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Partnerschaftlicher Ansatz

Ein offener Umgang mit unseren Stakeholdern sowie eine führende Rolle einnehmen im Bereich Transparenz sind wesentliche Bestandteile unserer Nachhaltigkeitsstrategie.

Bei einem ausgereiften Nachhaltigkeitsprogramm wie dem von adidas ist die Zusammenarbeit mit Anspruchsgruppen nur selten einseitig. Beziehungen zu Stakeholdern entwickeln und verändern sich mit der Zeit; die Art der Dialoge verbessert sich und reift. Bei einer positiven und aufgeschlossenen Herangehensweise fällt es leicht, Meinungen zu teilen, unterschiedliche Ansätze zu respektieren und neue Partnerschaften aufzubauen.

RICHTLINIEN ZUM UMGANG MIT STAKEHOLDERN

Unsere Stakeholder sind Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen, deren Interessen mit denen unseres Konzerns verknüpft sind. Die operativen Tätigkeiten von Unternehmen stehen immer in Wechselwirkung mit der Gesellschaft; deshalb haben unsere Stakeholder ein berechtigtes Interesse, mehr über unsere Aktivitäten zu erfahren. Bei unseren Stakeholdern handelt es sich um eine sehr vielfältige Gruppe. Zu ihnen zählen:

  • adidas Mitarbeiter
  • Entscheidungsträger: Regierungen/Behörden, Fachverbände, Aktionäre, Vorstand
  • Geschäftspartner: Gewerkschaften, Zulieferer, Dienstleister
  • Beschäftigte in den Betrieben unserer Zulieferer
  • Meinungsmacher: Journalisten, Mitglieder von Kommunen, spezielle Interessengruppen
  • Kunden: Sportprofis, Distributoren, Einzelhändler, Konsumenten
  • Wettbewerber: andere multinationale Marken und Unternehmen aus der Konsumgüterbranche

Der Umgang mit unseren Stakeholdern ist klar: Wir bringen uns aktiv ein, hören zu, versuchen, ihre Ideen und Bedenken zu verstehen und zu handeln, wann immer es uns möglich ist. Dabei reicht unser Beziehungsmanagement von einem passiven bis zu einem aktiven Engagement, das heißt von einer reinen Information unserer Stakeholder bis hin zu ihrer aktiven Einbeziehung in Entscheidungen. Der Kontakt und Dialog mit unseren Stakeholdern erfolgt auf unterschiedliche Art und Weise:

  • Formelle Stakeholder-Dialoge mit Wettbewerbern, Beschäftigten, Gewerkschaftsvertretern, Nichtregierungsorganisationen und unseren Geschäftspartnern. Die Berichte der Stakeholder-Dialoge können von unserer Internetseite heruntergeladen werden
  • Treffen mit Analysten sozialverantwortlicher Investmentfonds (Socially Responsible Investment, SRI)
  • Interne Berichterstattung sowie Einführungs- oder Orientierungsprogramme zum Nachhaltigkeitsprogramm für unsere Mitarbeiter
  • Beantwortung von Anfragen seitens Verbrauchern, Interessengruppen und den Medien
  • Zusammenarbeit mit anderen Markenunternehmen in gemeinsamen Initiativen oder Foren
  • Kontakt und Dialog mit Studenten und Universitäten

BERICHTE ZU STAKEHOLDER-MEETINGS

Auf dieser Seite finden Sie alle Berichte zu formell durchgeführten Stakeholder-Dialogen seit 2001. 

(Nur auf Englisch verfügbar)

2011

2009

2007

2005

2004

2003

2002

2001

 

 

Kooperationen und Mitgliedschaften

adidas unterhält starke Beziehungen im Nachhaltigkeitsbereich. Die nachfolgende Tabelle fasst die wichtigsten Kooperationen und Mitgliedschaften von adidas im Nachhaltigkeitsbereich zusammen. Wir legen die Hauptgründe für unsere kontinuierliche Beteiligung in den einzelnen Organisationen im Folgenden dar.

OrganisationTypMitglied seitStatusGrund für Teilnahme
Apparel and Footwear International RSL Management (AFIRM) Working GroupBranchenverband2004Mitbegründer und aktiver Teilnehmer.Branchenführende Gruppe, die sich für die Reduzierung der Auswirkung von Schadstoffen einsetzt und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften überwacht.
Better Cotton Initiative (BCI)Multi-Stakeholder-Organisation2004Mitbegründer und aktiver Teilnehmer.Förderung messbarer Verbesserungen bei den wichtigsten ökologischen und sozialen Auswirkungen des weltweiten Baumwollanbaus.
Bündnis für nachhaltige TextilienMulti-Stakeholder-Initiative der Bundesregierung2015Teilnehmendes Unternehmen; Mitglied der Arbeitsgruppen ‚Prüfen‘ und ‚Chemikalien‘Förderung messbarer sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Verbesserungen entlang der Textil- und Bekleidungsbeschaffungskette
ChemSec (Chemical Secretariat)Internationale gemeinnützige Umweltorganisation2015

Teilnehmendes Unternehmen

Minimierung der Verwendung von gefährlichen Chemikalien und deren Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt sowie Förderung nachhaltiger Innovation
European Outdoor Group (EOG)Branchenverband2009Mitglied und aktiver Teilnehmer; zwischenzeitlich stellvertretender Vorsitz der Arbeitsgruppe für NachhaltigkeiZusammenarbeit mit Akteuren der Outdoor-Branche zum Thema Nachhaltigkeit.
Fair Factories Clearinghouse (FFC)Gemeinnützige Organisation2006Mitbegründer (Reebok) und aktiver Teilnehmer; Sitz im Vorstand.Förderung der Transparenz sowie branchenweiter Austausch von Audit-Ergebnissen und Maßnahmenplänen.
Fair Labor Association (FLA)Gemeinnützige Organisation1999Mitbegründer und aktiver Teilnehmer; Sitz im Vorstand.Bereitstellung von unabhängiger Akkreditierung und Aufsicht über unsere internen Programme.
ILO Better WorkDreigliedrige Organisation2012Aktiver Teilnehmer.Partnerschaft zwischen der International Labour Organization (ILO) und der  International Finance Corporation, um den sozialen Dialog und die Produktivität in Zulieferbetrieben zu verbessern.
Leather Working Group (LWG)Branchenverband2005Mitbegründer und aktiver Teilnehmer.Verbesserung der Umweltbedingungen in der Leder-Beschaffungskette.
Parley for the OceansKooperationsnetzwerk2015

Gründungsmitglied mit Sitz im Lenkungsausschuss

 

Vordenker im Hinblick auf Erhaltung der Ozeane und Öko-Innovation, Bewusstseinsschaffung und Gründung von Kollaborationen, um der Zerstörung der Ozeane Einhalt zu gebieten.
Sustainable Apparel Coalition (SAC)Branchenverband2010Mitbegründer und aktiver Teilnehmer; Mitglied im Governance-Ausschuss, im Version 1 Eco-Index-Ausschuss sowie im Ausschuss für Soziales und Arbeit.Erarbeitung eines gemeinsamen Nachhaltigkeitsinstruments sowie eines Index zu ökologischen Gesichtspunkten.
Vereinbarung zum Brand- und Gebäude-schutz in BangladeschUnabhängige und verbindliche Vereinbarung zwischen Marken und Gewerkschaften2013Teilnehmendes Unternehmen

Etablierung eines Programms zum Brand- und Gebäudeschutz,

um eine sichere und gesunde Bekleidungsproduktion in Bangladesch zu fördern
World Federation of the Sporting Goods Industry (WFSGI)Branchenverband1985Mitbegründer und aktiver Teilnehmer; Vorsitz des CSR Committee.Vertretung der Sportartikelindustrie bei verschiedenen Anlässen und Förderung einer gemeinsamen Ausrichtung der Mitglieder.
Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC)Branchenverband2011Mitbegründer und aktiver Teilnehmer.Branchenführende Gruppe, die sich für die Reduzierung der Auswirkung von Schadstoffen einsetzt.

REGIERUNG UND BEHÖRDEN

Als Unternehmen unterstützen wir die Einhaltung von Menschenrechten und den Schutz unserer Umwelt. Deshalb erfordern unsere Bedenken hinsichtlich der Verletzung von Menschenrechten und des Umweltschutzes sowie deren Auswirkungen für adidas eine enge Zusammenarbeit mit Regierungen und öffentlichen Behörden in verschiedenen Ländern.

So arbeiteten wir beispielsweise in Partnerschaft mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eng mit der Regierung von Kambodscha zum Thema Gefängnisarbeit zusammen. Gemeinsam mit anderen Anspruchsgruppen haben wir die usbekische Regierung schriftlich aufgefordert, die Kinderarbeit, die jedes Jahr in der Baumwollindustrie in Usbekistan stattfindet, zu unterbinden. In Indonesien stehen wir in Kontakt mit der Regierung, um Lösungen im Zusammenhang mit unethischen Fabrikschließungen, bei denen der Besitzer aus dem Land flieht und somit seinen Pflichten gegenüber den Arbeitnehmern nicht nachkommt, zu finden. Und in Singapur wurden wir zu einem Workshop mit ASEAN Mitgliedstaaten zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte eingeladen, was wiederum zu einer Teilnahme an einem Runden Tisch von ASEAN Wirtschaftsführern zum Thema Menschenrechte führte.


Baumwollanbau in Usbekistan

adidas weiß um die aktuellen sozialen und ökologischen Bedingungen in bestimmten Bereichen der Baumwollindustrie und ist darüber sehr besorgt. Zu diesen Bedingungen zählen im schlimmsten Fall Kinderarbeit, der Einsatz von Pestiziden und die Umweltverschmutzung, denen die Menschen dort ausgesetzt sind. Aufgrund anhaltender Bedenken über die von der Regierung gestützte erzwungene Kinderarbeit während der Erntezeit auf den Baumwollfeldern Usbekistans sind wir einer Allianz internationaler Investoren, Markenunternehmen und Nichtregierungsorganisationen beigetreten, die die usbekische Regierung aufgefordert hat, diese Praxis zu unterbinden und die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) in allen Punkten zu beachten.

Im Jahr 2011 hat adidas gemeinsam mit verschiedenen US-amerikanischen und europäischen Unternehmen, die zusammen eine Vielzahl an Marken und Einzelhändlern repräsentieren, eine Erklärung unterzeichnet, in der die usbekische Regierung aufgefordert wird, die erzwungene Kinderarbeit, die jedes Jahr im Baumwollanbau Usbekistans stattfindet, zu unterbinden.

Wir arbeiten darauf hin, die Rückverfolgung unserer Materialien weiter zu optimieren. Gleichzeitig haben wir an unsere Zulieferer appelliert, nach bestem Wissen und Gewissen sicherzustellen, dass sie keinerlei aus Usbekistan stammende Baumwolle bzw. Baumwollmaterialien verwenden. Hier erfahren Sie mehr über die Erklärung.

 


GEFANGENENARBEIT IN KAMBODSCHA

adidas hat gemeinsam mit fünf anderen führenden Markenunternehmen in einem Schreiben an die Regierung Kambodschas seine Bedenken zur Erarbeitung eines Rehabilitationsprogramms für Gefangene zum Ausdruck gebracht, in dessen Rahmen Kleidungsstücke durch Gefangenenarbeit hergestellt werden dürfen. In ihrem Austausch mit der Regierung haben die internationalen Einkäufer betont, dass die Integrität der globalen Beschaffungsketten gewahrt werden muss und auf potenzielle Risiken bei der unautorisierten Weitervergabe von Aufträgen im Bekleidungssektor Kambodschas hingewiesen.

Mitarbeiter des „Better Factories“-Programms der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) – in dessen Rahmen die Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben von adidas in Kambodscha überwacht werden – haben uns stets über die aktuelle Situation auf dem Laufenden gehalten und sich an die Regierung sowie andere UN-Organisationen gewandt und um Stellungnahmen gebeten. Die Bedenken der Markenunternehmen wurden offiziell vom kambodschanischen Handelsminister entgegengenommen und im Rahmen eines interministeriellen Ausschusses thematisiert. Der Ausschuss wurde einberufen, um die verdeckte oder illegale Weitervergabe von Aufträgen in der Bekleidungs- und Schuhindustrie zu untersuchen und dagegen vorzugehen. Der Handelsminister machte daraufhin die Bemühungen der Regierung zur Regulierung der Untervergabe innerhalb der Beschaffungsketten öffentlich.


WEITERE BEISPIELE

Nachfolgend finden Sie einige Beispiele unseres Engagements mit Regierungen und lokalen Behörden: 

(Nur auf Englisch verfügbar)

DATUMBESCHREIBUNGDOKUMENT
2014, JAN 17Offener Brief an die kambodschanische Regierung: 
Erneuter Aufruf für die friedliche Lösung des landesweiten Streik im Zusammenhang mit der jährlichen Anhebung des Mindestlohns in der kambodschanischen Bekleidungsindustrie
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2014, JAN 7 Offener Brief an die kambodschanische Regierung, Hersteller und Gewerkschaften: Aufruf für die friedliche Lösung des landesweiten Streik im Zusammenhang mit der jährlichen Anhebung des Mindestlohns in der kambodschanischen BekleidungsindustrieDownload · PDF
2010, SEP 24Brief an die kamboschanische Regierung: Hinsichtlich Mindestlohndebatten, Vereinbarungen und StreiksDownload · PDF
2009, OKT 19Brief an den US-Handelaufschuss: In dem wir erläutern, welche Auswirkungen ein Ausschluss Madagaskars aus dem „African Growth and Opportunity Act" (AGOA) auf die Beschäftigten in der heimischen Bekleidungs- und Textilindustrie hätte.Download · PDF
2009, JUL 27Schreiben an die US-Aussenministerin Hilary R. Clinton: 
Zur Situation in Honduras
Download · PDF
2007, OKT 29

Offener Brief an die Regierung in El Salvador: 

Betreffend des Zulieferbetriebs Hermosa.

(Englische Version)

Download · PDF
2007, OKT 29

Offener Brief an die Regierung in El Salvador: 

Betreffend des Zulieferbetriebs Hermosa.

(Spanische Version)

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Zivilgesellschaft

Wir pflegen engen Kontakt zu Stakeholdern aus dem Bereich der Zivilgesellschaft.


Greenpeace – DETOX-Kampagne

Im Jahr 2011 initiierte Greenpeace International die DETOX-Kampagne mit der Forderung, gefährliche und schwer abbaubare Chemikalien aus allen Gliedern der globalen Beschaffungsketten zu verbannen – von den Baumwollfeldern über die Textilfabriken und Färbereien, in denen die Stoffe gefertigt werden, bis hin zur Bekleidungsproduktion. Die Kampagne richtet sich vornehmlich an Sportartikel- und bekannte Textilunternehmen, da Greenpeace der Meinung ist, dass diese als Vorreiter für einen Wandel in der gesamten Branche wirken können. Im Rahmen der Kampagne wurden die Unternehmen aufgefordert eine offizielle Selbstverpflichtung zu veröffentlichen und darin das Ziel zu unterstützen, auf gefährliche Chemikalien zu verzichten. Darüber hinaus wurde jedes Unternehmen angehalten, einen individuellen Maßnahmenplan („Roadmap“) mit Zeitrahmen und Schritten zum Erreichen dieses Ziels zu erstellen.

adidas trat von Anfang an in einen intensiven Dialog mit Greenpeace. Wir haben uns öffentlich dem Ziel von Greenpeace verpflichtet, aber auch betont, dass der Umgang mit Chemikalien in mehrstufigen Beschaffungsketten eine komplexe Herausforderung ist, bei der es auf die aktive Mitwirkung zahlreicher Akteure ankommt, um effektive und nachhaltige Lösungen zu finden. Mit anderen Worten: Der erforderliche Wandel hat eine derartige Dimension, dass er von einem einzigen Markenunternehmen allein nicht bewältigt werden kann.

Um die Herausforderungen zu meistern, haben wir deshalb ein gemeinsames Vorgehen mit einer Gruppe gleichgesinnter Unternehmen angeregt. Die verschiedenen Marken haben in enger Zusammenarbeit einen umfassenden Maßnahmenplan entwickelt, wonach die Freisetzung gefährlicher Chemikalien in die Umwelt unterbunden werden soll. Bei der Erstellung dieses Plans haben wir mit Experten aus der Chemieindustrie sowie mit anderen Unternehmen zusammengearbeitet. Seitdem haben sich weitere Unternehmen unserem Vorhaben angeschlossen. In unserer Vision dient der gemeinsame Maßnahmenplan als Maßstab für viele weitere Marken und andere Anspruchsgruppen, die uns in unserem Vorhaben unterstützen werden. Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg. 

Weitere Informationen zu unserem Umgang mit Chemikalien finden Sie hier.

DATUMBESCHREIBUNGDOKUMENT
2014, JUNIZwischenbericht zum individuellen Fahrplan von adidas zum Verzicht auf gefährliche Chemikalien Download · PDF
2013, OKTStellungnahme von adidas zu dem von Greenpeace veröffentlichem International Leadership Board RankingDownload · PDF
2011, NOVadidas individual roadmap toward zero discharge of hazardous chemicals (Englische Version)Download · PDF

Gewerkschaften und Koalitionsfreiheit in Indonesien

Indonesien ist seit Jahren eines unserer wichtigsten Beschaffungsländer in Asien. Dadurch konnten wir stetige Fortschritte und Verbesserungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen in dem Land beobachten. Dennoch sind wir uns der Tatsache bewusst, dass unsere Lieferanten mit bestimmten Herausforderungen konfrontiert sind, um unsere Arbeitsplatzstandards und die Erwartungen internationaler Nichtregierungsorganisationen zu erfüllen.

Ein Bereich, in dem wir eng mit Organisationen wie Oxfam Australia, der ITBLAV sowie lokalen Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften kooperieren, ist die Erarbeitung eines Protokolls zur Koalitionsfreiheit in Indonesien. adidas übernahm die führende Rolle in einem Gremium aus Zulieferern und Markenvertretern, das 2010 mit dem Ziel einer engen Zusammenarbeit mit der Gewerkschaftsbewegung in Indonesien gegründet wurde. Dadurch soll ein grundlegender Rahmen für die Umsetzung von Gewerkschaftsrechten am Arbeitsplatz geschaffen werden. Die offizielle Unterzeichnung des Protokolls fand im Juni 2011 in Jakarta statt. Dieses Ereignis wurde von der internationalen Arbeitnehmerrechtsbewegung als „historischer Vertrag“ zwischen Sportbekleidungsmarken, Zulieferern und Gewerkschaften gefeiert.

Wir sind zuversichtlich, dass dieses Protokoll einen entscheidenden Maßstab für Zulieferer setzen wird, und dass seine Bestimmungen die unterschiedlichen Erwartungshaltungen angleichen können. Wir hoffen, dass damit Missverständnisse zwischen Betriebsleitung und Gewerkschaftsvertretern bezüglich Gewerkschaftsaktivitäten, Beitrittsrechten usw. reduziert und infolgedessen die Arbeitsbeziehungen in der Branche insgesamt verbessert werden können. Im Rahmen unserer Verpflichtung zu dem Protokoll haben wir alle unsere Zulieferer aufgerufen, das Protokoll zu unterzeichnen und der Umsetzung der darin genannten Anforderungen zuzustimmen. adidas hat zudem bei anderen internationalen Unternehmen, die in Indonesien einkaufen, aktiv für die Annahme des Protokolls geworben.

Sie können das Protokoll hier einsehen.


WEITERE BEISPIELE

Nachfolgend finden Sie einige Beispiele unseres Engagements mit der Zivilgesellschaft: 

(Nur auf Englisch verfügbar)

DATUMBESCHREIBUNGDOKUMENT
2017, JULI 18Antwort zu Clean Clothes Campaign: PT Panarub Dwikarya Benoa

LINK

 

2015, OKT 6Bericht des Stakeholder Dialogs: ‘Human Rights Impact of Major Sporting Events and the Role of Sponsors’

LINK

 

2015, AUG 31Antwort zu Empfehlungen des WRC zu Yuen Yuen und Sozialversicherungen in der Volksrepublik China: Dieses Dokument ist Teil der Zusammenfassung der unabhängingen Beschwerden, die wir 2014 erhalten haben. Die Zusammenfassung finden Sie im Bereich MenschenrechteDownload · PDF
2012, SEPT 27Brief an Universitäten in Nordamerika: Über die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Fabrik PT KizoneDownload · PDF
   

Sportveranstaltungen

Unternehmensverantwortung ist ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit verschiedenen Sportereignissen weltweit. Unsere Marken sind auf der ganzen Welt sichtbar, insbesondere durch unsere Präsenz bei großen Sportereignissen wie der Fußballweltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen. Dadurch entsteht ein großes Interesse daran, wie wir unsere Geschäfte tätigen und unter welchen Bedingungen unsere Produkte gefertigt werden. adidas verfolgt deshalb einen proaktiven Ansatz bei der Zusammenarbeit mit ihren Anspruchsgruppen. Dies gilt im Besonderen für größere Sportveranstaltungen, bei denen adidas als Sponsor auftritt.


2014 FIFA FUßBALL-WELTMEISTERSCHAFT IN BRASILIEN
Als langfristiger Partner der FIFA informiert adidas die FIFA regelmäßig und detailliert über ihr Nachhaltigkeitsprogramm. Wir teilen generell unsere Lieferantenlisten, Leit- und Richtlinien mit ihnen und der Öffentlichkeit. In Bezug auf die FIFA Fußball-WeltmeisterschaftTM in Brasilien stehen wir in engem Kontakt mit nichtstaatlichen Organisationen und arbeiten mit öffentlichen Behörden zusammen, um über jegliche Entwicklungen im Sozial- und Umweltbereich informiert zu sein. 

Basierend auf den Erfahrungen bei großen Sportveranstaltungen in der Vergangenheit, erwarten wir auch vor und während der anstehenden FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014TM in Brasilien Aktivitäten von unterschiedlichen Interessengruppen. Deshalb suchen wir den direkten Dialog mit allen interessierten Stakeholdern und gehen proaktiv mit allen Bedenken oder Anschuldigungen, die uns mitgeteilt werden, um.

In Brasilien unterstützen wir zudem spezielle Gemeinschaftsprojekte in Kooperation mit lokalen Partnern. Eines dieser Projekte ist die „Ginga Social“ Initiative, bei der wir Kinder im Alter zwischen 7 und 17 Jahren mit Trainern zusammenbringen, um mit Hilfe des Sports Wertesysteme und soziale Kompetenzen zu vermitteln. Das Projekt läuft von 2011 bis 2014 in fünf einkommensschwachen Wohngebieten in Sᾶo Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Porto Alegre und Salvador, also in Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2014TM.

Unsere Partnerorganisation Gol de Letra unterstützt lokale Organisationen bei der regionalen Umsetzung des Programms. Mit ihrem „Train-the-Trainer“-Modell statten sie lokale Trainer mit dem nötigen Wissen aus und bilden damit die Basis für eine kontinuierliche positive Entwicklung der jungen Erwachsenen in den jeweiligen Nachbarschaften. Das Projekt investiert außerdem in lokale Sportstätten, was entscheidend ist in einem Land, in dem 86% der mehr als 190 Millionen Einwohner in Städten leben, in denen Platz für Sport rar und teuer ist.


2012 STAKEHOLDER-DIALOG ZU DEN OLYMPISCHEN SPIELEN IN LONDON - DIE NACHHALTIGEN SPIELE
In Vorbereitung zu den Olympischen Spielen 2012 in London veranstalteten wir im Mai 2011 in London einen Stakeholder-Dialog, um die verschiedenen Ansichten der Anspruchsgruppen zu unserer Rolle und unseren Verantwortlichkeiten als Sponsor von großen Sportereignissen zusammenzubringen. Gekennzeichnet als die weltweit ersten nachhaltigen Olympischen Spiele, stellte London 2012 sowohl neue Herausforderungen als auch neue Möglichkeiten für adidas dar.

Es waren die ersten Olympischen Spiele, bei denen alle Unternehmen, die Produkte an das London Organising Committee of the Olympic and Paralympic Games (LOCOG) lieferten, vertraglich verpflichtet waren, den sogenannten Kodex zur nachhaltigen Beschaffung einzuhalten und sich einem unabhängigen Beschwerdeprozess zu verschreiben. Basierend auf den Ergebnissen eines Stakeholder-Workshops im Jahr 2011, arbeiteten wir weiter gemeinsam mit wichtigen Interessengruppen, wie dem britischen Dachverband der Gewerkschaften TUC (Trades Union Congress) und der Internationalen Textil-, Bekleidungs- und Lederarbeiter-Vereinigung (ITBLAV).

Unsere Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass insbesondere im Vorfeld von und während großer Sportereignisse ein Anstieg der Kampagnenarbeit vieler Interessengruppen zu verzeichnen ist. Und so war adidas auch im Rahmen der Olympischen Spiele in London wieder das Ziel vieler Kampagnen von Arbeitsrechtsgruppen. Das Spektrum reichte dabei von öffentlichen Protesten und Demonstrationen über Petitionen, die bei uns eingereicht wurden, bis hin zu speziellen Aktionen, die durchgeführt wurden, um Aufmerksamkeit bei den Medien und der Öffentlichkeit zu erreichen. Armut und existenzsichernde Löhne, sowie Gewerkschaftsfreiheit und generelle Arbeitsbedingungen in der Beschaffungskette wurden dabei prominent in den Kampagnen thematisiert.

Im Mai 2012 veröffentlichte die Play Fair Kampagne, ein zivilgesellschaftlicher Verbund, den Bericht Fair Games? Human Rights of Workers in Olympic 2012 Supplier Factories. Dieser Bericht thematisiert Bedenken bezüglich der Arbeitsbedingungen in verschiedenen Ländern, die von Sri Lanka bis zu den Philippinen reichen. Aufgrund unserer Transparenz hinsichtlich der Veröffentlichung von Lieferanten, die Produkte für die Olympischen Spiele 2012 in London herstellten, wurden in dem Bericht auch viele unserer Zulieferer namentlich erwähnt. Manche der Vorwürfe aus dem Bericht bildeten daraufhin die Grundlage für Klagen, die im Rahmen des LOCOG Beschwerdeprozesses eingereicht wurden. Dieser Beschwerdemechanismus führte zu einem noch intensiveren Dialog mit TUC, ITBLAV, Labour Behind the Label, Regierungsbehörden und anderen Organisationen in China und den Philippinen. Unser Engagement setzt sich 2013 beispielsweise in den Philippinen fort, um den Anschuldigungen der Beschwerdeführer auf den Grund zu gehen und etwaige Abhilfemaßnahmen zu leisten.

Aber auch die Medien und deren Artikel über Arbeitsbedingungen und Löhne in Bangladesch, Kambodscha und Indonesien spielten eine aktive Rolle bei unserem Engagement rund um die Olympischen Spiele 2012 in London. Behauptungen in Zeitungsartikeln bezüglich Arbeitsbedingungen in Indonesien führten zu einer unabhängigen Untersuchung durch das LOCOG, die letztendlich zu ähnlichen Ergebnissen führte wie unsere eigenen internen Nachforschungen.

Alle Vorwürfe und Anschuldigungen gegen uns bzw. unsere Zulieferer haben wir immer ernst genommen und dann sofort mit entsprechenden Untersuchungen reagiert. Die Ergebnisse unserer Nachforschungen wurden mit LOCOG geteilt, die daraufhin eine unabhängige externe Überprüfung unserer Ergebnisse sowie unabhängige Gespräche mit Fabrikarbeitern außerhalb des Firmengeländes in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse dieser unabhängigen Prüfungen wurden auf der LOCOG Webseite veröffentlicht.