adidas_1
Innovatives, auf die speziellen Bedürfnisse von Sportlern angepasstes Schuhkonzept. Mit Hilfe eines kleinen Computers passt sich dieser Schuh beim Lauf über eine automatisch adjustierende Dämpfung permanent der durch den Untergrund bedingten Veränderung der Laufbewegung an.

American Depositary Receipt (ADR)
Hinterlegungsscheine für ausländische Aktien, die von amerikanischen Banken ausgegeben werden und dem Inhaber Dividendenansprüche und sonstige Rechte, die im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Aktie stehen, einräumen. ADRs werden wie Aktien an amerikanischen Börsen gehandelt. Dadurch haben amerikanische Investoren die Möglichkeit, Anteile an ausländischen Unternehmen in den USA zu erwerben, ohne an eine ausländischen Börse gehen zu müssen.

Anlagendeckung
Die Anlagendeckung gibt den Prozentsatz an, zu dem das Anlagevermögen durch Eigenkapital finanziert ist.
Anlagendeckung = Eigenkapital / Anlagevermögen.

Asset-Backed Securities (ABS)
Wertpapiere (Anleihen oder Schuldverschreibungen) abgesichert durch Kreditforderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder andere quantifizierbare Vermögenswerte.

Auftragsbestand
Wert der erhaltenen Aufträge für zukünftige Lieferung. Bei adidas und Reebok werden die meisten Bestellungen saisonabhängig sechs bis neun Monate im Voraus in Auftrag gegeben. Diese Information dient dem Markt als Indikator für zu erwartende Umsätze.

Bereinigung von Währungseffekten
Umrechnung der Berichtszahlen unter Zugrundelegung der Wechselkurse des Vorjahres, so dass der tatsächliche Anstieg bzw. Rückgang zu erkennen ist. Dazu werden die durch Währungsumrechungen bedingten Abweichungen eliminiert. Bester Indikator für die Beurteilung der zugrunde liegenden Geschäftstätigkeit.

Beschaffung
Management externer Lieferanten sowie der Produktion und Auslieferung von Endprodukten an unsere Kunden.

Beta Faktor
Maß für das relative Risiko einer einzelnen Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt. Ein Beta Faktor größer eins bedeutet, dass die Aktie risikobehafteter ist als der Gesamtmarkt. Für einen Beta Faktor kleiner eins gilt der umgekehrte Fall.

 

Betriebsergebnis
Betriebsergebnis des operativen Geschäfts nach Umsatzkosten und operativen Aufwendungen.
Betriebsergebnis = Rohergebnis + Lizenz- und Provisionserträge – Marketing Working Budget – operative Gemeinkosten.

BOUNCE™
Dreidimensionales Energiemanagementsystem, bestehend aus mehreren Teilen, die unter dem Fußballen und/oder der Ferse angebracht werden. Diese Teile unterstützen die speziellen Bedürfnisse des Sportlers, wie z. B. Dämpfung und führen zu optimaler Leistung.

Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Die zu Marktpreisen bewertete Summe aller fertigen Erzeugnisse und Dienstleistungen, die während eines Jahres in einem Land produziert wurden.
BIP = Konsumausgaben + Investitionen + Staatsausgaben + (Exporte – Importe)

Classics
Retro-Produkte, die sich besonders aufgrund ihrer authentischen einzigartigen Tradition weiterhin starker Nachfrage erfreuen.

Clima
adidas-Bekleidungssystem, das die ClimaCool®, ClimaLite®, ClimaWarm® und ClimaProof® Technologien umfasst. ClimaCool® ist ein integriertes System, das die Körpertemperatur des Sportlers reguliert. Im Schuhbereich dient es als Luftzirkulations- und somit Kühlsystem. ClimaLite® trägt den Schweiß von der Haut in äußere Materialschichten, um die natürliche Regulierung der Körpertemperatur zu verbessern. ClimaWarm® ist eine leichte, atmungsaktive Wärmedämmung, die bei nass-kaltem Wetter den Körper trocken und behaglich hält. ClimaProof ® ist ein leichtes und atmungsaktives Material, dass Wind, Regen und Schnee abweist, aber den Körper unterstützt, Wärme und Schweiß abzuleiten.

Commercial Paper
Handelbare, unbesicherte Inhaberschuldverschreibungen, die zur kurzfristigen Fremdmittelaufnahme emittiert werden. Commercial Paper werden als Daueremission revolvierend mit einer Laufzeit von sieben Tagen bis zu 12 Monaten oder länger ausgegeben.

Corporate Governance
Verteilung von Rechten und Pflichten unter den verschiedenen Beteiligten im Unternehmen, insbesondere den Aktionären, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat.

Credit Spread
Risikoprämie, die als Renditedifferenz zwischen risikolosen Staatsanleihen und Unternehmensanleihen gleicher Laufzeit berechnet wird. Für das Ausfallrisiko einer Unternehmensanleihe fordert der Anleger eine zusätzliche Verzinsung in Form einer Risikoprämie.

Days of Sales Outstanding (DSO)
Durchschnittlicher Zeitraum der Forderungsbegleichung durch unsere Kunden.

 

Devisentermin-Geschäfte
Vertrag über den Austausch zweier Währungen zu einem im Voraus festgelegten Wechselkurs und Zeitpunkt.

D&O-Versicherung
Directors-and-Officers-Versicherung, auch Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung. Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe und leitenden Angestellten zum Schutz vor Kosten aufgrund Rechtsstreitigkeiten abschließt.

Durchverkauf
Zeitraum, in dem Produkte über den Einzelhandel an den Konsumenten weiterverkauft werden.

EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Effektive Steuerquote
Die effektive Steuerquote ist die Quote, die sich auf Basis des Verhältnisses von tatsächlich entrichtetem Steueraufwand zum Gewinn vor Steuern ergibt.

Eigene Einzelhandelsaktivitäten
Von einer Marke des adidas Konzerns selbst betriebene Einzelhandelsgeschäfte. Hierzu gehören adidas Concept-Stores (Sport Performance und Sport Heritage) und Concession Corners sowie Factory Outlets und E-Commerce für die Marken adidas und Reebok.

Eigenkapitalquote
Zeigt die Rolle des Eigenkapitals in der Finanzstruktur eines Unternehmens an.
Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme.

Eigenkapitalrendite (ROE)
Die Eigenkapitalrendite (Return On Equity – ROE) zeigt den Ertrag eines Unternehmens im Verhältnis zum Eigenkapital.
Eigenkapitalverzinsung = Jahresüberschuss / Eigenkapital.

Ergebnis je Aktie
Leistungsindikator, der den Jahresüberschuss der Anzahl an Stammaktien gegenüberstellt.
Ergebnis je Aktie = Jahresüberschuss / gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien im Geschäftsjahr.

Ergebnisanteile anderer Gesellschafter
Anteile am Jahresergebnis, die nicht dem Konzern, sondern Konzernfremden zuzurechnen sind, die Anteile an verbundenen Unternehmen halten.

 

Fair Factory Clearinghouse (FFC)
Industrieübergreifende Institution internationaler Hersteller zur Schaffung eines Informationssystems zur Verwaltung und zum Austausch von Informationen hinsichtlich Arbeitsbedingungen. Dies geschieht mit dem Ziel, Fabrikkontrollen durch die Nutzung eines globalen Datensystems zu verbessern, den Austausch von Informationen zu erleichtern und das Bewusstsein und Wissen um herrschende Arbeitsbedingungen zu fördern.

Fair Value
Beizulegender Zeitwert. Betrag, zu dem Vermögenswerte zwischen Geschäftspartnern fairer Weise gehandelt würden. Der Fair Value ist häufig identisch mit dem Marktpreis.

Finanzierungsleasing
Methode zum Erwerb einer Anlage, die eine Serie von Mietzahlungen (Leasingraten) über die gesamte erwartete Lebenszeit der Anlage beinhaltet.

ForMotion™
Spezielle Schnitte und 3-dimensionale Designs, die dem Körper angepasst sind und dadurch Komfort und Bewegungsfreiheit des Athleten erhöhen.

Fortgeführtes Geschäft
Alle fortlaufenden Aktivitäten eines Unternehmens, ohne die veräußerten, ehemaligen Unternehmensteile, die zukünftig nicht mehr am Unternehmenserfolg beteiligt sind. Für den adidas Konzern sind dies die nicht im Oktober 2005 veräußerten Segmente adidas und TaylorMade-adidas Golf. Vergleiche auch Nicht fortgeführtes Geschäft sowie Gewinn aus fortgeführtem Geschäft.

Free Cashflow
Finanzielle Mittel, die einem Unternehmen nach Abzug von Investitionen und anderen Auszahlungen wie beispielsweise Steuern und Zinsen vom Betriebsergebnis für zukünftige Aktivitäten zur Verfügung stehen.
Free Cashflow = Betriebsergebnis + Abschreibungen (inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte) +/– Veränderungen im operativen kurzfristigen Betriebskapital – Investitionen +/- betriebsfremde Auszahlungen.

Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill)
Immaterieller Vermögenswert, der den Betrag quantifiziert, der für das Image, das Know-how und die Marktposition des übernommenen Unternehmens bezahlt wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Zeitwert des erworbenen Nettovermögens zum Zeitpunkt der Übernahme.

Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC )
Der adidas Konzern bestimmt die Kapitalkosten anhand der Berechnung des gewichteten Kapitalkostensatzes (WACC) basierend auf dem Verhältnis von Fremdkapital und Eigenkapital. Die Eigenkapitalkosten werden mit dem risikolosen Zinssatz, einer Risikoprämie für das Marktrisiko und dem Betafaktor berechnet. Die Grundlage zur Bestimmung der Fremdkapitalkosten sind der risikolose Zinssatz, der Credit Spread und die durchschnittliche 

 

Gewinn aus fortgeführtem Geschäft
Unternehmensgewinn ohne Gewinn oder Verlust aus nicht fortgeführtem Geschäft und Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter. Vergleiche auch Fortgeführtes Geschäft sowie Nicht fortgeführtes Geschäft.

Hedging
Eine Strategie zur Absicherung von Zins-, Währungs- oder Kursrisiken durch derivative Finanzinstrumente (Optionen, Swaps, Termingeschäfte usw.). Vergleiche auch Natürliche Absicherungsmaßnahmen.

Initial Public Offering (IPO)
Erste öffentliche Platzierung von Aktien durch ein privates Unternehmen auf einem organisierten Markt.

Institutionelle Investoren
Gesellschaften wie z. B. Investmentgesellschaften, Investmentfonds, Makler, Versicherungsgesellschaften, Pensionsfonds, Investmentbanken und Stiftungen. Diese haben in der Regel umfassende Kenntnisse hinsichtlich Anlageformen und Risiken und sind in der Lage, große Investitionen zu tätigen.

Interessenvertreter
Alle Gruppen, die ein direktes oder indirektes Interesse an den Leistungen und Ergebnissen eines Unternehmens haben. Dazu zählen Kreditgeber, Konsumenten, Fachhändler, Distributoren, Lizenznehmer, Geschäftspartner in der Beschaffungskette, Aktionäre, Mitarbeiter, internationale Sportverbände, Nicht-Regierungsorganisationen, Medien usw.

International Accounting Standards Board (IASB)
Privatrechtlich organisierter Zusammenschluss von Berufsverbänden, welcher sich mit Rechnungslegungsvorschriften beschäftigt und die IFRS (vormals IAS) ausarbeitet.

International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC)
Organ, das strittige Bilanzierungsfragen klärt. Seine Interpretationen werden vom IASB genehmigt und sind ab ihrem Inkrafttreten für alle IFRS-Anwender verbindlich.

International Financial Reporting Standards (IFRS)
Die IFRS (vormals IAS) werden vom IASB mit dem Ziel herausgegeben, transparente und vergleichbare Rechnungslegungsprinzipien zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen weltweit zur Finanzberichterstattung angewendet werden.

Inverted Cone Technology (ICT)
Erweitert den Teil der Schlägerfläche, der für hohe Ballgeschwindigkeit sorgt. Der Inverted Cone ist mit höchster Genauigkeit direkt auf die Innenseite der Golfschlägerfläche gefräst und ändert das Verhalten der Schlägerfläche beim Aufprall des Balls.

Investitionen
Auszahlungen abzüglich erstattbarer Steuern (z. B. Mehrwertsteuer) für den Kauf, das Leasing oder die Herstellung von Anlagevermögen. 

 

Kaufpreisaufteilung (Purchase Price Allocation – PPA)
Durch IFRS Vorschriften festgelegt. Aufteilung des für eine Akquisition gezahlten Kaufpreises nach dem Zeitwert auf erworbene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Key Accounts
Wichtige Kunden eines Großhändlers oder Herstellers, die einen beträchtlichen Anteil des Umsatzes generieren.

Kurs-Gewinn Verhältnis (KGV)
Gibt das Verhältnis des verwässerten (aktuellen oder zukünftigen) Gewinns je Aktie zu ihrem aktuellen Marktkurs an. Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft und –entwicklung eines Unternehmens im Vergleich zu einem oder mehreren anderen. Je geringer das KGV einer Aktie im Vergleich zum KGV einer anderen Aktie oder dem Durchschnitt des Aktienmarktes, desto geringer sind die Wachstumserwartungen des Marktes in diese Aktie.

Kurzfristiges Betriebskapital
Kurzfristig verfügbares Kapital eines Unternehmens zur Finanzierung der laufenden Geschäftsaktivitäten. Vergleiche auch Operatives kurzfristiges Betriebskapital.
Kurzfristiges Betriebskapital = Umlaufvermögen – kurzfristige Verbindlichkeiten.

Lagerräumungsverkäufe
Umsätze, die außerhalb der normalen Konditionen getätigt werden. Lagerräumungsverkäufe entstehen aus einer unternehmerischen Entscheidung des Managements heraus, Überbestände abzubauen. Im Normalfall geschieht dies über spezielle Vertriebskanäle mit erheblichem Rabatt.

Liquidität I – III
Der Liquiditätsgrad gibt an, wie schnell ein Unternehmen Vermögensgegenstände liquidieren kann, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu bedienen.
Liquidität I: ((Flüssige Mittel + kurzfristige Finanzanlagen) / kurzfristige Verbindlichkeiten) x 100.
Liquidität II: ((Flüssige Mittel + kurzfristige Finanzanlagen + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten) x 100.
Liquidität III: ((Flüssige Mittel + kurzfristige Finanzanlagen + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte) / kurzfristige Verbindlichkeiten) x 100.

Marketing Working Budget
Enthält die Aufwendungen für Promotion und Kommunikation, darunter Sponsoring-Verträge mit Teams und einzelnen Sportlern sowie Werbung, Einzelhandelsunterstützung, Veranstaltungen und andere Kommunikationsaktivitäten, jedoch ohne Personal- und Verwaltungskosten im Marketing.

Marktkapitalisierung
Der Gesamtmarktwert aller im Umlauf befindlichen Aktien einer Gesellschaft berechnet durch Multiplikation der Anzahl der Aktien mit dem aktuellen Börsenkurs. 

 

Marktrisikoprämie
Ist die zusätzliche Rendite, die der Gesamtmarkt oder eine bestimmte Aktie über den risikolosen Zins hinaus bieten muss, um das vom Investor eingegangene zusätzliche Risiko zu entlohnen.
Marktrisikoprämie = Marktrisiko – risikoloser Zins.

Mergers & Acquisitions (M&A)
Fusionen und Übernahmen

Metallhölzer
Golfschläger (Driver oder Fairwayhölzer), die aus Stahl- und/oder Titanlegierungen bestehen. Der Name ist eine Hommage an Persimmonholz, das ursprünglich zur Herstellung dieser Schläger verwendet wurde. Gemessen am Umsatz stellen Metallhölzer die größte Kategorie von Golfprodukten dar.

Mitbestimmungsgesetz (MitbestG)
Das Mitbestimmungsgesetz regelt die Form der Mitbestimmung von Arbeitnehmern bei Kapitalgesellschaften mit mehr als 2.000 Mitarbeitern. Es bestimmt unter anderem, dass der Aufsichtsrat einer solchen Gesellschaft zu gleichen Teilen aus Vertretern der Arbeitnehmer und Anteilseigner zu besetzen ist.

Modularer Fußballschuh
Dieses Fußballschuhkonzept ermöglicht es Spielern, ihre Schuhe auf jedes Wetter, jeden Untergrund sowie ihren individuellen Stil einzustellen, anzupassen und abzustimmen.

Movable Weight Technology™ (MWT™)
Ermöglicht dem Golfer, den Schwerpunkt im Schlägerkopf durch zwei bewegliche Gewichte anzupassen. Dies führt zu Verbesserungen der Schlagrichtung, -höhe und -distanz.

Natürliche Absicherungsmaßnahmen
Ein Ausgleich der Währungsrisiken, der ohne die Nutzung von Derivaten auf natürliche Weise als Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens zustande kommt. Zum Beispiel in Fremdwährung erzielte Umsatzerlöse, die zur Bezahlung bekannter Verbindlichkeiten in der gleichen Fremdwährung eingesetzt werden.

Nettofinanzverbindlichkeiten
Der Teil der Gesamtfinanzverbindlichkeiten, der nicht durch flüssige Mittel und kurzfristige Finanzanlagen abgedeckt ist. Im Fall von Netto-Liquidität ist diese Zahl negativ.
Nettofinanzverbindlichkeiten = Kurzfristige Verbindlichkeiten + Langfristige Verbindlichkeiten – Flüssige Mittel – Kurzfristige Finanzanlagen.

Nicht fortgeführtes Geschäft
Unternehmensteile, die veräußert wurden und daher nicht mehr zum Gesamtunternehmenserfolg beitragen werden. Für den adidas Konzern stimmt dies nahezu mit dem Segment Salomon überein, das im Oktober 2005 veräußert wurde. Vergleiche auch Fortgeführtes Geschäft sowie Gewinn aus fortgeführtem Geschäft. 

 

Operative Aufwendungen
In Verbindung mit dem Geschäftsbetrieb anfallende Kosten, die nicht direkt auf die verkauften Produkte umzulegen sind. Dies sind Aufwendungen für Vertrieb und Marketing, Forschung und Entwicklung, allgemeine Verwaltungskosten sowie Abschreibungen auf Vermögenswerte, die nicht der Produktion dienen.

Operative Gemeinkosten
In Verbindung mit dem Geschäftsbetrieb anfallende Kosten, die nicht direkt auf die verkauften Produkte umzulegen sind. Dies sind Kosten für Vertrieb, Marketing-Gemeinkosten, Logistik, Forschung und Entwicklung, sowie allgemeine Verwaltungskosten.

Operative Marge
Indikator für die Profitabilität eines Unternehmens nach Umsatzkosten und operativen Aufwendungen. Sie stellt den besten Indikator für die Profitabilität der operativen Aktivitäten dar.
Operative Marge = (Betriebsergebnis / Umsatz) x 100.

Operatives kurzfristiges Betriebskapital
Betriebsvermögen, das ein Unternehmen aufbringen muss, um seine laufende Geschäftstätigkeit zu finanzieren. Im Gegensatz zu kurzfristigem Betriebskapital enthält das operative kurzfristige Betriebskapital keine nicht-operativen Bilanzpositionen wie flüssige Mittel, kurzfristige Finanzanlagen und Steuern. Vergleiche auch Kurzfristiges Betriebskapital.
Operatives kurzfristiges Betriebskapital = Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Operatives Leasing
Methode, Anlagen über einen bestimmten Zeitraum zu mieten, der kürzer ist als die erwartete Lebensdauer der Anlage. Bei einem operativen Leasing erscheinen weder die Anlage noch die Verbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers. Die periodischen Zahlungen werden als operative Aufwendungen verbucht.

Option
Finanzinstrument, das das Recht verbrieft, einen bestimmten Vermögenswert (z. B. Aktien oder Devisen) zu einem bestimmten Preis (Strike Price) bis zu einem bestimmten Datum zu kaufen (Call Option) oder zu verkaufen (Put Option).

Organisierter Markt
Ein organisierter Markt ist ein Wertpapiermarkt, der von staatlich anerkannten Stellen geregelt und überwacht wird, regelmäßig stattfindet und für das Publikum unmittelbar oder mittelbar zugänglich ist.

Over-The-Counter (OTC) Markt
Bei einem OTC Markt ist eine Aktie nicht an einer Börse notiert, sondern wird von Maklern direkt via Telefon und/oder Computer gehandelt.

Privatanleger
Einzelperson, die für sich selbst Wertpapiere kauft, im Gegensatz zu einem institutionellen Investor. 

 

Produktlizenznehmer
Unternehmen, die die Genehmigung haben, den Namen einer Marke oder eines Unternehmens bei der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten zu verwenden. Bei adidas umfassen Lizenzprodukte Sportuhren, Sportbrillen, Körperpflegeprodukte und Parfüms, bei Reebok Fitness-Equipment und bei TaylorMade-adidas Golf Taschen und Zubehör.

Promotion-Aufwendungen
Aufwendungen für Promotion-Partnerschaften.

Promotion-Partnerschaften
Partnerschaften mit Sportveranstaltungen, Verbänden, Ligen, Vereinen und Einzelsportlern, bei der diese für eine Marke und deren Produkte werben. Die Vergütung erfolgt in Form von Geldzahlungen und/oder Sachleistungen.

Promotion-Verträge
Kosten, die im Zusammenhang mit Sponsoring von einzelnen Athleten, Mannschaften, Verbänden und Sportveranstaltungen zur Förderung des Bekanntheitsgrads der Marke(n) eines Unternehmens stehen.

Purchase Price Allocation (PPA)
Siehe Kaufpreisaufteilung.

Record Date
Tag, an dem ein Aktionär im Besitz von Aktien einer Gesellschaft sein muss, um sich für die Hauptversammlung dieser Gesellschaft anmelden zu können. Nach deutschem Recht der Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung.

Risikoloser Zins
Die Verzinsung, die ein Anleger von einem risikofreien Investment, beispielsweise einer Staatsanleihe, erwarten kann.

Rohergebnis
Differenz zwischen Umsatz und Umsatzkosten.
Rohergebnis = Umsatz – Umsatzkosten Rohertragsmarge Rohergebnis im Verhältnis zum Umsatz. Rohertragsmarge = (Rohergebnis / Umsatz) x 100.

Schuldscheindarlehen
Auch Privatplatzierung. Platzierung von Wertpapieren direkt bei institutionellen Investoren, wie Banken, Fonds, Versicherungsunternehmen, Pensionskassen und Stiftungen.

Schwellenländer
Volkswirtschaften, die noch relativ klein sind, zukünftig aber Wachstumspotenzial in Bezug auf Größe und Wichtigkeit aufweisen. Als Schwellenländer versteht der adidas Konzern die Länder Asiens, Osteuropas, Lateinamerikas und Afrikas. 

 

Segment
Auch Geschäftssegment. Einheiten innerhalb eines Unternehmens, die Gewinn und Verlust- Verantwortung besitzen. Der adidas Konzern ist zur Zeit in vier Geschäftssegmente unterteilt: adidas, Reebok, TaylorMade-adidas Golf und HQ/Konsolidierung.

Segmentberichterstattung
Veröffentlichung von Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der einzelnen Marken (Segmente) und Regionen. Sie ermöglicht Rückschlüsse auf die Entwicklung in diesen Segmenten und deren Beitrag zum Konzernergebnis.

Shareholder Value
Managementkonzept, das die strategischen und operativen Entscheidungsprozesse auf eine stetige Steigerung des Unternehmenswerts für die Aktionäre ausrichtet.

Sonstige operative Aufwendungen (und Erträge)
Aufwendungen und Erträge für Vertrieb, Marketing, Forschung und Entwicklung, Logistik und Verwaltungs- und allgemeine Aufwendungen. Beinhaltet auch Abschreibungen auf Geschäftsoder Firmenwerte und Markenrechte.

Sport Fusion
Schuh- und Bekleidungsprodukte, in denen sportlich-leistungsorientierte Eigenschaften mit legerem Stil kombiniert sind.

Sportzubehör
Der Begriff umfasst alle Arten von Sportzubehör, die nicht zur Kleidung des Sportlers gehören wie Bälle, Fitnessgeräte oder Schläger.

Synergien
Zusätzliche Kosteneinsparungen oder Umsatzsteigerungen, die infolge des Zusammenschlusses von zwei oder mehreren Unternehmen erzielt werden.

TechFit™ Powerweb
TechFit™ ist eine Bekleidungstechnologie, bei der die Gelenk- und Muskelaktivitäten ausbalanciert und die Verbindung zwischen Hauptmuskelgruppen hergestellt werden. Durch strategisch platzierte TPU Kraftbänder werden wichtige Muskelgruppen miteinander verbunden, was die Körperhaltung und sportliche Haltung verbessert.

Thermo-Klebetechnik
Die Thermo-Klebetechnik verbindet die Faserstoffe eines Fußballs durch Hitze. Diese weicht die Oberfläche der Faserstoffe auf. Am Schmelzpunkt gehen sich berührende Fasern eine starke Bindung ein. Infolgedessen erhalten Fußbälle eine beständigere Form. Die Thermo- Klebetechnik ersetzt das Nähen von Fußbällen per Hand.

 

Top-Down, Bottom-Up
Strategie der Informations- und Wissensverarbeitung, bei der Informationen und Managemententscheidungen von oben nach unten delegiert werden, um dann im zweiten Schritt mit dem Ergebnis wieder von unten nach oben berichtet und abgeschlossen zu werden.

Trendorientierte Anbieter
Exklusive Boutiquen und Einzelhändler in Großstädten, welche Trendsetter ansprechen, die nach Sport Lifestyle-Produkten suchen.

Umlaufintensität
Prozentsatz am Gesamtkapital, der in kurzfristigen Vermögenswerten gebunden ist.
Umlaufintensität = kurzfristige Aktiva / gesamte Aktiva.

Umsatzkosten
Kosten für Beschaffung und Herstellung von Produkten. Hierzu gehören Rohmaterial-, Herstellungs- und Lieferkosten, sowie Zölle und Kosten für die Auslieferung an unsere Vertriebsgesellschaften.

Umschlagshäufigkeit des kurzfristigen Betriebskapitals
Gibt an, wie oft das kurzfristige Betriebskapital in der betrachteten Periode umgeschlagen wurde. Die Umschlagshäufigkeit zeigt die Bindungsdauer des kurzfristigen Betriebskapitals und lässt so Rückschlüsse auf die Höhe des Kapitalbedarfs zu. Je höher diese Kennzahl ist, desto positiver ist sie zu beurteilen.
Umschlagshäufigkeit des kurzfristigen Betriebskapitals = Umsatz / kurzfristiges Betriebskapital.

Vermögensdeckung I & II
Gibt das Verhältnis an, zu dem die Verschuldung eines Unternehmens durch das langfristige Vermögen gedeckt ist.
Vermögensdeckung I (%): (Eigenkapital + langfristige Verbindlichkeiten) / langfristige Aktiva. Vermögensdeckung II (%): (Eigenkapital + langfristige Verbindlichkeiten) / (langfristige Aktiva + Vorräte).

Verschuldungsgrad
Zeigt den Anteil des Fremdkapitals innerhalb der Finanzstruktur eines Unternehmens.
Verschuldungsgrad = Nettofinanzverbindlichkeiten / Eigenkapital.

Verwässertes Ergebnis je Aktie
Leistungsindikator zur Beurteilung des Ergebnisses pro Aktie unter Annahme der Wandlung und Ausübung ausstehender Aktienoptionen, zugeteilter Aktienrechte und Wandelschuldverschreibungen, durch die sich die Zahl der Aktien erhöhen kann.
Verwässertes Ergebnis je Aktie = (Jahresüberschuss + Zinsaufwand auf Wandelanleihe) / (Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien im Geschäftsjahr + Gewichtete Aktienoptionen + Aktien aus angenommener Wandlung der Wandelanleihe). 

 

Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE)
Im Englischen Return on Capital Employed (ROCE). Beschreibt, wie effektiv und profitabel ein Unternehmen mit seinem eingesetzten Kapital umgeht.
ROCE = (Gewinn vor Steuern + Finanzergebnis + Außerordentliches Ergebnis) / (Jahresdurchschnitt des Eigenkapitals + Ergebnisanteile anderer Gesellschafter + Nettofinanzverbindlichkeiten).

Währungsbereinigt / Währungsneutral
Finanzdaten werden zu Vorjahreswechselkursen angegeben. Dies bereinigt das Ergebnis um die Wechselkursveränderung und zeigt eine direkte, von Wechselkurseffekten unverfälschte Geschäftsentwicklung.

Wandelanleihe
Eine Unternehmensanleihe, die mit einem Wandlungsrecht für eine bestimmte Anzahl Stückaktien des Unternehmens ausgestattet ist und gewandelt werden kann. Wandelanleihen haben üblicherweise niedrigere Zinssätze als nichtwandelbare Anleihen, weil sie mit dem Kursanstieg der zugrunde liegenden Aktie an Wert gewinnen. Wandelanleihen kombinieren damit die Vorteile von Aktien und von Anleihen.

WTO
World Trade Organization. Welthandelsorganisation.

Zins-Caps
Optionskontrakte, die flexiblen Zinssätzen eine Obergrenze setzen. Der Verkäufer ist verpflichtet dem Inhaber der Caps die Differenz zwischen flexiblem und Referenzzinssatz zu zahlen, sobald der Referenzzinssatz überschritten wird. Der Käufer eines solchen Kontrakts muss eine Prämie als Marktpreis für die mögliche Auszahlung bezahlen.

Zinsdeckungsgrad
Zeigt die Fähigkeit des Unternehmens, die Nettozinsaufwendungen mit dem Ergebnis vor Steuern und Nettozinsaufwendungen abzudecken.
Zinsdeckungsgrad = Ergebnis vor Steuern und Nettozinsaufwendungen / Nettozinsaufwendungen.