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Brazuca – die Geburt einer Ikone

Seien wir mal ganz ehrlich: Es gibt doch einige Möchtegern-Ikonen da draußen. Ist Brazuca, der offizielle Spielball der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014 eine Ikone? Wir gehen der Sache auf den Grund.

Was macht eine Ikone aus? Was bedarf es, um zur Ikone zu werden? Besser als alle anderen sein, und all der Aufmerksamkeit, den Paparazzi und Gerüchten tatsächlich würdig sein. So einige Menschen auf diesem Planeten, darunter Schauspieler, Musiker, Designer und Sportler, stellen sich immer wieder genau diese Frage – in der Hoffnung, dieses Geheimnis zu ergründen, das manchmal  auch auf Produkte zutrifft.

Am 3. Dezember wurde Fußballern, VIPs, Fans und Journalisten in Rio de Janeiro der offizielle Spielball der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ vorgestellt. Es war eine groß inszenierte Veranstaltung. Warum? Weil die Menschen nichts mehr begeistert, bewegt und vereint als eine Fußballweltmeisterschaft. Und der offizielle Spielball war, ist und bleibt dabei immer der Hauptakteur. Der meistdiskutierte Teilnehmer dieser großartigen Veranstaltung. Das Symbol, wenn man so will. 2014 heißt dieser Hauptakteur „Brazuca“. Die große Frage, die es zu beantworten gilt, lautet also: Hat der Brazuca das Zeug zu einer Ikone?

Jede Ikone braucht zunächst einen passenden Namen, der im Gedächtnis bleibt

Im Idealfall ist ein solcher Name einer, den man sich verdient; einer, den man von den Fans bekommt. Im September 2012 schrieben die brasilianischen Fußballfans selbst ein Stück WM-Geschichte, als sie den Namen des offiziellen Spielballs für die WM 2014 wählten: „Brazuca“ – eine im brasilianischen Volksmund gebräuchliche Bezeichnung für den nationalen Stolz auf die brasilianische Lebensart. Ihre Einstellung zum Leben ist wie ihre Einstellung zum Fußball: voller Gefühl, Stolz und Warmherzigkeit. Doch nicht nur der Name sagt viel über diese fußballverrückte Nation. Auch seine Entstehung war typisch brasilianisch.

Brasilien steht bei der Nutzung sozialer Medien weltweit an zweiter Stelle: Mehr als 85% der Bevölkerung sind hier auf Facebook, Twitter und Co. aktiv. So schien es nur natürlich, die Namensfindung im Rahmen einer groß angelegten Aktion in den sozialen Medien stattfinden zu lassen, bei der die brasilianischen Fußballfans ihren Lieblingsnamen selbst wählen durften. Über 1 Million Menschen stimmten für den Namen „Brazuca“, der damit 70% aller Stimmen erhielt und sich klar gegen „Bossa Nova“ und „Carnavalesca“ durchsetzte.

Also: Ein Name, an den man sich erinnert – das hätten wir schon mal.

Dann natürlich: Das Aussehen

Ikonen sind immer Ausnahmeerscheinungen. Sie beeindrucken schon rein äußerlich. Das Design des Brazuca dreht sich ganz um die WM und Brasilien und bringt dies mit drei visuellen Schlüsselelementen zur Geltung: Zum einen die bunten geschwungenen Linien: inspiriert von den berühmten brasilianischen Glücksarmbändern und dem mäanderförmigen Verlauf des großen Amazonas sowie Symbol für die harmonischen, fließenden Formen, die sich in der brasilianischen Natur und auch in der Architektur des Landes wiederfinden. Zum anderen die Farben: hauptsächlich an den brasilianischen Nationalfarben und dem offiziellen Logo der WM 2014 orientiert. Und schließlich die Sterne: das Symbol für einen WM-Sieg auf den Nationaltrikots und angelehnt an die brasilianische Flagge. Geschmack ist bekanntlich eine sehr subjektive und persönliche Sache, und so kann man das Design des Brazuca mögen oder auch nicht. Die Entstehungsgeschichte dieses Designs ist jedoch zweifellos einer Ikone würdig. Sie ist außergewöhnlich und erzählt eine Geschichte, zu der Fans einen Bezug finden.

 

PERFEKTE FORM FÜR ABSOLUTE SPITZENLEISTUNG

Was die Konstruktion betrifft, verkörpert der Brazuca absolute Spitzentechnologie. In ihm vereinen sich Beständigkeit und Fortschritt in perfekter Balance. Elemente, die sich im Tango 12 als ideal bewährt haben, wurden wieder aufgegriffen und einige andere technisch weiter perfektioniert. Der Ball setzt sich aus drei Hauptteilen zusammen: der Butylblase, der Karkasse und der Oberflächenstruktur. Die Oberflächenstruktur bzw. genauer gesagt deren Konstruktion stellt dabei die größte Innovation dar. Nur sechs Panels mit absolut identischer Form und Geometrie fügen sich in perfekter Symmetrie zum Brazuca zusammen. Was ist daran so besonders? Normalerweise besteht ein Ball aus 12, 16 oder sogar 32 Panels. Und wie bei einem Puzzle gilt auch beim Fußball: Je mehr Teile, desto mehr Fehler sind beim Zusammensetzen möglich. Mehr Panels auf einem Fußball bedeuten immer auch mehr Nahtstellen – und jede Nahtstelle, ganz besonders dort, wo zwei oder mehrere zusammenlaufen, ist immer eine Mängelquelle: höhere Wasseraufnahme, weniger Beständigkeit und Langlebigkeit usw. Ein Ball mit nur sechs, dazu noch absolut identischen Panels grenzt daher fast schon an geometrische Hexerei.

Eine perfekte Form für absolute Performance und Kontrolle – der Brazuca kann damit aufwarten. 

adidas Brazuca

Zielstrebigkeit und harte Arbeit

Talent alleine reicht nicht aus, um zur Ikone zu werden – sei es als Künstler, Sportler oder eben als WM-Ball. Um es an die Spitze zu schaffen und sich dort zu behaupten, braucht es genaue Planung, Zielstrebigkeit und harte Arbeit. Und genau damit machte sich adidas vor rund drei Jahren daran, einen Ball zu entwickeln, der unter allen Bedingungen Leistung auf höchster Ebene bringt. Zuverlässig, robust, fair und präzise. Doch wie schafft man das nach wahrer adidas Art in der Tradition von Adi Dassler? „Zuhören, testen, verbessern" – die Formel, die bereits galt, als adidas im Jahr 1954 seine ersten Fußbälle entwickelte.

Brazuca ist der meistgetestete Ball, den adidas je hergestellt hat. Er erfüllt bzw. übertrifft sämtliche FIFA-Standards, entspricht dem neuesten Stand der theoretischen Aerodynamik, wurde umfassenden dynamischen Labortests unterzogen – und vor allem wurde er basierend auf dem Feedback der wahren Fachmänner konzipiert und entwickelt: der Fußballer selbst. In rund zweieinhalb Jahren wurde der Brazuca an verschiedenen Standorten in zehn Ländern auf drei Kontinenten bei den unterschiedlichsten Wetter- und Höhenbedingungen gründlich getestet. An den Tests waren von Torhütern und Verteidigern bis zu Mittelfeldspielern und Stürmern insgesamt 600 Spieler beteiligt, um zu gewährleisten, dass er auf jeder Position die nötige Leistung bringt. Darüber hinaus wurden 280 Spieler befragt, 30% davon standen nicht bei adidas unter Vertrag – denn unabhängiges, ehrliches Feedback gehört zu den unverzichtbaren Grundlagen im Bemühen um Perfektion.

Planung, Zielstrebigkeit und harte Arbeit.

Brazuca im Test

Ikonen arbeiten nur mit den Besten auf höchstmöglichem Niveau

Bei Ikonen aus Fleisch und Blut heißt das in der Regel, nur mit den besten Trainern, den besten Managern, den besten Ärzten oder den besten Beratern zusammenzuarbeiten. Bei einem Fußball äußert es sich in Hightech-Produktion. Der Brazuca wird in China von Longway, einem langjährigen Partner und Lieferanten der adidas Gruppe, hergestellt. Warum China, warum diese Fabrik? Darauf gibt es eine ganz einfache Antwort: Know-how. Seit Beginn der Zusammenarbeit mit der adidas Gruppe im Jahr 1997 hat sich Longway in der Herstellung von Hightech-Bällen als Spezialist etabliert. 2006 riefen Ingenieure und Entwickler beider Unternehmen, Longway und adidas, gemeinsam ein Centre of Excellence ins Leben – den Entstehungsort des Brazuca. Hier wurde der grundlegende Fertigungsprozess, das sogenannte „thermal bonding“,  nahezu perfektioniert. Bei dieser Technik werden die Panels bei einem bestimmten Wärme- und Druckgrad zusammengeklebt, so dass kein einziger Nadelstich  benötigt wird – ein ungemeiner Performancevorteil gegenüber herkömmlich genähten Fußbällen.

Und letztendlich muss eine Ikone vermarktbar sein

Dieser wesentliche Faktor hat im Laufe der langen Geschichte der WM-Bälle von adidas kontinuierlich an Tragweite gewonnen. Seit 1970 entwickelt die Marke für ausnahmslos jede FIFA Fussball-Weltmeisterschaft den offiziellen Spielball. Mit der Zeit sind diese Bälle zunehmend zu begehrten Kultobjekten geworden, denen jeder Fußballfan alle vier Jahre ebenso entgegenfiebert wie der WM selbst. 2010 verkaufte adidas rund 13 Millionen Bälle im Design des Jabulani. Für 2014 ist adidas mehr als zuversichtlich, mit dem Brazuca diese Zahl noch zu übertreffen.

Doch zurück zu unserer ursprünglichen Frage zu Ikonen und was diese ausmacht. Beim Blick auf all die relevanten Faktoren und Anforderungen wird eines deutlich: Status alleine – in diesem Fall der Status als offizieller WM-Ball – ist bei weitem nicht genug. Um eine Ikone zu sein oder solche zu schaffen, braucht es Vorbereitung, gründliche Überlegungen und harte Arbeit. Die Entwicklung des offiziellen Spielballs für die Fußballweltmeisterschaft ist wahrscheinlich der aufreibendste und anspruchsvollste Produktfertigungsprozess der ganzen Branche. Kein anderes Produkt steht so sehr im Rampenlicht und kein anderes Produkt wird so kritisch beäugt, sobald der Anpfiff zum WM-Eröffnungsspiel ertönt. Verdient es der Brazuca, als Ikone der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014TM hervorzugehen? Wenn man die vorangegangene Checkliste durchgeht, hat er definitiv das Zeug dazu. Letztendlich liegt die Wahrheit immer auf dem Platz. Mögen die Spiele also beginnen!