„Passt gut auf Euch auf!“, ruft die Mutter ihren Kindern hinterher. Die Kinder drehen sich um, lachen und winken ihrer Mutter noch einmal zum Abschied zu. James, Kgomotso und Sphiwe machen sich auf den Weg zur Schule. Ihre Mutter geht ins Haus zurück, um ihre vier anderen Kinder für den Kindergarten fertig zu machen.
Ein ganz normaler Tag – eine ganz normale Familie. Und doch gibt es einen Unterschied: Die Mutter, die ihre Kinder soeben liebevoll verabschiedet hat, ist eine SOS-Mutter. Das Haus ist das Familienhaus Nummer 29, das „adidas Haus“ im SOS-Kinderdorf in Rustenburg. Auch die Kinder haben eine besondere Geschichte zu erzählen. Sie haben bereits viel durchgemacht und einige traumatische Erlebnisse hinter sich, aber nun leben sie in einem SOS-Kinderdorf, wo sie die nötige Unterstützung erhalten.
Eine solide Basis für ein eigenständiges Leben
SOS will den Kindern das geben, was sie benötigen, um später ein eigenständiges Leben zu führen: die Liebe einer Mutter, die Sicherheit durch die Familie und eine anständige Schulausbildung. Darüber hinaus unterstützt SOS die Kinder auch, indem sie ihre Talente fördert und ihr Vertrauen in ihre Fähigkeiten stärkt. So können die Kinder beispielsweise selbst wählen, welche Freizeitaktivitäten sie gerne ausüben möchten. Sport steht dabei an erster Stelle. Der 14-jährige James geht zum Beispiel jeden Tag zum Fußballtraining. Er ist ein sehr guter Stürmer und hat bereits zwei Auszeichnungen erhalten. Sphiwe (16) hingegen ist begeisterter Basketballer. Als bester Spieler seiner Schule darf er dieses Jahr nach Durban reisen. Auch die anderen Kinder des Hauses Nummer 29 sind sehr sportbegeistert. Liegt das vielleicht daran, dass adidas den Bau dieses Hauses unterstützt hat?
Integration in die Gemeinschaft
Das SOS-Kinderdorf in Rustenburg ist besonders gut in der Gemeinde integriert. Die SOS-Familienhäuser, die sich in einem Neubaugebiet befinden, unterscheiden sich nicht von denen ihrer Nachbarn. Diese sind jederzeit willkommen, an Veranstaltungen und Feiern teilzunehmen. Die Menschen unterstützen sich gegenseitig im Alltag; die SOS-Kinder spielen mit den Kindern aus der Nachbarschaft und fühlen sich als Teil der Gemeinschaft.
SOS-Kinderdorf Rustenburg und adidas
SOS setzt sich seit fast 30 Jahren in Südafrika ein, denn die Organisation weiß um die zahlreichen Probleme dieses Landes. Bereits als in Südafrika noch Apartheid herrschte wurde das erste SOS-Kinderdorf in Ennerdale, etwa 30 km südlich von Johannesburg entfernt, eröffnet. Dies war ein erster Schritt, denn auch in vielen anderen Provinzen des Landes gab es noch großen Bedarf an SOS-Kinderdörfern. Nach dem Ende der Apartheid wurden die Aktivitäten von SOS gut angenommen und von den politischen Führern des Landes tatkräftig unterstützt. Zu den ersten und prominentesten Unterstützern zählten der ehemalige Präsident Nelson Mandela und der Erzbischof Desmond Tutu.
Rustenburg, das jüngste SOS-Kinderdorf in Südafrika, wurde unter dem Motto "6 Dörfer für 2006" gebaut. Vier Jahre nach dieser erfolgreichen Wohltätigkeitsinitiative und der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland waren alle zehn Häuser des Dorfes mit insgesamt 41 Mädchen und 39 Jungen, die dort glücklich mit ihren SOS-Müttern leben, voll besetzt. adidas unterstützte nicht nur den Bau des Familienhauses Nummer 29, sondern trägt auch die Kosten für den täglichen Lebensunterhalt und die schulische Ausbildung der dort wohnenden Kinder.