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CrossFit

Training in der Beschaffungskette

Im Rahmen unserer fortwährenden Bemühungen die Beschaffungskette effektiver und nachhaltiger zu gestalten, haben wir ein System mehrstufiger und funktionsübergreifender Schulungen für unser globales Zuliefernetz eingeführt.

Im Jahr 2015 trainierten wir in 120 Schulungenmehr fast 2.000 Beschäftigte und Mitarbeiter von Zulieferbetrieben, Lizenznehmer sowie des adidas Konzerns. Dabei verfolgen wir drei unterschiedliche Ansätze bei den Schulungen:

  • Allgemeine Schulungen: einführende Schulungen zu den „Workplace Standards", zum Umgang mit dem Fair Factories Clearinghouse (FFC), zu dem Verfahren zur Genehmigung neuer Produktionsstätten und zu den Standardbetriebsanweisungen.
  • Spezielle Schulungen: Schulungen zu speziellen Personal-, Gesundheitsschutz-, Arbeitssicherheits- und Umweltfragen sowie zu Kontrollmethoden für potenzielle neue Zulieferer.
  • Schulungen zum Nachhaltigkeitsmanagement: Schulungen zu Leistungsindikatoren und Bewertungsmethoden, Entwicklung strategischer Pläne zur nachhaltigen Einhaltung von Standards sowie zu Verfahren zur Selbstbewertung der Zulieferer.

Schulungen in der Beschaffungskette im Jahr 2015

Wir bieten unseren Zulieferern kontinuierlich Schulungen an, um sie bei der Verbesserung ihrer Leistung in den Bereichen Soziales, Gesundheitsschutz sowie Arbeitssicherheit und Umweltfragen zu unterstützen. Wir konzentrieren unsere Bemühungen auf die nachfolgenden Schlüsselinitiativen:

Fair Factories Clearinghouse

Das Fair Factories Clearinghouse (FFC) ist ein externes, nicht gewinnorientiertes Programm, das über verschiedene Technologien verfügt, mit denen die Mitglieder Informationen untereinander austauschen, in Produktivitätsfragen zusammenarbeiten und sichere, humane Arbeitsbedingungen fördern können. Das Sozial- und Umweltteam der adidas Gruppe schult ausgewählte Betriebe im Umgang mit dem FFC-System, wodurch mehr Transparenz in der Berichterstattung ermöglicht wird. Die adidas Gruppe ist seit 2006 aktiv am FFC beteiligt und nutzt die Plattform seit 2008 unter anderem dafür, Auditinformationen über Zulieferer mit anderen FFC-Mitgliedsunternehmen auszutauschen.

Lesen Sie mehr über das FFC-Programm.

„Better Work" Programm

„Better Work" (BW) ist eine einzigartige globale Partnerschaft zwischen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und der International Finance Corporation (IFC). Dieses Programm vereint den Erfahrungsschatz der IAO in Bezug auf Beschäftigungsstandards mit den Kenntnissen der IFC bei der Entwicklung der Privatwirtschaft. Das im Februar 2007 angelaufene Programm zielt auf die Verbesserung der Einhaltung von Beschäftigungsstandards und der Wettbewerbsfähigkeit innerhalb globaler Beschaffungsketten ab. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sowie internationalen Einkäufern.

Seit 2007 werden alle Bekleidungsfabriken der adidas Gruppe in Kambodscha regelmäßig von „Better Work" kontrolliert. Derzeit nehmen in Kambodscha zehn Fabriken am Programm teil. Im Juni 2009 führte BW sein Programm auch in Vietnam ein; momentan sind hier 14 Zulieferer der adidas Gruppe für das Programm eingeschrieben und haben sich somit zu regelmäßiger externer Kontrolle verpflichtet. Darüber hinaus sind wir aktiv am neu eingeführten „Better Work" Programm in Indonesien beteiligt, bei dem vier Bekleidungszulieferer für die Teilnahme an Schulungen und Kompetenzbildungsprogrammen nominiert wurden.

Lesen Sie mehr über das „Better Work" Programm.

Personalmanagementsysteme

Unsere langjährigen Erfahrungen mit Fabrikkontrollen haben gezeigt, dass es in Betrieben im asiatisch-pazifischen Raum an grundlegenden Personalsystemen mangelt. Die Einführung komplexerer Produktionsprozesse, wie beispielsweise schlanke Fertigung, erforderte die Anpassung der Personalpraktiken bei den Zulieferern.

Das Schulungsprogramm zu Personalmanagementsystemen wurde 2006 eingeführt und konzentriert sich auf die Schulung von Führungskräften unserer Zulieferer im asiatisch-pazifischen Raum, insbesondere in China und Vietnam. Die Trainingsschwerpunkte drehen sich um wesentliche Elemente von Personalmanagementsystemen wie zum Beispiel Einstellungsverfahren, Vergütung und Sozialleistungen, Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, Leistungsmanagement sowie Personalplanung. In den Fabriken hat das Programm zur Steigerung der Betriebseffizienz sowie zu einer höheren Zufriedenheit und Moral bei den Beschäftigten beigetragen.

Zudem haben wir die Module zu Koalitionsfreiheit und Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehungen überarbeitet, sodass sie noch enger mit dem Überwachungsinstrument der Sustainable Compliance Initiative der FLA verknüpft sind. Die Ergebnisse unterstützen die langfristige Einhaltung sozialer Standards in der Beschaffungskette.

Akademie für Umwelt- und Arbeitsschutz

Die Rekrutierung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz stellt seit Langem eine kontinuierliche Herausforderung für unsere Zulieferer dar. Dies gilt besonders für Länder mit einem Mangel an geschultem Fachpersonal. Angesichts der hohen Fluktuation unter den von den Betrieben ernannten Sicherheitsverantwortlichen wurde offensichtlich, dass die von uns durchgeführten Schulungen nicht nachhaltig waren und dass ein verstärkt institutioneller Ansatz benötigt wurde, um die Fähigkeiten auf Branchenebene aufbauen zu können.

Im Jahr 2007 gingen wir und verschiedene andere globale Unternehmen eine Partnerschaft mit der International Sustainable Community (ISC) – eine in den USA ansässige Nichtregierungsorganisation – ein, mit dem Ziel, eine Akademie für Umwelt- und Arbeitsschutz („Environment, Health and Safety Academy") zu gründen, um so die Zahl der qualifizierten EHS-Manager in Südchina zu erhöhen. Die erste Akademie wurde 2009 in den Räumlichkeiten der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Lingnan Universität in Guangzhou gegründet. Im Jahr 2011 öffnete eine zweite Einrichtung in der Provinz Jiangsu ihre Pforten, die ihren Fokus speziell auf ökologische Themen und Energiemanagement richtet. Lesen Sie mehr über die Akademie in China. Die ISC eröffnet eine weitere Akademie in Bangladesch im September 2013, und es gibt Pläne, ein ähnliches Trainingszentrum im Jahr 2014 in Indien einzuführen.

Programm für Arbeitssicherheitsverantwortlichegramme

Im Oktober 2010 starteten wir ein neues und verbessertes Programm für Arbeitssicherheitsbeauftragte (Occupational Health and Safety Officer, OHSO), um die technischen Kompetenzen der Sicherheitsteams in den Betrieben unserer wichtigsten Geschäftspartner auszubauen. Das Trainingsprogramm läuft über drei Jahre und besteht aus drei Modulen, die zum einen Grundkenntnisse zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz abdecken, aber auch die Themen Risikoanalyse und Kommunikation sowie  Managementsysteme zum Arbeitsschutz behandeln. An den ersten beiden Modulen nahmen etwa 600 Personen von rund 300 Zulieferern aus sechs Ländern des asiatisch-pazifischen Raums teil. Das dritte Trainingsmodul des Programms wird in den Jahren 2013 und 2014 durchgeführt werden.

Schulungsprogramm zu nachhaltiger Fertigung

Die OECD definiert nachhaltige Fertigung als „Herstellung von Produkten mithilfe von Prozessen, welche negative Umweltauswirkungen minimieren, Energie und natürliche Ressourcen einsparen, für Mitarbeiter, Gemeinden und Verbraucher sicher sowie wirtschaftlich sinnvoll sind“. Bei der Sustainable Manufacturing Initiative (SMI) handelt es sich um ein Projekt mit dem Ziel, die Kompetenzen zu identifizieren und zu entwickeln, die Zulieferer zur Planung, Implementierung und Umsetzung von Aktivitäten und Verbesserungen in der nachhaltigen Fertigung benötigen, damit sie die Ziele der Umweltstrategie 2015 des adidas Konzerns erfüllen können. Das in Indonesien eingeführte Projekt umfasst Schuh- und Bekleidungszulieferer der Stufe 1 und 2.

Schulungen zum Energiemanagement in Indonesien

Um unsere Zulieferer beim Erreichen der Energieeinsparungsziele bis zu unterstützen, haben die adidas Gruppe und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein IPPP-Projekt (Integrated Public Private Partnership – integrierte öffentlich-private Partnerschaft) namens "Greening Global Supply Chains - Focus on Energy in Indonesia" ins Leben gerufen.

Das im August 2011 gestartete Projekt zielte darauf ab, die internen Kompetenzen in den Fabriken so weit auszubauen, dass diese in der Lage sind:

  • ihren Energieverbrauch kontinuierlich zu überwachen und die damit verbundenen Daten zu analysieren
  • Maßnahmen für Kosteneinsparungen vorzuschlagen
  • Energiemanagement-Optionen und die Auswirkungen der ergriffenen Maßnahmen zu identifizieren und zu kontrollieren.

Im Rahmen des Programms wurden Kurse zur Ausbildung von Ausbildern (Train-the-Trainer-Kurse) sowie Netzwerktreffen organisiert. Daneben wurden vorbildliche Maßnahmen (Best Practices) und wichtige Erkenntnisse an die weitere Beschaffungskette der adidas Gruppe sowie die gesamte Branche innerhalb Indonesiens weitergegeben.

Im Mai 2013 lief das Schulungsprogramm aus. Insgesamt sind die Ergebnisse des Projekts vielversprechend, da alle teilnehmenden Zulieferbetriebe eigene interne Energie-Teams eingeführt haben. Durch diese Maßnahmen ging der Energieverbrauch in den Fabriken bereits im ersten Programmjahr zurück. Einige Teilnehmer streben nun sogar eine Zertifizierung der Energiemanagementsysteme ihrer Standorte nach ISO 50001 an.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema auf unserem adidas Group Blog.