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Nur Männer, die Fußball spielen? Die Weltmeisterschaft ist so viel mehr...

Alle vier Jahre wiederholt es sich: Männer aus aller Welt betreten das Spielfeld und kämpfen um den Sieg. Vier Wochen später hebt ein Team stolz den Pokal in die Luft und am nächsten Tag gehen wir wieder zur Tagesordnung über. Doch erfreulicherweise gibt es etwas, das bleibt.

Es ist der größte Irrglaube zu behaupten, die WM sei nicht viel mehr als eine scheinbar nie endende Werbe- und Marketingkampagne, die die Welt dazu einlädt, bei einer vier Wochen dauernden Party mitzufeiern und unbeschwert Spaß zu haben. Im Anschluss verabschieden sich alle wieder und das Gastgeberland wird mit dem großen Aufräumen zurückgelassen. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Das Turnier selbst ist nicht der Abschluss einer kommerziellen Kampagne, sondern sehr oft nur ein Zwischenstopp auf einer Reise, die langfristigen Nutzen bringt: Wie die Schaffung neuer Arbeitsplätze,  eine Verbesserung der lokalen Infrastruktur, die Umsetzung sozialer Projekte sowie eine Image-Verbesserung und damit verbunden auch mehr Tourismus.

Deutschland 2006: von kalt und unfreundlich hin zu warm und gastfreundlich

Wenn die ganze Welt zuschaut, steht viel auf dem Spiel. Doch dies bringt die einmalige Chance mit sich, alte Stereotypen aus der Welt zu schaffen und – innerhalb von nur vier Wochen – ein positives Image zu erzeugen, das dann Bestand haben könnte. Nie wurde dies deutlicher als im Jahr 2006, als die WM in Deutschland stattfand. Was wie eine logische Entscheidung wirkte – Deutschland ist immerhin eine Fußballnation mit langer Tradition –, wurde von vielen Deutschen nicht unbedingt begeistert aufgenommen. Und zum damaligen Zeitpunkt von vielen potenziellen Besuchern noch viel weniger. Wie kann ein Land, dessen Einwohner klischeehaft als unfreundlich und emotionslos betrachtet werden, ein Land, wo es scheinbar unaufhörlich regnet und dem seine schreckliche Vergangenheit anhaftet, Gastgeber der größten Party der Welt sein? Nun – es zeigte sich, Deutschland konnte es. Und das gar nicht so schlecht ...

Die Deutschen empfingen die Welt mit offenen Armen und mit jedem sonnigen Tag, der ins Land zog, schlossen sie allmählich Frieden mit ihrer eigenen Geschichte. Nach mehr als sechzig Jahren, in denen jede Art von Patriotismus unterdrückt wurde, war es ganz plötzlich in Ordnung, die deutsche Flagge laut und stolz in aller Öffentlichkeit zu schwingen. Nur einige Wochen zuvor war dies undenkbar erschienen. Und gleichzeitig waren die Besucher überrascht, wie freundlich und schön Deutschland in Wirklichkeit war – ganz anders als sie gelesen, gehört oder gedacht hatten. Zwar hat die deutsche Mannschaft in jenem Jahr nicht gewonnen, die deutsche Nation aber sehr wohl. Und dieses neue Zusammengehörigkeitsgefühl, das die WM auslöste, endete nicht mit dem Schlusspfiff. Die Welt wurde unmittelbar Zeuge, dass Deutschland eine Nation offener, dynamischer und aufgeschlossener Menschen ist, die motiviert nach vorne blicken. Die Gastgeber nahmen diese positive Energie auf und starteten damit durch. Die überwältigenden positiven Auswirkungen, die die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 2006 in den Jahren nach dem Turnier auf Deutschlands Tourismus, Wirtschaft und Image hatte, wurden ausführlich dokumentiert. 

2006 - FIFA Fussball Weltmeisterschaft in Deutschland

Keine vierwöchige Show, sondern eine langfristige Wirkung beim nächsten Zwischenstopp

Für 2014 in Brasilien ist die Situation natürlich eine völlig andere. Die Brasilianer, bekannt als eine sehr aufgeschlossene, farbenfrohe, leidenschaftliche und temperamentvolle Nation, werden zweifelsohne die Welt mit offenen Armen empfangen und mit Stolz ihre Nationalflagge schwingen. Sicher gibt es, wie bei allen Sportveranstaltungen der letzten Jahre in der Größenordnung einer Fußballweltmeisterschaft, im Vorfeld einige Herausforderungen und auch kritische Stimmen. Doch sobald das Eröffnungsspiel am 12. Juni beginnt, wird die ganze Nation vereint und voller Stolz ihre unermessliche Liebe für dieses wunderbare Spiel zeigen und ihre volle Energie dem Anfeuern ihrer Mannschaft widmen. Völlig unabhängig vom Erfolg der brasilianischen Mannschaft auf dem Spielfeld im Juni und Juli profitieren bereits jetzt einige Kinder und Familien von diesem Event in ihrem Heimatland, da viele großartige langfristige Initiativen bereits angelaufen sind.

Partnerschaften für sozialen Wandel

Um Sport als ein Mittel zu nutzen, das Lebenskompetenz und Werte vermittelt und das noch lange nach dem WM-Finale zu einem sozialen Wandel im Land beiträgt, ging adidas Brasilien 2011 eine Partnerschaft mit der lokalen Nichtregierungsorganisation Gol de Letra ein, um Ginga Social ins Leben zu rufen. Hierbei handelt es sich um ein sportbasiertes Programm, das Kinder nach dem Unterricht in Anspruch nehmen können. Es wurde in fünf brasilianischen Städten eingeführt und unterstützte schon insgesamt 2.200 Kinder sowie deren Familien in einem Land, wo 85% der Bevölkerung in städtischen Ballungsräumen leben und wo Raum für Sport und Freizeit knapp und teuer ist. Es ermutigt Kinder auch, sich einzubringen und bietet ihnen als Belohnung besondere Möglichkeiten. So hatten beispielsweise beim FIFA Confederations Cup 2013 einige ausgewählte Kinder von Ginga Social ein unvergessliches Erlebnis, als sie als Fahnenträger die weltbesten Fußballspieler auf den Platz begleiten durften.

 

Ginga Social in Brasilien

Die WM an sich dient nur als ein Zwischenstopp auf der Reise. Das wird auch anhand vieler weiterer Beispiele deutlich, die nicht auf das Turnier beschränkt sind, aber direkt damit in Verbindung stehen. Circa 14.000 Kilometer entfernt von den Stadien, in denen in diesem Sommer der WM-Ball rollen wird, liegt der Distrikt Sialkot in Pakistan, einem Land, aus dem die adidas Gruppe seit über 30 Jahren Fußbälle bezieht. Im Rahmen ihrer Partnerschaft mit der FIFA und mit dem allgemeinen Ziel des erfolgreichen Kampfs gegen die Beschäftigung minderjähriger Arbeiter in der Fußballherstellung unterstützt die adidas Gruppe die lokale Nichtregierungsorganisation Sudhaar mit finanziellen Mitteln. Die Organisation bietet Bildung, schulische Infrastruktur und Sportprogramme in den ländlichen Gemeinden der Gegend, um Kinderarbeit, Arbeitslosigkeit und mangelnder Bildung zu begegnen. Seit dem Beginn der Partnerschaft zwischen adidas und Sudhaar im Jahr 2002 kommt die Unterstützung 28.000 Kindern aus 138 verschiedenen Schulen zugute, die aus einkommensschwachen Familien stammen.

Gute Schulbildung für alle: Sudhaar, Pakistan

Dies ist nicht das einzige Beispiel, wo die Partnerschaft zwischen der FIFA und adidas einen nachhaltigen Einfluss auf diverse Regionen der Welt hat, indem die Macht des Fußballs für soziale Entwicklung genutzt wird. Das Austauschprogramm „Football for Hope“ von adidas vereint als Teil der FIFA-Initiative „Football for Hope“ das Wissen, die Expertise sowie finanzielle Mittel mehrerer Organisationen der ganzen Welt, wie beispielsweise streetfootballworld oder adidas und Coerver® Coaching. Auf regelmäßiger Basis ermöglicht das Programm Organisationen, die sich über den Fußball aktiv für Entwicklungsarbeit engagieren, sich auszutauschen und wichtige Expertise zu erlangen. So werden Coaches direkt vor Ort unterstützt und dadurch sozialer Wandel und Bildungsmöglichkeiten in mehreren Gemeinden gefördert.

Nur ein Zwischenstopp

Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Und es ist ein Beweis dafür, dass Fußball und Sport im Allgemeinen eine Macht besitzen, die nicht auf einen Platz oder ein Stadion oder ein vierwöchiges Turnier alle vier Jahre begrenzt ist. In Wahrheit ist die Reichweite wesentlich größer und nachhaltiger. Fußball und die WM im Besonderen geben Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt essenzielle Hilfsmittel, die ihr Leben entscheidend beeinflussen und die zu einem dauerhaft positiven sozialen Wandel beitragen. Wenn also in diesem Sommer eine Mannschaft den Pokal in die Luft gehoben hat, Fotos geschossen wurden und die WM vorbei ist, wird das nicht das Ende einer Werbeveranstaltung sein. Für Brasilien und seine Menschen ist dies nur ein Zwischenstopp auf einer Reise, die in der Tat länger als nur vier Wochen dauert und so viel mehr bedeutet als nur Männer, die Fußball spielen.