Diese Webseite wurde unter Verwendung modernster Techniken und Technologien umgesetzt. Leider unterstützt Ihre Browser-Version nicht alle dieser Technologien.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um die Webseite korrekt darstellen und alle Funktionen nutzen zu können.

OK, verstanden
Ihre Lesezeichen

Personalisieren Sie. Hier können Sie Ihre persönlichen Lesezeichen abspeichern. Um Lesezeichen hinzuzufügen klicken Sie bitte auf den Stern in der unteren rechten Ecke der Kacheln oder am unteren Rand jeder Seite.

SeitentitelBereichAngelegt amAuswählen
Sie haben noch keine Lesezeichen hinzugefügt.

adidas-Salomon 1999: Betriebs- und Vorsteuerergebnis auf Rekordniveau - Gewinn je Aktie um 11 Prozent verbessert -Dividendenerhöhung vorgeschlagend

Umsatzerlöse überschreiten erstmals 10 Milliarden DM

Herzogenaurach, den 03.02.2000 - 1999 hat adidas-Salomon die konsolidierten Umsatzerlöse um 6 Prozent auf 10,5 Milliarden DM gesteigert. Am kräftigsten, mit 25 Prozent, nahmen die Umsätze der Marke Salomon zu. Die Marke Taylor Made erzielte einen Zuwachs von 11 Prozent, die Marke adidas ein Plus von 3,5 Prozent.

Sportschuhe wieder bedeutendster Umsatzträger

Sportschuhe wurden 1999 wieder zum bedeutendsten Umsatzträger. Sie erwiesen sich als ein solide wachsendes Produktsegment, in dem adidas-Salomon 4,3 Milliarden DM umsetzte. Das sind 341 Millionen DM oder 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz mit Sportbekleidung hingegen wurde durch sich wandelnde Nachfragetrends in Mitleidenschaft gezogen. Ein Gesamtumsatz von 4,3 Milliarden DM entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 0,5 Prozent. Da die Produkte der Marken Salomon und Taylor Made im Wesentlichen in die Rubrik "Hartwaren" fallen, und beide Marken hohe Umsatzzuwächse erzielten, stiegen die Umsätze dieser Produktgruppe entsprechend kräftig um 15,1 Prozent auf 1,8 Milliarden DM.

Spitzenreiter Asien

In regionaler Sicht wies Asien die kräftigste Umsatzdynamik auf. Eine Steigerung um 70,3 Prozent auf 1,3 Milliarden DM spiegelt zum Teil die erstmalige Einbeziehung der Umsätze von adidas Japan wider. In Nordamerika kam die Umsatzentwicklung über ein Plus von 1,9 Prozent nicht hinaus - nachdem diese Region im Vorjahr noch die höchste Wachstumsrate erzielt hatte. Die Marke adidas verzeichnete zwar ein sehr gutes erstes Halbjahr, musste aber wegen nachlassender Umsätze in der zweiten Jahreshälfte insgesamt ein Minus von einem Prozent hinnehmen. Damit konnte der Marktanteil jedoch behauptet werden. Gut entwickelten sich in Nordamerika die Umsätze der Marken Salomon mit einem Zuwachs von 21 Prozent und Taylor Made mit einer Steigerung von 11 Prozent. Die Zuwächse in Asien, Nord- und Lateinamerika reichten aus, um einen leichten Umsatzrückgang in Europa mehr als auszugleichen. Trotz einer im Jahresverlauf ansteigenden Tendenz und einer Umsatzsteigerung von 10 Prozent im vierten Quartal blieben die Umsätze der Marke adidas in Europa um knapp 4 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Hingegen waren auch in Europa die Marken Salomon und Taylor Made sehr erfolgreich. Taylor Made profitierte von einem insgesamt sich positiv entwickelnden Markt und steigerte den Umsatz um 11 Prozent. Salomon erreichte sowohl mit Sommer- als auch mit Winterprodukten sehr gute Wachstumsraten und wies über das ganze Jahr einen Umsatzzuwachs von 18 Prozent aus.

Rohertragsmarge auf historischem Höchststand

Das Rohergebnis nahm mit einer Steigerung von 10,7 Prozent erheblich kräftiger zu als die Umsätze. Die Rohertragsmarge erhöhte sich um 2 Prozentpunkte auf 43,9 Prozent und damit auf einen historischen Höchststand. Bestes Betriebsergebnis der Unternehmensgeschichte Wegen der Margenverbesserung stieg das Betriebsergebnis um 16 Prozent auf den Rekordwert von 942 Millionen DM an. Um den wirklich operativen Kern des Geschäfts im Betriebsergebnis deutlicher als in der Vergangenheit sichtbar zu machen, sind die Abschreibungen auf den Goodwill aus dem Betriebsergebnis ausgegliedert worden. Sie finden sich jetzt im nicht operativen Ergebnis wieder. (Für den Vergleich wurde das Vorjahresergebnis ebenfalls um die Goodwill-Abschreibungen bereinigt.) Die Aufwendungen für Werbung und Promotion erreichten 13,5 Prozent der Nettoumsatzerlöse (Vorjahr: 12,9 Prozent). Dies deshalb, weil die Aufwendungen für einige zusätzliche Verträge, die im Vorjahr abgeschlossen worden waren, 1999 diese Aufwandsposition weit über das mittelfristig angestrebte Ziel von rund 12 Prozent hinausgetrieben haben.

Finanzergebnis deutlich verbessert

Das Finanzergebnis lag mit minus 164 Millionen DM deutlich besser als im Vorjahr (minus 224 Millionen DM), weil es im Berichtsjahr, anders als im Jahr zuvor, keine Sondereffekte enthielt.

Ergebnis vor Steuern auf Rekordniveau

Die erhebliche Verbesserung von Betriebs- und Finanzergebnis ließen das Ergebnis vor Steuern auf ein neues Rekordniveau ansteigen. 779 Millionen DM bedeuten nicht nur eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 155 Millionen DM oder 25 Prozent, sondern auch eine Verbesserung gegenüber dem Rekordergebnis von 1997. So viel hat das Unternehmen in seiner Geschichte noch nie erwirtschaftet.

Gewinn je Aktie gestiegen, höhere Dividende vorgeschlagen

Nach Steuern konnte das Ergebnis um 45 Millionen DM oder 11 Prozent auf 445 Millionen DM verbessert werden. Der hohe Zuwachs im Vorsteuerergebnis spiegelt sich im Jahresüberschuss nicht vollständig wider, weil der Steueraufwand und die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter überproportional zunahmen. Die Steuerquote stieg um 5,4 Prozentpunkte auf 38,4 Prozent. Je Aktie lag der Gewinn 1999 bei 9,82 DM. Dies entspricht einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (ohne Sondereffekt in 1998) von 0,98 DM oder 11 Prozent. Der Vorstand schlägt daher vor, je Aktie eine Nominaldividende von 1,80 DM zu zahlen. Die steuerliche Situation lässt für inländische, unbeschränkt steuerpflichtige Aktionäre eine vollständige Steuergutschrift zu. Der Vorschlag liegt im Rahmen der bereits früher bekannt gemachten Unternehmenspolitik, zwischen 15 und 20 Prozent des ausgewiesenen Konzerngewinns auszuschütten. Im Vorjahr hatte die Dividende 1,65 DM betragen.

Eigenkapitalbasis gestärkt

Die Eigenkapitalbasis konnte 1999 deutlich gestärkt werden. Das bilanzielle Eigenkapital nahm um 47 Prozent auf 1,3 Milliarden DM zu, da der größte Teil des erzielten Gewinns im Unternehmen thesauriert und damit zur Stärkung der Eigenmittel verwendet wurde. Die Eigenkapitalquote stieg um 4,6 Prozentpunkte auf 19,0 Prozent. Die so genannte "Financial Leverage", also die Relation der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital, nahm um 123 Prozentpunkte auf 234 Prozent ab.

Positiver Cash-flow zum Abbau der Finanzverbindlichkeiten genutzt

Der aus dem operativen Geschäft resultierende Cash-flow von 642 Millionen DM überstieg die Investitionen um 381 Millionen DM. Nach Abzug der Dividendenzahlung für 1998 wurde er weitgehend zum Abbau der Nettofinanzverbindlichkeiten genutzt. Der Nettobetrag der ausstehenden Finanzverbindlichkeiten nahm entsprechend von 3,2 Milliarden DM Ende 1998 auf 3,1 Milliarden DM Ende 1999 ab. Der Rückgang wäre um ca. 170 Millionen DM höher ausgefallen, hätte sich hier nicht der schwächere Wechselkurs der DM negativ auf die Bewertung der Bankkredite, die in US Dollar ausstanden, ausgewirkt.

Mehr Mitarbeiter beschäftigt

adidas-Salomon beschäftigte 1999 im Jahresdurchschnitt 12.433 Mitarbeiter. Das waren 772 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter der Marken adidas und Salomon veränderte sich um jeweils 4 Prozent. Der starke Umsatzzuwachs bei Taylor Made führte zu einem höheren Personalaufbau dieser Marke.

Ausblick

Das Jahr 2000 steht im Zeichen der Neupositionierung des Unternehmens und der Vorbereitung auf eine neue Wachstumsphase im globalen Geschäft. Diesem Ziel ordnen sich die Investitionspläne unter, diesem Ziel dient auch das Wachstums- und Effizienzprogramm, über das bereits früher ausführlich berichtet worden ist. Es schafft die Voraussetzungen für höheres Wachstum ab dem Jahr 2001, belastet aber 2000 das Betriebsergebnis, so dass der Jahresüberschuss voraussichtlich rund 20 Prozent unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen wird.

Aus den eingeleiteten Maßnahmen erwächst aber auch die Erwartung, dass sich ab 2001 jedes Prozent Umsatzwachstum in einem prozentual höheren Zuwachs im Ergebnis niederschlagen wird. Das Management hat sich für die Jahre 2001 bis 2003 eine Gewinnverbesserung von jährlich 15 Prozent zum Ziel gesetzt.