Ergebnisse des ersten Halbjahres 2012
Konzernumsatz nimmt währungsbereinigt um 11% zu
Auf Anteilseigner entfallender Gewinn steigt um 30% auf 455 Mio. €
adidas Konzern erwartet Rekordumsatz und -gewinn für 2012
-
Umsatz von adidas
wächst währungsbereinigt um 14%
-
Umsatz von
TaylorMade-adidas Golf steigt währungsbereinigt um 29%
-
Operative Marge
verbessert sich trotz Rückgang der Bruttomarge um 0,7 Prozentpunkte
-
Nettofinanzverbindlichkeiten zum Quartalsende um 63% auf 318 Mio. €
reduziert
-
Wachstum der Vorräte
verlangsamt sich währungsbereinigt auf 8%
Währungsbereinigter Konzernumsatz steigt im zweiten Quartal 2012 um 7%
Im zweiten Quartal 2012
legte der Konzernumsatz vor allem aufgrund zweistelliger Zuwächse im
Einzelhandelssegment sowie in den Anderen Geschäftssegmenten währungsbereinigt
um 7% zu. In Westeuropa stieg der Umsatz, gestützt durch die anhaltende Dynamik
bei adidas sowie durch zweistelliges Wachstum bei TaylorMade-adidas Golf, auf
währungsbereinigter Basis um 5%. In den Europäischen Schwellenländern legte der
Umsatz aufgrund starker Zuwächse sowohl bei adidas als auch bei Reebok
währungsbereinigt um 18% zu. In Nordamerika erhöhte sich der Konzernumsatz auf
währungsbereinigter Basis um 10%. Diese Entwicklung wurde durch deutlich
zweistellige Zuwächse bei TaylorMade-adidas Golf und zweistelliges Wachstum bei
adidas unterstützt. In China stieg der Konzernumsatz infolge zweistelliger
Umsatzsteigerungen bei adidas sowie aufgrund von Wachstum bei Reebok auf
währungsbereinigter Basis um 13%. In den Anderen Asiatischen Märkten erhöhte
sich der währungsbereinigte Umsatz um 2%; zweistellige Zuwächse sowohl bei
adidas als auch bei TaylorMade-adidas Golf wurden durch einen deutlichen
Umsatzrückgang bei Reebok zum Teil aufgehoben. In Lateinamerika ging der
Konzernumsatz auf währungsbereinigter Basis um 2% zurück. Zuwächse bei adidas
wurden durch Rückgänge bei Reebok mehr als aufgehoben. Aus Markenperspektive
wuchs der währungsbereinigte Umsatz von adidas im zweiten Quartal um 11%, der
währungsbereinigte Umsatz von TaylorMade-adidas Golf stieg in diesem Zeitraum um
25%. Der Umsatz von Reebok ging hauptsächlich aufgrund negativer Effekte im
Zusammenhang mit Reebok India Company und dem Wegfall von Lizenzumsätzen des
Vorjahres auf währungsbereinigter Basis um 26% zurück. Währungseffekte wirkten
sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz lag im zweiten
Quartal 2012 mit 3,517 Mrd. € um 15% über dem Vorjahresniveau (2011: 3,064 Mrd.
€).
Bruttomarge verringert sich im zweiten Quartal um 90 Basispunkte
Die Bruttomarge des
Konzerns ging im zweiten Quartal 2012 um 0,9 Prozentpunkte auf 48,2% zurück
(2011: 49,2%). Preissteigerungen, ein besserer Produktmix und eine günstigere
regionale Umsatzverteilung sowie ein größerer Anteil von Einzelhandelsumsätzen,
die höhere Margen erzielen, konnten den wesentlichen Anstieg der
Beschaffungskosten nur zum Teil kompensieren. Das Bruttoergebnis des Konzerns
stieg um 13% auf 1,697 Mrd. € (2011: 1,506 Mrd. €). Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz verringerten sich – trotz eines Anstiegs
der Marketingaufwendungen in Höhe von 13% – um 1,0 Prozentpunkte auf 42,4%
(2011: 43,3%). Aufgrund der niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen im
Verhältnis zum Umsatz, die den Rückgang der Bruttomarge mehr als ausglichen,
verbesserte sich die operative Marge auf 7,3% (2011: 7,1%). Das Betriebsergebnis
stieg um 17% auf 256 Mio. € (2011: 219 Mio. €). Der auf Anteilseigner
entfallende Konzerngewinn erhöhte sich um 18% auf 165 Mio. € (2011: 140 Mio. €).
Das verwässerte Ergebnis je Aktie stieg im zweiten Quartal um 18% auf 0,79 €
(2011: 0,67 €).
„Wir haben im ersten Halbjahr 2012 erneut glänzende Geschäftsergebnisse
erzielt“, sagte Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender des adidas Konzerns. „Wir
haben den Fußball-Sommer dominiert, unsere operative Marge verbessert und unsere
Vorräte erstklassig gemanagt. Diese herausragenden Leistungen zeigen, dass wir
das richtige Rezept haben, um die sehr positive Entwicklung von Gewinn und
Cashflow nachhaltig aufrechtzuerhalten.“
Währungsbereinigter Konzernumsatz steigt im ersten Halbjahr 2012 um 11%
Im ersten Halbjahr 2012 legte der Konzernumsatz währungsbereinigt um 11% zu.
Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der
Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr 2012 mit 7,341 Mrd. € um 16% über dem
Vorjahresniveau (2011: 6,337 Mrd. €).
Konzernumsatz wächst im ersten Halbjahr 2012 hauptsächlich aufgrund
zweistelliger Zuwächse im Einzelhandelssegment und in den Anderen
Geschäftssegmenten
Das Umsatzwachstum des Konzerns in den ersten sechs Monaten 2012 war primär auf
zweistellige Zuwächse im Einzelhandelssegment und in den Anderen
Geschäftssegmenten zurückzuführen. Im
Großhandelssegment stieg der Umsatz in diesem Zeitraum vor allem aufgrund
zweistelliger Zuwächse bei adidas auf währungsbereinigter Basis um 6%. Der
währungsbereinigte Umsatz im
Einzelhandelssegment nahm vor allem in Folge zweistelliger Zuwächse bei
adidas und Reebok um 16% zu. Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich der Umsatz
währungsbereinigt um 9%. Die Anderen
Geschäftssegmente verzeichneten auf währungsbereinigter Basis, insbesondere
aufgrund zweistelliger Zuwächse bei TaylorMade-adidas Golf und bei Reebok-CCM
Hockey, ein Umsatzplus in Höhe von 27%. Bei Rockport lag der Umsatz ebenfalls
über dem Vorjahresniveau. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die
Segmentumsatzerlöse in Euro aus.
|
|
1. Halbjahr 2012
|
1. Halbjahr 2011
|
Veränderung
in €
|
Veränderung währungs-bereinigt
|
|
|
in Mio. €
|
in Mio. €
|
in %
|
in %
|
|
Großhandel
|
4.727
|
4.292
|
10
|
6
|
|
Einzelhandel
|
1.547
|
1.258
|
23
|
16
|
|
Andere Geschäftssegmente
|
1.067
|
787
|
36
|
27
|
|
Gesamt1)
|
7.341
|
6.337
|
16
|
11
|
Umsatzentwicklung nach
Segmenten im ersten Halbjahr
1) Bei Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
Währungsbereinigter Konzernumsatz nimmt in allen Regionen zu
Der währungsbereinigte
Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr 2012 in allen Regionen über dem
Vorjahresniveau. Die Umsätze in
Westeuropa stiegen währungsbereinigt um 6%, primär aufgrund zweistelliger
Zuwächse in Großbritannien und Polen. In den
Europäischen Schwellenländern nahm der Umsatz infolge einer zweistelligen
Steigerung in den meisten Ländern der Region währungsbereinigt um 16% zu. Der
Konzernumsatz in Nordamerika stieg aufgrund von Zuwächsen sowohl in den USA als auch
in Kanada währungsbereinigt um 11%. In
China erhöhten sich die Umsatzerlöse währungsbereinigt um 19%. Die
Anderen Asiatischen Märkte
verzeichneten einen Umsatzanstieg in Höhe von 13%. Dies war in erster Linie auf
deutlich zweistellige Umsatzsteigerungen in Japan und Südkorea zurückzuführen.
In Lateinamerika legte der Umsatz
währungsbereinigt mit zweistelligen Zuwächsen in den meisten wichtigen Märkten
der Region um 6% zu. Währungseffekte wirkten sich in den meisten Regionen
positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus.
|
|
1. Halbjahr 2012
|
1. Halbjahr 2011
|
Veränderung
in €
|
Veränderung währungs-bereinigt
|
|
|
in Mio. €
|
in Mio. €
|
in %
|
in %
|
|
Westeuropa
|
2.098
|
1.961
|
7
|
6
|
|
Europäische Schwellenländer
|
917
|
751
|
22
|
16
|
|
Nordamerika
|
1.728
|
1.452
|
19
|
11
|
|
China
|
732
|
552
|
33
|
19
|
|
Andere Asiatische Märkte
|
1.162
|
956
|
22
|
13
|
|
Lateinamerika
|
704
|
666
|
6
|
6
|
|
Gesamt1)
|
7.341
|
6.337
|
16
|
11
|
Umsatzentwicklung nach Regionen im ersten Halbjahr
1) Bei Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
Bruttomarge des Konzerns geht um 0,8 Prozentpunkte zurück
Die Bruttomarge des
Konzerns lag im ersten Halbjahr 2012 mit 48,0% um 0,8 Prozentpunkte unter dem
Vorjahreswert (2011: 48,8%). Höhere Beschaffungskosten hoben positive Effekte
resultierend aus Preissteigerungen, einem besseren Produktmix und einer
günstigeren regionalen Umsatzverteilung sowie dem größeren Anteil von
Einzelhandelsumsätzen, die höhere Margen erzielen, mehr als auf. Das
Bruttoergebnis des Konzerns verbesserte sich im ersten Halbjahr 2012 um 14% auf
3,522 Mrd. € (2011: 3,093 Mrd. €).
Operative Marge 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahr
Das Betriebsergebnis des Konzerns verbesserte sich im ersten Halbjahr 2012 um
25% auf 665 Mio. € (2011: 532 Mio. €). Die operative Marge des Konzerns stieg im
Verhältnis zum Umsatz um 0,7 Prozentpunkte auf 9,1% (2011: 8,4%). Dies
resultierte in erster Linie aus dem positiven Effekt niedrigerer sonstiger
betrieblicher Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz, der den Rückgang der
Bruttomarge mehr als ausglich. Höhere Lizenz- und Provisionserträge sowie höhere
sonstige betriebliche Erträge trugen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz gingen um
1,3 Prozentpunkte auf 40,3% zurück (2011: 41,6%). In Euro stiegen die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen um 12% auf 2,956 Mrd. € (2011: 2,637 Mrd. €).
Verantwortlich hierfür waren der Ausbau
der eigenen
Einzelhandelsaktivitäten des Konzerns sowie höhere Marketingaufwendungen. Die
Aufwendungen des Sales- und Marketing-Working-Budgets beliefen sich auf 894 Mio.
€. Dies entspricht einer Erhöhung um 7% gegenüber dem Vorjahreswert (2011: 832
Mio. €).
Finanzerträge steigen um 29%
Die Finanzerträge nahmen im ersten Halbjahr 2012 um 29% auf 17 Mio. € zu (2011:
13 Mio. €). Verantwortlich hierfür waren in erster Linie höhere Zinserträge.
Finanzaufwendungen gehen um 10% zurück
Die Finanzaufwendungen verringerten sich im ersten Halbjahr 2012 um 10% auf
57 Mio. € (2011: 63 Mio. €). Zu diesem Rückgang trugen geringere negative
Währungseffekte bei.
Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz steigt um 0,9 Prozentpunkte
Der Konzerngewinn vor Steuern erhöhte sich um 30% auf 625 Mio. €
(2011: 482 Mio. €). Im Verhältnis zum
Umsatz stieg der Gewinn vor Steuern im ersten Halbjahr 2012 um 0,9 Prozentpunkte
auf 8,5% (2011: 7,6%). Diese Entwicklung war auf die Verbesserung der operativen
Marge sowie auf den Rückgang der Nettofinanzaufwendungen zurückzuführen.
Steigerung des auf Anteilseigner entfallenden Konzerngewinns um 30%
Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn stieg im ersten Halbjahr 2012
auf 455 Mio. € (2011: 349 Mio. €). Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von 30%
gegenüber dem Vorjahreswert. Hauptgrund für diese Entwicklung war der höhere
Gewinn vor Steuern. Die Steuerquote des Konzerns verringerte sich im ersten
Halbjahr 2012 primär aufgrund einer günstigeren Gewinnverteilung um
0,1 Prozentpunkte auf 27,4% (2011: 27,5%).
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie erreicht 2,17 €
Im ersten Halbjahr 2012 betrug das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je
Aktie 2,17 € (2011: 1,67 €). Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 30%. Die
gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien für die Berechnung des
unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie belief sich auf 209.216.186
(Durchschnitt im Jahr 2011: 209.216.186), da im ersten Halbjahr keine
potenziellen verwässernden Aktien existierten.
Vorräte des Konzerns nehmen währungsbereinigt um 8% zu
Die Vorräte des Konzerns lagen zum 30. Juni 2012 mit 2,702 Mrd. € um 14% über
dem Vorjahresniveau (2011: 2,376 Mrd. €). Auf währungsbereinigter Basis nahmen
die Vorräte um 8% zu. Dies spiegelt die höheren Beschaffungskosten sowie die
Erwartung des Konzerns hinsichtlich eines sich fortsetzenden Wachstums für die
kommenden Quartale wider.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steigen währungsbereinigt um 5%
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns erhöhten sich zum
30. Juni 2012 infolge des Umsatzwachstums um 11% auf 2,245 Mrd. € (2011:
2,023 Mrd. €). Währungsbereinigt stiegen die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen um 5%. Diese Entwicklung liegt lediglich geringfügig über dem
währungsbereinigten Umsatzwachstum aus der Großhandelstätigkeit in Höhe von 4%
im zweiten Quartal 2012.
Nettofinanzverbindlichkeiten sinken um 546 Mio. €
Zum 30. Juni 2012 beliefen
sich die Nettofinanzverbindlichkeiten auf 318 Mio. € (2011: 863 Mio. €). Das
entspricht einem Rückgang in Höhe von 546 Mio. € bzw. 63%. Hauptgrund für diese
Reduzierung war die starke Cashflowgenerierung aus der betrieblichen Tätigkeit
in den letzten zwölf Monaten. Währungseffekte in Höhe von 107 Mio. € wirkten
sich hier positiv aus. Das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum
rollierenden Zwölf-Monats-EBITDA verringerte sich zum Ende des ersten Halbjahres
2012 auf 0,2 (2011: 0,7).
adidas Konzern passt Prognose für das Gesamtjahr 2012 an
Die gute Performance des
adidas Konzerns im ersten Halbjahr 2012 ist eine solide Grundlage für ein
weiteres Jahr mit Rekord-Geschäftsergebnissen. Das Management hat beschlossen,
die bisherige Umsatzprognose für den adidas Konzern für das Gesamtjahr 2012
anzupassen. Das Management erwartet nach wie vor, dass der
Konzernumsatz im Jahr 2012
währungsbereinigt um annähernd 10% wachsen wird. Trotz der hohen Unsicherheit
bezüglich der Entwicklung der Weltwirtschaft und der Konsumausgaben werden die
starke Präsenz des adidas Konzerns in schnell wachsenden Schwellenländern sowie
der weitere Ausbau des Einzelhandelssegments die Umsatzentwicklung des Konzerns
fördern. Die großen Sportereignisse des Jahres 2012 werden sich ebenfalls
positiv auswirken. Im Großhandelssegment rechnet der Konzern nun im Vergleich zum Vorjahr
mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Bereich
(bisherige Prognose: Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Bereich). Die
Erwartung eines niedrigeren Wachstums spiegelt den negativen Effekt resultierend
aus den Unregelmäßigkeiten, die bei Reebok India Company entdeckt wurden, wider.
Der Konzern erwartet für das Einzelhandelssegment im Jahr 2012 einen Umsatzzuwachs auf
währungsbereinigter Basis im niedrigen Zehnprozentbereich. Eine höhere Anzahl
eigener Einzelhandelsgeschäfte sowie Umsatzsteigerungen auf vergleichbarer Basis
dürften in ähnlichem Ausmaß hierzu beitragen. Für die Anderen Geschäftssegmente wird nun ein währungsbereinigter
Umsatzanstieg im hohen Zehnprozentbereich erwartet (bisherige Prognose: Anstieg
im niedrigen Zehnprozentbereich).
Die Bruttomarge des adidas Konzerns wird im Jahr 2012 voraussichtlich bei etwa
47,5% liegen (2011: 47,5%). Den Prognosen des Konzerns zufolge wird die
Bruttomarge im Einzelhandelssegment sowie in den Anderen Geschäftssegmenten
ansteigen, wohingegen sie im Großhandelssegment voraussichtlich zurückgehen
wird. Wie auch im Vorjahr werden steigende Beschaffungs- und Lohnkosten die
Entwicklung der Bruttomarge, insbesondere in der ersten Jahreshälfte, negativ
beeinflussen. Diese negativen Effekte werden jedoch weitestgehend durch positive
Effekte aus der regionalen Umsatzverteilung kompensiert werden, da die
Wachstumsraten in den Schwellenländern, in denen hohe Margen erzielt werden,
über den Wachstumsraten in den reiferen Märkten liegen dürften.
Der Konzern geht davon
aus, dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz
moderat zurückgehen werden (2011: 41,4%). Aufwendungen des Sales- und des
Marketing-Working-Budgets im Verhältnis zum Umsatz dürften in etwa auf dem
Vorjahresniveau liegen. Marketinginvestitionen werden sich auf große
Sportereignisse wie die UEFA EURO 2012™ und die Olympischen Spiele 2012 in
London konzentrieren, um die hervorragende Präsenz der Marke adidas während
dieser Veranstaltungen zu nutzen. Darüber hinaus wird der Konzern auch weiterhin
Reeboks Wachstumsstrategie in den Kategorien Men's und Women's Fitness
unterstützen und in weiteres Wachstum in den wichtigen Fokusmärkten –
Nordamerika, China und Russland/GUS – investieren. Es wird erwartet, dass die
Betriebsgemeinkosten im Verhältnis zum Umsatz im Jahr 2012 unter dem
Vorjahresniveau liegen werden. Den höheren Verwaltungs- und Personalaufwendungen
im Einzelhandelssegment aufgrund der geplanten Eröffnung weiterer
Einzelhandelsgeschäfte stehen Verbesserungen bei den nicht zugeordneten Kosten
in Zentralbereichen gegenüber.
Die operative Marge des
Konzerns wird im Jahr 2012 einen Wert von voraussichtlich annähernd 8% erreichen
(2011: 7,6%), ungeachtet des prognostizierten negativen Effekts in Höhe von bis
zu 70 Mio. € auf das Betriebsergebnis des Konzerns im Zusammenhang mit der
Reorganisation und den Änderungen der Geschäftsaktivitäten bei Reebok India
Company. Der Konzern geht davon aus, dass primär niedrigere sonstige
betriebliche Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz für die Verbesserung der
operativen Marge verantwortlich sein werden.
Infolgedessen erwartet das
Management nun, dass der auf Anteilseigner entfallende Gewinn um 15% bis 17% auf
ein Niveau zwischen 770 Mio. € und 785 Mio. € steigen wird (bisherige Prognose:
Anstieg um 12% bis 17% auf ein Niveau zwischen 750 Mio. € und 785 Mio. €). Damit
wird das unverwässerte Ergebnis je Aktie zwischen 3,68 € und 3,75 € liegen
(bisherige Prognose: zwischen 3,58 € und 3,75 €). Umsatzzuwächse und eine höhere
operative Marge werden maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung beitragen.
Zudem rechnet der Konzern im Jahr 2012 infolge niedrigerer durchschnittlicher
Bruttofinanzverbindlichkeiten mit niedrigeren Zinsaufwendungen. Die Steuerquote
des Konzerns dürfte verglichen mit dem Vorjahr etwas ungünstiger ausfallen und
auf einen Wert von etwa 28,5% ansteigen (2011: 27,7%).
Herbert Hainer: „Aktuell
konzentrieren wir uns auf unser Engagement bei den Olympischen Spielen in
London. Die olympische Idee basiert auf denselben Werten wie der adidas Konzern:
Leistung, Leidenschaft, Integrität und Vielfalt. Ich bin mir sicher, dass die
Spiele von London eine ganze Generation inspirieren und für den Sport begeistern
werden. Außerdem verstärken sie den weltweiten Mega-Trend hin zu einem
sportlichen und gesunden Lebensstil. Diese Impulse werden wir für all unsere
Marken nutzen, um die Ziele unseres strategischen Geschäftsplans Route 2015
nachhaltig zu erreichen.“