Diese Webseite wurde unter Verwendung modernster Techniken und Technologien umgesetzt. Leider unterstützt Ihre Browser-Version nicht alle dieser Technologien.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um die Webseite korrekt darstellen und alle Funktionen nutzen zu können.

OK, verstanden
Ihre Lesezeichen

Personalisieren Sie. Hier können Sie Ihre persönlichen Lesezeichen abspeichern. Um Lesezeichen hinzuzufügen klicken Sie bitte auf den Stern in der unteren rechten Ecke der Kacheln oder am unteren Rand jeder Seite.

SeitentitelBereichAngelegt amAuswählen
Sie haben noch keine Lesezeichen hinzugefügt.

Stellungnahme zum Oxfam Bericht "We are not machines" in Bezug auf Arbeitsbedingungen in Indonesien

Hintergründe

adidas-Salomon ist an den Ansichten und Meinungen aller Stakeholder interessiert. Deshalb haben wir den Report von Oxfam Australia sehr eingehend studiert. Wir haben ein gemeinsames Anliegen: das Wohl und die Sicherheit der Arbeitnehmer, die unsere Produkte herstellen.
 
Unser Verhaltenskodex in Form der "Standards of Engagement" (SOE) verlangt von unseren Zulieferern, dass sie sich an die grundlegenden Beschäftigungsstandards halten, wie sie von der International Labour Organisation (ILO) und anderen Organisationen definiert werden. Um sicherzustellen, dass die SOE in den Betrieben unserer Zulieferer umgesetzt werden, haben wir ein 30-köpfiges internationales Team zusammengestellt, das Fabriken inspiziert, zusammen mit den Zulieferern Aktionspläne entwickelt und eine kontinuierliche Verbesserung vorantreibt. In Indonesien, einem unserer wichtigsten Zulieferländer, verfügen wir über zwei SOE-Teammitglieder: einen Spezialisten für Beschäftigungsstandards sowie einen für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Weitere Teammitglieder besuchen die Betriebe, um das SOE-Programm zu unterstützen. Außerdem verlangen wir im Rahmen unserer Mitgliedschaft in der Fair Labour Association regelmäßige Kontrollen unserer Zulieferbetriebe in Indonesien durch unabhängige Inspektoren.
 
Der Bericht erkennt zwar an, dass in den letzten beiden Jahren Verbesserungen in den Fabriken unserer Zulieferer durchgeführt wurden, vermittelt jedoch kein ganz ausgewogenes Bild. Zum Beispiel werden die Ergebnisse unserer Arbeit nicht entsprechend gewürdigt. In folgenden Bereichen konnten wir Fortschritte erzielen:

Gewerkschaftsfreiheit

Das Recht der Arbeitnehmer, sich zu organisieren und ihre Ansichten der Geschäftsführung vorzutragen, ist einer der Kerngrundsätze unserer Standards, für den wir uns voll und ganz einsetzen. Wenn in einer Fabrik ein Klima herrscht, das Koalitionsfreiheit und freie Tarifverhandlungen fördert, lassen sich viele Arbeitnehmerprobleme lösen. Als ein Konzern mit Gewerkschaftsvertretern im Aufsichtsrat und einem aktiven Betriebsrat sind wir uns der Bedeutung von Arbeitnehmervereinigungen durchaus bewusst. Infolge unserer Bemühungen lassen einige unserer Zulieferer in Indonesien mittlerweile freie Gewerkschaften neben oder anstelle der staatlichen Gewerkschaft SPSI zu. Mit dem Wissen, dass einige Zulieferer noch nicht einsehen, wie wichtig freie Arbeitnehmervereinigungen sind, bemühen wir uns laufend, durch Schulung und Beratung eine Bewusstseinsänderung herbeizuführen.
 
Der Fall von Frau Ngadinah, die aufgrund ihrer Beteiligung an Streikaktionen für kurze Zeit verhaftet wurde, wird in dem Report ebenfalls angesprochen. Auch hier werden die Anstrengungen von adidas-Salomon nicht ausreichend gewürdigt, nämlich dass wir persönlich und schriftlich bei den zuständigen Behörden vorstellig wurden, um uns für einen fairen Prozess und die Wiedereinstellung von Frau Ngadinah einzusetzen. Im Anschluss an diesen Fall organisierten wir mit Unterstützung der ILO und des indonesischen Arbeitsministeriums einen Workshop, um die Kommunikation zwischen Gewerkschaften und Fabrikleitung in allen unseren Schuhfabriken zu verbessern. Hierzu luden wir Mehrheits- und Minderheitsgewerkschaften ein.
 
Der Wortlaut unserer Herstellerverträge mit Zulieferern macht deutlich, dass wir keine Repressalien gegen Arbeitnehmer dulden, die in gesetzlich zugelassenen Arbeitnehmerorganisationen aktiv sind. Die im Report erwähnte Verminderung der Arbeitnehmerbedrohung ist teilweise hierauf zurückzuführen.

Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Der Bericht zieht Sicherheits- und Gesundheitsinformationen heran, die zwei bis drei Jahre alt sind. Die wesentlichen Fortschritte, die im vergangenen Jahr in Bezug auf die Luftqualität in unseren Zulieferbetrieben gemacht wurden, werden nicht erwähnt. Während im Vorjahr noch 70 Gramm Lösungsmittel (flüchtige organische Verbindungen) für die Herstellung von einem Paar Schuhe verbraucht wurden, waren es 2001 im Mittel nur noch 40 Gramm. 2002 wird dieser Wert weiter reduziert, und zwar auf rund 25 Gramm pro Paar. Damit entspricht die Luftqualität in den Fabriken mindestens den einschlägigen internationalen Normen. Die Experten für Sicherheit und Gesundheit in unserem Team arbeiten mit Fabriken in Bezug auf Aspekte wie Brandschutz und Maschinensicherheit zusammen, um Unfälle auf das einzige akzeptable Niveau zu reduzieren - nämlich Null.

Arbeitszeit

Der Report gibt an, dass in Bezug auf die Reduzierung der Arbeitszeit auf 45 bis 60 Wochenstunden Fortschritte gemacht wurden. Nicht erwähnt wird jedoch, dass dies auf eine Effizienzsteigerung zurückzuführen war. Dies hatte eine Reduzierung der Mitarbeiterfluktuation zur Folge und sorgte für eine höhere Produktivität und Zufriedenheit der Arbeitnehmer.

Löhne

Der allen Arbeitnehmern unserer Zulieferer gezahlte Mindestlohn wurde im Januar 2002 um 38% erhöht und hält damit besser mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten Schritt als bisher. Unsere Standards verlangen, dass Arbeitnehmer genug verdienen müssen, um ihren Grundbedarf sowie darüber hinaus einige zusätzliche Ausgaben abzudecken. Dies lässt sich am besten erreichen, indem sichergestellt wird, dass den Arbeitern das ihnen gesetzlich zustehende Überstundengeld gezahlt wird. In Indonesien sind die Löhne der Fabrikarbeiter mit den Gehältern von Lehrern und Universitätsprofessoren vergleichbar.

Schlussfolgerung

Vorbehaltlich eines politischen Zusammenbruchs wird adidas-Salomon auch weiterhin Produkte in Indonesien einkaufen. Wir haben umfangreiche Investitionen getätigt, um neue Produkte zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Fabriken effizienter arbeiten, ihre Arbeiter fairer behandeln und eine sichere Arbeitsumgebung für sie bereitstellen.