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Ergebnisse des Geschäftsjahres 2014

adidas Konzern verzeichnet starke Umsatzdynamik im vierten Quartal und rechnet für 2015 mit einer Steigerung des Gewinns um 7% bis 10%

Wichtigste Entwicklungen im vierten Quartal 20141:

  • Konzernumsatz steigt währungsbereinigt um 6% 
  • Starke Umsatzdynamik bei der Marke adidas (+11%)
  • Reebok wächst das siebte Quartal in Folge
  • Konzernumsätze in Westeuropa, Europäischen Schwellenländern, China und Lateinamerika legen jeweils im zweistelligen Bereich zu
  • Einzelhandelsumsatz auf vergleichbarer Basis steigt währungsbereinigt um 9%

 

Wichtigste Entwicklungen im Gesamtjahr 20141

  • Konzernumsatz steigt währungsbereinigt um 6%
  • Starkes Wachstum bei adidas (+11%) und Reebok (+5%)
  • Umsatz bei TaylorMade-adidas Golf geht um 28% zurück
  • Zugrunde liegender Gewinn erreicht Ziel von etwa 650 Mio. €
  • Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von 185 Mio. € zum Jahresende
  • Management beabsichtigt Dividende von 1,50 € je Aktie vorzuschlagen

 

Ausblick:

  • Wachstum des Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Bereich erwartet
  • Bruttomarge voraussichtlich zwischen 47,5% und 48,5%
  • Operative Marge voraussichtlich zwischen 6,5% und 7,0%
  • Steigerung des Gewinns aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 7% bis 10% erwartet

 

„2014 war ein Jahr mit Höhen und Tiefen für den adidas Konzern. Aber wir sind die Herausforderungen entschlossen angegangen und haben unsere angepassten Umsatz- und Gewinnziele erreicht“, sagt Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender des adidas Konzerns. „Im vierten Quartal sind wir in Westeuropa, China, den Europäischen Schwellenländern und in Lateinamerika jeweils zweistellig gewachsen. Das zeigt: Die Umsatzdynamik bei den Marken adidas und Reebok ist völlig intakt.“ 

Währungsbereinigter Umsatz des adidas Konzerns steigt im vierten Quartal um 6%

Im vierten Quartal 2014 nahm der Konzernumsatz auf währungsbereinigter Basis um 6% zu. Der Umsatz im Einzelhandel und Großhandel erhöhte sich auf währungsbereinigter Basis um 20% bzw. 5%. In den Anderen Geschäftssegmenten verringerte sich der Umsatz auf währungsbereinigter Basis infolge eines zweistelligen Umsatzrückgangs bei TaylorMade-adidas Golf um 16%. In Westeuropa stieg der Umsatz aufgrund zweistelliger Zuwächse bei adidas und Reebok auf währungsbereinigter Basis um 13%. In den Europäischen Schwellenländern lag der währungsbereinigte Umsatz, aufgrund zweistelliger Zuwächse sowohl bei adidas als auch bei Reebok, um 16% über dem Vorjahresniveau. In Nordamerika verringerte sich der Konzernumsatz auf währungsbereinigter Basis um 4%. Das Umsatzwachstum bei adidas im mittleren einstelligen Bereich wurde durch Rückgänge bei TaylorMade-adidas Golf und Reebok mehr als aufgehoben. In China lag der währungsbereinigte Konzernumsatz infolge zweistelliger Zuwächse bei adidas um 11% über dem Vorjahresniveau. In den Anderen Asiatischen Märkten blieb der Umsatz auf währungsbereinigter Basis stabil. Dem Wachstum bei adidas im hohen einstelligen Bereich standen zweistellige Rückgänge bei TaylorMade-adidas Golf gegenüber. Bei Reebok blieb der Umsatz auf dem Vorjahresniveau. In Lateinamerika erhöhte sich der währungsbereinigte Konzernumsatz infolge des zweistelligen Umsatzwachstums bei adidas und Reebok um 12%. Währungseffekte wirkten sich leicht positiv auf die Konzernumsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz lag im vierten Quartal 2014 mit 3,610 Mrd. € um 6% über dem Vorjahresniveau (2013: 3,391 Mrd. €).

 

Nach Marken betrachtet stieg der Umsatz von adidas im vierten Quartal auf währungsbereinigter Basis um 11%. Wachstumstreiber waren vor allem zweistellige Zuwächse in den Sport Performance Kategorien Training und Running sowie bei adidas Originals und adidas NEO. Der Umsatz von Reebok nahm auf währungsbereinigter Basis um 1% zu. Zweistellige Zuwächse in den Kategorien Fitness Training, Walking und Studio wurden durch Umsatzrückgänge in den Kategorien Fitness Running und Classics teilweise aufgehoben. Bei TaylorMade-adidas Golf ging der Umsatz währungsbereinigt um 24% zurück. Verantwortlich hierfür waren die anhaltenden Aktivitäten von TaylorMade-adidas Golf zur Reduzierung der Vorräte im Einzelhandel sowie die zeitliche Gestaltung neuer Produkteinführungen im Vergleich zum Vorjahresquartal. Bei Reebok-CCM Hockey stieg der Umsatz aufgrund einer deutlichen Steigerung in der Kategorie Schläger währungsbereinigt um 2%.

 

Operative Marge ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte verringert sich im vierten Quartal um 1,4 Prozentpunkte

Das Bruttoergebnis des Konzerns stieg im vierten Quartal 2014 um 1% auf 1,621 Mrd. € (2013: 1,610 Mrd. €). Die Bruttomarge lag mit 44,9% um 2,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (2013: 47,5%). Diese Entwicklung war in erster Linie negativen Währungseffekten sowie höheren Beschaffungskosten zuzuschreiben. Darüber hinaus trugen niedrigere Produktmargen bei TaylorMade-adidas Golf zum Rückgang der Bruttomarge bei. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 3% auf 1,642 Mrd. €. Hauptgründe hierfür waren der Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten sowie höhere Aufwendungen des Marketing-Working-Budgets. Im Verhältnis zum Umsatz gingen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen jedoch um 1,3 Prozentpunkte auf 45,5% zurück (2013: 46,8%). Im vierten Quartal wies der Konzern einen Verlust aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 40 Mio. € aus (2013: positives Betriebsergebnis in Höhe von 32 Mio. €). Verantwortlich hierfür waren Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 78 Mio. €. Ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte belief sich das Betriebsergebnis im vierten Quartal auf 38 Mio. € (2013:
85 Mio. €). Die operative Marge ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte ging um 1,4 Prozentpunkte auf 1,1% zurück. Infolgedessen verringerte sich der Konzerngewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf 10 Mio. € (2013: 32 Mio. €). Unter Berücksichtigung der Verluste aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 71 Mio. € im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung von Rockport verzeichnete der Konzern im vierten Quartal 2014 ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte einen auf Anteilseigner entfallenden Verlust in Höhe von 62 Mio. € (2013: auf Anteilseigner entfallender Gewinn in Höhe von 42 Mio. €).

 

Währungsbereinigter Konzernumsatz steigt 2014 um 6%

Der Konzernumsatz wuchs im Geschäftsjahr 2014 auf währungsbereinigter Basis um 6%. Verantwortlich hierfür waren vor allem ein zweistelliges Umsatzwachstum bei der Marke adidas sowie ein Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Bereich bei Reebok. Währungseffekte wirkten sich negativ auf die Konzernumsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz nahm 2014 um 2% zu und erreichte 14,534 Mrd. € (2013: 14,203 Mrd. €).

 

Konzernumsatz erhöht sich hauptsächlich aufgrund deutlicher Zuwächse im Groß- und Einzelhandel

Der währungsbereinigte Großhandelsumsatz stieg im Geschäftsjahr 2014 um 6%. Während der Umsatz von adidas deutlich zulegte, blieb der Umsatz von Reebok im Vergleich zum Vorjahr stabil. Der währungsbereinigte Einzelhandelsumsatz erhöhte sich aufgrund zweistelliger Umsatzsteigerungen bei adidas und Reebok um 21%. In den Anderen Geschäftssegmenten lag der Umsatz auf währungsbereinigter Basis infolge zweistelliger Rückgänge bei TaylorMade-adidas Golf um 19% unter dem Vorjahresniveau. Währungseffekte wirkten sich negativ auf die Segmentumsatzerlöse in Euro aus.

 

 

2014

2013

Veränderung       in €

Veränderung währungs-bereinigt

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

in %

Großhandel

9.376

9.100

3

6

Einzelhandel

3.842

3.446

11

21

Andere Geschäftssegmente

1.316

1.657

-21

-19

Gesamt1)

14.534

14.203

2

6

Umsatzentwicklung nach Segmenten im Jahr 2014

1) Bei Gesamtzahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

 

Währungsbereinigter Konzernumsatz nimmt in fast allen Regionen zu

Der währungsbereinigte Konzernumsatz lag im Geschäftsjahr 2014 in allen Regionen mit Ausnahme von Nordamerika über dem Vorjahresniveau. In Westeuropa nahm der Umsatz währungsbereinigt um 8% zu. Dies war vor allem zweistelligen Zuwächsen in Deutschland und Spanien sowie Steigerungen im hohen einstelligen Bereich in Großbritannien und Frankreich zuzuschreiben. In den Europäischen Schwellenländern nahm der währungsbereinigte Konzernumsatz infolge zweistelliger Zuwächse in allen wichtigen Märkten der Region um 19% zu. In Nordamerika verringerte sich der Umsatz auf währungsbereinigter Basis aufgrund von Rückgängen in den USA um 6%. Der Umsatz in China erhöhte sich währungsbereinigt um 10%. Die Anderen Asiatischen Märkte verzeichneten einen währungsbereinigten Umsatzanstieg in Höhe von 2%. Dies war in erster Linie Steigerungen in Südkorea und Indien zuzuschreiben. In Lateinamerika wuchs der Umsatz währungsbereinigt um 19% mit zweistelligen Steigerungsraten in fast allen Märkten der Region, allen voran in Argentinien, Mexiko und Brasilien. Währungseffekte wirkten sich unterschiedlich auf die Umsatzerlöse der Regionen in Euro aus.

 

 

 

2014

2013

Veränderung
in €

Veränderung währungs-bereinigt

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

in %

Westeuropa

4.112

3.777

9

8

Europäische Schwellenländer

1.932

1.867

4

19

Nordamerika

2.972

3.203

-7

-6

China

1.811

1.655

9

10

Andere Asiatische Märkte

2.085

2.135

-2

2

Lateinamerika

1.622

1.568

3

19

Gesamt1)

14.534

14.203

2

6

Umsatzentwicklung im Jahr 2014 nach Regionen
1) Bei Gesamtzahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

 

Bruttomarge des Konzerns geht um 1,7 Prozentpunkte zurück

Das Bruttoergebnis des Konzerns verringerte sich im Geschäftsjahr 2014 um 1% auf 6,924 Mrd. € (2013: 7,001 Mrd. €). Die Bruttomarge ging um 1,7 Prozentpunkte auf 47,6% zurück (2013: 49,3%). Diese Entwicklung war in erster Linie negativen Währungseffekten sowie höheren Beschaffungskosten zuzuschreiben. Darüber hinaus trugen verstärkte Lagerräumungsaktivitäten, insbesondere in Russland/GUS, sowie niedrigere Produktmargen bei TaylorMade-adidas Golf zum Rückgang der Bruttomarge bei.

 

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 78 Mio. €

Infolge der jährlichen Überprüfung des Wertminderungsbedarfs hat der adidas Konzern die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert und zum 31. Dezember 2014 einen Vorsteueraufwand in Höhe von 78 Mio. € ausgewiesen (2013: 52 Mio. €). Dieser stand im Zusammenhang mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Einzelhandel Russland/GUS. Damit sind die Geschäfts- oder Firmenwerte dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit vollständig wertgemindert. Die Wertminderung war hauptsächlich auf die deutliche Abwertung des russischen Rubels zurückzuführen. Der Wertminderungsaufwand war nicht zahlungswirksam und hatte somit keine Auswirkung auf die Liquidität des Konzerns.

 

Operative Marge ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte geht auf 6,6% zurück

Das Betriebsergebnis des Konzerns verringerte sich im Geschäftsjahr 2014 um 25% auf 883 Mio. € (2013: 1,181 Mrd. €). Die operative Marge ging um 2,2 Prozentpunkte auf 6,1% zurück (2013: 8,3%). Ohne die Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte verringerte sich das Betriebsergebnis um 22% auf 961 Mio. € (2013: 1,233 Mrd. €). Dies entspricht einem Rückgang der operativen Marge um 2,1 Prozentpunkte auf 6,6% (2013: 8,7%). Hauptgründe hierfür waren die negativen Effekte resultierend aus der niedrigeren Bruttomarge sowie aus höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz.

 

Finanzerträge 27% unter dem Vorjahr

Die Finanzerträge verringerten sich 2014 um 27% auf 19 Mio. € (2013: 26 Mio. €). Diese Entwicklung war auf niedrigere Zinserträge zurückzuführen.

 

Finanzaufwendungen gehen um 28% zurück

Die Finanzaufwendungen verringerten sich im Geschäftsjahr 2014 um 28% auf 67 Mio. € (2013: 94 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte aus geringeren negativen Währungseffekten sowie niedrigeren Zinsaufwendungen.

 

Konzerngewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte um 22% unter Vorjahr

Der Konzerngewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen verringerte sich im Geschäftsjahr 2014 um 27% auf 564 Mio. € (2013: 773 Mio. €). Ohne die Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte lag der Konzerngewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen mit 642 Mio. € um 22% unter dem Vorjahresniveau (2013: 825 Mio. €). Die Steuerquote des Konzerns stieg 2014, vor allem infolge einer weniger günstigen Gewinnverteilung, um 1,9 Prozentpunkte auf 32,5% (2013: 30,5%). Ohne die Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte stieg die effektive Steuerquote um 0,5 Prozentpunkte auf 29,7% (2013: 29,2%).

 

Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 68 Mio. €

Im Geschäftsjahr 2014 verzeichnete der Konzern einen Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 68 Mio. € netto nach Steuern im Zusammenhang mit dem Rockport Geschäftssegment, das im Jahr 2015 veräußert werden soll (2013: Gewinn aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 17 Mio. €). Dieser Verlust stand vor allem im Zusammenhang mit dem Buchverlust in Höhe von 82 Mio. € und wurde zum Teil durch Erträge aus der betrieblichen Tätigkeit von Rockport in Höhe von 14 Mio. € kompensiert.

 

Auf Anteilseigner entfallender Gewinn ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte geht um 32% zurück

Der auf Anteilseigner entfallende Gewinn, der neben dem Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen auch den Gewinn aus aufgegebenen Geschäftsbereichen enthält, ging im Geschäftsjahr 2014 auf 490 Mio. € zurück (2013: 787 Mio. €). Dies bedeutet einen Rückgang in Höhe von 38% gegenüber dem Vorjahreswert. Ohne die Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte verringerte sich der auf Anteilseigner entfallende Gewinn um 32% auf 568 Mio. € (2013: 839 Mio. €). Bereinigt um den Buchverlust im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung von Rockport in Höhe von 82 Mio. € betrug der auf Anteilseigner entfallende Gewinn ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte 650 Mio. € und entsprach damit der im Laufe des Jahres angepassten Zielsetzung.

 

Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte beläuft sich auf 3,05 €

Das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten Geschäftsbereichen gingen im Geschäftsjahr 2014 um 27% auf 2,67 € zurück (2013: 3,68 €). Ohne die Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte verringerten sich das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten Geschäftsbereichen um 22% auf 3,05 € (2013: 3,93 €). Im Geschäftsjahr 2014 betrugen das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen 2,35 € (2013: 3,76 €). Dies entspricht einem Rückgang um 37%. Ohne die Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte gingen das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen um 32% auf 2,72 € zurück (2013: 4,01 €). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie belief sich auf 208.776.457 (2013: 209.216.186).

 

Vorräte des Konzerns gehen um 4% zurück

Die Vorräte des Konzerns lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2014 mit 2,526 Mrd. € um 4% unter dem Vorjahresniveau (2013: 2,634 Mrd. €). Auf währungsbereinigter Basis gingen die Vorräte, hauptsächlich aufgrund der Umgliederung der Rockport Vorräte in Vermögenswerte klassifiziert als zur Veräußerung gehalten, um 1% zurück. Die Vorräte aus den fortgeführten Geschäftsbereichen lagen um 1% unter dem Vorjahresniveau (währungsbereinigt +2%). Diese Entwicklung spiegelt den Fokus des Konzerns hinsichtlich des Lagerbestandsmanagements wider.

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8% über dem Vorjahr

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns erhöhten sich zum Ende des Jahres 2014 um 8% auf 1,946 Mrd. € (2013: 1,809 Mrd. €). Währungsbereinigt stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2%. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus den fortgeführten Geschäftsbereichen nahmen um 10% zu (währungsbereinigt +5%) und spiegeln damit das Geschäftswachstum des Konzerns im vierten Quartal 2014 wider.

 

Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von 185 Mio. €

Zum Ende des Geschäftsjahres 2014 beliefen sich die Nettofinanzverbindlichkeiten des Konzerns auf 185 Mio. €. Verglichen mit einer Netto-Cash-Position in Höhe von 295 Mio. € zum Ende des Vorjahres entspricht dies einem Rückgang um 479 Mio. €. Höhere Investitionen als ursprünglich geplant wirkten sich negativ auf diese Entwicklung aus und standen hauptsächlich im Zusammenhang mit Investitionen in die Logistikinfrastruktur des Konzerns. Darüber hinaus nutzte der Konzern im Jahr 2014 flüssige Mittel in Höhe von 300 Mio. € für die erste Tranche seines Aktienrückkaufprogramms. Dies trug ebenfalls zur Entwicklung der Nettofinanzverbindlichkeiten bei.

 

 

Währungsbereinigter Konzernumsatz steigt 2015 voraussichtlich im mittleren einstelligen Bereich

Der Konzern erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2015 währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich steigen wird. Trotz einer hohen Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung von Wirtschaft und Konsumausgaben in Russland/GUS wird das steigende Verbrauchervertrauen in den meisten Regionen die positive Umsatzentwicklung des Konzerns unterstützen. Insbesondere eine deutlich bessere Umsatzentwicklung bei TaylorMade-adidas Golf sowie die anhaltend robuste Dynamik bei adidas und Reebok werden die Umsatzentwicklung des Konzerns positiv beeinflussen. In Verbindung mit dem weiteren Ausbau und der weiteren Verbesserung der Initiativen im Bereich der selbst kontrollierten Verkaufsflächen wird dies die nicht wiederkehrenden positiven Effekte im Zusammenhang mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014TM mehr als kompensieren. Angesichts der jüngsten Stärkung wichtiger Währungen wie des US-Dollars und des chinesischen Renminbi gegenüber dem Euro werden sich Währungseffekte voraussichtlich positiv auf die Umsatzentwicklung in Euro auswirken.

 

Steigerung des Gewinns aus den fortgeführten Geschäftsbereichen um 7% bis 10% erwartet

Der Konzern rechnet damit, dass die Bruttomarge 2015 einen Wert zwischen 47,5% und 48,5% erreichen wird (2014: 47,6%). Höhere Produktmargen bei TaylorMade-adidas Golf infolge einer Reduzierung der Lagerräumungsaktivitäten sowie ein günstigerer Preis- und Produktmix sowohl bei adidas als auch bei Reebok werden die Entwicklung der Bruttomarge voraussichtlich positiv beeinflussen. Ungünstige Währungsentwicklungen in den Schwellenländern, vor allem Russland/GUS, werden sich jedoch den Prognosen zufolge negativ auf die Bruttomarge auswirken. Der breiter als üblich gefasste Zielkorridor spiegelt die derzeit fortwährende hohe Unsicherheit hinsichtlich künftiger Währungsentwicklungen wider.

 

Der Konzern geht davon aus, dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz im Jahr 2015 in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen werden (2014: 42,7%). Das Sales- und Marketing-Working-Budget im Verhältnis zum Umsatz wird voraussichtlich über dem Vorjahresniveau liegen. Angesichts der soliden Dynamik bei adidas und Reebok wird der Konzern im Jahr 2015 seine Marketing- und Point-of-Sale-Investitionen, insbesondere in reifen Märkten wie Nordamerika und Westeuropa, erhöhen, um schnellere Wachstumsraten und höhere Marktanteile zu sichern. Im Rahmen dieser Marketinginitiativen starteten sowohl adidas als auch Reebok zu Beginn des Jahres wichtige Markenkampagnen. Die Betriebsgemeinkosten im Verhältnis zum Umsatz werden den Prognosen zufolge in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen.

 

Die operative Marge des adidas Konzerns wird im Jahr 2015 wesentlich von den Währungsentwicklungen beeinflusst werden und voraussichtlich zwischen 6,5% und 7,0% liegen (2014 ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte: 6,6%). Die Steuerquote des Konzerns wird voraussichtlich bei einem Wert von etwa 29,5% liegen und damit günstiger ausfallen als im Vorjahr (2014 ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte: 29,7%). Der Konzerngewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wird den Erwartungen zufolge um 7% bis 10% steigen und sich somit überproportional zum Umsatz entwickeln (2014 Konzerngewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte: 642 Mio. €).

 

Management beabsichtigt Dividende von 1,50 € vorzuschlagen

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der adidas AG beabsichtigen, der Hauptversammlung am 7. Mai 2015 für das Geschäftsjahr 2014 wie auch im Vorjahr eine Dividende in Höhe von 1,50 € je Aktie vorzuschlagen (2013: 1,50 €). Dieser Vorschlag spiegelt das Vertrauen von Vorstand und Aufsichtsrat in die solide Finanzlage des Konzerns und seine langfristigen Bestrebungen wider. Sofern die Aktionäre ihre Zustimmung erteilen, wird die Dividende am 8. Mai 2015 ausgezahlt. Basierend auf der Anzahl der ausstehenden Aktien zum Ende des Geschäftsjahres 2014 bedeutet dies eine Dividendenausschüttung in Höhe von 306 Mio. € (2013: 314 Mio. €) und einen Ausschüttungssatz von 53,9% des auf Anteilseigner entfallenden Konzerngewinns ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte (2013: 37,4%). Dies übersteigt den Ausschüttungssatz, der gemäß der Dividendenpolitik des Konzerns zwischen 20% und 40% des auf Anteilseigner entfallenden Gewinns liegt, und ist ein Zeichen der Bekenntnis zu einer verlässlichen, auf Beständigkeit ausgelegten Dividendenpolitik.

 

adidas Konzern beschließt mehrjähriges Shareholder-Return-Programm und beendet im vierten Quartal die erste Tranche des Aktienrückkaufprogramms

Im vierten Quartal 2014 gab der adidas Konzern den Beginn eines mehrjährigen Shareholder-Return-Programms bekannt, im Rahmen dessen der Konzern beabsichtigt, bis Ende 2017 insbesondere durch Aktienrückkäufe bis zu insgesamt 1,5 Mrd. € an die Aktionäre der adidas AG zurückzugeben. Im Rahmen der ersten Tranche des Aktienrückkaufprogramms, das am 12. Dezember 2014 beendet wurde, kaufte der adidas Konzern insgesamt 4.889.142 Aktien zurück. Dies entspricht 2,34% des Grundkapitals. Der Kaufpreis je Aktie betrug durchschnittlich 61,36 €. Mit diesem Shareholder-Return-Programm unterstreicht der adidas Konzern sein hohes Vertrauen in die Cash-Generierung und das Wachstumspotenzial des Konzerns.

 

Die adidas Gruppe ist und bleibt ein Wachstumsunternehmen. 2015 werden wir mit all unseren Marken wachsen. Und dies, obwohl wir gegen den Vergleich mit dem WM‑Jahr 2014 anlaufen und die Krise in der Ukraine unser Geschäft in Russland/GUS negativ beeinflusst. Gleichzeitig werden wir sicherstellen, dass der Gewinn schneller steigen wird als der Umsatz. Mit diesen Verbesserungen schaffen wir eine solide Grundlage für unseren neuen strategischen Geschäftsplan, den wir Ende März vorstellen werden. 

Herbert Hainer, Vorstandvorsitzender der adidas Gruppe

Fußnoten

[1] Aufgrund des konkreten Plans, das Rockport Geschäftssegment zu veräußern, werden die Ergebnisse des Rockport Geschäftssegments zum Ende des Jahres 2014 als aufgegebener Geschäftsbereich berichtet. Zur besseren Übersichtlichkeit beziehen sich alle Zahlen der Geschäftsjahre 2013 und 2014 in diesem Dokument, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, auf die fortgeführten Geschäftsbereiche des Konzerns.