Nachhaltigkeit
Der adidas Konzern muss sich vielfältigen wirtschaftlichen und wettbewerblichen Herausforderungen stellen, um Wachstum zu schaffen. Gleichzeitig tragen wir jedoch auch ein hohes Maß an Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und der Umwelt: Die Verantwortung, weltweit in unserem Unternehmen und in unserer Beschaffungskette für angemessene Arbeitsbedingungen und Umweltstandards zu sorgen. Wir streben stets danach, sowohl unsere eigenen Aktivitäten als auch unsere Beschaffungskette verantwortungsbewusst zu gestalten und so die Umweltauswirkungen unseres Konzerns zu reduzieren. Darüber hinaus sind wir davon überzeugt, dass umwelt- und sozialbewusstes Engagement uns hilft, zu einem nachhaltigen Unternehmen zu werden. So können wir die Reputation unseres Unternehmens weiter verbessern und den Unternehmenswert weiter steigern.
Offener Dialog und Austausch mit Interessenvertretern
Der adidas Konzern arbeitet aktiv und systematisch mit seinen
zahlreichen Interessenvertretern zusammen. Wir beteiligen
sie gezielt an wichtigen Entscheidungen im Bereich Umwelt
und Soziales, die unsere täglichen Aktivitäten beeinflussen.
Nur so können wir verschiedene Interessen miteinander in
Einklang bringen, zu einer allgemeinen Übereinstimmung
kommen und die Transparenz unseres Geschäfts erhöhen.
Wir verfolgen eine Politik des offenen Dialogs mit unseren
Interessenvertretern – indem wir Themen und Vorgehensweisen
diskutieren und gegebenenfalls Partnerschaften zur
Erarbeitung langfristiger Lösungen mit ihnen eingehen. Als
Mitglied in Organisationen wie dem World Business Council
for Sustainable Development, Business for Social Responsibility,
dem Weltverband der Sportartikelindustrie (WFSGI)
und der Fair Labor Association fördern wir nach wie vor
vorbildliche Praktiken im Umgang mit Interessenvertretern
und nehmen zu den Entwicklungen in der Branche Stellung.
Das ermöglicht uns eine enge Zusammenarbeit mit führenden
Unternehmen aus verschiedenen Branchen, um nachhaltige
Geschäftsstrategien zu entwickeln und Sozial- und
Umweltthemen auf weltweiter Ebene zu diskutieren. Offene
und transparente Berichterstattung hat für uns höchste Priorität.
Ausführliche Informationen über das Sozial- und Umweltprogramm
des Konzerns sind auf unserer Internetseite unter
www.adidas-Group.com/nachhaltigkeit erhältlich.
Zusammenschluss führender Programme
Sowohl der adidas Konzern als auch Reebok haben sich in der
Vergangenheit stets durch hohe Transparenz ausgezeichnet.
Diese Transparenz wird nicht nur durch die eigene Berichterstattung
über Sozial- und Umweltprogramme gewährleistet,
sondern auch durch Verifizierungen dieser Programme durch
unabhängige Dritte. Nach der Akquisition von Reebok wird der
Konzern nun die besten Aspekte beider Programme miteinander
verbinden. Dazu wurden die bestehenden Teams zu einem
neuen Team für Sozial- und Umweltangelegenheiten (Social
and Environmental Affairs, SEA) zusammengeschlossen. Im
Jahr 2006 haben wir unser Sozial- und Umweltprogramm
überarbeitet. Dabei wurde das Programm um neue Standards,
Richtlinien und Verfahren zur Einweisung, Bewertung
und Überwachung von Zulieferbetrieben erweitert. Unsere
Bewertungen werden nun in einem branchenweiten Datenverwaltungssystem
(Fair Factory Clearinghouse) gespeichert, an
dessen Entwicklung Reebok maßgeblich beteiligt war. Dieses
System erleichtert den Austausch und die Transparenz von
Informationen zur Standardeinhaltung in unserer Branche.
Klar definierte Standards
Die Arbeitsplatzstandards des adidas Konzerns basieren auf
den Menschen- und Arbeitnehmerrechtskonventionen der
Internationalen Arbeitsorganisation (IAO ) und der UNO. Sie
sind an den Verhaltenskodex des Weltverbands der Sportartikelindustrie
angelehnt. Unsere Arbeitsplatzstandards enthalten
klare Vorgaben zu umweltbewussten, sicheren und
gesunden Arbeitsbedingungen, zu angemessenen Löhnen
und Sozialleistungen, zur Koalitionsfreiheit, zum Verbot von
übermäßigen Überstunden sowie von Zwangs- und Kinderarbeit
und zum Schutz vor Belästigung und Diskriminierung.
Die Standards helfen uns, diejenigen Geschäftspartner zu
wählen, deren Arbeitsplatzstandards und Geschäftspraktiken
mit den unseren im Einklang stehen, und andere Unternehmen
als Geschäftspartner abzulehnen. Als Leitprinzipien
helfen sie uns aber auch, mögliche Probleme zu identifizieren
und sie bereits in der Entstehungsphase gemeinsam mit
unseren Geschäftspartnern zu lösen.
Fördern der Selbstverantwortung durch
Managementsysteme
Gute Managementsysteme helfen Fabriken, ihre täglichen
Abläufe zu verbessern und den Prozess der Internalisierung
und Selbstverantwortung zu fördern. Wir unterstützen
unsere Geschäftspartner daher dabei, sich um eine Zertifizierung
nach international anerkannten Standards zu bemühen.
Dazu zählen beispielsweise die Standards ISO 9000 und
14001 für Qualitäts- und Umweltmanagement der International
Standardization Organization (ISO) oder der Standard
OHSAS 18000 für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
(Occupational Health and Safety Assessment Series). Durch
den Aufbau eines zertifizierten Managementsystems stellen
unsere Zulieferbetriebe ihre Bereitschaft unter Beweis, sich
stetig zu verbessern. Wir helfen unseren Zulieferern dabei, in
ihren Produktionsstätten Personalmanagementsysteme einzuführen,
um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dazu
zählen betriebseigene Beschwerdesysteme zur Erkennung
und Behebung von Problemen. Wir ermutigen Arbeitnehmer
dazu, ihre Rechte zu wahren und sich aktiv an Entscheidungen
zu beteiligen, die Einfluss auf ihr Leben nehmen. Im Jahr
2006 waren weltweit 35 Schuhzulieferer der adidas Gruppe
nach OHSAS 18000, ISO 14001 und/oder ISO 9000 zertifiziert.

