Diese Webseite wurde unter Verwendung modernster Techniken und Technologien umgesetzt. Leider unterstützt Ihre Browser-Version nicht alle dieser Technologien.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um die Webseite korrekt darstellen und alle Funktionen nutzen zu können.

OK, verstanden
Ihre Lesezeichen

Personalisieren Sie. Hier können Sie Ihre persönlichen Lesezeichen abspeichern. Um Lesezeichen hinzuzufügen klicken Sie bitte auf den Stern in der unteren rechten Ecke der Kacheln oder am unteren Rand jeder Seite.

SeitentitelBereichAngelegt amAuswählen
Sie haben noch keine Lesezeichen hinzugefügt.

Beschäftigte in unserer Beschaffungskette

Die Beschäftigten in den Fabriken unserer Zuliefererspielen eine zentrale Rolle in unserem Nachhaltigkeitsprogramm. Aus Sorge um ihre Arbeitsplatzbedingungen und ihr Wohlergehen haben wir Arbeitsplatzstandards für unsere Beschaffungskette ('Workplace Standards') entwickelt, die neben sozialen Standards auch die Arbeitssicherheit und -gesundheit der Beschäftigten sowie umweltbewusste Betriebsabläufe gewährleisten sollten.

Einige Themen sind für unsere Stakeholder von besonderem Interesse. Sie reichen von gerechten Löhnen, Kinderarbeit und Koalitionsfreiheit bis hin zu Arbeitssicherheit und -gesundheit und den Umgang mit Chemikalien.

 

ANGEMESSENE LÖHNE

Ein existenzsichernder Lohn muss den Lebensunterhalt von Arbeitnehmern und ihren Familien decken sowie einen angemessenen Lebensstandard ermöglichen, der von der Gesellschaft in ihrer derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung als akzeptabel angesehen wird.[i]

Ein angemessener Lohn orientiert sich umfassender. Hierbei wird die Angemessenheit des Lohns eines Arbeitnehmers anhand folgender Kriterien analysiert:

  • ob die Löhne den gesetzlichen Mindestlohn abdecken,
  • regelmäßig und pünktlich gezahlt werden,
  • einen angemessenen Lebensstandard ermöglichen,
  • der Leistung und den Fähigkeiten eines Arbeitnehmers entsprechen,
  • Zuschläge für Überstunden enthalten,
  • Preissteigerungen der von den Arbeitern gefertigten Produkte folgen,
  • mit den Gewinnen und Umsätzen des Arbeitgebers verknüpft sind,
  • Änderungen der Arbeitstechnik berücksichtigen,
  • mit den Arbeitnehmern einzeln oder kollektiv verhandelt werden und ihnen darüber hinaus klar und offiziell mitgeteilt werden.

Löhne und Sozialleistungen

Als verantwortungsbewusst handelndes Unternehmen ist es unser Ziel, dass die in unserer Beschaffungskette beschäftigten Arbeiter in ihrem Alltag keine Not erleiden müssen. Wir möchten, dass Arbeitnehmer genug verdienen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern und darüber hinaus Konsumausgaben tätigen sowie Geld sparen zu können. Dieses Ziel haben wir in den Leitprinzipien unserer Arbeitsplatzstandards („Workplace Standards“), festgeschrieben. Wir suchen Geschäftspartner, die kontinuierlich den Lebensstandard ihrer Mitarbeiter durch das Lohngefüge, Sozialleistungen, Sozialprogramme und andere Leistungen heben sowie insgesamt die Lebensqualität erhöhen.
Die Frage nach der Berechnung und Zahlung angemessener Löhne innerhalb globaler Beschaffungsketten ist ein komplexes Thema. Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen und Lebenshaltungskosten eines Landes haben auch nationale Gesetze, die Anzahl und Verfügbarkeit der Arbeitskräfte in dem Land, die Fähigkeiten und Kompetenzen eines Arbeitnehmers, die Art der Branche bzw. des Industriezweigs sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Arbeitgebers Einfluss auf die Festsetzung der Löhne. Obwohl wir nicht bestimmen, welche Löhne die Zulieferbetriebe ihren Beschäftigten zahlen, verpflichten wir die Arbeitgeber, zumindest die gesetzlich vorgeschriebene bzw. die in einem Tarifverhandlungsverfahren ausgehandelte Vergütung zu leisten. Als Abnehmer der in einem Zulieferbetrieb gefertigten Waren haben wir in zweierlei Hinsicht Einfluss darauf, dass der Betrieb seinen Beschäftigten angemessene Löhne zahlt:

•    durch die von uns gezahlten Produktpreise und
•    durch eine verantwortungsvolle Beschaffung dieser Produkte.

Unser Ansatz zur Zahlung angemessener Löhne

Unser Ansatz zur Zahlung angemessener Löhne in globalen Beschaffungsketten baut auf drei Grundpfeilern auf und basiert auf grundlegenden Menschenrechtskonzepten. Für jeden einzelnen dieser Grundpfeiler verfügen wir über ein Programm, das angemessene Löhne und Lohnsteigerungen fördert, wenn Arbeitnehmer die nötige Eignung, Leistung und Kompetenz in ihrer Tätigkeit nachweisen. In den vergangenen beiden Jahren haben wir bei zwei Dutzend Zulieferern Instrumente und Richtlinien zur Bewertung der Löhne eingeführt, damit diese zunehmend angemessene Löhne zahlen. Im Rahmen der Bewertung konnten die Zulieferer die Stärken und Schwächen ihrer Systeme zur Lohnfestsetzung ermitteln. Darüber hinaus wurden wichtige Verknüpfungen zwischen Entlohnung und Fähigkeiten, Entlohnung und Unternehmensleistung sowie dem Bedarf an einem wirksamen sozialen Dialog am Arbeitsplatz hervorgehoben. In den kommenden Jahren richten wir unser Vorgehen zur Förderung angemessener Löhne in der Beschaffungskette an den Aktivitäten der FLA aus. Dazu zählt unter anderem die gezielte Unterstützung bestimmter Einflussfaktoren der Lohnentwicklung wie zum Beispiel Tarifverhandlungen, verantwortungsvolle Beschaffungspraktiken, Verbesserungen von Produktivität und Effizienz sowie die Validierung der in Interviews mit Arbeitern und Managern gewonnenen Daten. 

Im Folgenden wird das allgemeine Programm näher beschrieben.

RESPEKT

Die Rechte von Arbeitnehmern, ihren Arbeitgebern und Regierungen zur Festlegung angemessener Löhne dürfen nicht verletzt werden.

 

adidas bekennt sich zu verantwortungsvollen Beschaffungspraktiken. Unsere geschäftlichen Entscheidungen und Handlungen dürfen Lohnsteigerungen oder angemessene Löhne für die Arbeitnehmer nicht beeinträchtigen. Nach unserer Überzeugung obliegt den nationalen Regierungen die Pflicht und Verantwortung, Mindestlöhne festzusetzen, die einerseits den Fürsorge- und Entwicklungsbedürfnissen der Gesellschaft entsprechen und andererseits im Einklang mit Menschenrechtsnormen und den Übereinkommen der IAO stehen. Der gesetzliche Mindestlohn muss dabei die allgemeine Wirtschaftslage eines Landes, den Inflationsdruck sowie die Bedürfnisse der Arbeitnehmer und ihrer Familien berücksichtigen. Seit Jahren stehen  wir mit Regierungen in Verbindung, die ihrer Pflicht zur Erfüllung dieser grundsätzlichen Erwartung nicht ausreichend nachkommen, und wir werden unsere Erwartungen zukünftig weiterhin adressieren. Wir rufen diese Regierungen auf, ihre Verpflichtungen in Bezug auf international gültige Menschenrechte zu erfüllen und die Löhne stetig an ein existenzsicherndes Minimum heranzuführen.[i]

 

UNSER ZUKÜNFTIGER WEG

  • Wir stellen sicher, dass ausgehandelte und gezahlte  Einkaufspreise der vollständigen Bezahlung den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlöhnen und Sozialleistungen Rechnung tragen.
  • Wir gewährleisten, dass die gezahlten Preise die in Tarifverhandlungen ausgehandelten Löhne berücksichtigen.
  • Wir setzen uns bei Regierungen dafür ein, dass bei der Festsetzung von gesetzlichen Mindestlöhnen die Lebenskosten der Arbeiter berücksichtigt werden.
  • Wir streben nach stabilen, langfristigen Beschaffungsbeziehungen mit Zulieferern.
  • Wir unterstützen Initiativen und Technologien zur Produktivitätssteigerung, um Arbeitszeiten zu reduzieren und die leistungsorientierte Bezahlung zu verbessern.

SCHUTZ

Due Diligence Programme durchführen und Maßnahmen ergreifen, falls unsere Geschäftspartner gegen das Gesetz oder unsere Arbeitsplatzstandards, verstoßen.

 

Grundvoraussetzung für die Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern ist deren umfassende Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Darüber hinaus bestehen wir darauf, dass unsere Arbeitsplatzstandards eingehalten werden. Wir verlangen von unseren Zulieferern, dass sie als Arbeitgeber mindestens die gesetzlich vorgeschriebenen Löhne und Sozialleistungen zahlen, und zwar rechtzeitig und vollständig. Wir überprüfen unsere Zulieferer entsprechend, um sicherzustellen, dass sie diese Anforderung erfüllen. Männer und Frauen sollen bei der Entlohnung gleichgestellt sein. Werden neue und höhere Löhne festgesetzt (sei es durch Tarifverträge oder Anpassungen des gesetzlichen Mindestlohns), verlangen wir von unseren Zulieferern, diese Löhne sowie sonstige gesetzlich vorgeschriebene Zulagen und Sozialleistungen einzuhalten. Unsere Einkaufspreise werden im Rahmen der normalen Preisverhandlungen entsprechend angepasst, um den mit der Geschäftstätigkeit in Verbindung stehenden Kosten unserer Geschäftspartner Rechnung zu tragen. Parallel dazu erwarten wir von unseren Geschäftspartnern, dass sie eine Effizienz und Produktivität erreichen, die ihre anhaltende Wettbewerbsfähigkeit als Zulieferer sicherstellt, und dass sie ihre Belegschaft dementsprechend miteinbeziehen.

 

UNSER ZUKÜNFTIGER WEG

  • Wir führen regelmäßige Audits in unserer Beschaffungskette durch, um zu kontrollieren, ob die vereinbarte Vergütung vollständig gezahlt wird.
  • Wir leiten Maßnahmen ein, wenn Zulieferer die gesetzlich vorgeschriebenen Löhne und Sozialleistungen nicht zahlen.
  • Wir leiten Maßnahmen ein, wenn Verstöße gegen die gesetzlich geregelte Koalitionsfreiheit sowie negative Auswirkungen auf Tarifverhandlungen festgestellt werden.

UNTERSTÜTZUNG

Wir unterstützen Maßnahmen, die Einfluss auf die Lohnentwicklung und angemessene Löhne haben.

Zur Verbesserung des allgemeinen Wohlergehens der Arbeitnehmer fördern wir Lohnfindungsmechanismen. Diese müssen transparent sein und im Idealfall unter direkter Einbeziehung der Arbeiter entwickelt werden. Dazu eignen sich Verhandlungen oder Tarifverhandlungen mit etablierten und frei gewählten Gewerkschaften oder alternative rechtliche Mittel wie beispielsweise Betriebsräte oder Wohlfahrtsausschüsse. Wir ermutigen unsere Zulieferer aktiv, die Auswirkungen der Lebenshaltungskosten auf das Wohlergehen ihrer Beschäftigten, die Personalfluktuation sowie die Mitarbeiterbindung zu berücksichtigen und zu analysieren. Die Gesamtvergütung eines Arbeitnehmers muss den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Sozialleistungen umfassen, Zuschläge für Überstunden enthalten, regelmäßig und pünktlich gezahlt sowie den Arbeitnehmern klar und offiziell mitgeteilt werden. Wirklich angemessene Löhne enthalten darüber hinaus Boni und Anreize, entsprechen der Leistung und den Fähigkeiten des Arbeitnehmers, folgen Preissteigerungen der von den Arbeitern gefertigten Produkte, sind mit den Gewinnen und Umsätzen des Arbeitgebers verknüpft, berücksichtigen Änderungen der Arbeitstechnik und ermöglichen einen angemessenen Lebensstandard.

 

UNSER ZUKÜNFTIGER WEG

  • Wir ermutigen Zulieferer, den sozialen Dialog zu stärken (einschließlich der Teilnahme an Tarifverhandlungen).
  • Wir arbeiten mit Nicht-Regierungsorganisationen und speziellen Institutionen zusammen, die technische Erkenntnisse zu den Einflussfaktoren der Lohnentwicklung bereitstellen können.
  • Wir erfassen und bewerten Einflussfaktoren der Lohnentwicklung wie zum Beispiel Produktivität und Effizienz, leistungsorientierte Vergütung, reduzierte Arbeitszeiten und Tarifverhandlungen und vergleichen sie mit Untersuchungen zu angemessenen Löhnen.

 

ZEITLEISTE: UNTERSUCHUNGEN ZU ANGEMESSENEN LÖHNEN

1998

adidas veröffentlicht ihre „Standards of Engagement“, in denen Erwartungen an Zulieferer im Hinblick auf Löhne und Sozialleistungen enthalten sind.

2001

Wir veröffentlichen weiterführende Leitlinien zu Beschäftigungsstandards, in denen erklärt wird, wie Löhne und Sozialleistungen (sowie zahlreiche andere Arbeitnehmerrechte) respektiert und eingehalten werden sollen.

2003

Wir geben eine zweijährige Studie zu angemessenen Löhnen in Indonesien in Auftrag, in der verschiedene Methodiken zu existenzsichernden Löhnen untersucht werden.

2003

Wir beauftragen einen führenden Wirtschaftswissenschaftler damit, die Ergebnisse der Indonesien-Studie zu existenzsichernden Löhnen zu überprüfen und Benchmarks für das Land vorzuschlagen.

2004

adidas veranstaltet den ersten Workshop zu angemessenen Löhnen unter Leitung eines multinationalen Konzerns. Bei der Veranstaltung diskutieren Vertreter von Regierungen, Herstellerbetrieben und Gewerkschaften über verschiedene Konzepte zum existenzsichernden Lohn, über Lohnsteigerungen und die Auswirkungen der Löhne auf die Beschäftigung.

2004

Wir veröffentlichen eine Richtlinie zu Arbeitnehmerkooperativen, um Bauspar- und Baufinanzierungsinitiativen sowie die Bildung von Lebensmittel-Kooperativen zu auf betrieblicher Ebene zu unterstützen.

2005

Wir geben eine ökonometrische Untersuchung über einen Querschnitt der Schuh- und Bekleidungshersteller in China in Auftrag. Darin werden Löhne, Produktivität und Leistungszulagen für Arbeitnehmer analysiert.

2007

Wir geben überarbeitete Arbeitsplatzstandards heraus, in denen die Bestimmungen zu den Löhnen auf den neuesten Stand gebracht werden. Außerdem wird hervorgehoben, dass die Löhne auch einige zusätzliche Ausgaben der Arbeiter und ein Mindestmaß an erspartem Vermögen ermöglichen müssen.

2009

Im Rahmen der ersten Untersuchung der Konzepte zu angemessenen Löhnen von Professor Daniel Vaughan-Whitehead[i] und dem Fair Wage Network gewähren wir Zugang zu ausgewählten Zulieferbetrieben in Asien.

2010

Wir überarbeiten unsere Beschäftigungsstandards und nehmen die Formulierungen zu angemessenen Löhnen darin auf.

2011

In Zusammenarbeit mit dem Fair Wage Network analysieren wir die Angemessenheit der Löhne von 26 Zulieferern in sieben Ländern.

2012

Wir erweitern die Bewertung durch das Fair Wage Network zu einer quantitativen Studie und untersuchen dabei die Ergebnisse der Bewertungen bei vier Zulieferern.

2013

Wir teilen unsere Arbeit und Erkenntnisse  zu angemessenen Löhnen während der europäischen Konferenz zum Thema „Living Wage“ zu existenzsichernden Löhnen in Berlin.


Fußnoten:

[i] Daniel Vaughan-Whitehead ist leitender Ökonom bei der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf (Schweiz) und Professor am Sciences Po in Paris (Frankreich). [i] IAO, 2011, Estimating a living wage: A methodological review, Conditions of Work and Employment Series Nr. 29 [i] Laut IAO-Sachverständigenausschuss (1992) besteht das Ziel [des IAO-Übereinkommens über die Festsetzung von Mindestlöhnen] letztendlich darin, dass Arbeitnehmer einen Mindestlohn erhalten, der ihnen und ihren Familien einen zufriedenstellenden Lebensstandard ermöglicht. **http://www.ilo.org/rome/risorse-informative/per-la- stampa/articles/WCMS_231993/lang--en/index.htm



BENACHTEILIGTE GRUPPEN

Wir sind der Überzeugung, dass die Menschenrechte und Grundfreiheiten eines jeden Einzelnen respektiert und gewahrt werden müssen. Gleichwohl verdienen benachteiligte Gruppen, Minderheiten oder Menschen, die aufgrund ihrer Umstände anfällig gegenüber Ausbeutung oder dem Missbrauch ihrer Rechte sind, besondere Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund haben wir spezielle Programme und Initiativen entwickelt, mit denen wir Themen wie Kinderarbeit, Wanderarbeit, Menschenhandel, Zwangsarbeit und Frauenrechte angehen wollen. Diese Initiativen sind nachfolgend zusammengefasst.

KINDERARBEIT

Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) definiert Kinderarbeit als Arbeit, die Kinder um ihre Kindheit bringt, ihnen ihr Potenzial und ihre Würde raubt und ihrer psychischen und physischen Entwicklung schadet. Dies schließt Arbeit mit ein, die sich störend auf die Schulbildung der Kinder auswirkt. In unseren „Workplace Standards" heißt es daher, dass unsere Zulieferer keine Kinder unter 15 Jahren oder schulpflichtige Kinder in Ländern, in denen das schulpflichtige Alter über 15 Jahren liegt, beschäftigen dürfen.

In unseren Richtlinien zum Verbot von Kinderarbeit steht seit jeher das Wohl des Kindes und der Schutz seiner Interessen im Mittelpunkt. Genauso erkennen wir an, wie wichtig ein Einkommen zur Unterstützung der Haushalte und der schulischen Bildung ist. Obwohl Fälle von Kinderarbeit innerhalb unserer Hauptbeschaffungskette heute sehr selten auftreten, verfügen wir über gezielte Vorgehensweisen, wie wir mit Kinder- und Jugendarbeit umgehen. Wird ein Fall von Kinderarbeit festgestellt, müsste ein Zulieferer den Lohn an die Familie des Kindes weiterbezahlen und dem Kind den Schulbesuch ermöglichen – bis es das gesetzliche Alter für den Berufseintritt erreicht hat. Anschließend muss der Arbeitgeber dem Kind die Wiederanstellung anbieten und zwar in einer Position, in der weder übermäßige Überstunden noch gefährliche Arbeiten anfallen. In der Vergangenheit haben wir uns oft mit lokalen Nichtregierungsorganisationen zusammengeschlossen, um derartige Angelegenheiten zu verwalten und zu verfolgen bzw. um Unterstützung bei den schulischen Möglichkeiten zu bieten.

Unser Nachhaltigkeitsprogramm entstand aus Sorge über die Existenz von Kinderarbeit in globalen Beschaffungsketten. Es zählte Ende der 1990er Jahre zu den wesentlichen Bereichen unserer Arbeit. Gründungsdirektor unseres Programms war ein ehemaliger Vorsitzender der Organisation Save the Children und unsere Richtlinien und Praktiken waren branchenweit führend. Mit dem Aufstieg von Sialkot (Pakistan) zum Zentrum der Fußballherstellung ist uns zu einem frühen Zeitpunkt bewusst geworden, dass wir den zugrunde liegenden Problemen Armut, Arbeitslosigkeit und mangelnder Zugang zu schulischer Bildung nur durch eine Kombination aus Bildungs- und Sozialentwicklungsprogrammen begegnen können. In den vergangenen 15 Jahren haben wir Bildungsprogramme in Sialkot finanziell unterstützt, um die Fußballherstellung in Heimarbeit zu unterbinden und den Kindern aus ländlichen Gebieten dadurch Zugang zu schulischer Bildung zu ermöglichen. Eines dieser Programme begann als branchenweite Initiative, die von der IAO und von UNICEF unterstützt wurde. In der Folge wurde ein unabhängiges und mittlerweile selbstverwaltetes Gremium zur Überwachung des Verbots von Kinderarbeit ins Leben gerufen.

Darüber hinaus wissen wir um die Tatsache, dass bei der Beschaffung von Baumwolle aus bestimmten Gebieten Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden kann. Dies bereitet uns Sorge. Deshalb sind wir einer Allianz internationaler Investoren, Markenunternehmen und Nichtregierungsorganisationen beigetreten, um die von der Regierung gestützte erzwungene Kinderarbeit in Usbekistan während der Erntezeit auf den Baumwollfeldern zu bekämpfen. Lesen Sie mehr über die von uns unterzeichnete Erklärung, in der die usbekische Regierung dazu aufgefordert wird, die erzwungene Kinderarbeit zu unterbinden.

Unsere Anforderungen beim Umgang mit Kinderarbeit sowie die Beschäftigung von jugendlichen Arbeitnehmern (d. h. Jugendliche unter 18 Jahren, die das gesetzliche Alter für den Berufseintritt erreicht haben) sind in unseren Richtlinien zu Beschäftigungsstandards dargelegt, die jedem einzelnen Zulieferer ausgehändigt werden und auch für jede Vergabe von Unteraufträgen gelten.

ZWANGSARBEIT

Gemäß dem IAO-Übereinkommen Nr. 29 über Zwangsarbeit wird „Zwangsarbeit“ definiert als „Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat“.

Gemäß unseren Arbeitsplatzstandards dürfen Geschäftspartner keine Zwangsarbeiter beschäftigen, weder in Form von Gefangenenarbeit, Sklavenarbeit noch einer sonstigen Form von Zwangsarbeit. Kein Mitarbeiter darf mit Gewalt oder durch Einschüchterung gleich welcher Art zur Arbeit gezwungen werden. Dieses Verbot gilt auch für jedwede Arbeitsverpflichtung zur Sanktionierung von Meinungsfreiheit oder politischen Ansichten.

Da in der heutigen Zeit immer noch mehrere Millionen Menschen von Formen der modernen Sklaverei betroffen sind, haben wir eine Richtlinie entwickelt, um Zwangsarbeit und Menschenhandel anzugehen. adidas untersagt ausdrücklich jede Form der Zwangsarbeit und des Menschenhandels bei allen Geschäftstätigkeiten des Unternehmens sowie innerhalb unserer globalen Beschaffungskette.

WANDERARBEIT

Wir arbeiten eng mit der internationalen Arbeitsorganisation (IAO) sowie mit Nichtregierungsorganisationen zusammen, um die Rechte von Wanderarbeitern, die innerhalb unserer Beschaffungskette tätig sind, zu schützen. Im Rahmen dessen haben wir auch Richtlinien und Best Practices für die Branche entwickelt, um die Ausbeutung durch Vermittler und skrupellose Arbeitsagenturen zu beseitigen sowie Freizügigkeit, Gleichbehandlung und ordentliche Arbeitsverträge für Wanderarbeiter sicherzustellen.

Weitere Einzelheiten sind in unsererUnternehmensrichtlinie bezüglich Beschäftigungsstandardsnachzulesen.

FRAUENRECHTE

Etwa 80% der Belegschaft unserer Zulieferer, von denen adidas seine Produkte bezieht, sind Frauen. Für uns als Unternehmen ist es von essenzieller Bedeutung, dass weibliche Beschäftigte die gleiche Behandlung wie männliche Beschäftigte genießen. Dazu zählen auch die Gleichbehandlung in Bezug auf Bezahlung, zusätzliche Leistungen und Weiterbildung sowie die Möglichkeit, frei von Diskriminierung und Belästigung arbeiten zu können. In vielen Fällen sind die weiblichen Beschäftigten im gebärfähigen Alter oder bereits junge Mütter. Schwangere Frauen und stillende Mütter sind besonders zu schützen. Aus diesem Grund haben wir spezifische Regelungen erarbeitet, um die Rechte der Arbeitnehmerinnen zu wahren und ihre Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten.

Nach unseren Erkenntnissen gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Gesundheit und Wohlbefinden von Frauen einerseits sowie Umsatz und Produktivität in den Zulieferbetrieben andererseits. In diesem Kontext arbeiten wir beispielsweise mit externen Nichtregierungsorganisationen zusammen, um die reproduktive Gesundheit von Frauen sowohl vor als auch nach der Geburt ihrer Kinder zu fördern. Ein Beipiel dafür ist unser jahrelanges Engagement mit Marie Stopes International in Vietnam.

MENSCHENRECHTSVERTEIDIGER

Als Menschenrechtsverteidiger bezeichnet man Personen oder Gruppen, die sich für die Förderung der Menschenrechte auf lokaler, regionaler oder internationaler Ebene einsetzen. Menschenrechtsverteidiger können jeden Geschlechts sein, jeder Altersgruppe angehören, aus allen Teilen der Welt kommen, unterschiedliche Hintergründe haben und verschiedene Interessen verfolgen. Als typisches Beispiel für Menschenrechtsverteidiger gelten Gewerkschaftsorganisatoren, Umweltschutzverbände, Menschenrechtsaktivisten und Arbeitsrecht-Advokaten.

Die Bedrohungen, denen Menschenrechtsverteidiger ausgesetzt sind, können unterschiedliche Formen aufweisen (physische, psychologische, wirtschaftliche oder soziale), das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren beinhalten (schlechte Regierungsführung, fehlende Rechtsstaatlichkeit, Intoleranz, Spannungen bei Entwicklungsthemen usw.) und von unterschiedlichen Akteuren ausgehen (privaten als auch staatlichen).

adidas verfolgt seit jeher eine Politik der Nichteinmischung in Bezug auf die Aktivitäten der Menschenrechtsverteidiger – selbst wenn sich diese für Themen einsetzen, die im Zusammenhang mit unseren geschäftlichen Aktivitäten stehen könnten. Dasselbe erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern. Sie sollen nicht gegen rechtmäßige Maßnahmen von Menschenrechtsverteidigern eingreifen und deren Meinungs- und Vereinigungsfreiheit sowie deren Recht auf friedliche Versammlungen nicht einschränken.

 


Koalitionsfreiheit und Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen sind wir überzeugt, dass die Kommunikation zwischen Belegschaft und Management essenziell für den Erfolg eines jeden Unternehmens ist. Beschäftigte müssen Zugriff auf effektive Kommunikationsmöglichkeiten mit ihren Arbeitgebern und Managern haben, sowohl um ihre sozialen und wirtschaftlichen Rechte auszuüben als auch um Probleme und Konflikte am Arbeitsplatz lösen zu können.

Eine wichtige Möglichkeit, diesen Dialog zwischen Beschäftigten und Management zu führen, sind Gewerkschaften. Unsere Arbeitsplatzstandards legen ausdrücklich fest, dass unsere Zulieferer das Recht ihrer Arbeitnehmer, Vereinigungen nach eigener Wahl beizutreten sowie an Tarifverhandlungen teilzunehmen, anerkennen und respektieren müssen. Unsere Geschäftspartner müssen zudem Mechanismen für die Beilegung von Arbeitskonflikten, einschließlich Beschwerden ihrer Arbeitnehmer, entwickeln und vollständig implementieren sowie eine effektive Kommunikation mit den Arbeitnehmern und ihren Vertretern sicherstellen.

Das Recht eines jeden Beschäftigten auf Koalitionsfreiheit muss geschützt werden und kein Arbeitnehmer darf aufgrund seiner Gewerkschaftszugehörigkeit diskriminiert werden.

Unser Ansatz für eine effektive Kommunikation am Arbeitsplatz und die Sicherstellung der Koalitionsfreihei

Unser Ansatz für eine effektive Kommunikation am Arbeitsplatz und die Sicherstellung der Koalitionsfreiheit in unserer globalen Beschaffungskette baut auf drei Grundpfeilern auf und steht im Einklang mit den grundlegenden Menschenrechtskonzepten. 

RESPEKT: adidas erkennt an und respektiert das Recht aller Beschäftigten auf Koalitionsfreiheit sowie ihr Recht, der Arbeitnehmervertretung ihrer Wahl beizutreten und an Tarifverhandlungen teilzunehmen. Wir respektieren die Rechte und stellen sicher, dass unsere eigenen Aktivitäten nicht abträglich sind.

 

adidas erkennt an und respektiert das Recht der Beschäftigten auf Koalitionsfreiheit und Tarifverhandlungen. Eine effektive Kommunikation am Arbeitsplatz ist der Grundstein unserer Bemühungen zur Einhaltung der Sozialstandards. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass Arbeitnehmer ihr Recht auf freie Kommunikation und Interaktion mit dem Management ausüben. Die adidas Gruppe nimmt eine neutrale Haltung gegenüber der rechtmäßigen Formierung von Arbeiterorganisationen, insbesondere Gewerkschaften, ein. Durch die Interaktion mit unseren Geschäftspartnern wollen wir das Recht der Arbeitnehmer, diesbezüglich eigene Entscheidungen zu treffen – frei von unrechtmäßigen Eingriffen –, schützen sowie sicherstellen, dass sie ein Mitspracherecht am Arbeitsplatz haben.

SCHUTZ: Unsere Zulieferer müssen das Recht der Beschäftigten auf Koalitionsfreiheit anerkennen und respektieren, ebenso wie ihr Recht, der Arbeitnehmervertretung ihrer Wahl beizutreten und an Tarifverhandlungen teilzunehmen. Liegen Belege für die Nichteinhaltung von Vorschriften vor, empfehlen wir Abhilfemaßnahmen und arbeiten aktiv mit unseren Zulieferern zusammen, um Verbesserungen voranzutreiben und eine weitere Nichteinhaltung zu verhindern. Wir wollen die Rechte der Beschäftigten direkt schützen, indem wir erkannte Probleme überwachen und beheben sowie, wo möglich, von vornherein verhindern.

Grundvoraussetzung für die Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern ist deren umfassende Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Wir bestehen darauf, dass unsere Zulieferer das Recht ihrer Beschäftigten, Vereinigungen ihrer Wahl beizutreten und zu gründen sowie an Tarifverhandlungen und gegebenenfalls legalen Streiks teilzunehmen, anerkennen und respektieren. Sollten nationale Gesetze die Koalitionsfreiheit einschränken, sollten Zulieferer Maßnahmen ergreifen, um offene und effektive Kommunikationswege für Beschäftigte zu entwickeln, um in einem positiven Umfeld Probleme besprechen und Sorgen äußern zu können.

Durch interne und externe Audits, Hotlines für Beschäftigte und Beschwerdeprozesse überprüfen wir, ob unsere Zulieferer Vorschriften einhalten. Das direkte Feedback der Beschäftigten und ihrer gewählten Vertreter ist dabei ein wichtiger Indikator für uns, wenn wir die Implementierung der Koalitionsfreiheit prüfen. Liegen Belege für die Nichteinhaltung von Vorschriften vor, empfehlen wir Abhilfemaßnahmen und arbeiten aktiv mit unseren Zulieferern zusammen, um Verbesserungen voranzutreiben und eine weitere Nichteinhaltung zu verhindern. Erfüllt ein Zulieferer allerdings unsere Erwartungen nicht oder ergreift er keine notwendigen Abhilfemaßnahmen und Vorkehrungen werden wir Maßnahmen einleiten, die bis hin zur Beendigung der Geschäftsbeziehung reichen.

FÖRDERUNG: Wir beraten und ermutigen unsere Geschäftspartner, Wege und Maßnahmen zu finden, um gute Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen aufzubauen, allen voran durch die Förderung von Systemen der Arbeitnehmervertretung, das Management von Beschwerden der Beschäftigten und die Sicherstellung einer effektiven Kommunikation mit den Arbeitnehmern und ihren Vertretern.Wir wollen unterstützen und beeinflussen. Wir ermutigen unsere Zulieferer, ihren Verpflichtungen als Unternehmen nachzukommen, indem sie die UN-Leitprinzipien einhalten).

Wir sind überzeugt, dass eine effektive Kommunikation zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern fester Bestandteil guter Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen und ausschlaggebend für faire und gesetzeskonforme Bedingungen am Arbeitsplatz ist. Wir ermutigen unsere Zulieferer aktiv, Mechanismen zu etablieren, um Arbeitskonflikte und Beschwerden der Beschäftigten in einem positiven Umfeld zu lösen. Diese Mechanismen sollen eine offene und effektive Kommunikation mit Arbeitnehmern und ihren Vertretern ermöglichen. Zum Beispiel:
  • Arbeitnehmervertretungssystem: Zulieferer sollten ein Umfeld schaffen, das es ihren Arbeitnehmern ermöglicht, ihre eigenen Vertreter durch allgemeine Zustimmung oder Wahl frei zu bestimmen und sich mit diesen regelmäßig zu treffen, um Probleme und Konflikte am Arbeitsplatz zu lösen sowie – sofern Gewerkschaften vorhanden sind – an Tarifverhandlungen teilzunehmen.
  • Vorschlags- und Beschwerdesysteme: Zulieferer müssen Beschwerdesysteme einrichten, über die Beschäftigte frei und (falls gewünscht) anonym jegliche Beschwerden oder Vorschläge mitteilen können. Alle Beschwerden und Vorschläge müssen angemessen berücksichtigt und zeitnah beantwortet werden.
  • Hotline für Beschäftigte: Das adidas SEA-Team verpflichtet alle autorisierten Zulieferer, ein Poster zur Hotline des Unternehmens aufzuhängen. Dieses soll die Beschäftigten ermutigen, ihre Sorgen/Beschwerden entweder über interne Kommunikationskanäle des Arbeitgebers zu äußern oder direkt dem SEA-Team per E-Mail, auf dem Postweg oder telefonisch mitzuteilen.

 

Liegen uns Beweise vor, dass Regierungen ihren Untersuchungspflichten nicht ordnungsgemäß nachkommen und die Koalitionsfreiheit der Beschäftigten entlang unserer Beschaffungskette nicht schützen, stellen wir eine Petition und fordern effektive Abhilfemaßnahmen. Wir haben auch schon Schritte unternommen, um mehr Raum für die Ausübung von Gewerkschaftsrechten zu schaffen. In Indonesien waren wir z. B. eine führende Partei in einem Multi-Stakeholder-Prozess mit lokalen Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und Zulieferern, um ein Protokoll zur Koalitionsfreiheit zu erstellen – ein grundlegendes Rahmenwerk für die Ausübung von Gewerkschaftsrechten am Arbeitsplatz. An anderen Orten haben wir zusammen mit Beamten des Arbeitsministeriums, Gewerkschaften und Zulieferern Schulungen zum Thema Koalitionsfreiheit veranstaltet. Ziel war es, Beschäftigte über ihr Recht, Vereinigungen ihrer Wahl beizutreten und zu gründen sowie über ihr Recht auf gewerkschaftliche Interessensvertretung aufzuklären und dafür zu sensibilisieren.

 



SICHERHEIT UND GESUNDHEIT

Die Beschäftigten in den Betrieben sehen sich dem Risiko von Feuer, Unfällen und giftigen Substanzen ausgesetzt. Aus unseren „Workplace Standards" geht ausdrücklich hervor, dass die Beschäftigten vor diesen Risiken geschützt werden müssen. Darüber hinaus muss gewährleistet sein, dass angemessene Beleuchtungs-, Belüftungs- und Heizungsanlagen sowie geeignete sanitäre Einrichtungen vorhanden sind.

Damit unsere Zulieferer die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten sicherstellen können, eignet sich ein strukturierter Ansatz am besten. Daher fordern wir von unseren Zulieferern ein Managementsystem zum Arbeitsschutz, das die Normen und Verfahren des internationalen Standards OHSAS 18001 erfüllt.

Aufgrund unserer eigenen Kontrollen wissen wir, dass die Nichteinhaltung guter Arbeitsschutzpraktiken in der Vergangenheit für etwa die Hälfte aller Verstöße gegen unsere „Workplace Standards" verantwortlich war. Daher unterstützen wir die Zulieferer weiterhin mit großer Sorgfalt dabei, Managementsysteme zum Arbeitsschutz zu etablieren. Wir stellen Richtlinien und Schulungsmodule bereit, mit deren Hilfe die Anforderungen unserer Standards erfüllt werden können. Außerdem unterstützen wir eine Akademie, um die Zahl der qualifizierten Manager im Bereich Umwelt- und Arbeitsschutz in Südchina zu erhöhen.


Umgang mit Chemikalien

In den weltweiten Beschaffungsketten für Textilien und Bekleidung kommen häufig Chemikalien zum Einsatz: von den Baumwollfeldern über die Textilfabriken und Färbereien, in denen die Stoffe gefertigt werden, bis hin zur Bekleidungsproduktion. Wir streben eine Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern und der chemischen Industrie an, um die Freisetzung gefährlicher Chemikalien innerhalb unseres Einflussbereichs weitestgehend zu eliminieren und zu reduzieren. Jedoch stellt der Umgang mit Chemikalien in einer mehrstufigen Beschaffungskette eine komplexe Herausforderung dar und verlangt, dass zahlreiche Akteure zur Umsetzung effektiver und nachhaltiger Lösungen beitragen.

Weitere Informationen finden Sie imKapitel Chemikalien-Management.