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Nachhaltigkeit

Stakeholderengagement

Ein offener Umgang mit unseren Stakeholdern sowie eine führende Rolle im Bereich Transparenz sind wesentliche Bestandteile unseres Nachhaltigkeitsmanagements.
Stakeholderengagement

WIR TREIBEN NACHHALTIGKEIT IM GESAMTEN UNTERNEHMEN VORAN

Eine starke Governance-Struktur gewährleistet die zeitgerechte und direkte Umsetzung funktionsübergreifenden Programmen, die zur Verwirklichung unserer neuen Zielsetzungen für 2025 und darüber hinaus beitragen. Die für Nachhaltigkeit zuständige Führungskraft bei adidas ist verantwortlich für die Entwicklung, Koordination und Ausführung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und dem für Global Operations zuständigen Vorstandsmitglied unterstellt. Sie leitet auch das ‚Sustainability Sponsor Board‘. Diesem gehören leitende Vertreter*innen der Funktionsbereiche Global Brands, Global Operations, Digital, und Global Sales sowie weiterer relevanter Unternehmensbereiche an. Gemeinsam sorgen die Mitglieder des ‚Sustainability Sponsor Board‘ für eine funktionsübergreifende Abstimmung sowie für das transparente, umfassende Management und die Umsetzung vereinbarter Nachhaltigkeitsziele in ihren jeweiligen Funktionsbereichen. Dies umfasst nach Bedarf auch die Überprüfung und Freigabe von Richtlinien. Des Weiteren besteht eine separate Compliance-Funktion, die als ‚Social and Environmental Affairs‘- (,SEA‘) Team zu bewerten hat, wie gut Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden und wie die Auswirkungen auf die Menschenrechtssituation bei unseren Zulieferbetrieben aussehen. Diese Compliance-Funktion berichtet über den General Counsel des Unternehmens an den Vorstandsvorsitzenden.

Wir haben regelmäßige Networking-Telefonkonferenzen zum Thema Nachhaltigkeit für alle Mitarbeitenden organisiert, die an Nachhaltigkeitsprojekten und -programmen, um eine unternehmensweite Abstimmung auf allen Ebenen zu gewährleisten. Darüber hinaus hat adidas ein unternehmensweites Schulungsprogramm zum Nachhaltigkeitsmanagement entwickelt, das allen Mitarbeitenden zur Verfügung steht. Darin werden diese in nachhaltigem Denken und Handeln geschult, zu Botschafter*innen für Nachhaltigkeit ausgebildet und ermutigt, persönliche und berufliche Verpflichtungen einzugehen, um zu einem saubereren Planeten beizutragen. 2021 haben mehrere Tausend Personen aus dem Kollegium die Schulungen absolviert. Ferner haben wir eine Schulung zum Nachhaltigkeitsmanagement für unsere Kolleg*innen im Einzelhandel organisiert. Diese hatte das Ziel, unser gesamtes Team sowie alle Konsument*innen, mit denen wir tagtäglich rund um den Globus interagieren, zu informieren, zu motivieren und zu inspirieren. 

WIR PFLEGEN EINEN OFFENEN UMGANG MIT UNSERERN EXTERNEN STAKEHOLDERN

adidas und die UEFA EURO 2024 in Deutschland: unser Beitrag für ein nachhaltigeres Turnier

Wir sind davon überzeugt, dass wir durch Sport Leben verändern können. Diese Überzeugung leitet unser Verhalten und die Art und Weise, wie wir dieses Ziel mit den Athlet*innen und Partner*innen, mit denen wir zusammenarbeiten, vorantreiben. Dabei setzen wir uns auch für mehr Nachhaltigkeit ein und wollen Sport zu einer Plattform für Fairness und gegenseitigen Respekt machen.

Für uns ist die Fußball-EM 2024 in Deutschland ein wichtiger Moment, um Menschen durch Sport zu vereinen, und die Welt im Zeichen des Fußballs zusammenzubringen. Im Einklang mit unserem Anspruch, Tag für Tag ein nachhaltigeres Unternehmen zu werden, setzen wir die höchsten Standards für unsere Athlet*innen, Partner*innen und bei der Herstellung unserer Produkte.

Unser Einsatz für Nachhaltigkeit umfasst mehrere Aspekte des Turniers:   

  • Wir stellen seit mehr als 25 Jahren faire und sichere Arbeitsbedingungen sowie hohe Umweltschutzstandards bei unseren Zulieferern sicher und tragen so zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den Herstellungsländern bei. Dies gilt natürlich auch für die Herstellung der Produkte für die UEFA Euro 2024.
  • Die UEFA Euro 2024 Kollektion setzt Standards hinisichtlich der eingesetzen nachhaltigeren Materialien. Seit vielen Jahren treiben wir den Einsatz nachhaltigerer Materialien in unserer gesamten Produktpalette voran. Bei Polyester beispielsweise haben wir derzeit einen Anteil an recyceltem Polyester von mehr als 96 %. adidas bezieht seit Ende 2018 zu 100 % nachhaltigere Baumwolle, die durch unabhängige Parteien zertifiziert ist, Bio-Standards erfüllt oder recycelt wurde. Bei Leder stammen mehr als 99 % aus Gerbereien, die den Nachhaltigkeitsstandards der ‚Leather Working Group’ entsprechen.
  • adidas engagiert sich in zahlreichen Initiativen und Organisationen, um branchenweit an höheren Umwelt- und Arbeitsplatzstandards zu arbeiten.
  • Im Rahmen unseres Community-Managements unterstützen wir gemeinnützige Organisationen und Projekte und setzen dabei vor allem auf den Sport als verbindendes Element.

 

Die Grundsätze von adidas in Bezug auf Beschaffungskette und Arbeitsbedingungen

Wir setzen uns seit über 25 Jahren für faire und sichere Arbeitsbedingungen in unserer Beschaffungskette ein. Entlang unserer gesamten globalen Beschaffungskette überwachen wir die Arbeitsbedingungen, berichten über die Ergebnisse und arbeiten an Verbesserungen und setzen damit Standards für die gesamte Branche. Seit 1998 veröffentlichen wir unsere Arbeitsplatzstandards (‚adidas Workplace Standards‘), die alle Unternehmen in unserer Beschaffungskette dazu verpflichten, den Lebensstandard ihrer Beschäftigten durch Lohnsysteme, Sozialleistungen, Fürsorgeprogramme und andere Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Wir haben umfassende Beschwerdesysteme für Arbeitskräfte eingerichtet, um diesen sowie Stakeholdern effektive Kanäle bereitzustellen, über die sie mögliche Missstände kommunizieren können. Wir beschäftigen ein Team von 50 Fachleuten, die jeden Tag daran arbeiten, nachhaltigere Geschäftspraktiken in unserer Beschaffungskette zu etablieren. Im vergangenen Jahr haben wir in mehr als 1.200 Fabrikaudits das Verhalten unserer Lieferanten überprüft und bewertet, gemeinsam mit ihnen an der Lösung von Problemen gearbeitet und, wo nötig, Verbesserungen vorgenommen.

Seit 2006 machen wir unsere Beschaffungskette transparent und veröffentlichen regelmäßig auf unserer Website die Liste unserer Zulieferbetriebe sowie spezifische Listen von Zulieferern, die Produkte für Sportveranstaltungen herstellen. Die spezifische Liste für die UEFA Euro 2024 wird kurz vor Beginn des Turniers veröffentlicht.

Aufgrund seines langjährigen und umfassenden Programms deckt adidas bereits heute alle relevanten Elemente und Anforderungen des kommenden deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes ab.

Weitere Informationen über unseren Ansatz zum Schutz der Menschenrechte sind hier zu finden.

 

Nachhaltigkeit von Spielball, Trikots und Schuhen für die UEFA EURO

Bei adidas ist es unser Bestreben, die besten Sportartikel herzustellen und gleichzeitig die Auswirkungen, die dies auf unseren Planeten hat, zu reduzieren. Deshalb stellen wir unser Portfolio auf umweltfreundlichere Fasern und Materialien um. Mehr als 96 % des von uns verwendeten Polyesters ist bereits recycelter Polyester, und die gesamte in unseren Produkten verwendete Baumwolle stammt aus nachhaltigeren Quellen.

Der offizielle Spielball der UEFA EURO besteht aus mehr biobasierten Stoffen als alle bisherigen offiziellen Spielbälle von adidas. Jede Schicht des Balls wurde überarbeitet und enthält nun Materialien wie Maisfasern, Zuckerrohr und Gummi. Die Leistung des Balls wird dadurch nicht beeinträchtigt. Alle in dem Ball verarbeiteten Druckfarben und Klebstoffe sind wasserbasiert und nicht auf Lösungsmittelbasis. Das gesamte Polyester der UEFA EURO Trikots der von adidas gesponserten Verbände, die im Frühjahr 2024 vorgestellt werden, wird mit recycelten Materialien hergestellt. Die gesamte Baumwolle, die für die entsprechenden Bekleidungsprodukte verwendet wird, stammt aus nachhaltigeren Quellen, und auch die Besätze an Textilien werden, wo die Funktionalität es erlaubt, mit recyceltem Material hergestellt. Die Fußballschuhe für die UEFA EURO, darunter der X24, der Predator24 und der Copa24, werden teilweise entweder aus einer Mischung aus recycelten und erneuerbaren Materialien oder aus recycelten Materialien hergestellt. 

 

Transparenz über Zertifizierungen

Da wir über eine globale Beschaffungskette verfügen, verwenden wir weltweit anerkannte Zertifizierungen und Standards wie von Textile Exchange, Zero Discharge for Hazardous Chemicals (‚ZDHC‘), der Fair Labor Association (FLA) und dem ,Better Work‘-Programm der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, um nur einige zu nennen. Diese Standards decken ein breites Spektrum von Nachhaltigkeitskriterien ab, die z. B. im Rahmen des von der Bundesregierung eingeführten Siegels ‚Grüner Knopf‘ festgelegt wurden.

 

Aktionsplan von adidas in Richtung Klimaneutralität

Im Rahmen der ‚UN Fashion Industry Charter for Climate Action‘ hat adidas sich verpflichtet, entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette (Scope 1, 2, 3) bis spätestens 2050 klimaneutral zu werden. Bereits im Jahr 2030 will adidas eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 30 % in Scope 1, 2 und 3 gegenüber dem Basisjahr 2017 erreicht haben. Wir sind stolz, dass dieses Ziel offiziell von der ‚Science Based Targets‘-Initiative bestätigt wurde. 

Wir verfolgen einen klaren Aktionsplan, um unsere Ziele zu erreichen. Dabei konzentrieren wir uns in erster Linie auf die Vermeidung und Reduzierung von Treibhausgasemissionen durch die Auswahl bevorzugter Materialien für unsere Produkte, kohlenstoffarme Herstellungsprozesse und emissionsarme Transportmethoden. Da die meisten Emissionen bei der Herstellung unserer Produkte außerhalb unserer eigenen Betriebe entstehen, arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen, um sicherzustellen, dass sie ihren ökologischen Fußabdruck kontinuierlich optimieren. Hier können wir den größten Einfluss nehmen.

Um Treibhausgasemissionen erfolgreich zu reduzieren, sind genaue Daten notwendig. Das digitale Environmental Footprint Tool, das adidas in den letzten Jahren entwickelt hat, ist dafür unerlässlich. Die Datenbank erfasst die Treibhausgasemissionen der gesamten Wertschöpfungskette, von den Rohstoffen über die hergestellten Produkte bis hin zum Abfallrecycling, aufgeschlüsselt nach spezifischen Produkten. Die Daten zeigen, dass die spezifischen Emissionen pro adidas Produkt im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Verwendung nachhaltigerer Materialien von 6,5 auf 6,4 Kilogramm Treibhausgasemissionen gesunken sind. Im Vergleich dazu lag der Wert im Jahr 2017 bei 6,9 Kilogramm.

 

Gesellschaftliches Engagement

Das Community and Social Impact Team von adidas arbeitet mit ausgewählten Organisationen zusammen, um unseren Communitys etwas zurückzugeben und einen gleichberechtigten Zugang zu Sport und körperlicher Aktivität für alle zu fördern, mit besonderem Augenmerk auf benachteiligte Gruppen.

Um dies zu erreichen, wählen wir strategisch Projekte und langfristige Partnerschaften mit lokalen Organisationen in Deutschland sowie in ganz Europa aus, die einen sozialen Mehrwert schaffen und die nötige Wirkung haben, um positive Veränderungen am effektivsten voranzutreiben – von kompetenzbasierter Freiwilligenarbeit durch Beschäftigte über Geld- und Sachspenden bis hin zu fachlicher Beratung, Zuschüssen und Sponsoring.

So arbeiten wir beispielsweise in der Region des adidas Headquarters mit Kickfair zusammen, um die Perspektiven junger Menschen, die von sozialer Ungleichheit und Ausgrenzung betroffen sind, positiv zu verändern. Dazu fördert adidas die langfristige Integration und Umsetzung des Kickfair-Konzepts an ausgewählten weiterführenden Schulen in Erlangen, Fürth, Herzogenaurach und Nürnberg und entwickelt zusammen mit Kickfair ein wirkungsorientiertes Engagementkonzept für die Mitarbeitenden von adidas. Diese gestalten aktiv den sozialen Wandel und tragen unter anderem zur Umsetzung von CommonGround ‘24 bei, einem offiziellen Projekt im Begleitprogramm des Bundesministeriums des Innern zur UEFA EURO 2024.

Im Jahr 2021 trat adidas der Initiative ‚Common Goal‘ als Impact Sponsor bei und verpflichtete sich, bis 2023 1 % seines weltweiten Umsatzes mit Fußbällen zu spenden, um das gemeinsame Engagement für globale Fußballgemeinschaften auf der ganzen Welt zu stärken und ein inklusiveres Spiel für alle zu schaffen.

Umgang mit Stakeholdern für die Identifizierung wesentlicher Themen

Wir konzentrieren uns auf die Aspekte, die für unser Unternehmen und unsere Stakeholder am wichtigsten sind und mit denen wir den vor uns liegenden Herausforderungen am besten begegnen können. Unsere Stakeholder sind Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen, deren Interessen mit denen unseres Konzerns verknüpft sind. Die operativen Tätigkeiten von Unternehmen stehen immer in Wechselwirkung mit der Gesellschaft; deshalb haben unsere Stakeholder ein berechtigtes Interesse, mehr über unsere Aktivitäten zu erfahren. Bei unseren Stakeholdern handelt es sich um eine sehr vielfältige Gruppe. Zu ihnen zählen: 

  • adidas Mitarbeitende 
  • Entscheidungsträger*innen: Regierungen/Behörden, Fachverbände, Aktionär*innen, Vorstand 
  • Geschäftspartner*innen: Gewerkschaften, Zulieferbetriebe, Dienstleistende 
  • Beschäftigte in den Zulieferbetrieben
  • Meinungsmacher*innen: Journalist*innen, Mitglieder von Kommunen, spezielle Interessengruppen 
  • Kundschaft: Sportprofis, Distributoren, Einzelhandel, Konsument*innen 
  • Wettbewerber*innen: andere multinationale Marken und Unternehmen aus der Konsumgüterbranche 

Ein offener Umgang mit unseren Stakeholdern sowie das Schaffen von mehr Transparenz stehen seit Langem im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Die adidas Richtlinie zum Umgang mit Stakeholder gibt die Grundprinzipien für die Entwicklung der Beziehungen zu Stakeholdern an.  

adidas engagiert sich in verschiedenen BranchenverbändenMulti-Stakeholder-Organisationen und gemeinnützigen Initiativen. Dadurch stehen wir in engem Kontakt mit führenden Unternehmen verschiedener Branchen. Dies ermöglicht es uns, nachhaltige Geschäftsstrategien zu entwickeln und gesellschaftliche und ökologische Themen auf globaler sowie auf lokaler Ebene zu diskutieren. Wir setzen auf Partnerschaften und Kooperationen, um mehr bewegen zu können und systemische Veränderungen in unserer Branche anzustoßen, um beispielsweise die Treibhausgasbilanz innerhalb der Beschaffungskette unserer Branche zu verbessern, Verfahren zum Chemikalienmanagement zu fördern oder Standards in der Baumwolllieferkette zu verbessern. Zudem setzen wir uns gemeinsam mit führenden Initiativen wie dem ,Better-Work‘-Programm der Internationalen Arbeitsorganisation (,International Labor Organization‘ – ,ILO‘) dafür ein, Bewusstsein, Kompetenzen und Kenntnisse über Gesetze und Rechte bei Zulieferbetrieben und deren Beschäftigten zu erweitern. Und durch die Partnerschaft mit der Internationalen Organisation für Migration (,IOM‘) der Vereinten Nationen wollen wir gewährleisten, dass die Arbeitsrechte von ausländischen Arbeitskräften und Wanderarbeiter*innen in der Lieferkette unseres Unternehmens gewahrt werden. 

Bei einem ausgereiften Nachhaltigkeitsprogramm wie dem von adidas ist die Zusammenarbeit mit Anspruchsgruppen nur selten einseitig. Beziehungen zu Stakeholdern entwickeln und verändern sich mit der Zeit; die Art der Dialoge verbessert sich und reift. Bei einer positiven und aufgeschlossenen Herangehensweise fällt es leicht, Meinungen zu teilen, unterschiedliche Ansätze zu respektieren und neue Partnerschaften aufzubauen.  

Kooperationen und Mitgliedschaften

adidas unterhält starke Beziehungen im Nachhaltigkeitsbereich. Die nachfolgende Tabelle fasst die wichtigsten Kooperationen und Mitgliedschaften zusammen. Wir legen die Hauptgründe für unsere kontinuierliche Beteiligung in den einzelnen Organisationen im Folgenden dar. 

Organization

Type

Member since

Status

Reason for participation

Apparel and Footwear International RSL Management (AFIRM) Working Group 

Branchenverband

2004

Gründungsmitglied und aktiv teilnehmend

Branchenführende Gruppe, die sich für die Reduzierung der Auswirkung von Schadstoffen einsetzt und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften überwacht.  

Better Buying Institute

Gemeinnützige Organisation

2019

Mitglied und teilnehmendes Unternehmen

Stärkung der Beziehungen zwischen Zulieferern und Einkäufern und Verbesserung der Einkaufspraktiken in Übereinstimmung mit unserer Richtlinie zu verantwortungsvollen Beschaffungs- und Einkaufspraktiken

Better Cotton (BC)

Multi-Stakeholder-Organisation 

2004

Gründungsmitglied und aktiv teilnehmend

Förderung messbarer Verbesserungen bei den wichtigsten ökologischen und sozialen Auswirkungen des weltweiten Baumwollanbaus.

Better Work (BW)

Multi-Stakeholder-Organisation

2023

Mitglied und teilnehmendes Unternehmen

Förderung der Arbeitsbedingungen und der Achtung der Arbeitsrechte für die Beschäftigten in der Beschaffungskette unter Nutzung der Expertise der Better-Work-Kooperation zwischen ILO und IFC

Bündnis für nachhaltige Textilien

Multi-Stakeholder-Initiative der Bundesregierung

2015

Teilnehmendes Unternehmen; Mitglied der Arbeitsgruppen ‚Prüfen‘ und ‚Chemikalien‘

Förderung messbarer sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Verbesserungen entlang der Textil- und Bekleidungsbeschaffungskette

Center for Sports and Human Rights 

Multi-Stakeholder Organisation

2018

Gründungsmitglied und Mitglied der Beratungsgruppe

Förderung der Menschenrechte im Sport durch Schaffung von Bewusstsein, Schulung und Wirkungserzielung

European Outdoor Group (EOG)

Branchenverband

2009

Mitglied und aktiv teilnehmend; zwischenzeitlich stellvertretender Vorsitz der Arbeitsgruppe für Nachhaltigkeit

Zusammenarbeit mit Beteiligten der Outdoor-Branche zum Thema Nachhaltigkeit.

Fair Factories Clearinghouse (FFC)

Gemeinnützige Organisation 

2006

Founding member (Reebok) and participating company; Board seat

To promote transparency and share audit findings and remedial action plans across the industry.

Fair Labor Association (FLA)

Gemeinnützige Organisation 

1999

Gründungsmitglied und aktiv teilnehmend; Sitz im Vorstand

Bereitstellung von unabhängiger Akkreditierung und Aufsicht über unsere internen Programme.

Fashion for Good

Brancheninitiative

2017

Gründungsmitgleide und aktiv teilnehmend, Sitz im Vorstand

Förderung nachhaltiger Innovationen in der Bekleidungs- und Modebranche

Fashion Pact

Branchenverband

2019

Teilnehmendes Unternehmen

Unterstützung gemeinsamer Maßnahmen hinsichtlich Klimaschutz, Schutz der Meere und Artenvielfalt

International Chemical Secretariat (ChemSec) Business Group 

Internationale gemeinnützige Umweltorganisation

2015

Teilnehmendes Unternehmen

Minimierung der Verwendung von gefährlichen Chemikalien und deren Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt sowie Förderung nachhaltiger Innovation.

Leather Working Group (LWG)

Branchenverband

2006

Gründungsmitglied und aktiv teilnehmend

Verbesserung der Umweltbedingungen in der Leder-Beschaffungskette.

Open Supply Hub

Branchenverband

2019

Teilnehmendes Unternehmen

Brancheninitiative mit dem Ziel, die Menschenrechte und Umweltbedingungen in und um Fabriken und Einrichtungen zu verbessern, indem sie Lieferkettendaten als kostenloses, öffentliches Gut anbietet.

Parley for the Oceans

Kooperationsnetzwerk

2015

Gründungsmitglied mit Sitz im Lenkungsausschuss

Vordenkend im Hinblick auf Erhaltung der Ozeane und Öko-Innovation, Bewusstseinsschaffung und Gründung von Kollaborationen, um der Zerstörung der Ozeane Einhalt zu gebieten.

Responsible Sourcing Network (RSN)

Branchenverband

2019

Mitglied auf Ambassador-Niveau

Förderung der ethischen und nachhaltigen Beschaffung von Baumwollgarn aus Spinnereien und von Bauwmwollstoffen aus Webereien und Strickfabriken

The Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh

Unabhängige und verbindliche Vereinbarung zwischen Marken und Gewerkschaften

2013

Teilnehmendes Unternehmen

Förderung einer sicheren und gesunden Bekleidungsproduktion in Bangladesch.

The Microfibre Consortium

Multi-Stakeholder Organisation 

2018

Gründungsmitglied und aktiv teilnehmend

Develop practical solutions for the textile industry, to minimize fiber fragmentation and release to the environment from manufacturing and the product life cycle.

UN Fashion Charter for Climate Action

UN-gestützte Brancheninitiative

2018

Aktiv teilnehmendes Unternehmen

Zur Bekämpfung des Klimawandels in der Modebranche, basierend auf Unternehmensverprechen  

World Federation of the Sporting Goods Industry (WFSGI)

Branchenverband

1985

Gründungsmitglied und aktiv teilnehmend; Vorsitz des CSR Committee 

Vertretung der Sportartikelindustrie bei verschiedenen Anlässen und Förderung einer gemeinsamen Ausrichtung der Mitglieder.

Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC)

Branchenverband

2011

Gründungsmitglied und aktiv teilnehmend

Branchenführende Gruppe, die sich für die Reduzierung der Auswirkung von Schadstoffen einsetzt.

Beispiele für unseren Austausch mit Stakeholdern

Die nachfolgenden Beispiele zeigen auf, wie wir mit unseren Stakeholdern in den vergangenen Jahren im Austausch standen.

Soziale Themen

  • Transparenz im Bereich Menschenrechte: adidas unterhält einen engen Austausch mit dem Business and Human Rights Resource Center (BHRRC) seit dessen Gründung vor mehr als 20 Jahren. Als NGO betreibt BHRRC eine digitale Plattform für die Veröffentlichung von potenziellen Menschenrechtsanschuldigungen, um so die Verantwortung der Unternehmen zu überprüfen. Zusätzlich zur Bereitstellung von zeitigen Antworten auf potenzielle Anschuldigungen ist adidas auch den hohen Transparenzanforderungen nachgekommen, wie beispielsweise Veröffentlichungen zum Schutz der Beschäftigungen während der Covid-19 Pandemie. Veröffentlichungen auf dieser Plattform sind mit anderen von der Zivilgesellschaft oder von Investor*innen gestützten Benchmarks wie etwa der Corporate Human Rights Benchmark oder das Know The Chain Ranking, verknüpft. Wir schätzen die Offenlegungsmöglichkeiten der BHRRC-Plattform sehr, um unsere fortlaufenden Bemühungen im Bereich der Menschenrechte aufzuzeigen und werden unsere 100 % -ige Antwortrate für alle Anfragen, die wir von BHRRC erhalten, aufrechterhalten.
  • Baumwollanbau in Usbekistan und Turkmenistan: Im Jahr 2011 hat adidas gemeinsam mit anderen internationalen Marken und dem Einzelhandel eine von der Zivilgesellschaft und Investor*innen initiierte ‚Baumwollerklärung‘ (Cotton Campaign) unterzeichnet, in der die usbekische Regierung aufgefordert wird, die erzwungene Kinderarbeit im Baumwollanbau in Usbekistan zu beenden. Daraufhin forderte die Regierung die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen auf, ein spezielles Programm zur Einhaltung der Vorschriften hinsichtlich Zwangsarbeit für die im Land angebaute Baumwolle zu entwickeln. Nach jahrelangem Engagement und Monitoring bestätigten die ILO und die lokale, der Cotton Campaign angeschlossenen Nichtregierungsorganisation, das Usbekische Forum für Menschenrechte, Anfang 2022, dass es keine Belege mehr für staatlich verhängte Zwangsarbeit im usbekischen Baumwollsektor gebe. Die Cotton Campaign kündigte daraufhin ein Ende ihres weltweiten Boykotts usbekischer Baumwolle an. Dennoch bezieht adidas derzeit keine Produkte, Materialien oder Baumwolle aus Usbekistan. Im Jahr 2018 hatte adidas eine ähnliche Erklärung mit der Cotton Campaign unterzeichnet, um gegen die Zwangsarbeit im Anbau von Baumwolle, die aus Turkmenistan stammt, vorzugehen. Wir arbeiten darauf hin, die Rückverfolgung unserer Materialien weiter zu optimieren. Gleichzeitig haben wir an unsere Zulieferbetriebe appelliert, nach bestem Wissen und Gewissen sicherzustellen, dass sie in unseren Produkten keinerlei aus Turkmenistan stammende Baumwolle bzw. Baumwollmaterialien verwenden. Klicken Sie hier, um mehr über diese Erklärungen zu erfahren. 
  • Gefangenenarbeit in Kambodscha: Im Jahr 2012 hat adidas gemeinsam mit fünf anderen führenden Markenunternehmen in einem Schreiben an die Regierung Kambodschas Bedenken zur Erarbeitung eines Rehabilitationsprogramms für Gefangene zum Ausdruck gebracht, in dessen Rahmen Kleidungsstücke durch Gefangenenarbeit hergestellt werden dürfen. In ihrem Austausch mit der Regierung haben die internationalen Unternehmen betont, dass die Integrität der globalen Beschaffungsketten gewahrt werden muss und auf potenzielle Risiken bei der unautorisierten Weitervergabe von Aufträgen im Bekleidungssektor Kambodschas hingewiesen. Mitarbeitende des „Better Factories“-Programms der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) – in dessen Rahmen die Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben von adidas in Kambodscha überwacht werden – haben uns stets über die aktuelle Situation auf dem Laufenden gehalten und sich an die Regierung sowie andere UN-Organisationen gewandt und um Stellungnahmen gebeten. Die Bedenken der Markenunternehmen wurden offiziell vom kambodschanischen Handelsminister entgegengenommen und im Rahmen eines interministeriellen Ausschusses thematisiert. Der Ausschuss wurde einberufen, um die verdeckte oder illegale Weitervergabe von Aufträgen in der Bekleidungs- und Schuhindustrie zu untersuchen und dagegen vorzugehen. Der Handelsminister machte daraufhin die Bemühungen der Regierung zur Regulierung der Untervergabe innerhalb der Beschaffungsketten öffentlich.   
  • Gewerkschaften und Koalitionsfreiheit in Indonesien: Indonesien ist seit Jahren ein wichtiges Beschaffungsland, das von einer sehr aktiven und engagierten Gewerkschaftsbewegung geprägt ist. Ein Bereich, in dem wir eng mit Organisationen wie Oxfam Australia sowie lokalen Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften kooperieren, ist die Erarbeitung eines Protokolls zur Koalitionsfreiheit in Indonesien. adidas übernahm die führende Rolle in einem Gremium aus zuliefernden Unternehmen und Markenvertreter*innen. Die offizielle Unterzeichnung des Protokolls fand im Juni 2011 in Jakarta statt. Dieses Ereignis wurde von der internationalen Arbeitnehmerrechtsbewegung als „historischer Vertrag“ zwischen Sportbekleidungsmarken, Zulieferbetrieben und Gewerkschaften gefeiert. Seit Unterzeichnung haben wir signifikant weniger Missverständnisse zwischen Betriebsleitung und Gewerkschaftsvertreter*innen bezüglich Gewerkschaftsaktivitäten, sowie eine größere Befähigung von Minderheitengewerkschaften beobachtet.  

Umweltthemen

  • Greenpeace Detox Kampagne: Im Jahr 2011 initiierte Greenpeace International die DETOX-Kampagne mit der Forderung, gefährliche und schwer abbaubare Chemikalien aus allen Gliedern der globalen Beschaffungsketten zu verbannen – von den Baumwollfeldern über die Textilfabriken und Färbereien, in denen die Stoffe gefertigt werden, bis hin zur Bekleidungsproduktion. Die Kampagne richtet sich vornehmlich an Sportartikel- und bekannte Textilunternehmen, da Greenpeace der Meinung ist, dass diese als Vorbilder für einen Wandel in der gesamten Branche wirken können. Im Rahmen der Kampagne wurden die Unternehmen aufgefordert eine offizielle Selbstverpflichtung zu veröffentlichen und darin das Ziel zu unterstützen, auf gefährliche Chemikalien zu verzichten. Darüber hinaus wurde jedes Unternehmen angehalten, einen individuellen Maßnahmenplan („Roadmap“) mit Zeitrahmen und Schritten zum Erreichen dieses Ziels zu erstellen. adidas trat von Anfang an in einen intensiven Dialog mit Greenpeace. Wir haben uns öffentlich dem Ziel von Greenpeace verpflichtet, aber auch betont, dass der Umgang mit Chemikalien in mehrstufigen Beschaffungsketten eine komplexe Herausforderung ist, bei der es auf die aktive Mitwirkung zahlreicher Akteure und Akteurinnen ankommt, um effektive und nachhaltige Lösungen zu finden.

Sportveranstaltungen

Unternehmensverantwortung ist bei verschiedenen Sportveranstaltungen auf der ganzen Welt ein wichtiges Thema. Unsere Marke ist weltweit sichtbar, insbesondere durch unsere Präsenz bei sportlichen Großereignissen wie der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft. Dies lenkt die Aufmerksamkeit auf die Art und Weise, wie wir Geschäfte machen, auf das Management unserer Sponsoring-Partnerschaften und auf die Bedingungen, unter denen unsere Produkte hergestellt werden. Daher verfolgt adidas einen proaktiven Ansatz, um mit Stakeholdern über die eigenen Praktiken der Unternehmensverantwortung zu sprechen, insbesondere im Zusammenhang mit größeren Sportveranstaltungen, bei denen adidas als sponsernde Marke auftritt. Wir haben mehrere Veranstaltungen organisiert – und aktiv daran teilgenommen –, um die Aufmerksamkeit auf Arbeits- und Menschenrechtsfragen zu lenken.  

Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2012 in London veranstalteten wir einen Stakeholder-Dialog, um ein breites Spektrum an Meinungen zur Rolle und Verantwortung von adidas in Bezug auf das Sponsoring sportlicher Großereignisse einzuholen. London 2012 wurde als erste nachhaltige Olympiade der Welt bezeichnet und stellte unser Unternehmen vor neue Herausforderungen, bot aber gleichzeitig auch einzigartige Lernmöglichkeiten. Es waren die ersten Spiele mit einem verbindlichen Code für nachhaltige Beschaffung und einem externen Beschwerdemechanismus für Unternehmen, die Waren an das Londoner Organisationskomitee für die Olympischen und Paralympischen Spiele (LOCOG) lieferten. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus diesem Dialog haben wir 2012 ein eigenes Beschwerdesystem für Menschenrechtsfragen entwickelt und eingeführt. Der Dialog anlässlich der Olympischen Spiele in London bildete auch die Grundlage für weitere Gespräche mit Menschenrechtsorganisationen und internationalen Gewerkschaften über die Auswirkungen von sportlichen Großereignissen und führte 2020 schließlich zur Gründung des Zentrums für Sport und Menschenrechte.

Im Juli 2015 luden wir Vertreter*innen aus Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, UN-Agenturen und Sportgremien ein, mit uns die Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen auf die Menschenrechte und die Rolle der Sponsernden zu diskutieren. Der Fokus des Londoner Dialogs war darauf gerichtet, die Rolle von Geldgebenden bei sportlichen Großereignissen im Hinblick auf die Wahrung der Menschenrechte zu untersuchen und sich der Herausforderung zu stellen, die Grundsätze in die Praxis umzusetzen. Von 2016 bis 2019 trugen wir weiter zu einer breiteren und vertieften Diskussion über Sport und Menschenrechte bei, an der Sportgremien, Regierungen, Veranstalter, Rundfunkanstalten, die Zivilgesellschaft und Unternehmen beteiligt waren, organisiert im Rahmen des jährlichen ‚Sporting Chance Forum‘ des ‚Institute for Human Rights and Business‘ (IHRB. Das erste Gespräch fand 2016 im US-Außenministerium in Washington DC statt (Hier klicken, um die gemeinsame Erklärung ‘Diverse Coalition Commits to Making Human Rights Central to the Planning, Delivery and Legacy of Mega-Sporting Events‘ zu lesen) und in den folgenden Jahren in Genf in der Schweiz.  

Der Dialog wurde schließlich durch die Unterzeichnung der ‚Sporting Chance Principles‘ zu Sport und Menschenrechten und die Gründung des Zentrums für Sport und Menschenrechte im Jahr 2020 institutionalisiert. adidas hat als Gründungsmitglied von Anfang an als Mitglied des Advisory Council agiert und sich mit finanziellen und Sachspenden eingebracht. Das Zentrum für Sport und Menschenrechte zielt darauf ab, durch gemeinsames Handeln und die Förderung dieser Grundsätze, Wissen zu teilen, Kapazitäten aufzubauen und die Rechenschaftspflicht aller am Sport Beteiligten zu stärken.

Obwohl adidas als sponsernde Marke nicht an der Entscheidung beteiligt war, die Weltmeisterschaft an Katar zu vergeben, haben wir uns seit 2017 kontinuierlich mit der FIFA über die Weltmeisterschaft 2022 ausgetauscht und das Gespräch mit Stakeholdern wie der katarischen Regierung, dem Obersten Rat für die Durchführung der Fußballweltmeisterschaft, internationalen Menschenrechts- und Arbeitnehmervertretungsgruppen und Gewerkschaften gesucht. Nach der Vergabe der Weltmeisterschaft an Katar forderten wir die FIFA auf, einen unabhängigen Menschenrechtsbeirat (HRAB) einzurichten, der über die Entwicklung ihres Menschenrechtsprogramms weltweit, einschließlich der Ausrichtung von WM-Veranstaltungen, informiert. adidas hatte von 2017 bis 2021 einen Sitz im HRAB inne und gab der FIFA zusammen mit Gewerkschaften und Menschenrechtsverteidigenden kritisches Feedback zur Umsetzung der WM 2022. Darunter Themen wie Wohlergehen der Beschäftigten, Rechte von Arbeitsmigrant*innen, Schutz von Kindern sowie LGTBQI-Rechte. Für die Weltmeisterschaft 2022 haben wir eine Menschenrechts- und Umwelt-Due-Diligence zu unseren Aktivitäten in unserer Beschaffungskette sowie unseren Katar-Partnerschaftsprogrammen durchgeführt, zuletzt bei der Implementierung effektiver Beschwerdesysteme für die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar. In einer separaten Initiative unterstützen wir aktiv die Einrichtung eines Informationszentrums für Wanderarbeiter*innen in Katar. Das Zentrum wurde von der globalen Baugewerkschaft ‚Building and Wood Workers’ International‘ (BHI – Bau- und Holzarbeiter Internationale, globaler Gewerkschaftsbund) vorgeschlagen und basiert auf Sozialprogrammen, die erstmals für die WM-Baustellen 2022 ins Leben gerufen wurden.

STATEMENTS 

(Englische Versionen)

Politisches Engagement

Bei adidas orientiert sich unser Engagement mit Regierungen und Parlamenten auf der ganzen Welt an unseren Grundsätzen der Unparteilichkeit, Transparenz und Compliance. 

Wir sind zu Unparteilichkeit verpflichtet. Basierend auf den Grundsätzen unserer Compliance-Richtlinien und Charitable Giving Guidelines unterstützt adidas keine lokalen, regionalen oder nationalen politischen Parteien, Kampagnen oder Kandidierenden. 

Darüber hinaus sind wir transparent in Bezug auf unser politisches Engagement. Wir legen unsere Lobbyaktivitäten in Deutschland und der EU regelmäßig im Transparenzregister Deutschlands und der Europäischen Union offen, einschließlich öffentlicher Zuschüsse, die wir von der EU erhalten. Wir registrieren unsere Lobbying-Aktivitäten in den Vereinigten Staaten vierteljährlich beim US-Kongress, gemäß dem U.S. Lobbying Disclosure Act von 1995. Dies wird auf der offiziellen Website des US-Repräsentantenhauses veröffentlicht.

In unserem Fair-Play-Verhaltenskodex und unserer Compliance-Richtlinie legen wir klare Standards und Anforderungen für Interaktionen mit Regierungen, Behörden und Amtstragenden fest. Darüber hinaus verfügen wir über eine interne Politik-Richtlinie, die klare Leitplanken für die Zusammenarbeit mit Regierungen, Behörden und Amtstragenden festlegt. 

Politikentwicklung 

Als Unternehmen unterstützen wir die Einhaltung von Menschenrechten und den Schutz unserer Umwelt. Deshalb erfordern unsere Bedenken hinsichtlich der Verletzung von Menschenrechten und des Umweltschutzes sowie deren Auswirkungen für adidas eine enge Zusammenarbeit mit Regierungen und öffentlichen Behörden in verschiedenen Ländern. 

Darüber hinaus ist adidas von verschiedenen Politikbereichen wie internationaler Handel, der Schutz geistigen Eigentums und Nachhaltigkeit betroffen. Dennoch schließen wir uns der politischen Interessenvertretung erst nach sorgfältiger Überlegung an. 

Wenn uns Veränderungen in den relevanten Politikbereichen betreffen, beteiligen wir uns am formalen Entscheidungsprozess, wie z.B. Konsultationen, vor allem über unsere Branchenverbände und entsprechend unseres Fair-Play-Verhaltenskodex. Für wichtige politische Fragen berichten wir unseren finanziellen Beitrag. 

Branchenverbände

Darüber hinaus engagieren wir uns in ausgewählten Organisationen weltweit wie nationalen und internationalen Handelskammern, Industrie- und Wirtschaftsverbänden sowie in Multi-Stakeholder-Initiativen. Diese Verbände dienen als Plattform für die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Stakeholdern, die Überwachung regulatorischer und wirtschaftlicher Entwicklungen und die Interessenvertretung gegenüber der Politik. Diese Organisationen konzentrieren sich unter anderem auf die Förderung des Freihandels, die Gewährleistung des Schutzes geistigen Eigentums, die Überwachung nationaler Rechtsvorschriften, die Festlegung von Nachhaltigkeitsstandards für die Industrie und die Ermöglichung von Austausch und Vernetzung. 

Unsere Mitgliedschaften in diesen Verbänden werden von unserer Richtlinie für Verbandsmitgliedschaften, Richtlinie für politische Interessenvertretung und Compliance-Richtlinie geleitet. Darüber hinaus werden die Mitgliedschaften global koordiniert und jährlich überprüft. 

Da wir uns der Transparenz verpflichtet haben, geben wir alle relevanten Mitgliedschaften in der folgenden Tabelle bekannt, einschließlich einer kurzen Beschreibung der Organisation und der finanziellen Beiträge. Im Jahr 2022 beliefen sich unsere Beiträge auf 1,2 Mio. € an alle Branchenverbände. Verpflichtende Mitgliedschaften sowie Beiträge und Zahlungen, die der Vertraulichkeit unterliegen, wurden nicht berücksichtigt.

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