Seit mehr als 30 Jahren bezieht der adidas Konzern Fußbälle aus Pakistan.
Sialkot, das pakistanische Zentrum der Fußballherstellung, wurde immer wieder mit dem Thema Kinderarbeit in Verbindung gebracht. Um dem entgegenzuwirken, wurde durch eine branchenweite Initiative mit Unterstützung durch die Internationale Arbeitsorganisation, die FIFA und UNICEF ein unabhängiges und eigenverantwortliches Gremium geschaffen, das die Einhaltung des Verbots der Kinderarbeit überwacht.


Ursachen für Kinderarbeit sind vor allem Armut, Arbeitslosigkeit und fehlende Bildung. Seit 2002 unterstützt adidas die lokale Nicht-Regierungsorganisation Sudhaar bei ihrem Programm zur Verbesserung von Bildungseinrichtungen, schulischer Infrastruktur und Sport. In dessen Rahmen sollen die Bildungsstandards, der Zugang zu Bildung sowie die Möglichkeiten für den Schulbesuch in den ländlichen Gemeinden der Region verbessert werden.
Erfolge des Programms
Seit Beginn der Zusammenarbeit zwischen dem adidas Konzern und Sudhaar profitierten rund 25.000 Kinder in 138 Schulen im Distrikt Sialkot von dem Programm. Etwa 27 % der Kinder stammen aus Familien, die in der Fußballherstellung arbeiten.

Unsere Initiativen zeigen Kindern, dass sie als Person wichtig sind, dass sich Menschen um ihr Wohlbefinden sorgen, und dass es sich lohnt, zur Schule zu gehen. Durch das Projekt des adidas Konzerns wurde das Sportangebot in den Schulen gestärkt. So wurden beispielsweise Fußballligen für den Nachwuchs gegründet, kostenlose Trainings angeboten und Turniere veranstaltet, die das Vertrauen und die Fähigkeiten der Schüler stärken.
Bei einem dieser Turniere im Jahr 2011 trugen die sechs teilnehmenden Mannschaften Ausrüstung von adidas und spielten zudem mit adidas Bällen – genauso wie die großen internationalen Stars. Auch einige unserer Zulieferbetriebe in Pakistan schauten vorbei, um so ihre Unterstützung für das Projekt zu zeigen. Auf den Bannern am Spielfeldrand waren verschiedene Botschaften zu sehen, die sich für Kinderrechte, insbesondere das Recht auf Bildung und Spiel, aussprachen.
Die Teilnehmer stammten aus Gemeinden, in denen die Einkommen der Familien entweder direkt oder indirekt mit der Fußballherstellung in Verbindung stehen. Veranstaltungen wie diese stärken die einfache Idee, dass „Erwachsene die Bälle herstellen und Kinder damit nur spielen sollten“.

Shahzad Ahmad, 12-jähriger Kapitän des zweitplatzierten Teams, war voller Begeisterung: „Es war einfach super, solch aufregende Spiele zu bestreiten – auch wenn wir das Finale verloren haben. Wir werden weiter trainieren und nächstes Jahr als Sieger vom Platz gehen.”
Hammad Akhter, Vizekapitän der Gewinnermannschaft, zeigte sich ebenfalls enthusiastisch: „Das Turnier hat viel Spaß gemacht und wir sind stolz, als ungeschlagener Sieger aus dem Turnier hervorzugehen. Unser Trainer hat gleich ein Fest organisiert, um unseren großen Erfolg zu feiern!“