Glossar

CSR (Corporate Social Responsibility = soziale Verantwortung der Unternehmen)

Geschäftsgebaren, das nicht nur finanziell einträglich ist, sondern auch sozialen Belangen Rechnung trägt und die Umweltauswirkungen des jeweiligen Unternehmens so gering wie möglich hält.

Dow Jones Sustainability Indexes (DJSI)

Die 1999 eingeführten Dow Jones Sustainability Indexes sind die ersten globalen Aktienindizes, in denen Unternehmen nach Nachhaltigkeitskriterien ausgewählt werden. In sie werden die besten zehn Prozent einer Branche nach wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Leistungen aufgenommen. Auf Grundlage der Kooperation von Dow Jones Indexes, STOXX Limited und Sustainable Asset Management (SAM) werden sie weltweit von Investoren als Grundlage für nachhaltige Investitionsentscheidungen genutzt.

EMAS (Environmental Management and Audit Scheme = Öko-Audit-Verordnung)

System, das auf die Verbesserung der Umweltschutzmaßnahmen in Unternehmen abzielt. Zu diesem Zweck werden sämtliche Umwelteinflüsse und
-auswirkungen des jeweiligen Standorts genauestens aufgezeichnet und dokumentiert.

Fair Factories Clearinghouse (FFC)

Ein branchenweites System zur Datenverwaltung, das Informationen über die gesamte Beschaffungskette sammelt und Ergebnisse von Betriebskontrollen zentral erfasst. Das System wird u. a. auch von Handels- und anderen Markenunternehmen genutzt.

Fair Labor Association (FLA)

Organisation ohne Erwerbscharakter, die in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und Universitäten die Umsetzung eines Verhaltenskodex, basierend auf den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), fördert.

Flocktransferdruck

Spezielles Verfahren zur Herstellung von Textilaufdrucken.

Flüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compounds, VOC)

Lösungsmittel, die Atem- und Gesundheitsbeschwerden verursachen können. Flüchtige organische Verbindungen treten als Nebenprodukte der Schuhherstellung auf.

FTSE4Good Index Serie

Die FTSE4Good Index Serie gestattet Investoren einen Einblick in Unternehmen, die weltweit anerkannte Richtlinien zur Unternehmensverantwortung erfüllen.

Gesellschaftliches Engagement (,Community Affairs')

Unternehmensfunktion, die ein Netz von Mitarbeitern koordiniert, das Spendenaktionen, gemeinnützige Aktivitäten und freiwillige Tätigkeiten in den Tochtergesellschaften und anderen lokalen Standorten des adidas Konzerns organisiert und verwaltet. 2005 wurde ‚Community Affairs‘ in die Sozial- und Umweltabteilung (Social and Environmental Affairs, SEA) integriert.

Global Operations

Konzernfunktion für Produktentwicklung, Vermarktung und Vertrieb, die auch für die Herstellung eines Großteils der Produkte für adidas, Reebok und TaylorMade-adidas Golf verantwortlich ist.

Global Reporting Initiative (GRI)

Unabhängige Organisation, die ein global anwendbares Rahmenwerk für die Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt hat.

Internationale Arbeitsorganisation (ILO)

Die ILO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Die Mitgliedstaaten entsenden Repräsentanten ihrer Regierungen, Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen in ihre Organe, um durch gemeinsame Aktivitäten überall auf der Welt menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu fördern. Hauptziele der ILO sind, Rechte am Arbeitsplatz durchzusetzen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu schaffen, den sozialen Schutz zu verbessern und den Dialog bei der Bewältigung arbeitsbezogener Probleme zu stärken.

ISO 14000/1

Internationaler Umweltmanagementstandard.

Kompetenzaufbau

Unterstützung unserer Geschäftspartner und Dritter bei der Verbesserung von Managementsystemen und Arbeitsbedingungen in ihren Betrieben, z. B. durch Schulungen, Erstellung von Leitlinien und Verbreitung vorbildlicher Maßnahmen.

Lean

Programm des adidas Konzerns zur Effizienzsteigerung in Zulieferbetrieben, das eine allgemeine Verbesserung bei Lieferung, Qualität und Kosten anstrebt.

Leistungsindikator (Key Performance Indicator, KPI)

Indikator zur Messung der Wirksamkeit von Maßnahmen unserer Zulieferer bei der Umsetzung unserer ‚Workplace Standards‘.

Multifaserabkommen (Multi-Fibre Arrangement, MFA)

Mit diesem 1974 verabschiedeten Abkommen wurden Richtlinien für den internationalen Handel von Textilien und Bekleidung festgelegt. Außerdem wurden im Rahmen des MFA Mengenbeschränkungen für den Export von Textilien und Bekleidung aus Entwicklungsländern in Industrieländer vereinbart. Das Abkommen lief Ende 2004 aus.

Nachhaltigkeit

Die Fähigkeit, ökonomische, soziale und umweltrelevante Herausforderungen in Einklang zu bringen, mit dem Ziel, dauerhaft den Unternehmenswert zu erhalten und zu entwickeln.

Nicht-Regierungsorganisationen (Non-Governmental Organisations, NGOs)

Interessengruppen, meist ohne Erwerbscharakter, die darauf abzielen, das Bewusstsein von Unternehmen an einer nachhaltigen Entwicklung zu fördern.

OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series)

Standard für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Polyvinylchlorid (PVC)

Kunststoff, der bei der Herstellung von Sportbekleidung und -ausrüstungen verwendet wird. Aufgrund seiner gesundheits- und umweltbedenklichen Eigenschaften bemühen wir uns, dieses Material schrittweise durch verträglichere Alternativen zu ersetzen.

Sozial- und Umweltangelegenheiten (Social and Environmental Affairs, SEA)

Abteilung des adidas Konzerns, die die Entwicklung von Nachhaltigkeitskonzepten und -initiativen sowie die Förderung des Umwelt- und Sozialbewusstseins im gesamten Konzern und in seiner Beschaffungskette koordiniert.

Sozialverantwortliches Investment (Socially Responsible Investment, SRI)

Unter Beachtung der finanziellen, umweltspezifischen und sozialen Leistungen eines Unternehmens getätigte Kapitalanlage.

Stakeholder

Einzelperson, Gruppe, Gemeinschaft oder Organisation, deren Interessen mit denen eines Unternehmens verbunden sind, und umgekehrt.

‚Workplace Standards‘ (Arbeitsplatzstandards)

Der Verhaltenskodex für die Beschaffungskette des Konzerns, früher als ‚Standards of Engagement‘ (SOE) bezeichnet, mit Bezug auf Arbeitsbedingungen, Sicherheit, Gesundheit und Umwelt. Die ‚Workplace Standards‘ dienen als Maßstab bei der Auswahl von Geschäftspartnern, der Überwachung von Zulieferfabriken sowie bei der Identifizierung von verbesserungswürdigen Bereichen.

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