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Coronavirus-Pandemie belastet Ergebnisse von adidas für das erste Quartal

Wichtige Entwicklungen im ersten Quartal 2020:

  • Nach gutem Start in das Jahr 2020 kommt Großteil der Geschäftstätigkeit von adidas durch das Coronavirus zum Erliegen
  • Umsatz außerhalb von Asien-Pazifik steigt in den ersten zwei Monaten des Jahres währungsbereinigt um 8 %
  • Mehr als 70 % der Stores des Unternehmens weltweit weiterhin geschlossen
  • Umsatz sinkt im ersten Quartal sowohl währungsbereinigt als auch in Euro um 19 %
  • E-Commerce wächst währungsbereinigt um 35 %, mit einem Anstieg von 55 % im März
  • Operative Marge verringert sich infolge von Umsatzeinbußen auf 1,4 %
  • Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen geht um 97 % auf 20 Mio. € zurück

„Unsere Ergebnisse für das erste Quartal verdeutlichen die ernsthaften Herausforderungen, die der globale Ausbruch des Coronavirus selbst an gesunde Unternehmen stellt“, sagte Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von adidas.

Ich bin stolz auf den Zusammenhalt der adidas Mitarbeiter und Partner – der adidas Familie – die mit ihrem Einsatz in dieser Situation nicht nur das Unternehmen unterstützen, sondern auch für unsere Communitys da sind. Wir konzentrieren uns derzeit auf die Bewältigung der Situation und verstärken unseren Einsatz, um von der Erholung in China und den Möglichkeiten im E-Commerce zu profitieren. Während wir uns auf die Rückkehr zu einer Normalisierung unseres Geschäfts vorbereiten, bleiben wir auch realistisch: Mehr als 70 % unserer Stores weltweit sind weiterhin geschlossen.

Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von adidas

Währungsbereinigter Umsatz geht im ersten Quartal 2020 aufgrund des globalen Coronavirus-Ausbruchs um 19 % zurück
Die globale Ausbreitung des Coronavirus im ersten Quartal 2020 hat zu einer erheblichen Anzahl von Store-Schließungen geführt, sowohl von eigenen Stores als auch von partnerbetriebenen Stores, und zu einem deutlich reduzierten Kundenaufkommen in den geöffneten Stores. Dies hatte eine entsprechend negative Auswirkung auf die Umsatzentwicklung von adidas zur Folge. Anhaltend starkes währungsbereinigtes Wachstum in Höhe von 35 % bei E-Commerce, dem in den meisten Teilen der Welt einzigen noch voll operativen Vertriebskanal, konnte den signifikanten Umsatzrückgang im stationären Groß- und Einzelhandel nur zum Teil kompensieren. Infolgedessen verringerte sich der währungsbereinigte Umsatz des Unternehmens im ersten Quartal um 19 %. Diese Entwicklung spiegelt einen 20%igen Umsatzrückgang bei der Marke adidas sowie einen Rückgang um 12 % bei Reebok wider. Auch in Euro ging der Umsatz um 19 % zurück, auf 4,753 Mrd. € (2019: 5,883 Mrd. €).

Umsatzentwicklung nach Regionen spiegelt zeitlichen Verlauf der globalen Entwicklung des Coronavirus-Ausbruchs wider 
Aufgrund des deutlichen Umsatzrückgangs seit Ende Januar in China sowie seit März in Japan und Südkorea ging der zusammengefasste währungsbereinigte Umsatz der Marken adidas und Reebok in Asien-Pazifik um 45 % zurück. Diese Entwicklung ist größtenteils auf einen Umsatzrückgang in Höhe von 800 Mio. € (-58 %) in China zurückzuführen. Darin enthalten sind Produktrücknahmen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich zur Steuerung der Lagerbestände im Markt. Zwar wurden die Stores in China und Südkorea im März wieder eröffnet, doch kam es aufgrund der schnellen globalen Ausbreitung des Coronavirus auch zu Store-Schließungen in den meisten anderen Teilen der Welt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Unternehmen in den ersten zwei Monaten des Jahres einen währungsbereinigten Umsatzanstieg in Höhe von 8 % in allen Märkten außerhalb von Asien-Pazifik verzeichnet. Die negativen Auswirkungen der weiteren Store-Schließungen hoben diesen Anstieg jedoch wieder auf und beeinträchtigten deutlich die Umsatzentwicklung für das erste Quartal in Emerging Markets (-11 %), Europa ( 8 %), Lateinamerika (stabil), Nordamerika (+1 %) und in geringerem Ausmaß in Russland/GUS (+9%). 

Rückgang der operativen Marge auf 1,4 % infolge von Umsatzeinbußen
Die Bruttomarge des Unternehmens ging um 4,2 Prozentpunkte auf 49,3 % zurück (2019: 53,6 %). Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf eine weniger günstige regionale Umsatzverteilung infolge von einem überproportionalen Umsatzrückgang in China, negativen Währungsentwicklungen sowie Kosten in Zusammenhang mit der Stornierung von Bestellungen zur Anpassung eingehender Warenlieferungen an die aktuelle Situation zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 1 % auf 2,305 Mrd. € zurück (2019: 2,317 Mrd. €); im Verhältnis zum Umsatz stiegen diese um 9,1 Prozentpunkte auf 48,5 % (2019: 39,4 %). Die Marketing- und Point-of-Sale-Aufwendungen blieben mit 704 Mio. € stabil (2019: 703 Mio. €), da adidas in den ersten zwei Monaten des Jahres den Großteil seiner konsumentenorientierten Marketing- und Produktaktivierungsmaßnahmen in vollem Umfang umsetzte und Investitionen in die Unterstützung des E-Commerce-Geschäfts beschleunigte. Im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich die Marketing- und Point-of-Sale-Aufwendungen um 2,9 Prozentpunkte auf 14,8 % (2019: 12,0 %). Die Betriebsgemeinkosten, einschließlich der Auswirkungen höherer Wertberichtigungen auf Forderungen in diesem Quartal, gingen um 1 % auf 1,601 Mrd. € (2019: 1,614 Mrd. €) zurück. Im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich die Betriebsgemeinkosten um 6,3 Prozentpunkte auf 33,7 % (2019: 27,4 %). Das Betriebsergebnis des Unternehmens ging um 93 % auf 65 Mio. € zurück (2019: 875 Mio. €). Damit verringerte sich die operative Marge um 13,5 Prozentpunkte auf 1,4 % (2019: 14,9 %). Produktrücknahmen in China, Stornierungen von Bestellungen und höhere Wertberichtigungen auf Forderungen hatten eine negative Auswirkung auf die Entwicklung des Betriebsergebnisses im ersten Quartal in Höhe von rund 250 Mio. €.

Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen geht um 97 % auf 20 Mio. € zurück
Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen verringerte sich um 97 % auf 20 Mio. € (2019: 631 Mio. €). Infolgedessen sank das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen gegenüber dem Vorjahreswert um 96 % auf 0,13 € (2019: 3,17 €).

Nur moderater Anstieg des durchschnittlichen operativen kurzfristigen Betriebskapitals im Verhältnis zum Umsatz
Die Vorräte erhöhten sich um 32 % auf 4,334 Mrd. € (31. März 2019: 3,285 Mrd. €). Diese Entwicklung ist auf einen zwangsläufig niedriger als erwarteten Produktdurchverkauf aufgrund der umfangreichen Store-Schließungen zurückzuführen. Währungsbereinigt nahmen die Vorräte um 36 % zu. Der Anstieg der Vorräte wurde zum Teil durch einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8 % (währungsbereinigt: -5 %) sowie eine Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 23 % (währungsbereinigt: +25 %) kompensiert. Das operative kurzfristige Betriebskapital stieg damit um 8 % auf 4,635 Mrd. € (31. März 2019: 4,309 Mrd. €); dies entspricht einer Steigerung um 12 % auf währungsbereinigter Basis. Das durchschnittliche operative kurzfristige Betriebskapital im Verhältnis zum Umsatz nahm um 0,8 Prozentpunkte auf 19,4 % zu (31. März 2019: 18,6 %).

Cash-Position von 1,975 Mrd. € am Quartalsende
Der Nettomittelabfluss für die operative Geschäftstätigkeit des Unternehmens im ersten Quartal wurde durch die Nutzung bestehender fest zugesagter und nicht fest zugesagter Kreditlinien ausgeglichen. Die Entwicklung des Nettomittelabflusses war hauptsächlich auf den Anstieg des operativen kurzfristigen Betriebskapitals zurückzuführen, wurde jedoch durch effektive Maßnahmen zur Maximierung von Mittelzuflüssen einerseits und Minimierung von Mittelabflüssen andererseits begrenzt. Infolgedessen hatte das Unternehmen am 31. März 2020 eine Cash-Position in Höhe von 1,975 Mrd. €, wovon etwa zwei Drittel von der adidas AG gehalten werden und somit direkt zugänglich sind. Die Nettofinanzverbindlichkeiten beliefen sich zum 31. März 2020 auf 570 Mio. € (31. März 2019: Netto-Cash-Position in Höhe von 908 Mio. €). Dies entspricht einer Verschlechterung von mehr als 1,4 Mrd. € im Vergleich zur Netto-Cash-Position von 873 Mio. € zum Jahresende 2019.

Kein Ausblick von adidas für das Gesamtjahr 2020 möglich, der die Auswirkungen des Coronavirus mit einbezieht
Die Umsatzentwicklung des Unternehmens hat sich in China in den ersten drei Aprilwochen weiterhin allmählich erholt, und auch der Umsatz im Bereich E-Commerce weltweit hat sich nach einem währungsbereinigten Anstieg um 55 % im März weiter deutlich beschleunigt. Die allgemeine Umsatzentwicklung von adidas ist dennoch weiterhin stark von der signifikanten Anzahl der Store-Schließungen in Europa, Nordamerika, Lateinamerika, den Emerging Markets und Russland/GUS sowie in großen Teilen von Asien-Pazifik betroffen. Mehr als 70 % der adidas Stores sind derzeit noch geschlossen. Das Unternehmen nutzt zwar die Flexibilität seiner Betriebskosten, verzichtet aber größtenteils auf Maßnahmen, die die Zukunftsperspektiven des Unternehmens gefährden würden. Daher wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt im zweiten Quartal 2020 mit einem noch stärker ausgeprägten Umsatz- und Gewinnrückgang als im ersten Quartal gerechnet. Den Erwartungen zufolge wird der währungsbereinigte Umsatz mehr als 40 % unter dem Vorjahresquartal liegen und das Betriebsergebnis negativ ausfallen. Angesichts der derzeitigen Unsicherheiten – hauptsächlich in Bezug auf die Dauer der Store-Schließungen und das Tempo der Normalisierung nach ihrer Wiedereröffnung – lassen sich die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie und damit deren Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorhersagen. Daher kann adidas weiterhin keinen Ausblick geben, der die Auswirkungen für das Gesamtjahr 2020 mit einbezieht.

Kasper Rorsted: „Ich bin trotz der aktuellen Situation zuversichtlich, dass die Sportartikelindustrie langfristig attraktive Möglichkeiten für adidas bietet. Eine gesunde Lebensweise wird für unsere Konsumenten immer wichtiger. Sie wollen durch Sport fit und gesund bleiben. Gleichzeitig werden wir noch stärker von unseren Initiativen zur Beschleunigung unseres Einzelhandels- und Digitalgeschäfts profitieren. Als globales Unternehmen mit starken Marken sind wir für die Zukunft gut gerüstet.“