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Position zur ,Dream for Darfur’-Kampagne

Herzogenaurach, 24. April 2008 – Die Tatsache, dass China die Olympischen Spiele 2008 ausrichtet, hat viele internationale Organisationen veranlasst, das Land wegen seiner Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung zu kritisieren. ,Dream for Darfur’ ist eine dieser Kampagnen, deren Ziel es ist, durch die Olympischen Spiele auf die sich anbahnende humanitäre Katastrophe und die spezielle Verbindung zwischen dem Sudan und China hinzuweisen. Der adidas Konzern wurde dazu aufgefordert, sich hinsichtlich der Situation in Darfur an das chinesische Olympische Komitee und an die chinesische Regierung zu wenden und diese zu einer stärkeren Rolle bei der Lösung des Darfur Konflikts zu drängen. Im Folgenden möchten wir unsere Position darlegen.

Der Standpunkt des adidas Konzerns

Wenn ein Stakeholder oder eine Interessengruppe mit einer Frage oder einem Problem an uns herantritt, ist unsere Vorgehensweise ganz klar: wir nehmen Kontakt auf, wir hören zu, wir bemühen uns, die Hintergründe der Angelegenheit zu verstehen, und wir werden aktiv, wo es in unserer Macht steht.
 
Als ein internationales Unternehmen ist sich der adidas Konzern der Bedeutung des Schutzes der Menschenrechte bewusst. Wir glauben auch, dass der Privatsektor eine bedeutende Rolle bei der Umsetzung dieses Ziels spielen kann. Wir sehen allerdings auch unsere Grenzen der Einflussnahme, Veränderungen auf der Weltbühne herbeizuführen. Daher konzentrieren wir unsere Bemühungen vor allem auf die Bereiche, wo wir aktiv Veränderungen herbeiführen können. Wir sind zum einen bestrebt, verantwortlich und nachhaltig tätig zu sein. Zum anderen richten wir unsere Bemühungen zum Schutz von Menschenrechten und fairer Arbeits- sowie verträglicher Umweltbedingungen insbesondere auf unsere eigenen Mitarbeiter sowie auf die Beschäftigten der Zulieferbetriebe, die unsere Produkte herstellen.
 
Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsprogramms arbeiten wir nicht nur eng mit dem Management und den Arbeitern der Zulieferfirmen zusammen, sondern auch mit Hilfs- und Nichtregierungsorganisationen vor Ort. Darüber hinaus nehmen wir an zahlreichen Initiativen teil, deren Ziel es ist, einen direkten Dialog mit den lokalen Regierungen herbeizuführen, um Problembereiche anzusprechen und Verbesserungen voranzutreiben. Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, die unseren Einsatz für Arbeits- und Menschenrechte verdeutlichen, sind unser Aufruf an die Regierung von Kambodscha zur unnachgiebigen Verfolgung von Straftaten an Gewerkschaftsführern, unser Appell an die philippinische Regierung, Gewerkschaftsmitglieder gegen Diskriminierung zu schützen, wie auch unser anhaltendes Engagement gegenüber den Behörden in Indonesien oder El Salvador, zugesicherte Arbeitsrechte der Beschäftigten zu schützen.

Die Dream for Darfur’-Kampagne

Das Ziel der ,Dream for Darfur’-Kampagne ist prinzipiell lobenswert – der Schutz der Zivilbevölkerung und der Entwicklungshelfer im Krisengebiet Darfur. Um dieses Ziel zu erreichen, möchten die Aktivisten Druck auf das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die chinesische Regierung ausüben. ,Dream for Darfur’ ist der Meinung, dass die chinesische Regierung entsprechenden Einfluss auf die sudanesische Regierung nehmen kann, damit sie Friedenstruppen ins Land lässt, und dass die Olympischen Sponsoren wiederum die Möglichkeit haben, Chinas Außenpolitik zu beeinflussen.
 
Wir haben dem ,Dream for Darfur’-Komitee geantwortet und unseren Standpunkt dargelegt. Wir glauben nicht, dass die adidas Gruppe solch großen politischen Einfluss hat, wie er uns von Seiten der Kampagne beigemessen wird, oder dass wir eine legitime Rolle spielen können im Diskurs der Kampagne mit der Regierung Chinas und des Sudans. Daher haben wir es abgelehnt, an das IOC oder an das Olympische Organisationskomitee in Peking zu schreiben.
 
Wir teilen die Besorgnis für die Menschen, die von den Konflikten in Darfur betroffen sind. Wir sind jedoch der Meinung, dass supranationale Organisationen wie die Vereinten Nationen mit ihrem spezifischen Mandat zum Schutz der Menschenrechte und deren Förderung in einer deutlich besseren Position sind, um die Lage vor Ort zu untersuchen, Ursachen zu ermitteln und Lösungen zu entwickeln, als ein Sportartikelunternehmen wie die adidas Gruppe.
 
Wir haben uns an das Auswärtige Amt und die deutsche Arbeitgebervereinigung gewandt, um ihre Einschätzung der Situation in Darfur zu erhalten. Nach eingehender Prüfung der Informationen vom Auswärtigen Amt über die Lage in der Krisenregion haben wir ein Schreiben an den Hochkommissar für Menschenrechte sowie den Generalsekretär des Global Compact der Vereinten Nationen verfasst mit dem ausdrücklichen Appell, die UN-Resolution 1769 zeitgerecht umzusetzen und die Entsendung von UN-Friedenstruppen in das Krisengebiet nicht weiter zu verzögern. Wir sehen dies als grundlegenden Schritt zur Befriedung des Landes als auch zum Schutz der betroffenen Zivilbevölkerung.

Die ,Dream for Darfur’-Kampagne hat diesen Schritt der adidas Gruppe, welcher unser Bekenntnis zur Einhaltung der Menschenrechte unterstreicht, in der Öffentlichkeit als vorbildlich gewürdigt.