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Antwort des adidas Konzerns auf das Schreiben der Oxfam Kampagne: „adidas stop wearing us out“

Herzogenaurach, 17. Mai 2010 – Die Nichtregierungsorganisation OXFAM AUSTRALIA hat vor kurzem eine Kampagne gestartet („adidas stop wearing us out“/„adidas, hört auf, uns zu zermürben“), in der sie ihre Bedenken hinsichtlich der Rechte der Arbeiter und der Einstellungspraktiken bei den Zulieferbetrieben des adidas Konzerns in Indonesien äußert. OXFAM erhebt darin den Vorwurf, der adidas Konzern hätte Versprechen nicht erfüllt. Unsere Antwort darauf lautet wie folgt:
 
Wir unterstützen die Rechte der Arbeitnehmer uneingeschränkt. Wir überwachen und beraten seit mehr als zehn Jahren aktiv unsere Zulieferer, um sicherzustellen, dass sie die Freiheiten, Rechte und Ansprüche der Beschäftigten nicht einschränken. Sollten dennoch Schwierigkeiten auftreten, unternehmen wir unser Möglichstes und versuchen durch unseren Einfluss als Geschäftspartner Verbesserungen in den Fabriken unserer Zulieferer zu erreichen.
 
Für den adidas Konzern stellt die Einhaltung unserer „Workplace Standards“, die sich an die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation und der Menschenrechte anlehnen, eine Mindesterwartung dar. Deren Einhaltung ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl sowie der langfristigen Zusammenarbeit mit unseren Zulieferbetrieben und wird auch bei der Zuteilung von Aufträgen miteinbezogen.
 
Zu Oxfams konkreten Bedenken: Wir unterstützen weiterhin verbesserte Mechanismen zur Lohnfestsetzung in den Fabriken unserer Zulieferbetriebe, um sicherzustellen, dass die Arbeiter dort eine faire Entlohnung für ihre Arbeit erhalten. Die Löhne werden jedoch nicht vom adidas Konzern festgelegt. In Indonesien beispielsweise stehen die Löhne der Schuh- und Bekleidungsindustrie im engen Zusammenhang mit der Festlegung von Mindestlöhnen. Dies ist ein dreigliedriger Prozess, in den die Regierung, die Gewerkschaften vor Ort sowie die Arbeitgeberverbände involviert sind. Internationale Markenunternehmen werden in diesen Prozess nicht miteinbezogen.
 
Hinsichtlich der Einstellungsverfahren bei unseren Zulieferbetrieben wissen wir um die Schwachstellen der Praktiken. Wir pflegen eine transparente und offene Kommunikation und gewähren OXFAM Zugang zu Informationen und den betroffenen Fabriken. Bis vor kurzem war die Schuhindustrie in Indonesien in einer länger anhaltenden Konjunkturflaute: Einige Zeit vor Beginn der weltweiten Rezession gab es eine Reihe von Massenentlassungen, da Betriebe aufgrund von Insolvenz schließen mussten. In den letzten drei Jahren hat es nur sehr wenige offene Stellen für Arbeiter und zehntausende potenzielle Bewerber gegeben.
 
Ching Luh Indonesia (CLI), eine neu gegründete Fabrik zur Herstellung von Schuhen, ist hier eine Ausnahme gewesen. Trotz der Probleme rund um diese Neugründung hat das Unternehmen sein Bestes gegeben, um ehemalige Beschäftigte des insolventen Betriebes Spotec in ihren Einstellungsverfahren zu bevorzugen. Heute arbeiten circa 1.500 ehemalige Spotec Mitarbeiter bei Ching Luh Indonesia. 60 Prozent der Arbeitnehmer, die während der ersten Neugründungsphase der Fabrik rekrutiert wurden, sind ehemalige Spotec Arbeiter. CLI hatte keinerlei Verpflichtung, ehemalige Spotec Beschäftigte einzustellen. Sie stimmten diesem Prozess freiwillig zu, als Zeichen der Kulanz gegenüber dem adidas Konzern.
 
In den letzten drei Jahren hat die Sozial- und Umweltabteilung des adidas Konzerns explizit Mitarbeiter, die sich sonst um die Belange rund um die Themen Soziales, Gesundheit und Arbeitssicherheit der rund 130.000 Mitarbeiter in den Fabriken Indonesiens kümmern, gezielt dafür eingesetzt, Oxfams Besorgnis hinsichtlich der Arbeitssuche von einzelnen, in ihrer Kampagne genannten, Personen zu adressieren. Wir haben Stellenbewerber begleitet, die Bewerbungsprozesse in den Fabriken überprüft, zum Thema Stellenangebote innerhalb unseres Zuliefernetzes beraten, Untersuchungen infolge von Behauptungen der bevorzugten und/oder diskriminierenden Einstellungspraktiken eingeleitet und bei unseren Zulieferbetrieben darauf gedrängt, eventuell mangelhafte interne Systeme zu verbessern.
 
Wir erfüllen unsere Versprechen. Wir bemühen uns sicherzustellen, dass ehemalige Gewerkschaftsvertreter bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz bei unseren Zulieferbetrieben die gleiche Chance erhalten haben wie andere qualifizierte Stellenbewerber.