Geschäftsentwicklung des Konzerns
Im Jahr 2006 hat der adidas Konzern erneut hervorragende Finanzergebnisse erzielt. Das Umsatzwachstum übertraf deutlich die ursprünglichen Erwartungen des Managements. Die Entwicklung der Rohertragsmarge und der operativen Marge sowie des auf die Anteilseigner entfallenden Gewinns entsprach den Erwartungen des Managements. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 53 %. Verantwortlich hierfür waren vor allem die erstmalige Konsolidierung des Reebok Geschäfts sowie die starke Entwicklung der Segmente adidas und TaylorMade-adidas Golf. Der Umsatz des Konzerns ohne Reebok stieg währungsbereinigt um 14 %. In Euro legte der Konzernumsatz um 52 % auf 10,084 Mrd. € zu (2005: 6,636 Mrd. €). Der Umsatz des Konzerns ohne Reebok stieg in Euro um 14 % auf 7,548 Mrd. €. Die Rohertragsmarge des Konzerns ging vor allem aufgrund der erstmaligen Konsolidierung von Reebok um 3,6 Prozentpunkte auf 44,6 % zurück (2005: 48,2 %). Dennoch verbesserte sich das Rohergebnis des Konzerns im Jahr 2006 um 41 % auf 4,495 Mrd. € (2005: 3,197 Mrd. €). Die operative Marge verringerte sich hauptsächlich aufgrund der erstmaligen Konsolidierung des Reebok Geschäfts um 1,9 Prozentpunkte auf 8,7 % (2005: 10,7 %). Das Betriebsergebnis verbesserte sich jedoch um 25 % auf 881 Mio. € gegenüber 707 Mio. € im Jahr 2005. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft des Konzerns stieg um 14 % auf 496 Mio. € (2005: 434 Mio. €). Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn stieg um 26 % auf 483 Mio. € (2005: 383 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus dem fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäft verbesserte sich um 16 % auf 2,37 € (2005: 2,05 €).
Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche
Weltwirtschaftswachstum lässt nach
Im Jahr 2006 verzeichnete die Weltwirtschaft ein Wachstum
von rund 4 %. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum
im Laufe des Jahres aufgrund steigender Rohstoffpreise und
einer restriktiveren Geldpolitik in mehreren Industrieländern.
In Europa verstärkte sich das Konjunkturwachstum ebenso
wie das Konsumentenvertrauen im Jahresverlauf erheblich
und erreichte für das Gesamtjahr ca. 2,5 %. Die Schwellenländer
der Region entwickelten sich mit Zuwachsraten von
über 5 % erneut besser als die westeuropäischen Volkswirtschaften.
In den USA lag das Konjunkturwachstum auch im
Jahr 2006 über 3 %, verlangsamte sich aber im Jahresverlauf.
Grund hierfür war eine Schwäche auf dem Markt für
Wohnimmobilien und in der Industrieproduktion, die solide
Exportzuwächse mehr als ausglich. Die Konjunktur in den
asiatischen Ländern setzte ihren stabilen wirtschaftlichen
Aufschwung aus den Vorjahren fort. Damit war Asien erneut
die Wirtschaftsregion mit der weltweit größten Dynamik. Für
die Region insgesamt legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
erneut um fast 8 % zu. In Japan wuchs die Konjunktur um
ungefähr 2 %, während das Wachstum in China über 10 %
lag. Die anderen Schwellenländer der Region entwickelten
sich aufgrund einer florierenden Exportwirtschaft positiv. Die
lateinamerikanischen Volkswirtschaften profitierten weiterhin
von dem deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise weltweit
und der gesunden Weltwirtschaft. Diese unterstützten die
Exporte und führten im Jahr 2006 zu einem BIP-Wachstum
von ca. 4,5 %.
Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts nach Regionen1)

