicklung und Validierung eines gemeinsamen Testverfahrens, das bis Ende 2018 einsetzbar sein sollte. Dies wird uns dabei helfen, wichtige Forschungs- und Entwicklungsprioritäten festzulegen.
  • Verwendung: Wir wollen Produkte herstellen, die während ihrer Lebensdauer möglichst wenig Mikrofasern an die Umwelt abgeben, und unseren Konsumenten vermitteln, wie sie ihre Produkte am besten pflegen. Bis es ein standardisiertes Testverfahren gibt, sind wir jedoch zurückhaltend, was die Weitergabe von Pflegeanleitungen an die Kunden anbelangt. Im Verlauf des Jahres 2018 konzentrieren wir uns auf interne Materialtests und die Validierung unserer Tests anhand externer Standards.
  • Neue Materialien: In Zusammenarbeit mit unseren Partnern an Hochschulen und in der Branche arbeitet das adidas Future Team an der Entwicklung neuer innovativer Materialien für die Textilbranche, die selbst dann, wenn sie in die Umwelt gelangen, keine schädliche Wirkung entfalten.

Partnerschaften

Wir haben mehrere externe Arbeitsgruppen und interdisziplinäre Projekte zur Stärkung der Zusammenarbeit innerhalb der Branche ins Leben gerufen:

Die European Outdoor Group (EOG) hat eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich besonders auf die Entwicklung von Standardtestverfahren für die Messung des Freisetzungsverhaltens von Materialien konzentriert. (www.europeanoutdoorgroup.com)

TextileMission ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes, auf drei Jahre angelegtes Projekt des Bundesverbands der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI). An dieser Initiative beteiligen sich mehrere führende Unternehmen, Forschungsinstitute und NGOs aus der gesamten Wertschöpfungskette. Das Projekt konzentriert sich auf die weitere Analyse der Grundursachen, soll aber auch innovative Lösungen zur Eindämmung des Problems hervorbringen. (www.textilemission.bsi-sport.de)

Fashion for Good ist eine globale Innovationsplattform, die Marken, Hersteller, Einzelhändler, Zulieferer, gemeinnützige Organisationen, Innovatoren und Geldgeber zusammenbringt, die gemeinsam das Ziel verfolgen, in allen Fragen gute Lösungen für die Modebranche zu finden. (www.fashionforgood.com)

Sensibilisierung

Wir arbeiten aktiv daran, das Bewusstsein für die Probleme zu fördern und dazu beizutragen, in unserer Branche eine Lösung zu finden. 2017 nahmen wir an wichtigen Branchenkonferenzen teil und organisierten mehrere interne Workshops und Veranstaltungen mit unseren Zulieferern. Diese Aktivitäten werden wir 2018 weiter verstärken.