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Allianzen

Für uns sind Kooperationen und Partnerschaften mit anderen Markenunternehmen und Einkäufern entscheidend, um in unserer Branche und darüber hinaus Veränderungen voranzutreiben.

AFIRM Arbeitsgruppe

Um unsere Programme zur Kontrolle und Überwachung von Gefahrstoffen weiter zu stärken, ist die adidas Gruppe aktives Mitglied in der Apparel & Footwear International Restricted Substances (RS) Management Working Group (AFIRM), die wir gemeinsam mit sechs weiteren internationalen Markenunternehmen 2004 gegründet haben. Die unternehmensübergreifende Arbeitsgruppe bietet eine Plattform für den Austausch von Ideen sowie für die Förderung des globalen Managements von Gefahrstoffen in Bekleidung und Schuhen.

Die Arbeitsgruppe besteht aus Chemikern, Juristen, Experten für Produktsicherheit sowie Experten aus vielen anderen Bereichen der Bekleidungs- und Schuhindustrie. Im Jahr 2011 hat die AFIRM-Arbeitsgruppe eine aktualisierte Version ihres „Supplier Tool Kit“ eingeführt. Dieser Leitfaden zum Umgang mit kritischen Chemikalien innerhalb der Beschaffungskette basiert auf dem neuesten Erkenntnisstand und kann kostenlos heruntergeladen werden. Er wurde in enger Zusammenarbeit mit Textil- und Materialexperten erarbeitet, liefert Anleitungen zu vorbildlichen Maßnahmen und beinhaltet Abschnitte mit konkretem technischem Know-how, Tipps zur Fehlervermeidung sowie Fragen und Antworten.

Im Jahr 2012 finalisierte AFIRM eine einheitliche Gefahrstoffliste, die die strengsten Vorgaben aller AFIRM-Mitglieder sowie deren entsprechenden Testmethoden zusammenfasst. Dies wird die adidas Gruppe und andere AFIRM-Mitglieder erheblich dabei unterstützen, internationale Programme zu Gefahrstofflisten in vorgelagerten Stufen der Beschaffungskette einzuführen.

Better Cotton Initiative

Die Better Cotton Initiative (BCI) hat das Ziel, die weltweite Baumwollproduktion nachhaltig zu verbessern. Die adidas Gruppe ist Gründungsmitglied der BCI, die mit Organisationen aus verschiedenen Bereichen der Baumwollbeschaffungskette und interessierten Stakeholdern zusammenarbeitet. Dabei möchte die BCI die negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen des herkömmlichen Baumwollanbaus, wie den übermäßigen Einsatz von Pestiziden oder den hohen Wasserverbrauch, bekämpfen. Die Philosophie der BCI ist es, einen größeren Markt für ein neues Produkt – Better Cotton (bessere Baumwolle) – zu schaffen. Dazu soll der Baumwollsektor so umgestaltet werden, dass die Umwelt, die Baumwollanbauer und auch andere Menschen, die von der Baumwolle leben, langfristig davon profitieren.

Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2015 den Anteil an Better Cotton Baumwolle auf 40% unseres Gesamtvolumens an Baumwolle anzuheben. Insgesamt hat sich die adidas Gruppe dazu verpflichtet, 100% nachhaltige Baumwolle für ihre Produkte bis zum Jahr 2018 zu beziehen. Unter nachhaltiger Baumwolle verstehen wir sowohl Better Cotton, zertifizierte organische Baumwolle, als auch jede andere Form von nachhaltig produzierter Baumwolle, die momentan oder in der Zukunft verfügbar ist. Das ist ein anspruchsvolles und forderndes Ziel, wenn man bedenkt dass die erste Better Cotton Ernte erst im Oktober 2010 stattgefunden hat. Um sicherzustellen, dass wir unser Ziel für 2015 erfüllen können, arbeiten wir nicht nur mit unseren Materialzulieferern zusammen, sondern auch direkt mit den Baumwollproduzenten. Das hilft uns die Herausforderungen und Möglichkeiten jedes Arbeitsschrittes unserer Beschaffungskette besser zu verstehen.

Andere führende Markenunternehmen innerhalb der BCI wie beispielsweise IKEA, H&M, Marks and Spencer und Levi‘s sind ähnliche Verpflichtungen eingegangen. Gemeinsam haben wir uns dem Better Cotton Fast Track Programm (BCFT) angeschlossen, um mit unserem Engagement und Einsatz einen Markt für diese neue Art der nachhaltigen Baumwolle aufzubauen. 

Als Mitglieder des BCFT-Programms unterstützen wir die Ausbildung der Baumwollanbauer finanziell – ein wichtiger Meilenstein, um das zukünftige Angebot an „Better Cotton“ zu steigern. Die von den privaten Partnern des BCFT zugesagten Finanzmittel werden von der Dutch Sustainable Initiative (IDH), der Rabobank-Stiftung und der ICCO, einer zwischenkirchlichen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit, verdoppelt. 

Fair Factories Clearinghouse/Brown Shoe Industry Collaboration

Wir nutzen das Fair Factories Clearinghouse (FFC) als Datenbank, die Informationen über die gesamte Beschaffungskette sammelt und Ergebnisse von Betriebskontrollen zentral erfasst. Das FFC ist ein externes, nicht gewinnorientiertes Programm, über das die Mitglieder Informationen untereinander austauschen können. Seit 2008 teilen wir Audit- und Kontrollinformationen sowie anderweitige Materialien zur Überprüfung von Sozial- und Umweltstandards in Zulieferbetrieben mit anderen FFC-Mitgliedsunternehmen.

Dies vereinfacht unsere Zusammenarbeit sowohl mit den Lieferanten als auch mit anderen Markenunternehmen bei der Ausarbeitung harmonisierter Maßnahmenpläne zur Behebung von Missständen und gemeinsamer Audit-Aktivitäten. Insgesamt bietet sich einem Lieferanten dadurch die  Möglichkeit, die Anforderungen aller seiner Kunden gleichzeitig zu erfüllen, was sowohl für den Zulieferer als auch für die Markenunternehmen effizienter ist.

Beispielsweise sind wir im Bereich der Freizeit- und Straßenschuhe („Brown Shoe“ Segment) Teil der „Brown Shoe Industry Collaboration“, eine Initiative von Einkäufern bei einem der weltweit größten Hersteller von Freizeit- und Straßenschuhen. Das Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von Maßnahmenplänen zur Behebung von Missständen in dem Betrieb. Dabei gehen die Bemühungen über die Themen Sozialstandards, Arbeitsschutz und -sicherheit hinaus und berücksichtigen ebenso die Leistung des Zulieferers im Umweltbereich.

Fair Labor Association (FLA)

Die Fair Labor Association (FLA) ist eine Organisation ohne Erwerbscharakter, bestehend aus Privatunternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Universitäten. Sie legt Arbeitsplatzstandards fest und benennt akkreditierte Prüfer, um die Einhaltung dieser Standards zu kontrollieren. Die FLA veröffentlicht einen jährlichen Bericht mit Ergebnissen zu den teilnehmenden Unternehmen. In den Jahren 2004 und 2005 hat die FLA die Nachhaltigkeitsprogramme von Reebok und adidas akkreditiert.

Als Mitglied der FLA unterliegt die adidas Gruppe der Prüfung durch unabhängige Prüfer und ist dem Beschwerdesystem und der öffentlichen Berichterstattung der FLA verpflichtet. Im Jahr 2005 wurde das Kontrollsystem der adidas Gruppe erstmalig von der FLA akkreditiert. Drei Jahre später fand dann eine erneute Akkreditierung statt. Diese Entscheidung basierte auf der unabhängigen Überwachung von Zulieferbetrieben sowie auf Verifizierungsberichten der Zulieferstandorte. Zusätzlich dienten auch sorgfältige Prüfungen der relevanten Protokolle, der  Schulungsprogramme und der Prüfungssysteme als Grundlage. Seit unserem Beitritt zur FLA wurden mehr als 300  unabhängige Kontrollen bei unseren Zulieferbetrieben durchgeführt.

Leather Working Group

Die Leather Working Group (LWG) ist ein Zusammenschluss verschiedener Marken, Einzelhändler, Produkthersteller, Lederproduzenten, Chemielieferanten und Technikexperten. Sie wurde 2005 mit dem Ziel gegründet, Umweltrichtlinien zu erarbeiten, die speziell auf die lederverarbeitende Industrie ausgerichtet sind. Das erarbeitete Umweltprotokoll wird regelmäßig aktualisiert.

Gerben ist eine wichtige Prozessstufe in der Herstellung von Leder aus Tierhäuten oder -fellen. Dabei werden spezielle Chemikalien und erhebliche Mengen an Wasser benötigt. Die Leather Working Group hat Richtlinien erstellt, nach denen unsere Lederzulieferer die Umweltleistung ihrer Gerbereien bewerten sollen.

Alle unsere Lederzulieferer müssen diese als ‚Audit-Protokoll‘ bekannten Richtlinien einhalten. Zudem schreiben wir vor, dass in allen Gerbereien, von denen wir Leder beziehen, Audits durchgeführt werden. Basierend auf dem Ergebnis dieser Prüfungen werden die Gerbereien mit dem Status Gold, Silber oder Bronze bewertet. Wir haben uns verpflichtet, Leder nur von Gerbereien abzunehmen, die mindestens den Bronze-Status vorweisen können.

Im Jahr 2013 stammten etwa 87% unseres außerhalb Europas eingekauften Leders von Gerbereien, die den Status Gold erreicht haben, rund 9% sind mit Silber bewertet und ungefähr 2% mit Bronze. Das bedeutet, dass wir heute 96% unseres außereuropäischen Ledervolumens von Gerbereien beziehen, die mit dem Status Silber oder Gold zertifiziert sind.

Einer unserer Hersteller hat beschlossen, seine LWG-Zertifizierung nicht zu erneuern; daher stieg das ‚nicht bewertete‘ Beschaffungsvolumen gegenüber dem Vorjahr. Wir haben uns entschieden, unsere Geschäftsbeziehung zu diesem Lieferanten zu beenden. Ebenfalls im Jahr 2013 nahmen wir einen neuen Lieferanten mit Bronze-Zertifizierung in unserer Gruppe von Lederzulieferern auf. Wir arbeiten mit diesem Lieferanten daran, den Silber-Status zu erreichen. Generell beschaffen wir unser Leder weiterhin von zertifizierten Lieferanten und trennen uns von Zulieferern, die keine Zertifizierung vorweisen können.

Beurteilung

2011

2012

2013

Gold

64%

79%

87%

Silber

33%

20%

9%

Bronze

2,5%

1%

2%

Nicht bewertet

0,5%

0%

2%

Wir sind auf einem guten Weg, unser Ziel für 2015 zu erreichen: 100% des außereuropäischen Ledervolumens sollen von Gerbereien bezogen werden, die mindestens die Kategorie Silber der Leather Working Group (LWG) erreichen (auf Grundlage des LWG-Audit-Protokolls). Unser Ziel des Gold-Status für 85% des außereuropäisch beschafften Leders haben wir bereits übertroffen.

Wir sagen „NEIN“ zur Abholzung des Regenwaldes im Amazonas-Gebiet

Ein Bericht von Greenpeace aus dem Jahr 2009 hat darauf aufmerksam gemacht, wie sehr der zunehmende Ausbau der Viehzucht im Amazonas-Gebiet zur illegalen Rodung des dortigen Regenwaldes beiträgt. Seitdem haben wir uns mit Greenpeace und unseren Lederzulieferern zusammengesetzt und die Ergebnisse des Berichts erörtert.

Zusammen mit anderen internationalen Markenunternehmen haben wir zu einem Moratorium gegen die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes aufgerufen. Wir haben unsere Zulieferer aufgefordert, dieses Ziel zu unterstützen, und Vorgaben aufgestellt, die sie erfüllen müssen.

Seitdem die Rückverfolgung von Tierhäuten in das LWG Audit-Protokoll aufgenommen wurde, zeigen die Audit-Ergebnisse, dass eine Rückverfolgung von Tierhäuten für Lederproduzenten vom Schlachthof bis hin zu den endverarbeitenden Kategorien machbar ist, sich jedoch für andere Kategorien (insbesondere für Spaltleder) als deutlich schwieriger erweist.

Annähernd 100% des von uns verwendeten Leders kommen aus LWG-bewerteten Gerbereien. Zudem haben alle unsere Hauptzulieferer von Narbenleder eine Art von Rückverfolgungssystem eingeführt – entweder formell dokumentiert oder durch direkte Kennzeichnung ihrer Erzeugnisse.

Die LWG pflegt eine enge Beziehung zu Greenpeace und anderen Nichtregierungsorganisationen, um die Kampagne gegen die Rodung des brasilianischen Regenwaldes für die Rinderzucht zu unterstützen. In Bezug auf vorgeschlagene Änderungen der Forstgesetzgebung, die zu weiteren Abholzungen in Brasilien führen könnten, wurde im Namen der Mitglieder eine LWG-Erklärung veröffentlicht. Diese Erklärung beschreibt die Bedenken zu möglichen negativen Auswirkungen, die durch Gesetzesänderungen hervorgerufen werden könnten.

Lesen Sie hier die offizielle Stellungnahme der Leather Working Group zu den Systemen zur Rückverfolgung von Tierhäuten in Brasilien.

Sustainable Apparel Coalition

Die Sustainable Apparel Coalition (SAC) ist ein branchenweit tätiger Zusammenschluss von über 80 führenden Markenunternehmen, Einzelhändlern und Herstellern von Bekleidung und Schuhen sowie Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftlern und der US-Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency). Diese arbeiten gemeinsam daran, die ökologischen und sozialen Auswirkungen von Bekleidungsprodukten und Schuhen innerhalb der Branche zu reduzieren.

Die als eigenständige und gemeinnützige Organisation etablierte SAC leitet die Entwicklung eines Index für nachhaltige Produkte (Sustainable Product Index) – ein Verfahren zur genauen Bewertung der sozialen und ökologischen Auswirkungen von Bekleidungsprodukten über deren gesamten Lebenszyklus hinweg.

Die adidas Gruppe ist seit Oktober 2010 Mitglied der SAC, nimmt an der Entwicklung eines Index für nachhaltige Produkte (Sustainable Product Index) teil und engagiert sich zudem in verschiedenen Arbeitsgruppen. Die Entwicklung des Index innerhalb der SAC ist für alle Beteiligten eine komplexe, anspruchsvolle und lohnende Aufgabe, die eine enge Zusammenarbeit und höchstmögliche Abstimmung erfordert.

World Federation of the Sporting Goods Industry (WFSGI)

Der WFSGI ist ein unabhängiger Verband von Sportunternehmen, nationalen Organisationen und mit der Sportartikelbranche verbundenen Unternehmen. Der Verband ermöglicht der Sportindustrie (inklusive Herstellern aus Entwicklungsländern sowie Markenunternehmen aus den Ländern mit zahlungskräftigeren Märkten) die Zusammenarbeit in einer Reihe von Handels-, Rechts- und anderen Fragen, wie zum Beispiel CSR.

Eine der ersten Projektinitiativen des WFSGI war die schrittweise Abschaffung der Beschäftigung Minderjähriger in der Fußballherstellung. Das Projekt wurde 1997 gestartet und von adidas sowie einer Reihe verschiedener Organisationen wie lokaler Nichtregierungsorganisationen, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Save the Children, FIFA und UNICEF unterstützt. Die adidas Gruppe ist aktives Mitglied des WFSGI CSR-Ausschusses.

Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC)

2011 schloss sich die adidas Gruppe einer Gruppe/Reihe von Markenunternehmen an, die einen gemeinsamen Fahrplan zum Verzicht auf gefährliche Chemikalien (Zero Discharge of Hazardous Chemicals, ZDHC) innerhalb der Beschaffungsketten bis 2020 aufgestellt hat.

Dies ist ein ehrgeiziges Vorhaben, das einen neuen Maßstab für die Umweltleistung der globalen Bekleidungs- und Schuhindustrie setzt. Der Fahrplan beinhaltet spezifische Verpflichtungen und Fristen, um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen.

Weitere Informationen zu ZDHC finden Sie unter www.roadmaptozero.com/