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Ergebnisse des 1. Quartals 2014 der adidas Gruppe

Konzernumsatz bleibt auf währungsbereinigter Basis stabil +++ Währungseffekte wirken sich deutlich negativ auf die Ergebnisse des Konzerns aus +++ adidas Konzern bestätigt Prognose für Gesamtjahr

Herzogenaurach, 6. Mai 2014

  • Umsatz im Einzelhandelssegment steigt währungsbereinigt um 22%; Einzelhandelsumsatz auf vergleichbarer Basis um 8% über dem Vorjahr
  • Starke Dynamik in den Europäischen Schwellenländern und Lateinamerika mit währungsbereinigten Umsatzzuwächsen um 28% bzw. 19%
  • Währungsbereinigter Umsatz von adidas und Reebok steigt um 5% bzw. 3%
  • Bruttomarge verringert sich aufgrund negativer Währungseffekte um 1,0PP auf 49,1%
  • Operative Marge mit 8,6% um 3,2PP unter dem Vorjahreswert
  • Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie geht um 34% bzw. 35% zurück

Währungsbereinigter Konzernumsatz bleibt im ersten Quartal 2014 stabil

Im ersten Quartal 2014 blieb der Konzernumsatz auf währungsbereinigter Basis stabil. Währungseffekte wirkten sich deutlich negativ auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2014 mit 3,533 Mrd. € um 6% unter dem Vorjahresniveau (2013: 3,751 Mrd. €). Der währungsbereinigte Umsatz im Großhandelssegment stieg aufgrund von Wachstum bei adidas um 1%. Der währungsbereinigte Umsatz im Einzelhandelssegment erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 22%. Dies war auf zweistellige Umsatzsteigerungen sowohl bei adidas als auch bei Reebok zurückzuführen. In den Anderen Geschäftssegmenten verringerte sich der Umsatz auf währungsbereinigter Basis infolge zweistelliger Rückgänge bei TaylorMade-adidas Golf um 27%. Dieser Rückgang stand primär im Zusammenhang mit strategischen Änderungen bei TaylorMade-adidas Golf, um wichtige Auslieferungs-, Produkt- und Produkteinführungszyklen besser auf die saisonbedingte Nachfrage im Markt abzustimmen. Auch Rockport verzeichnete einen währungsbereinigten Umsatzrückgang. Bei Reebok-CCM Hockey hingegen stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Währungseffekte wirkten sich negativ auf die Segmentumsatzerlöse in Euro aus. Im Großhandelssegment ging der Umsatz im ersten Quartal 2014 um 5% auf 2,357 Mrd. € zurück (2013: 2,481 Mrd. €). Der Umsatz im Einzelhandelssegment erhöhte sich um 10% auf 794 Mio. € (2013: 722 Mio. €). In den Anderen Geschäftssegmenten lag der Umsatz mit 382 Mio. € um 30% unter dem Vorjahresniveau (2013: 548 Mio. €).

Unsere Ergebnisse des ersten Quartals spiegeln den erwartet schwierigen Start in das Jahr 2014 wider. Unsere guten Ergebnisse, insbesondere in den Schwellenländern und im eigenen Einzelhandel, wurden durch eine veränderte Go-to-Market-Strategie bei TaylorMade-adidas Golf sowie negative Währungseffekte verdeckt. Bei genauer Betrachtung unserer Ergebnisse sind jedoch viele positive zugrunde liegende Trends zu beobachten. Deshalb können wir uns im weiteren Verlauf des Jahres auf mehr Wachstum und Dynamik für unseren Konzern freuen.

Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender des adidas Konzerns

 

Erstes Quartal

2014

Erstes Quartal

2013

Veränderung

in €

Veränderung

währungsbereinigt

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

in %

Großhandel

2.357

2.481

-5

1

Einzelhandel

794

722

10

22

Andere Geschäftssegmente

382

548

-30

-27

Gesamt1)

3.533

3.751

-6

0

Umsatzentwicklung nach Segmenten im ersten Quartal

1) Bei Gesamtzahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

Währungsbereinigter Konzernumsatz nimmt in fast allen Regionen zu

Im ersten Quartal 2014 lag der währungsbereinigte Konzernumsatz in allen Regionen mit Ausnahme von Nordamerika über dem Vorjahresniveau. In Westeuropa blieb der währungsbereinigte Umsatz stabil; zweistelligen Umsatzsteigerungen in Deutschland und Polen standen Rückgänge in Italien und Großbritannien gegenüber. In den Europäischen Schwellenländern legte der währungsbereinigte Konzernumsatz, infolge zweistelliger Zuwächse in fast allen Märkten, um 28% zu. In Nordamerika ging der Umsatz auf währungsbereinigter Basis hauptsächlich aufgrund zweistelliger Rückgänge in den USA um 20% zurück. Der Umsatz in China erhöhte sich währungsbereinigt um 5%. In den Anderen Asiatischen Märkten blieb der währungsbereinigte Konzernumsatz stabil. Zuwächse in Indien und Südkorea wurden durch Rückgänge in Japan und Australien aufgehoben. In Lateinamerika wuchs der währungsbereinigte Umsatz mit zweistelligen Steigerungsraten in fast allen Märkten der Region, insbesondere in Argentinien, Brasilien, Mexiko und Kolumbien, währungsbereinigt um 19%. Währungseffekte wirkten sich negativ auf die Umsatzerlöse der Regionen in Euro aus.

 

 

Erstes Quartal 2014

Erstes Quartal 2013

Veränderung 

in €

Veränderung

währungsbereinigt

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

in %

Westeuropa

1.098

1.096

0

0

Europäische Schwellenländer

477

433

10

28

Nordamerika

680

890

-24

-20

China

419

409

2

5

Andere Asiatische Märkte

482

533

-10

0

Lateinamerika

377

390

-3

19

Gesamt1)

3.533

3.751

-6

0

Umsatzentwicklung nach Regionen im ersten Quartal

1) Bei Gesamtzahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

Bruttomarge des Konzerns verringert sich um 1,0 Prozentpunkte

Die Bruttomarge des Konzerns lag im ersten Quartal 2014 mit 49,1% um 1,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (2013: 50,1%). Diese Entwicklung war primär weniger günstigen Hedging-Kursen, geringeren Margen bei TaylorMade-adidas Golf aufgrund strategischer Änderungen in den Produkt- und Produkteinführungszyklen, negativen Effekten aus der Fremdwährungsabwertung und höheren Beschaffungskosten zuzuschreiben. Effekte aus der Währungsabwertung betrafen vor allem Russland/GUS, wo sich die deutliche Abwertung des russischen Rubels gegenüber dem Euro und dem US-Dollar negativ auf den Umsatz und das Bruttoergebnis auswirkte. Das Bruttoergebnis des Konzerns ging im ersten Quartal 2014 um 8% auf 1,736 Mrd. € zurück (2013: 1,881 Mrd. €).

Operative Marge geht auf 8,6% zurück

Das Betriebsergebnis des adidas Konzerns verringerte sich im ersten Quartal 2014 um 31% auf 303 Mio. € (2013: 442 Mio. €). Die operative Marge des Konzerns ging um 3,2 Prozentpunkte auf 8,6% zurück (2013: 11,8%). Das niedrigere Betriebsergebnis war größtenteils einem niedrigeren Ergebnisbeitrag von TaylorMade-adidas Golf, der sich mit 80 Mio. € auswirkte, und negativen Währungseffekten, die sich mit 50 Mio. € auswirkten, zuzuschreiben. In Euro stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2% auf 1,507 Mrd. € (2013: 1,482 Mrd. €). Gründe hierfür waren höhere Ausgaben im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten des Konzerns sowie gestiegene Sales-Working-Budget-Aufwendungen. Die Aufwendungen des Sales- und Marketing-Working-Budgets beliefen sich auf 444 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg um 2% gegenüber dem Vorjahreswert (2013: 437 Mio. €).

Finanzerträge steigen um 47%

Die Finanzerträge nahmen im ersten Quartal 2014 um 47% auf 7 Mio. € zu (2013: 4 Mio. €). Hauptgrund hierfür waren höhere Zinserträge.

Finanzaufwendungen erhöhen sich um 4%

Die Finanzaufwendungen nahmen im ersten Quartal 2014 um 4% auf 20 Mio. € zu (2013: 19 Mio. €). Dieser Anstieg war hauptsächlich negativen Währungseffekten zuzuschreiben.

Gewinn vor Steuern verringert sich um 32%

Der Konzerngewinn vor Steuern ging im ersten Quartal 2014 um 32% auf 290 Mio. € zurück (2013: 427 Mio. €). Der Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz verringerte sich aufgrund der niedrigeren operativen Marge um 3,2 Prozentpunkte auf 8,2% (2013: 11,4%).

Auf Anteilseigner entfallender Gewinn 34% unter dem Vorjahr

Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn verringerte sich im ersten Quartal 2014 auf 204 Mio. € (2013: 308 Mio. €).  Dies bedeutet einen Rückgang in Höhe von 34% gegenüber dem Vorjahreswert. Die Steuerquote des Konzerns stieg im ersten Quartal 2014 insbesondere aufgrund einer weniger günstigen Gewinnverteilung um 1,4 Prozentpunkte auf 28,9% (2013: 27,5%).

Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie gehen um 34% bzw. 35% zurück

Im ersten Quartal 2014 ging das unverwässerte Ergebnis je Aktie um 34% auf 0,98 € zurück (2013: 1,47 €). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie belief sich auf 209.216.186 (Durchschnitt im Jahr 2013: 209.216.186). Das verwässerte Ergebnis je Aktie lag mit 0,96 € um 35% unter dem Vorjahreswert (2013: 1,47 €). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie belief sich auf 215.233.140 (Durchschnitt im Jahr 2013: 209.216.186). Die Verwässerung resultierte aus zusätzlichen potenziellen Aktien, die im Zusammenhang mit der ausstehenden Wandelanleihe des Konzerns entstehen könnten.

Vorräte des Konzerns steigen währungsbereinigt um 18%

Die Vorräte des Konzerns lagen zum 31. März 2014 mit 2,505 Mrd. € um 7% über dem Vorjahresniveau (2013: 2,346 Mrd. €). Auf währungsbereinigter Basis nahmen die Vorräte um 18% zu. Dies reflektiert die Erwartung des Konzerns hinsichtlich eines Umsatzwachstums in den kommenden Quartalen und spiegelt zudem höhere Vorräte in Russland/GUS wider.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen währungsbereinigt um 2% über dem Vorjahr

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns gingen zum 31. März 2014 um 7% auf 2,176 Mrd. € zurück (2013: 2,328 Mrd. €). Währungsbereinigt stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2%.

Nettofinanzverbindlichkeiten erhöhen sich um 74 Mio. €

Die Nettofinanzverbindlichkeiten beliefen sich zum 31. März 2014 auf 254 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 74 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert (2013: 180 Mio. €), der vor allem auf die im ersten Quartal 2014 gestiegenen Investitionen zurückzuführen ist. Darüber hinaus wirkten sich Währungseffekte in Höhe von 12 Mio. € hier negativ aus. Das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA belief sich zum Ende März auf 0,2 (2013: 0,1).

adidas Konzern bestätigt Prognose für das Gesamtjahr 2014

Der Vorstand erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2014 währungsbereinigt im hohen einstelligen Bereich steigen wird. Insbesondere die großen Sportereignisse des Jahres werden sich positiv auf den Konzernumsatz auswirken. Als offizieller Partner der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ in Brasilien wird adidas die sichtbarste Marke des Turniers sein und von Rekordumsätzen in der Kategorie Fußball profitieren. Die starke Präsenz des adidas Konzerns in schnell wachsenden Schwellenländern sowie der weitere Ausbau des Einzelhandelssegments werden die Umsatzentwicklung des Konzerns ebenfalls unterstützen. Währungseffekte werden sich voraussichtlich deutlich negativ auf die Umsatzentwicklung in Euro auswirken.

Der Vorstand rechnet damit, dass die Bruttomarge im Jahr 2014 von 49,3% im Vorjahr auf einen Wert zwischen 49,5% und 49,8% ansteigen wird. Es wird mit Verbesserungen in den meisten Segmenten gerechnet. Die Bruttomarge wird von einem besseren Preis- und Produktmix sowie einer günstigeren regionalen Umsatzverteilung profitieren, da die Wachstumsraten in den Schwellenländern, die hohe Margen erzielen, über den Wachstumsraten in den reiferen Märkten liegen dürften. Des Weiteren wird die Marke Reebok die positive Entwicklung der Bruttomarge des Konzerns fördern. Diese positiven Effekte werden jedoch durch weniger günstige Hedging-Kurse im Vergleich zum Vorjahr, ungünstige Währungsentwicklungen in Schwellenländern wie Russland und Argentinien sowie steigende Lohnkosten bei den Umsatzkosten zum Teil aufgehoben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz dürften in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen (2013: 42,3%). Aufwendungen des Sales- und des Marketing-Working-Budgets im Verhältnis zum Umsatz werden im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich leicht steigen. Marketinginvestitionen werden sich auf große Sportveranstaltungen wie die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ und höchst innovative Produkteinführungen, vor allem in der Kategorie Running, konzentrieren. Zudem wird der Konzern die Wachstumsstrategie von Reebok für wichtige Fitnesskategorien unterstützen und dabei Partnerschaften wie CrossFit, Spartan Race und Les Mills bestmöglich nutzen. Der Vorstand erwartet, dass die Betriebsgemeinkosten im Verhältnis zum Umsatz im Jahr 2014 geringfügig unter dem Vorjahresniveau liegen werden. Höheren Aufwendungen im Einzelhandelssegment aufgrund der geplanten Eröffnung weiterer Einzelhandelsgeschäfte stehen Verbesserungen in anderen Bereichen gegenüber.

Die operative Marge des adidas Konzerns wird im Jahr 2014 voraussichtlich zwischen 8,5% und 9,0% liegen (2013 ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte: 8,7%). Die Steuerquote wird den Prognosen des Konzerns zufolge bei einem Wert von etwa 28,5% liegen und damit günstiger ausfallen als im Vorjahr (2013 ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte: 29,0%). Infolge dieser Entwicklungen geht der Vorstand davon aus, dass sich der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn auf einen Wert zwischen 830 Mio. € und 930 Mio. € belaufen wird (2013 ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte: 839 Mio. €). Dies entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie zwischen 3,97 € und 4,45 €.

Obwohl Währungen und deren Auswirkung auf unsere Ergebnisse weiterhin unser Sorgenkind bleiben, erwarte ich eine starke Performance im zweiten Quartal. Sie wird wegweisend für das nachhaltige Wachstum und die langfristige Dynamik unseres Konzerns sein. Noch in diesem Monat werden wir im Vorfeld der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014TM unsere bislang größte Fußballoffensive starten. Die Energie und Intensität unserer Kampagne und unserer Produktkonzepte senden ein klares Signal, wie schwungvoll wir bei der weiteren Umsetzung unserer strategischen Ambitionen und unserer Finanzziele für das Jahr 2014 vorgehen werden.

HERBERT HAINER, VORSTANDSVORSITZENDER DES ADIDAS KONZERNS