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adidas und die Produktion der Zukunft

Neue Technologien werden die Herstellung innovativer Produkte revolutionieren. Zusammen mit ihren Partnern geht die adidas Gruppe neue Wege und führt unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums das Forschungsprojekt „Speedfactory“ an

Dieser Artikel thematisiert ein von adidas geleitetes und von der Deutschen Bundesregierung gefördertes Forschungsprojekt. Das Projekt ist Teil des Technologieprogramms „Autonomik für Industrie 4.0“, das sich auf die Entwicklung eines neuen Produktionszeitalters fokussiert.

Klicke hier und ERFAHRE MEHR DARÜBER, WIE ADIDAS MIT DER ERSTEN SPEEDFACTORY IN DEUTSCHLAND DIE WELT DER SCHUHPRODUKTION REVOLUTIONIERT UND WIE DIE REISE WEITERGEHT.

Gerd Manz

Die Augen von Gerd Manz strahlen vor Begeisterung. Gerd ist Senior Innovation Director bei adidas und arbeitet bereits seit sechzehn Jahren im Unternehmen. Zusammen mit seinem Team hat er viele „Spielmacher“ der Marke adidas hervorgebracht, z. B. ClimaCool, BOOST, Springblade und eine Reihe von Spielbällen für Fußballweltmeisterschaften und die Champions League – und zwar lange bevor Sportler auf die Idee gekommen wären, dass leistungssteigernde Innovationen wie diese überhaupt möglich sind. Er ist unserer Zeit mindestens zwei bis fünf Jahre voraus. Niemand weiß so gut wie er und sein Team, dass Grenzen dazu da sind, überwunden zu werden. Das Strahlen in seinen Augen macht deutlich: Etwas Neues ist der Grund dafür, dass Gerd in diesem Moment so begeistert ist – etwas, das selbst für den adidas-Innovator noch nicht greifbar ist.

Die Voraussetzung: ein starkes Team

Ich weiß zwar noch nicht, wie die Ergebnisse genau aussehen werden, aber ich sehe enormes Potenzial.

Gerd Manz,  Senior Innovation Director bei adidas

Die anderen Damen und Herren, die mit Gerd zusammen an dem großen Konferenztisch im Headquarter der adidas Gruppe in Herzogenaurach sitzen, nicken zustimmend. Jeder von ihnen repräsentiert ein Unternehmen oder eine Institution, die sich kaum stärker von der adidas Gruppe unterscheiden könnte – zumindest auf den ersten Blick. Es handelt sich jedoch um einen sorgfältig ausgewählten Kreis von Stakeholdern, die Repräsentanten nach Herzogenaurach entsandt haben. Die adidas Gruppe arbeitet mit ihnen zusammen, da sie alle wie niemand sonst in der Lage sind, einen Mehrwert für das Projekt zu schaffen. Sie alle sind Vordenker in ihren jeweiligen Disziplinen:
Johnson Controls – ein Weltkonzern und führender Automobilzulieferer. KSL Keilmann – Experten in der Herstellung von individuellen Roboterfertigungsanlagen. fortiss – ein an die Technische Universität München angegliedertes Institut mit der Aufgabe, den Forschungs- und Technologietransfer hinsichtlich softwareintensiver Systeme und Services zu fördern. ITA RWTH – das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen, das auf die Entwicklung neuer Textilmaschinen und -prozesse spezialisiert ist. Und schließlich das Projektteam der adidas Gruppe bestehend aus Experten aus den Bereichen adidas Innovation, Global IT Innovation und Sourcing.

Das übergeordnete Ziel der ungleichen Gruppe: neue Wege beschreiten und forschen, wie Unternehmen in den nächsten Jahren Produktinnovationen hervorbringen können. Der Name des Projekts lässt die damit verbunden hohen Ansprüche erkennen: Speedfactory. Diesmal geht es Gerd also nicht alleine um das Produkt der Zukunft, sondern auch darum, die Fertigung von Produkten der Zukunft durch Innovationen zu verändern. Das ist relativ neu für ihn und die Projektgruppe, aber nicht wirklich neu für die adidas Gruppe an sich.

DER SCHLÜSSEL: DIE VERNETZUNG VON MODERNSTER INFORMATIONSTECHNOLOGIE MIT FERTIGUNGSPROZESSEN UND INNOVATIVEN PRODUKTEN

Damit sie die Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Innovation behaupten kann, hat die adidas Gruppe schon immer einen proaktiven Ansatz verfolgt, um international anerkannte Best Practices zu etablieren und Verbesserungen zu erreichen. Eine der zentralen Innovationen, die kürzlich im Bereich der nachhaltigen Produktionstechniken entwickelt wurde, ist DryDye: eine Technologie, bei der kein Wasser mehr für den Färbeprozess erforderlich ist. Ein weiteres Beispiel ist das Manufacturing Excellence Programm, eine Schlüsselinitiative in der Beschaffungskette der adidas Gruppe, die zum Ziel hat, Produktentwicklung und -fertigung weiter zu optimieren. Ferner hat die adidas Gruppe erst kürzlich eine strategische Kooperation mit BASF bekannt gegeben (Stichwort „Boost“ – Sie erinnern sich?). Beide Unternehmen setzen ihre gemeinsamen Forschungsaktivitäten fort, um neue Hochleistungsmaterialien und modernste Herstellungsprozesse zu entwickeln und so zukünftig noch funktionsfähigere Sportartikel zu kreieren. Dies sind nur ein paar Beispiele dafür, wie die adidas Gruppe die „Future of Manufacturing“ gestalten wird. Speedfactory ist nun die neueste Initiative unter den vielfältigen Aktivitäten.


Weitere Informationen zur SPEEDFACTORY Pilotfabrik in Ansbach findet ihr hier.


„Bei der „Future of Manufacturing“ wird es möglicherweise um neue Materialien oder Produkteigenschaften und -funktionen gehen, die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können. Aber genauso gut könnten es neue Produktionstechniken und neue Methoden sein, wie wir auf unsere Konsumenten und ihre Bedürfnisse eingehen. Wir beschäftigen uns mit vielen Fragestellungen, beispielsweise: wie können wir schneller und flexibler reagieren und wie können wir Umweltbelastungen reduzieren?“, erläutert Gerd Manz das Potenzial des Projekts. adidas-Projektleiter Jan Hill ergänzt:

Die Verbindung von modernster Informationstechnologie mit Fertigungsprozessen und innovativen Produkten wird von entscheidender Bedeutung sein, um zukunftsweisende Antworten zu finden. Speedfactory wird in den nächsten drei Jahren unser Instrument sein um herauszufinden, wie wir die Produktion der Zukunft gestalten können. 

JAN HILL, SENIOR DEVELOPMENT ENGINEER AT ADIDAS

Dies ist einer der Gründe, weshalb sich Produktinnovatoren wie Gerd  und das gesamte Team so intensiv für Speedfactory einsetzen: Im Kern geht es darum, neue Impulse zu setzen und sich kontinuierlich zu verbessern. Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich die Herstellungsmethoden in der Sportartikelindustrie erheblich verändert: von kleinen Unternehmen und Familienbetrieben – mit lokaler und manueller Produktion – hin zu Global Playern mit teils automatisierten Fertigungen und Konsumenten weltweit. Auch zukünftig  wird die Branche regelmäßigen Veränderungen ausgesetzt sein. Schon vor langer Zeit erkannte die adidas Gruppe, dass Innovation über den künftigen Erfolg entscheidet und nur durch sie die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert ist. Deshalb investiert die adidas Gruppe in Initiativen wie DryDye oder das Manufacturing Excellence Programm – und nun auch in Speedfactory.

Unterstützung: Die Bundesregierung bescheinigt „Speedfactory“ großes Potenzial

Zurück zu Speedfactory. Auch die Bundesregierung spielt eine wichtige Rolle. Das Projekt Speedfactory passt perfekt in die „Hightech-Strategie 2020“, den nationalen Plan zur Förderung von Innovation und Technologie und ist auch der Grund,  warum sich die Bundesregierung für die Zukunft der Sportschuh-Produktion interessiert.

Die „Hightech-Strategie“ wurde konzipiert, um eine breite und erfolgreiche Grundlage in Wissenschaft, Forschung, Technologie und Innovation zu schaffen, um damit zu verbesserten Lebensbedingungen der Menschen beizutragen sowie zur Sicherung von Wohlstand und qualifizierten Arbeitsplätzen in Deutschland. Die nationale Agenda wurde im Jahr 2006 auf den Weg gebracht und zur Hightech-Strategie 2020 weiterentwickelt, die heute fünf Tätigkeitsfelder beinhaltet: Klima/Energie, Gesundheit/Ernährung, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation. Dieser Plan umfasst eine klare Struktur und trägt dazu bei, die Forschungs- und Innovationsaktivitäten des Landes auf zehn ausgewählte zukunftsorientierte Projekte zu konzentrieren, die alle bestimmte Ziele im Zusammenhang mit wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen über einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren verfolgen. Konkrete Themen und Projekte dienen hier als Hebel, um innovative Strategien und entsprechende Fahrpläne für ihre Umsetzung zu entwickeln.

Und genau da kommt die Zukunft der Sportschuhe ins Spiel: Eines dieser zehn von der Bundesregierung geförderten Zukunftsprojekte nennt sich „ Industrie 4.0“. Unter diesem Dach befindet sich das Technologieprogramm „AUTONOMIK für Industrie 4.0“. Es  vereint zwölf unterschiedliche Projekte – von denen Speedfactory eines ist.

„Autonomik für Industrie 4.0“ fokussiert sich auf ein neues Produktionszeitalter, in dem Fertigungsprozesse im Laufe der nächsten Jahre zunehmend von innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien (I&K-Technologien) beeinflusst werden. Dementsprechend sieht die Strategie vor, die neuesten I&K-Technologien zu nutzen und beispielsweise den Verbrauch der für den Herstellungsprozess benötigten Energie zu senken und gleichzeitig die betreffenden Prozesse so zu gestalten, dass sie umweltfreundlicher und effizienter hinsichtlich des Materialverbrauchs sind. Damit dem Bedarf an individualisierten Produkten Rechnung getragen werden kann, liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Entwicklungsförderung von hochflexiblen Produktionsinfrastrukturen, die über intelligente, autonome Funktionalitäten verfügen.

Wir freuen uns sehr, Teil dieser Initiative zu sein und neue Wege zu beschreiten. Wir werden auch weiterhin die Grenzen des Möglichen neu definieren und so unsere Spitzenposition im Bereich Innovation weiter ausbauen. 

GERD MANZ,  SENIOR INNOVATION DIRECTOR BEI ADIDAS

Gerd betont: „Speedfactory ist ein hervorragender Rahmen dafür. Für uns bei  der adidas Gruppe ist die Zusammenarbeit mit all unseren spezialisierten Partnern sehr inspirierend. Unser Ziel ist ganz klar: mit den Ergebnissen dieses Projekts werden wir unseren Konsumenten Lösungen anbieten, die sie zum bestmöglichen Sportler machen.“ Und da war es dann wieder: das begeisterte Strahlen in den Augen von Gerd.