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Ergebnisse des ersten Quartals 2009

Ergebnisse des adidas Konzerns für das erste Quartal 2009 durch höhere Einstandspreise, Währungsabwertungseffekte und Restrukturierungskosten beeinflusst

  • Konzernumsatz im ersten Quartal währungsbereinigt um 6% zurückgegangen
  • Rückgang der Bruttomarge und der operativen Marge
  • Starker Fokus auf Reduzierung der Nettofinanzverbindlichkeiten im restlichen Verlauf des Jahres 2009

 

Währungsbereinigter Konzernumsatz geht im ersten Quartal um 6% zurück

Im ersten Quartal 2009 verringerte sich der Konzernumsatz aufgrund von niedrigeren Umsatzerlösen in allen Geschäftssegmenten auf währungsbereinigter Basis um 6%. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz lag in Euro im ersten Quartal 2009 mit 2,577 Mrd. € um 2% unter dem Vorjahr (2008: 2,621 Mrd. €).

„Wir mussten uns im ersten Quartal 2009 einer ganzen Reihe von konjunktur- und marktbedingten Herausforderungen stellen“, sagt Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der adidas Gruppe. „Höhere Einstandspreise, Währungsabwertungseffekte und Restrukturierungskosten haben unsere Ergebnisse wesentlich beeinträchtigt. Einige dieser Faktoren werden zwar im weiteren Verlauf des Jahres wieder auftreten, ich bin aber überzeugt, dass wir einen Großteil dieser Effekte damit hinter uns haben werden.“

Währungsbereinigter Konzernumsatz geht in allen Segmenten zurück

Der währungsbereinigte Umsatz im adidas Segment verringerte sich im ersten Quartal 2009 um 6%. Hauptgrund hierfür war ein Rückgang in der Kategorie Fußball resultierend aus dem Wegfall von hohen Vorjahresumsätzen im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2008™. Im Reebok Segment lag der währungsbereinigte Umsatz um 4% unter dem Vorjahr. Zweistellige Umsatzzuwächse in der Kategorie Women wurden durch Rückgänge in den meisten anderen Kategorien mehr als aufgehoben. Bei TaylorMade-adidas Golf ging der währungsbereinigte Umsatz aufgrund von Rückgängen in allen wichtigen Kategorien um 6% zurück. Diese Entwicklung wurde allerdings durch die Konsolidierung der Umsatzerlöse von Ashworth zum Teil ausgeglichen.

Währungseffekte wirkten sich in allen Segmenten positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Umsatz von adidas ging in Euro im ersten Quartal 2009 um 3% auf 1,917 Mrd. € zurück (2008: 1,968 Mrd. €). Bei Reebok stieg der Umsatz um 1% auf 458 Mio. € (2008: 454 Mio. €). Der Umsatz von TaylorMade-adidas Golf nahm um 2% auf 194 Mio. € zu (2008: 191 Mio. €).

 

Erstes Quartal 2009

Erstes Quartal 2008

Veränderung       in €

Veränderung währungs-bereinigt

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

in %

adidas

1.917

1.968

-3

-6

Reebok

458

454

1

-4

TaylorMade-adidas Golf

194

191

2

-6

Zentralbereiche/Kons.

8

8

-2

-10

Gesamt

2.577

2.621

-2

-6

Umsatzwachstum nach Segmenten im ersten Quartal

 

Währungsbereinigter Konzernumsatz verringert sich in fast allen Regionen

Der währungsbereinigte Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2009 in allen Regionen außer Lateinamerika unter dem Vorjahr. In Europa ging der Konzernumsatz währungsbereinigt um 5% zurück. Verantwortlich hierfür waren Rückgänge in den meisten wichtigen Ländern aufgrund des Wegfalls der Umsätze im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2008™. In Nordamerika verringerte sich der Konzernumsatz aufgrund der niedrigeren Konsumnachfrage und des Lagerabbaus im Einzelhandel in den USA währungsbereinigt um 17%. In Asien ging der Konzernumsatz aufgrund von Rückgängen in Japan und China währungsbereinigt um 6% zurück. In Lateinamerika legte der Umsatz währungsbereinigt mit zweistelligen Zuwächsen in den meisten wichtigen Märkten der Region um 31% zu. Diese Entwicklung wurde durch die neuen Reebok Gesellschaften in Brasilien/Paraguay und Argentinien unterstützt.

In Euro ging der Konzernumsatz in Europa im ersten Quartal 2009 um 6% auf 1,175 Mrd. € zurück (2008: 1,249 Mrd. €). Der Umsatz in Nordamerika verringerte sich um 7% auf 538 Mio. € (2008: 578 Mio. €). In Asien stieg der Umsatz im ersten Quartal 2009 um 6% auf 628 Mio. € (2008: 594 Mio. €). Lateinamerika verzeichnete einen Umsatzanstieg um 23% auf 218 Mio. € (2008: 177 Mio. €).

 

Erstes Quartal 2009

Erstes Quartal 2008

Veränderung       in €

Veränderung währungs-bereinigt

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

in %

Europa

1.175

1.249

-6

-5

Nordamerika

538

578

-7

-17

Asien

628

594

6

-6

Lateinamerika

218

177

23

31

Gesamt[1]

2.577

2.621

-2

-6

Umsatzwachstum nach Regionen im ersten Quartal


[1] Beinhaltet Zentralbereiche/Konsolidierung.

 

Bruttomarge durch höhere Einstandskosten negativ beeinflusst

Die Bruttomarge des Konzerns lag im ersten Quartal 2009 mit 45,2% um 4,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahr (2008: 49,1%). Diese Entwicklung war vor allem auf höhere Einstandskosten, Währungsabwertungseffekte insbesondere beim russischen Rubel sowie ein sehr wettbewerbsintensives Einzelhandelsumfeld zurückzuführen. Infolgedessen verringerte sich das Bruttoergebnis des Konzerns im ersten Quartal 2009 um 10% auf 1,164 Mrd. € (2008: 1,288 Mrd. €).

Operative Marge um 8,5 Prozentpunkte zurückgegangen

Die operative Marge des Konzerns lag im ersten Quartal 2009 mit 2,2% um 8,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahr (2008: 10,8%). Der Rückgang der operativen Marge war auf die niedrigere Bruttomarge des Konzerns sowie höhere sonstige betriebliche Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz stiegen im ersten Quartal 2009 vor allem infolge höherer Aufwendungen zur Unterstützung der Entwicklung des Konzerns in Schwellenländern um 4,7 Prozentpunkte auf 44,7% (2008: 40,0%). Kosten im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen bei Reebok, höhere Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen sowie die Integration des Ashworth Geschäfts trugen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. Diese Einmaleffekte und der Wegfall von Buchgewinnen aus dem Vorjahr wirkten sich in einem Betrag von 80 Mio. € auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen per Saldo aus. Infolgedessen sank das Betriebsergebnis des Konzerns um 79% auf 58 Mio. € (2008: 282 Mio. €).

Gewinn vor Steuern verringert sich um 97%

Der Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz ging im ersten Quartal 2009 um 9,2 Prozentpunkte auf 0,3% zurück (2008: 9,6%). Verantwortlich für diese Entwicklung waren der Rückgang der operativen Marge und höhere Nettofinanzaufwendungen. Die Nettofinanzaufwendungen wurden durch Währungsverluste resultierend aus der Neubewertung von Bilanzpositionen in Fremdwährungen in Höhe von 19 Mio. € negativ beeinflusst. Der Konzerngewinn vor Steuern verringerte sich um 97% auf 9 Mio. € (2008: 250 Mio. €).

Auf Anteilseigner entfallender Gewinn sinkt um 97%

Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn sank im ersten Quartal 2009 um 97% auf 5 Mio. € (2008: 169 Mio. €). Hauptgrund für diese Entwicklung war das niedrigere Betriebsergebnis des Konzerns. Die Steuerquote des Konzerns stieg im ersten Quartal 2009 vor allem infolge einer ungünstigeren regionalen Gewinnverteilung im gesamten Konzern um 19,7 Prozentpunkte auf 51,7% (2008: 32,0%).

Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie gehen um 97% bzw. 95% zurück

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ging im ersten Quartal 2009 um 97% auf 0,02 € zurück (2008: 0,84 €). Das verwässerte Ergebnis je Aktie verringerte sich im ersten Quartal 2009 um 95% auf 0,04 € (2008: 0,79 €).

Vorräte des Konzerns steigen währungsbereinigt um 18%


Die Vorräte des Konzerns stiegen zum Ende des ersten Quartals 2009 währungsbereinigt um 18%. In Euro nahmen die Vorräte um 28% auf 2,016 Mrd. € zu (2008: 1,578 Mrd. €). Dies war in erster Linie eine Folge der niedrigeren Konsumnachfrage im Vergleich zu den Erwartungen des Konzerns zum Zeitpunkt der Produktionsplanungsphase für die erste Jahreshälfte 2009. Darüber hinaus trugen die neuen Gesellschaften von Reebok in Lateinamerika sowie die Konsolidierung des Ashworth Geschäfts, das im November 2008 erworben wurde, zu diesem Anstieg bei. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen währungsbereinigt um 11%. In Euro nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 15% auf 1,884 Mrd. € zu (2008: 1,645 Mrd. €). Dieser Anstieg reflektiert den verlangsamten Zahlungseingang aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in einigen Märkten. Die neuen Gesellschaften von Reebok in Lateinamerika sowie die Konsolidierung des Ashworth Geschäfts trugen ebenfalls zu diesem Anstieg bei.

Nettofinanzverbindlichkeiten um 810 Mio. € gestiegen

Am 31. März 2009 beliefen sich die Nettofinanzverbindlichkeiten auf 2,883 Mrd. € (2008: 2,073 Mrd. €). Das entspricht einem Anstieg um 810 Mio. € bzw. 39%. Hauptgrund für die gestiegenen Nettofinanzverbindlichkeiten war ein höherer Bedarf an kurzfristigem Betriebskapital. Seit dem 31. März 2008 wurden liquide Mittel in Höhe von 275 Mio. € für das mittlerweile abgeschlossene Aktienrückkauf¬programm verwendet. Währungseffekte wirkten sich in Höhe von 136 Mio. € negativ auf die Nettofinanzverbindlichkeiten aus. Infolgedessen stieg der Verschuldungsgrad des Konzerns zum Ende des ersten Quartals 2009 auf 81,8% (2008: 72,9%).

Geschäftsaussichten für den Konzern durch ungewisse gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinflusst

Die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung der Weltwirtschaft und der Sportartikelbranche im Jahr 2009 sind von einem hohen Grad an Ungewissheit geprägt. Daher ist es weiterhin schwierig vorauszusagen, welche Auswirkung die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen weltweit auf die Geschäftsaussichten für den adidas Konzern haben könnten, insbesondere im Hinblick auf die zweite Jahreshälfte. Es ist vor allem schwierig, die potenziellen Auswirkungen negativer Währungseffekte auf Umsatz und Gewinn des Konzerns zu quantifizieren.

Konzernumsatz geht voraussichtlich im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich zurück

Der Konzern erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2009 währungsbereinigt im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich zurückgehen wird. Für die Marke adidas wird ein Umsatzrückgang auf währungsbereinigter Basis im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich prognostiziert. Der Konzern rechnet damit, dass der Umsatz im Reebok Segment im Vorjahresvergleich währungsbereinigt mindestens stabil bleiben wird. Bei TaylorMade-adidas Golf wird der Umsatz auf währungsbereinigter Basis voraussichtlich im niedrigen einstelligen Bereich steigen, unterstützt durch die Konsolidierung von Ashworth für den gesamten Zwölf-Monatszeitraum.

Ergebnis je Aktie des Konzerns in 2009 voraussichtlich rückläufig

Für das Jahr 2009 erwartet der Konzern einen Rückgang der Bruttomarge. Ein vom Preisdruck geprägtes Umfeld in reifen Märkten sowie voraussichtlich höhere Beschaffungskosten, insbesondere in der ersten Jahreshälfte, aufgrund gestiegener Rohmaterial- und Lohnkosten werden zu dieser Entwicklung beitragen. Währungsabwertungseffekte, insbesondere durch die Wertminderung des russischen Rubels, werden im Jahr 2009 voraussichtlich eine erheblich negative Auswirkung auf die Bruttomarge haben. Der Konzern geht davon aus, dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz steigen werden. Höhere Aufwendungen für Initiativen im Zusammenhang mit selbst kontrollierten Verkaufsflächen in den Segmenten adidas und Reebok sowie Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen werden maßgeblich zu dieser Entwicklung beitragen.

Aufgrund des erwarteten Rückgangs der Bruttomarge des Konzerns und des prognostizierten Anstiegs der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz geht der Konzern von einem Rückgang der operativen Marge und des Ergebnisses je Aktie aus. Der Konzern erwartet, dass das Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr 2009 in etwa auf Break-even-Niveau liegen wird. In der zweiten Jahreshälfte wird das Ergebnis je Aktie allerdings wieder deutlich positiv sein, jedoch nicht das Niveau des Vorjahres erreichen. Die Gründe für diese erwartete Verbesserung werden ein langsamerer Anstieg der Einstandskosten und positive Impulse im Vorfeld der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ sein. Im Jahr 2009 wird das Ziel des Konzerns, die Nettofinanzverbindlichkeiten zu reduzieren, weiterhin hohe Priorität haben. Ein striktes Management des kurzfristigen Betriebskapitals, insbesondere durch die Kontrolle der Vorräte, und disziplinierte Investitionstätigkeit dürften dazu beitragen, den Free Cashflow des Konzerns zu optimieren und somit dieses Ziel zu erreichen.

Herbert Hainer: „Wir spüren die Auswirkungen des Konjunkturabschwungs in vielen unserer wichtigen Märkte. Allerdings ist unser Konzern für diese herausfordernde Zeit gut positioniert, und wir packen die Dinge richtig an, um unser Unternehmen auf einem langfristigen Wachstumspfad zu halten. Unser größtes Kapital in dieser und jeder anderen Situation ist die Stärke unserer Marken und unsere Entschlossenheit, den Konsumenten ein einzigartiges Markenerlebnis zu bieten. Wir werden das ganze restliche Jahr hindurch intensiv daran arbeiten, unsere Marken zu stärken und gleichzeitig eine Reihe von Initiativen ergreifen, um unseren Konzern für nachhaltiges, langfristiges Wachstum zu positionieren.“