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Drydye Maschine

Technologie und Kreativität – ein erfolgreiches Duo

Jede technologische Neuerung zielt letztlich darauf ab, uns das Leben zu erleichtern. Um dies zu erreichen sind kreative Köpfe gefragt, die herkömmliche Ansichten und Konventionen hinterfragen. Dabei geht es nicht nur um Innovationen, sondern auch darum, neue Wege zu finden, um bekannte Technologien auf andere Bereiche zu übertragen.

Vor 20 Jahren wurde die erste SMS verschickt. Der Rest ist Geschichte. Jedes Jahr werden schätzungsweise 8,6 Billionen Kurznachrichten versendet.

Kurzum: Die Idee, die hinter der SMS steckt, ist ebenso einfach wie genial. Sie ist kurz und bündig, zuverlässig und preiswert. Doch es gibt noch einen anderen Grund, warum sich die SMS durchgesetzt hat – eine Eigenschaft, die auch auf andere erfolgreiche Technologien zutrifft: Sie ist nützlich und mit etwas Kreativität bietet sie schier unbegrenzte Möglichkeiten.

Bekannte Technologien für innovative Zwecke nutzen

So hat die adidas Gruppe zum Beispiel beschlossen, dieses leistungsstarke Kommunikationsinstrument in die Verbesserung ihrer Beschaffungskette einzubinden. Auf diese Weise wird eine größere Nähe zu den Arbeitern in den Fabriken erzeugt, da ein direkter Kontakt möglich wird.

Für uns war es schon immer sehr wichtig, direkte und aussagekräftige Verbindungen zu den Arbeitern in unserer Beschaffungskette aufzubauen.

Frank Henke, Global Director Social & Environmental Affairs der adidas Gruppe

„Jahrelang haben wir Telefon-Hotlines als zusätzlichen Kommunikationskanal genutzt, über den uns die Beschäftigten anrufen konnten, wenn sie der Meinung waren, dass ihre Rechte missachtet werden. Solche Hotlines genießen bei den Arbeitern ein großes Vertrauen, manche  haben dort sogar um Rat in Liebesfragen gebeten! Doch auch wenn diese Methode im Grundsatz sehr hilfreich ist – die Anzahl an Beschwerden, die uns über die Hotline erreichen, ist trotzdem relativ gering“, so Frank Henke weiter.

Das SMS Hotline Projekt

Vor diesem Hintergrund startete die adidas Gruppe 2012 ein Pilotprojekt, bei dem das Potenzial von Mobiltelefonen als zusätzlicher Kommunikationskanal in einigen Zulieferfabriken untersucht werden sollte. Im Rahmen des Projektes werden die Handynummern der Beschäftigten anonym erfasst. So kann die Werksleitung Gruppennachrichten versenden, in denen die Beschäftigten über Sicherheitsfragen oder Richtlinienänderungen informiert werden. Noch weitaus wichtiger ist jedoch, dass auch die Beschäftigten Nachrichten schreiben können, in denen sie die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen, Vorschläge zu unterbreiten oder ihre Sorgen zum Ausdruck zu bringen.

Für dieses Pilotprojekt wurden fünf Fabriken in Indonesien ausgewählt, in denen insgesamt 32.000 Menschen arbeiten. In einem Land, in dem die große Mehrheit der Beschäftigten in den Fabriken ein Handy besitzt und aktiv nutzt, hat dieses Projekt ein gewaltiges Potenzial. „Die bisherigen Ergebnisse sind äußerst vielversprechend. Die Beschäftigten machen regen Gebrauch von diesem Angebot“, resümiert Adelina Simanjuntak, Area Manager Südostasien, die erheblich an der Umsetzung des Projektes beteiligt war. Aufgrund dieser positiven Resonanz plant die adidas Gruppe den schrittweisen Ausbau des Pilotprojektes auf weitere Zulieferfabriken.

Die adidas Gruppe zeigt damit, wie eine etablierte Technologie für innovative Zwecke eingesetzt und entsprechend angepasst werden kann. Dennoch ist dieser Ansatz nicht immer die optimale Lösung, wie eine andere Initiative unter Federführung der adidas Gruppe unterstreicht.

GRUNDLEGENDE ANNAHMEN IN FRAGE STELLEN

Die Technologien zum Färben von Textilien haben sich zwar über die Jahre weiterentwickelt, aber das Problem des extrem hohen Wasserverbrauchs ist weiterhin vorhanden. So werden 25 Liter Wasser zum Färben eines einzigen T-Shirts benötigt.

Es ist bekannt, dass die Textilfärbeindustrie zu den größten Wasserverbrauchern zählt. Wir suchten deshalb nach Möglichkeiten, dies zu ändern.

PHILIPP MEISTER, ADIDAS MANAGER FOR SUSTAINABLE MATERIALS

Und so machte sich die adidas Gruppe vor einigen Jahren zusammen mit ihrem langfristigen strategischen Zulieferpartner, der Yeh Group, daran, etwas dagegen zu tun. „Wir haben beschlossen, die Entwicklungsmaßnahmen der Yeh Group zu unterstützen. Dazu haben wir uns an der Weiterentwicklung ihrer Erkenntnisse beteiligt, um eine kommerzielle Nutzung in die Wege zu leiten“, sagt Philipp Meister. Das Ergebnis: eine revolutionäre Technologie, bei der im Färbeprozess überhaupt kein Wasser mehr benötigt wird. Denn anstelle von Wasser kommt unter Druck stehendes Kohlendioxid zum Einsatz. Diese Methode zum „trockenen Färben“ erhielt den Namen „DryDye“.

adidas DryDye

adidas by StellaMcCartney DryDye Kollektion

2012 brachte adidas als erste Marke eine DryDye Kollektion auf den Markt. Seitdem wächst der Anteil von DryDye Materialien stetig in allen Kollektionen und Produktkategorien. Dabei werden enorme Wassereinsparungen beim Färben erzielt. Dank der konsequenten Anwendung konnte die adidas Gruppe 2013 1 Million Yard (ca. 914.400 Meter) per DryDye Verfahren gefärbte Textilien produzieren.

DryDye ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Innovationen entstehen: indem grundlegende Annahmen in Frage gestellt werden. Für Philipp Meister und sein Team war der Ausgangspunkt: „Braucht man zum Färben wirklich unbedingt Wasser?“ Auf diese Weise haben sie einen Prozess entwickelt, der nicht nur ohne Wasser auskommt, sondern darüber hinaus zahlreiche positive Nebeneffekte hat: es werden auch weniger Energie und weniger Chemikalien benötigt. Ein wegweisender Durchbruch für die gesamte Branche.

Bei  der adidas  Gruppe ist Innovation mehr als ProduktEntwicklung

Beide Geschichten – die von Adelina Simanjuntak und Philipp Meister – zeigen, welch große Rolle Kreativität und offenes Herangehen bei der Technologieentwicklung spielen. Und sie beweisen, dass sich Innovationen bei der adidas Gruppe nicht nur um Produktkonzepte wie den leichtesten Fußballschuh aller Zeiten drehen. Vielmehr erstreckt sich der Innovationsgedanke auch auf alle anderen Bereiche unseres Geschäfts, darunter auch Nachhaltigkeit.

 

Titelbild © DyeCoo Textile Systems BV