Einhaltung von Standards

Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2012 in London

Im Jahr 2008 wurde adidas UK Offizieller Sportswear Partner der Olympischen Spiele 2012 in London.

Das London Organising Committee for the Olympic Games and Paralympic Games (LOCOG) hat seinen Partnern einen Kodex zur nachhaltigen Beschaffung von Produkten auferlegt. In diesem Kodex werden vier Kernprinzipien genannt, die alle Geschäftspartner beachten müssen: verantwortungsvolle Beschaffung der Produkte, Einsatz von Sekundärstoffen, Minimierung der Umweltauswirkungen und schadstofffreie Materialien.

Lesen Sie den nachfolgenden Artikel von Phil Cumming, LOCOG Sustainability Manager, über die Anforderungen des Organisationskomitees, und im Anschluss unseren Ansatz, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Olympische und Paralympische Spiele 2012 in London: „Towards a One Planet 2012“ („Für eine Welt 2012“)

Phil Cumming, Corporate Sustainability Manager des London Organising Committee for the Olympic Games and Paralympic Games (LOCOG) erläutert, welche Rolle die britischen Geschäftspartner wie adidas auf dem Weg zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Olympischen Spiele 2012 spielen. Alle Partner müssen Verfahren einführen bzw. weiterentwickeln, die auf den vier Kernprinzipien basieren. LOCOG würdigt unser Engagement, diese Aufgabe erfolgreich zu meistern.

„Die ersten nachhaltigen Olympischen und Paralympischen Spiele“ . Mit dieser Vision und diesem Versprechen bewarb sich London beim Internationalen Olympischen Komitee im Jahr 2005 um die Austragung der Olympischen Spiele 2012. Die Olympischen Spiele 2012 werden der Welt vor Augen führen, wie nachhaltige Veranstaltungen und Stadtplanung in Zukunft aussehen können. Diese Spiele werden uns zeigen, dass wir durch Veränderungen in der Art, wie wir bauen, leben, spielen, arbeiten, Geschäfte machen und reisen, mit den verfügbaren Ressourcen ein glückliches und gesundes Leben führen können.

Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, müssen alle Menschen ihren Beitrag leisten. Geschäftspartnern von LOCOG, wie adidas, kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu, da ihre Produkte ein entscheidender und zudem äußerst sichtbarer Bestandteil der Spiele sein werden.

Damit London 2012 seine Nachhaltigkeitsziele für die Spiele erreichen kann, stehen die Partner, Zulieferer und Lizenznehmer vor der Herausforderung, Verfahren auf Grundlage der nachfolgenden vier Prinzipien einzuführen bzw. weiterzuentwickeln:

  • Verantwortungsvolle Beschaffung – Gewährleistung, dass die Beschaffung und Herstellung von Produkten und Dienstleistungen gemäß international anerkannter Umwelt-, Sozial- und Ethik-Richtlinien bzw. -Standards erfolgt.
  • Einsatz von Sekundärstoffen – Maximierung des Einsatzes von Materialien aus wiederverwerteten bzw. recycelten Inhaltsstoffen, Minimierung von Verpackungsmaterial und Ausrichtung der Produktentwicklung auf Wiederverwertung bzw. Recycling.
  • Minimierung der Umweltauswirkungen¹ – Maximierung der Ressourcen- und Energieeffizienz bei den Fertigungs- und Beschaffungsprozessen, um die Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten.
  • Schadstofffreie Materialien – Gewährleistung, dass nur geeignete Substanzen und Materialien eingesetzt werden, um die Gesundheit der Menschen sowie die Umwelt zu schützen.

Diese Prinzipien finden sich im Kodex zur nachhaltigen Beschaffung des LOCOG wieder. Alle Partner sind vertraglich verpflichtet, die entsprechenden Richtlinien und Anforderungen einzuhalten. Dazu gehört auch, dass gegenüber dem LOCOG die Standorte der Produktionsstätten offengelegt werden, die Produkte für die Olympischen Spiele 2012 in London fertigen. Des Weiteren müssen diese Produktionsstätten in der Datenbank Supplier Ethical Data Exchange (Sedex) registriert werden. Über Sedex können Unternehmen Daten zur ethischen Leistung der Hersteller untereinander austauschen.

Als britischer Partner und Lizenznehmer des LOCOG hat sich adidas verpflichtet, das Organisationskomitee bei der Erreichung seiner Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Dazu zählt auch, für die Spiele Produkte mit nachhaltigen Inhaltsstoffen bereitzustellen. Sämtliche von adidas für die Spiele bereitgestellten Produkte, darunter die Ausrüstung für die etwa 70.000 Helfer sowie vom LOCOG lizenzierte Produkte, enthalten nachhaltige Stoffe, die aus den genehmigten Materialien im Rahmen des „Better Place“ Programms von adidas stammen.

„adidas hat sehr hart gearbeitet, um die hohen Standards in seiner Beschaffungskette, darunter die Beschäftigungs- und Arbeitsplatzstandards, unter Beweis zu stellen. adidas hat anspruchsvollen Leistungsindikatoren für seine Zulieferer und Nähbetriebe zugestimmt, die für die Fertigung der Produkte für London 2012 ausgewählt wurden. adidas nutzt jede Möglichkeit, durch die Kooperation mit LOCOG seinen Nachhaltigkeitsanspruch weiter zu stärken. Wenn adidas nach den Olympischen Spiele 2012 in London als weltweit führender Sportartikelhersteller im Bereich Nachhaltigkeit anerkannt wird, zeigt dies wieder einmal, wie wir die Bedeutung der Spiele nutzen, um Änderungen anzustoßen.“

¹ Hierunter sind sämtliche Auswirkungen zu verstehen, die mit der Herstellung und dem Vertrieb eines Produkts bis hin zu seinem Einsatzort einhergehen. Dazu zählen die benötigten Energie- und Wasserressourcen für den Anbau bzw. die Gewinnung der Rohstoffe zur Herstellung des Produkts wie auch die bei Fertigung und Vertrieb anfallenden Abfallmengen und Emissionen.

Unser Ansatz

Im Jahr 2009 haben wir die Schritte festgelegt, die wir im Vorfeld der Olympischen Spiele in London ergreifen müssen, um ab 2010 mit der Herstellung und dem Vertrieb von LOCOG-Lizenzprodukten die vier Kernprinzipien des LOCOG-Kodex einzuhalten.

Verantwortungsvolle Beschaffung
Gewährleistung, dass die Beschaffung und Herstellung von Produkten und Dienstleistungen gemäß international anerkannter Umwelt-, Sozial- und Ethik-Richtlinien bzw. -Standards erfolgt.
Alle für die Fertigung der lizenzierten LOCOG-Produkte ausgewählten direkten Zulieferer und Nähbetriebe: 2010 2011 2012
Haben eindeutige Anweisungen über ihre Pflichten als Zulieferer für lizenzierte LOCOG-Produkte erhalten
Müssen die „Workplace Standards” des adidas Konzerns einhalten
Sind im Sedex-System (Supplier Ethical Data Exchange) registriert
Werden von Mitarbeitern des adidas Konzerns regelmäßig hinsichtlich der Einhaltung von Beschäftigungs-, Sicherheits- und Gesundheitsstandards geprüft
Erfüllen festgelegte Leistungsindikatoren, die die Herstellerbetriebe in Bezug auf Einhaltung der Vorschriften bewerten
Verfügen über einen Managementplan, der das Programm des Herstellerbetriebs zur Einhaltung der Vorschriften sowie zukünftige Zielvorgaben enthält
Einsatz von Sekundärstoffen
Maximierung des Einsatzes von Materialien aus wiederverwerteten bzw. recycelten Inhaltsstoffen, Minimierung des Verpackungsmaterials und Ausrichtung der Produktentwicklung auf Wiederverwertung bzw. Recycling.
  2010 2011 2012
Sämtliche von adidas lizenzierten Produkte für die Olympischen Spiele sowie von Sportlern beim Wettkampf getragenen Produkte enthalten umweltfreundliche Materialien. Diese werden auf Grundlage einer Liste an Materialien ausgewählt, die einer eingehenden Umweltbewertung unterzogen wurden. Vorzugsweise werden recycelte oder recyclingfähige bzw. Bio-Materialien verwendet.    
In den Jahren vor den Spielen wird adidas in immer mehr Produkten umweltverträglichere Materialien einsetzen.
Im Vorfeld der Spiele in London werden kontinuierliche Anstrengungen zur Senkung der Umweltauswirkungen sowie zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit des Verpackungsmaterials unternommen. Im Rahmen dieser Bemühungen werden sämtliche Schuhkartons für London 2012 zu 100% aus recycelten Materialien bestehen, Druckfarben auf Sojabasis enthalten sowie frei von Klebstoffen sein. Alle Versandkartons werden vorwiegend aus recycelten Materialien bestehen. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Wegen, mehrere Produkte sicher in einer einzigen Verpackung zu versenden. Darüber hinaus erforschen wir praktikable umweltfreundliche Alternativen zu Verpackungsmaterialien für Bekleidungsprodukte.    
Minimierung der Umweltauswirkungen
Maximierung der Ressourcen- und Energieeffizienz bei den Fertigungs- und Beschaffungsprozessen, um die Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten.
  2010 2011 2012
Alle direkten Zulieferer sowie deren wichtigste Materiallieferanten, die für die Produktion lizenzierter LOCOG-Produkte mit dem adidas-Logo ausgewählt wurden, müssen ihre Standorte eingehenden Umweltprüfungen unterziehen. Anhand dieser Bewertungen werden individuelle Programme zur Verbesserung der Umweltauswirkungen in Fabriken erarbeitet. Die Fortschritte der Betriebe werden regelmäßig überwacht.
adidas ist bestrebt, die Umweltauswirkungen seiner Produkte durch die sorgfältige Auswahl von Materialien und Mustern zu reduzieren.
Schadstofffreie Materialien
Gewährleistung, dass nur geeignete Substanzen und Materialien eingesetzt werden, um die Gesundheit der Menschen sowie die Umwelt zu schützen.
  2010 2011 2012
Lizenzierte LOCOG-Produkte müssen die Richtlinien des adidas Konzerns zu Gefahrstoffen sowie die im LOCOG Kodex zur nachhaltigen Beschaffung aufgelisteten Standards erfüllen.
Weitere Informationen zu unserem Engagement für die Umwelt bei der Produktenwicklung.