Wir haben nur begrenzte Kontrolle über die direkten Umweltauswirkungen der Fertigungsprozesse unserer Produkte und darüber, wie sich unsere Zulieferer verhalten. Am besten können wir die Umweltauswirkungen in den Produktionsbetrieben unserer Zulieferer dadurch beeinflussen, dass wir die Einführung von Umweltmanagementsystemen fördern. Wir haben alle unsere Hauptzulieferer bereits dazu verpflichtet, ein solches System einzuführen. Damit ein Managementsystem zertifiziert werden kann, müssen die Manager eines Betriebs ihre eigene Umweltbilanz planen, managen und überprüfen.
Im Jahr 2008 waren 20 Sportschuhlieferanten gemäß der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 und dem Arbeitssicherheits- und -gesundheitsstandard OHSAS 18001 zertifiziert. Diese Betriebe produzierten etwa 73% unseres globalen Beschaffungsvolumens im Bereich Sportschuhe.
Land
Anzahl der Sportschuhlieferanten
ISO
14001
OHSAS
18001
2008
2007
2008
2007
2008
2007
Argentinien
1
2
-
-
-
-
Brasilien
2
3
-
-
-
-
China
11
12
9
12
9
12
Deutschland
1
1
1
1
1
1
Indien
1
1
-
-
-
-
Indonesien
8
6
4
3
4
3
Italien
1
1
-
-
-
-
Korea
-
1
-
1
-
-
Philippinen
1
-
-
-
-
-
Thailand
1
1
-
-
-
-
Vietnam
11
7
6
5
6
4
Gesamt
38
35
20
22
20
20
1 Mit Ausnahme von Rockport-Schuhlieferanten und Zulieferern der Lizenznehmer
VOCs (Volatile Organic Compounds) - flüchtige organische Verbindungen - sind in Lösungsmitteln enthalten, die in der Produktion eingesetzt werden. Sie können zu Atemproblemen und anderen Gesundheitsbeschwerden bei den Beschäftigten führen. Unser Ziel ist eine durchschnittliche VOC-Emission von 20 g/Paar Schuhe. Die Schuhlieferanten des adidas Konzerns haben die VOC-Emissionen von 130 g/Paar im Jahr 1999 auf 21,1 g/Paar im Jahr 2008 reduziert. In diesen Wert sind nahezu alle unsere Sportschuhfabriken einbezogen.
Der Treibstoffverbrauch für den Transport von Produkten aus den Herstellerländern zu den jeweiligen Vertriebsmärkten verursacht Kohlendioxidemissionen, die wesentlich zur Klimaveränderung beitragen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Umweltauswirkungen zu reduzieren, die durch den Transport unserer Produkte entstehen. Unser grundsätzliches Ziel ist es, diese Auswirkungen dadurch zu verringern, dass wir nur mit solchen Transportunternehmen zusammenarbeiten, die über vernünftige Umweltmanagementsysteme verfügen. Außerdem möchten wir insbesondere die Anzahl von Luftfrachtsendungen so gering wie möglich halten. Um die Umweltauswirkungen unseres Transports zu reduzieren, setzen wir überwiegend Schiffstransporte ein.
Im Vergleich zu 2007 konnten wir in unseren wichtigsten Produktkategorien einen Anstieg des Schiffstransports und eine Reduzierung des Lufttransports feststellen. Grund hierfür sind weitere Verbesserungen bei der Produktions- und Logistikplanung mit den Fabriken.
Frachttyp
2008
2007
2006
2005
Sportbekleidung
Lkw
17%
18%
21%
22%
Schiffstransport
77%
74%
72%
73%
Lufttransport
6%
7%
6%
4%
Schiffs- und Lufttransport
1%
1%
1%
1%
Sportzubehör²
Lkw
2%
3%
3%
4%
Schiffstransport
96%
94%
95%
95%
Lufttransport
2%
3%
2%
1%
Schiffs- und Lufttransport
0%
0%
0%
0%
Sportschuhe
Lkw
2%
8%
2%
3%
Schiffstransport
96%
89%
97%
96%
Lufttransport
2%
3%
1%
1%
Schiffs- und Lufttransport
0%
0%
0%
0%
1 In Prozent der Gesamtzahl der transportierten Produkte 2 Accessoires und Ausrüstung
Im Jahr 2004 wurde eine Reihe detaillierter Umweltindikatoren entwickelt und vorwiegend in den Sportschuhfabriken unserer Zulieferer eingeführt, um die Umweltauswirkungen der Schuhproduktion zu messen, zu verfolgen und zu analysieren. Anhand dieser Indikatoren können wir den durchschnittlichen Verbrauch der wichtigsten Rohstoffe pro hergestelltem Paar Sportschuhe durch unsere wichtigsten Schuhlieferanten in Asien berechnen. Die in diesem System erfassten Lieferanten kommen für mehr als 95% der Sportschuhproduktion des adidas Konzerns auf.
Durch das kontinuierliche Kontroll- und Feedback-System konnte die allgemeine Qualität der Daten verbessert werden. Dennoch haben wir bei den täglichen Betriebsabläufen noch immer eine mangelnde Verantwortlichkeit in Hinblick auf die Datenverwaltung festgestellt. Um die interne Anwendung weiter zu verbessern, werden nun neue Anreize für Fabriken eingeführt und getestet, um ab 2009 das bisherige System zur Datenaufzeichnung zu ersetzen. Einer dieser Anreize besteht darin, Ansätze zu entwickeln, aus denen klar und deutlich die erheblichen Einsparpotenziale hervorgehen, die durch das Ressourcen- und Kostenmanagement unter Einsatz ausgereifter Datenverwaltung erreicht werden können.
Durchschnittlicher Rohstoffverbrauch/ Paar Sportschuhe