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Vorschlag der adidas Gruppe zum Umgang mit unethischen Fabrikschließungen

Herzogenaurach, 28. September 2012 - Für die adidas Gruppe ist es ein kontinuierliches und vorrangiges Ziel, die Interessen aller Beschäftigten weltweit, die an der Produktion unserer Schuhe und Bekleidung beteiligt sind, zu schützen. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Bemühungen unserer Branche zur Entwicklung nachhaltiger Geschäftspraktiken vorantreiben und Ansätze entwickeln, um die systemischen Ursachen für unethische Fabrikschließungen weltweit anzugehen und die betroffenen Arbeiter zu schützen.

Wir freuen uns, heute über eine wichtige Entwicklung im Rahmen dieser Bemühungen berichten zu können. Auf unsere Initiative hin wird das Weltforum für nachhaltige Beschaffungsketten ein Gipfeltreffen mit Herstellern, Finanzinstituten, Versicherungsexperten und anderen interessierten Parteien abhalten, um verschiedene Optionen zur Etablierung eines privaten Versicherungsfonds – „Provident Fund“ genannt – zu prüfen. Der Fonds soll Beschäftigte unterstützen, die von Fabrikschließungen oder nicht gezahlten Löhnen und Sozialleistungen betroffen sind. Das Gipfeltreffen, das in Zusammenarbeit mit dem Weltforum für nachhaltige Beschaffungsketten durchgeführt wird, findet Ende Oktober in der Schweiz statt. Mit diesem einzigartigen Schritt soll eine entscheidende Governance-Lücke geschlossen werden: Derzeit verfügen viele Länder zwar über Rechtsvorschriften, die Abfindungen vorsehen, aber nur sehr wenige verpflichten die Arbeitgeber zu Rückstellungen für eventuelle Abfindungszahlungen.

Seit 1997 arbeiten wir kontinuierlich an der Identifizierung der Ursachen für Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte und der Entwicklung effektiver, nachhaltiger Lösungen. Wir stehen im ständigen Dialog mit Hunderten von Fabriken entlang unserer Beschaffungskette, um faire Arbeitsbedingungen und gesunde und sichere Arbeitsplätze sicherzustellen. Wir prüfen, ob die Betriebe die Vorschriften einhalten und wie wirksam unsere Maßnahmen zur Lösung von Problemen sind. Dabei arbeiten wir mit anderen Marken, der Fair Labor Association, Regierungen und Aufsichtsbehörden sowie zivilgesellschaftlichen Gruppen zusammen. Bei führenden Nachhaltigkeitsindizes wie den Dow Jones Sustainability Indizes und dem FTSE4Good Index werden unsere Programme aufgrund ihres einzigartigen Lösungsansatzes als Best Practice angesehen. Anfang dieses Monats wurde die adidas Gruppe beispielsweise bereits zum 13. Mal in Folge in die Dow Jones Sustainability Indizes aufgenommen und zum neunten Mal als Branchenführer hinsichtlich Nachhaltigkeit und sozialer Unternehmensverantwortung in der Kategorie „Bekleidung, Accessoires & Schuhe“ eingestuft. Unabhängig von dieser Auszeichnung streben wir stets nach immer effektiveren Möglichkeiten, um Veränderungen herbeizuführen.

Wir schützen die Interessen der Beschäftigten weltweit, weil es ein wichtiger und richtiger Schritt ist – nicht nur aus geschäftlicher Sicht, sondern auch aus Überzeugung. Als Unternehmen gilt unser Mitgefühl den Arbeitern, die von der fragwürdigen Schließung der PT Kizone Fabrik in Indonesien betroffen sind. Neben dem Arbeitsvermittlungsprogramm und dem Lebensmittelhilfsprogramm im Wert von 250.000 $, die wir zur Unterstützung der ehemaligen Fabrikbeschäftigten vor Kurzem ins Leben gerufen haben, haben wir uns nun zu weiteren humanitären Leistungen im Wert von 275.000 $ verpflichtet, weil wir uns der nach wie vor schwierigen Lage der ehemaligen Kizone-Beschäftigten und ihrer Familien bewusst sind. Ungeachtet der Tatsache, dass wir unsere Geschäftsbeziehung zu dieser Fabrik bereits sechs Monate vor ihrer Schließung beendet hatten, fühlen wir uns als branchenführendes Unternehmen der Unterstützung der Betroffenen verpflichtet. Wir haben den ehemaligen PT Kizone Beschäftigten bereits mehr direkte Mittel zukommen lassen als jede andere Marke. Unsere humanitäre Hilfeleistung in Höhe von insgesamt 525.000 $, das von uns initiierte Arbeitsvermittlungsprogramm für ehemalige Arbeiter und unsere kontinuierliche Führungsposition bei der Förderung nachhaltiger Geschäftspraktiken unterstreichen unser Engagement bei der Etablierung globaler Arbeitsplatzstandards.