Diese Webseite wurde unter Verwendung modernster Techniken und Technologien umgesetzt. Leider unterstützt Ihre Browser-Version nicht alle dieser Technologien.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um die Webseite korrekt darstellen und alle Funktionen nutzen zu können.

OK, verstanden
Ihre Lesezeichen

Personalisieren Sie. Hier können Sie Ihre persönlichen Lesezeichen abspeichern. Um Lesezeichen hinzuzufügen klicken Sie bitte auf den Stern in der unteren rechten Ecke der Kacheln oder am unteren Rand jeder Seite.

SeitentitelBereichAngelegt amAuswählen
Sie haben noch keine Lesezeichen hinzugefügt.

Stellungnahme zu dem Bericht 'Global March Against Child Labour' über Fußballnähereien in Pakistan

Herzogenaurach, 28. Mai 2002 - Seitens der 'Global March Against Child Labour' Kampagne wurden Anschuldigungen erhoben, die das Thema Kinderarbeit in Fußballnähereien in Pakistan zum Gegenstand haben.
 
adidas-Salomon weist kategorisch die Vorwürfe der 'Global March Kampagne' zurück und erklärt unmißverständlich, dass offizielle adidas Fußbälle nicht von minderjährigen Arbeitern genäht worden sind, wie von der 'Global March' Kampagne in ihrem jüngsten Bericht behauptet wird. Basierend auf unseren Nachforschungen stellen wir fest, dass es sich bei den im 'Global March' Report abgebildeten Fußbällen eindeutig um Produktfälschungen handelt. Die Anschuldigungen seitens der Global March Kampagne basieren auf äußerst oberflächlichen Recherchen und entbehren jeglicher Grundlage.
 
Der Report beinhaltet zudem eine Reihe sachlicher Ungenauigkeiten. Beispielsweise wurde bzw. wird keiner der in Pakistan hergestellten adidas-Fußbälle während der Fußballweltmeisterschaften 1998 oder 2002 verwendet. Alle Spielbälle der Weltmeisterschaft sind in Deutschland und Marokko hergestellt worden. Ausschließlich die 'World Cup Replica' Bälle für den internationalen Markt wurden in Pakistan gefertigt.
 
Die Produktion von adidas Fußbällen in Pakistan wird von einem engagierten Team mit Sitz in Sialkot überwacht. Diese Mitarbeiter kontrollieren und prüfen unsere Geschäftspartner auf die Einhaltung der 'Standards of Engagement' - unseres Verhaltenskodex. Unsere 'Standards of Engagement' verbieten Kinderarbeit bei der Fertigung unserer Produkte, und die Durchsetzung dieser Vorschrift wird strengstens verfolgt.

Mit welchen speziellen Maßnahmen schützt sich adidas-Salomon gegen den Einsatz von Kinderarbeit in Pakistan?

Zunächst einmal begrenzen wir die Anzahl der Zulieferer und damit ebenso die möglichen Nähzentren. Alle Produktionsstätten werden entsprechend unserer Arbeits-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards überprüft, bevor sie zur Benutzung freigegeben werden. Darüber hinaus ist jedes Nähzentrum dazu verpflichtet, an dem IPEC Überwachungsprogramm der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) teilzunehmen. Dieses mehr-stufige System bedeutet, dass die Altersnachweise der Arbeiter in den Nähzentren regelmäßig von unseren Zulieferern, von unseren eigenen lokalen Mitarbeitern und von den unabhängigen Kontrolleuren der IAO überprüft werden. Die Qualität und Wirksamkeit dieses Systems hat sich bewährt: in den fünf Jahren, in denen die IAO unsere Zulieferer überwacht, hat sie keinen einzigen Fall von Kinderarbeit feststellen können.
 
Auf Grund seiner strengen Vorschriften unterhält adidas-Salomon zur Zeit Geschäftsbeziehungen nur zu vier zugelassenen Produktionspartnern in Pakistan, die alle in Sialkot ansässig sind. Jeder dieser Zulieferer fertigt Ballkomponenten (mehreckige Einzelteile und Ballblasen), die zu den entsprechenden Nähzentren geliefert und dort zu Fußbällen verarbeitet werden. In einigen Fällen liegen die Nähzentren auf dem Grundstück der Hauptfabrik oder aber in der Nähe dieser Fabrik. Die fertigen Bälle werden zum Qualitätstest zurück in die Fabrik gebracht, um anschließend gereinigt, verpackt und versandt zu werden.
 
Um zu verhindern, dass adidas Produkte an anderen, nicht eingetragenen Standorten hergestellt werden, haben wir außerdem ein System zur Produktverfolgung eingerichtet. Das System vergleicht die Anzahl der Balleinzelteile mit den Produktions- und Auslieferungsnachweisen sowie den Lohnzetteln der Beschäftigten eines jeden Nähzentrums. Diese Belege werden regelmäßig von unseren lokalen adidas Mitarbeitern überprüft.
 
Um Kinderarbeit zu bekämpfen und dauerhafte Veränderungen herbeizuführen, hat die Fußballindustrie in Sialkot mehr als nur präventive Maßnahmen in Form von unabhängigen Überwachungsmaßnahmen verlangt. Das Überwachungsgremium, welches sich aus Vertretern der IAO, von UNICEF und der Nicht-Regierungsorganisation 'Save the Children' zusammensetzt, hat versucht, die Grundursachen des Problems heraus zu arbeiten. Dazu hat es in Zusammenarbeit mit einer Reihe von lokalen Organisationen und der Industrie Maßnahmen entwickelt, um das Problembewußtsein zu steigern und den Kindern vor Ort sozialen Schutz sowie eine Ausbildung zu ermöglichen. adidas-Salomon hat dieses Projekt durch die direkte Finanzierung eines Ausbildungsprogramms gefördert, dessen Leitung in den Händen der lokalen Nichtregierungsorganisation 'Sudhaar' liegt. Sudhaar hat seine Bemühungen zur Verbesserung der Ausbildungsqualität auf Schulen konzentriert, die in jenen Dörfern angesiedelt sind, wo es eine hohe Konzentration von Familien gibt, die Fußbälle nähen. Bei diesem Ausbildungsprogramm, welches im Februar 1998 in Partnerschaft mit der Nicht-Regierungorganisation 'Save the Children-England' aufgebaut worden ist, handelt es sich um ein fortlaufendes Projekt.
 
Abschließend ist festzuhalten, dass der Bericht der 'Global March Kampagne' es vermissen lässt, ein ausgewogenes Bild des Fortschritts in Bezug auf die Bekämpfung von Kinderarbeit im Bereich der Fußballnähindustrie in Sialkot zu zeichnen. Darüber hinaus zieht der Bericht falsche und böswillige Schlußfolgerungen, basierend auf dem Nachweis, dass es sich bei den gezeigten Fußbällen um Fälschungen handelt, die in Dörfern genäht worden sind, die 250 Meilen von den Orten entfernt liegen, aus denen adidas seine Produkte bezieht.