„Als weltweit tätiges Unternehmen verursachen wir erhebliche Gesamtauswirkungen auf die Umwelt. Um eine gute Strategie zu erarbeiten, muss jeder einzelne Bereich des Unternehmens genauestens untersucht werden, um herauszufinden, wo die größten Umweltbelastungen entstehen. Daraufhin können wir dann einen Plan erstellen, um die Umweltverträglichkeit zu erhöhen“, sagt Karin Ekberg, Leiterin der Abteilung Environmental Services des adidas Konzerns. „Bei einer vernünftigen Umweltschutzpolitik geht es darum, natürliche Ressourcen wie Energie oder Wasser viel bewusster und effizienter einzusetzen. Dadurch lassen sich gleichzeitig auch Betriebskosten einsparen.“
Karin Ekberg deutet auf die Chancen hin, die sich im Markt ergeben: „Unser Unternehmen kann auf eine herausragende Geschichte an Innovationen zurückblicken, auf die wir bei der Entwicklung neuer, nachhaltiger Produktkonzepte aufbauen können.“
Durch die Berücksichtigung aller Faktoren in den Geschäftsbereichen bzw. der Wertschöpfungskette, wie Karin Ekberg sie nennt, wurden drei Kernprinzipien definiert:
Der Fokus liegt also auf den Bereichen Energie, Klimawandel, Wasser (Senkung des Wasserverbrauchs und des Abwasseraufkommens), Abfall sowie Chemikalien.
Das Gesamtziel besteht darin, die Umweltverträglichkeit unseres Unternehmens insgesamt kontinuierlich zu verbessern. Karin Ekberg erklärt, wie das geschehen soll: „Wir möchten dies erreichen, indem wir bei unserer täglichen Arbeit vorbildliche Umweltpraktiken einsetzen. Darüber hinaus erwarten wir von unseren Zulieferern, das Gleiche zu tun. Für unsere eigenen Standorte haben wir bereits ehrgeizige Ziele für 2015 festgelegt. Doch wir werden noch einen Schritt weiter gehen und messbare und effektive Ziele für die gesamte Wertschöpfungskette aufstellen. Diese betreffen dann alle Marken, Funktionsbereiche und Regionen sowie unsere globale Beschaffungskette. Obwohl es sich hierbei um eine anspruchsvolle Aufgabe handelt, möchten wir dies bis Ende 2010 erreicht haben.“
Karin Ekberg überlässt nichts dem Zufall. Jeder Bereich des Unternehmens wird untersucht. Beispielsweise spielen Umweltaspekte im Innovationsbereich eine große Rolle. Hier wird es Vorgaben geben, wie viele Modelle ökologische Merkmale aufweisen müssen. Richtlinien zum nachhaltigen Design helfen den Innovations- und Produktentwicklungsteams dabei, umweltfreundliche Produkte zu kreieren, ohne dabei Kompromisse bei der Leistung eingehen zu müssen.
ProduktentwicklungBei unseren eigenen Standorten haben wir im Rahmen der 2008 gestarteten Green Company Initiative spezielle Ziele gesetzt. Ein wichtiges Ziel ist die relative Senkung des Energieverbrauchs um 20%. Darüber hinaus wollen wir durch den Einsatz erneuerbarer Energien die CO2-Emissionen um weitere 10% senken. Diese Ziele stehen im Einklang mit unserer CO2-Strategie mit den folgenden Prioritäten:
Die wohl größten Herausforderungen liegen in der Beschaffungskette. Dieser Teil der Wertschöpfungskette zeigt die größten Gesamtauswirkungen auf die Umwelt. Die Maßnahmen unserer Hersteller können wir jedoch nur zum Teil beeinflussen.
Unsere Umweltstrategie für die Beschaffungskette umfasst folgende Punkte:
Wir greifen bei unseren Produkten zum Teil auf recycelte Materialien zurück. Bei der Entsorgung unserer Produkte müssen wir eng mit den örtlichen Abfallbehörden und anderen Beteiligten zusammenarbeiten. Hierbei liegt unser Ansatz in der Förderung unterschiedlicher Partnerschaften, sofern diese aus technischer und umweltpolitischer Sicht durchführbar sind.
In Zukunft werden wir unseren Fokus verstärkt auch auf andere Bereiche wie z. B. Transport und unser Einzelhandelsgeschäft richten. Im Jahr 2010 wird eine Expertengruppe bestehend aus Mitarbeitern aller Kernfunktionen unseres Konzerns die genauen Ziele und Prioritäten für die einzelnen Geschäftsbereiche erarbeiten. Diese fließen dann in unsere Zukunftsstrategie zum Umweltschutz 2015 mit ein.
Weitere Informationen zu unserer Green Company Initiative.Wir führen für unsere Zulieferer massgeschneiderte Workshops zum Thema Energieeffizienz durch.