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Ökologischer Ansatz

Als globales Unternehmen mit Geschäftstätigkeiten auf der ganzen Welt ist die adidas Gruppe mitverantwortlich dafür, die Umwelt zu schützen und sie für künftige Generationen zu bewahren.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Reduzierung unserer Umweltauswirkungen an unseren eigenen Standorten sowie entlang der Wertschöpfungskette – von Produktdesign und Produktentwicklung über die Fertigung bis hin zum Transport und Verkauf.

OPTIMIERUNG UNSERER UMWELTBILANZ

Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie ‚Sport braucht einen Platz‘ haben wir uns ehrgeizige Ziele gesteckt, um unsere Umweltbilanz über den gesamten Lebenszyklus des Sports hinweg zu optimieren.  Um das stetig wachsende Problem der Wasserknappheit zu bekämpfen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser (‚Water Stewardship‘) zu erreichen, haben wir eine Strategie entwickelt, die die Themen Wassereffizienz, -qualität und -zugänglichkeit umfasst und uns verpflichtet, in unseren Fertigungsprozessen, Produkten und Geschäften den Einsatz nachhaltiger Materialien stetig zu erhöhen. Gleichzeitig arbeiten wir an einem geschlossenen Recyclingkreislauf.  Wir sind zudem fest entschlossen, unseren absoluten Energieverbrauch sowie unsere CO2-Emissionen zu reduzieren, auf saubere Energie umzusteigen und neue Energiegewinnungs-möglichkeiten zu erforschen.

KLIMAWANDEL

Die adidas Gruppe steuert den Auswirkungen des Klimawandels durch zahlreiche Initiativen an ihren eigenen Standorten und in ihrer Beschaffungskette sowie durch verschiedene Partnerschaften proaktiv entgegen.

 

AN UNSEREN EIGENEN STANDORTEN
Wir haben ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem etabliert, das inzwischen 13 unserer weltweiten Standorte abdeckt. Zudem ergreifen wir folgende Maßnahmen, um den ökologischen Fußabdruck unserer Geschäftsaktivitäten zu reduzieren:

Unsere globale Vision lautet, ein emissionsfreies Unternehmen zu werden. Erreichen wollen wir dies, indem wir:

  1. vorbildliche Umweltpraktiken in unsere täglichen Arbeitsabläufe einbinden;
  2. unsere Umwelteffizienz maximieren;
  3. das Umweltengagement unserer Mitarbeiter fördern und bekräftigen.

Weitere Informationen zu unserer Green-Company-Initiative finden Sie auf unserer Green Company Website.

  • Öffentliche Berichterstattung zu CO2-Emissionen: Im Rahmen unserer Verpflichtung zu Transparenz berichten wir seit 2007 jährlich unsere CO2-Emissionen und unseren Fortschritt zur Reduzierung dieser an das Carbon Disclosure Project, einer unabhängigen, gemeinnützigen Organisation.
  • Globale Reisetätigkeiten: Mitarbeiter der adidas Gruppe reisen häufig mit dem Flugzeug. Daher werden seit 2006 alle über unser eigenes Reisebüro gebuchten Flugreisen aufgezeichnet und überwacht, um die durch Flugreisen verursachte Umweltbelastung genau im Auge zu behalten. Zwischen 2012 und 2014 konnten wir unsere absoluten Emissionen um rund 16% reduzieren[i]. Zudem erhalten alle Mitarbeiter und Management-Mitglieder, die Fahrzeuge mit geringem CO2-Ausstoß oder öffentliche Transportmittel nutzen, im Rahmen einer Green-Company-Initiative einen zusätzlichen Geldbonus.   

[i] Daten erfassen 84% aller Mitarbeiter weltweit und wurden mithilfe der DEFRA-Methode errechnet (Richtlinien 2014).


IN UNSERER BESCHAFFUNGSKETTE
Da der größte Anteil unserer CO2-Emissionen auf die Produktfertigung entfällt, arbeiten wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern an verschiedenen Möglichkeiten, um eine verbesserte Energieeffizienz bei unseren Fertigungsprozessen zu erreichen.

  • Schulung zur Energieeffizienz in unseren Zulieferbetrieben: Wir fördern nicht nur die Etablierung eines Umweltmanagementsystems, wie wir es auch an unseren eigenen Standorten implementiert haben, um die Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern, sondern unterstützen unsere Zulieferer auch dabei, Umweltbedingungen zu verbessern, Energieeffizienz zu steigern und CO2-Emissionen zu reduzieren. Einige Beispiele hierzu finden Sie auf unserem Blog.
  • Umweltfreundliche Fertigungstechnologien: Unsere Produkte müssen höchste Qualitäts- und Funktionsansprüche erfüllen. Dies schließt jedoch eine nachhaltige Fertigung nicht aus. Beispiele unserer umweltfreundlichen Ideen und Technologien sind Low Waste, DryDye und die Beschaffung nachhaltiger Baumwolle.
  • Transport: Wir arbeiten mit Spediteuren, die über ein solides, nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem verfügen, und reduzieren unsere Umweltauswirkungen, indem wir unsere Fracht größtenteils auf dem Seeweg versenden.

IN KOOPERATION MIT POLITISCHEN ENTSCHEIDUNGSTRÄGERN UND INDUSTRIEVERBÄNDEN
Wir arbeiten mit wichtigen Interessenvertretern und Partnern zusammen, um auf vielen Wegen Verbesserungen in unserer Branche zu erzielen. Zum Beispiel:

Über die Climate Neutral Now Initiative der UN

 

Als uns das UN-Klimasekretariat einlud, uns ihrer Climate Neutral Now Initiative anzuschließen, haben wir nicht gezögert. Neben dem ultimativen Ziel, auf eine internationale Vereinbarung bei der nächsten Klimakonferenz COP21 in Paris Ende 2015 hinzuwirken, fördert die Initiative ein breiteres Verständnis der Notwendigkeit und Chancen einer klimaneutralen Gesellschaft und zeigt, dass viele Organisationen bereits tätig geworden sind und aktiv Maßnahmen ergreifen.

 

Als Verfechter dieser Initiative verpflichten wir uns:

  • unsere Emissionen weiterhin zu messen;
  • unsere Emissionen weiter zu reduzieren;
  • zumindest einen Teil der verbleibenden, unvermeidlichen Emissionen mit UN-zertifizierten Ausgleichen zu kompensieren.

Durch die Unterstützung dieser Initiative setzen wir ein klares Signal und machen der Branche, unseren Mitarbeitern und allen externen Stakeholdern klar, dass wir fortwährend an der Realisierung unserer Vision eines emissionsfreien Unternehmens arbeiten. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Green Company

Green Company ist der Name unseres 2008 ins Leben gerufenen Umweltprogramms an unseren eigenen Standorten weltweit.

Es baut auf langjährig bestehenden Umweltinitiativen auf und fasst diese in einem schlüssigen Programm zusammen, um die Umweltleistung unserer Verwaltungs- und Produktionsstandorte sowie unserer Vertriebszentren zu verbessern. Die Vision unserer Green Company Initiative sieht den Weg hin zu einem emissionsfreien Unternehmen vor. Dazu sind folgende Punkte besonders wichtig:

  • Integration vorbildlicher Umweltpraktiken in unser gesamtes Handeln
  • Maximale Steigerung der Umwelteffizienz
  • Fördern und Nutzen des Umweltengagements unserer Mitarbeiter.

Wir verfolgen ehrgeizige Ziele in Bezug auf den Energie-, Wasser- und Papierverbrauch, unsere CO2-Emissionen sowie die Reduzierung des Hausmüllaufkommens. Jeder einzelne Standort – von den Büros über die Logistikzentren bis hin zu unseren eigenen Produktionsstätten auf der ganzen Welt – trägt zum Erreichen dieser Ziele bei. Wir wissen jedoch, dass wir dabei auf das aktive Engagement unserer Mitarbeiter angewiesen sind. Nur durch Änderungen im täglichen Arbeitsleben kann die adidas Gruppe zu einem nachhaltigeren Unternehmen werden, das seine ökologischen Ziele erreicht. Aus diesem Grund haben wir das Konzept der „Green Teams“ entwickelt.

adidas Group Green Company Ziele 2020 DOWNLOAD · jpg · 66,6 KB

Um die Fortschritte unserer Umweltinitiativen und deren Einfluss auf unsere Ziele genau verfolgen zu können, haben wir ein detailliertes System zur Umweltdatenerfassung und -berichterstattung eingeführt, das gegenwärtig 48 Standorte und etwa 80% unserer eigenen ökologischen Auswirkungen abdeckt. Jedes Jahr veröffentlichen wir eine spezielle Green Company Leistungsanalyse, in der unsere Erfolge dargelegt werden. Alle bereits veröffentlichten Green Company Analysen finden Sie hier auf unserer Webseite.

ISO-ZERTIFIZIERUNG
Um die Umweltauswirkungen unserer eigenen Standorte managen und beeinflussen zu können, haben wir ein Umweltmanagementsystem implementiert, das auf dem System der Konzernzentrale basiert. Dieses System ist nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. Seit Dezember 2016 verfügen vierzehn Hauptstandorte auf der ganzen Welt über zertifizierte Systeme, die mit dem System der Konzernzentrale verknüpft sind. In den kommenden Jahren sollen weitere Standorte dieses System übernehmen und eine Zertifizierung erhalten.

GREENENERGY FUND
Eine weitere Initiative, die zum Erreichen unserer Green Company Ziele beiträgt, ist der GreenENERGY Fund. Dieser Fonds wurde 2012 ins Leben gerufen und soll den Standorten dabei helfen, Projekte zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen umzusetzen. Der GreenENERGY Fund ist ein Beteiligungsfonds, über den weltweit nachhaltige Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz und Förderung erneuerbarer Energien unterstützt werden. Dieser Fonds ist der erste seiner Art in der Bekleidungs- und Schuhindustrie. Er soll dazu beitragen, Investitionen in kostenwirksame Energieprojekte sowie Maßnahmen zur CO2-Reduzierung zu beschleunigen – und er soll Gewinn erzielen.

Das Innovative am GreenENERGY Fund ist, dass er Projekte als Portfolio finanziert. Portfolioübergreifend wird ein interner Zinsfuß (IRR) von 20% angestrebt, wobei der IRR bei einzelnen Projekten flexibel gestaltet werden kann. Dadurch können „einfach umzusetzende“ Projekte mit erstklassigen Renditen mit solchen Projekten kombiniert werden, die zwar einen geringeren IRR aufweisen, dafür aber besonders wirksam bei der Senkung der CO2-Emissionen sind. Der Fonds soll helfen, CO2-Emissionen und Kosteneinsparungen zu maximieren. Weitere Informationen über den GreenENERGY Fund finden Sie auf unserem adidas Group Blog.

GREEN TEAMS
Zu diesen Teams gehören engagierte Mitarbeiter, die Umweltschutzinitiativen vor Ort fördern, Unterstützung für Initiativen mobilisieren und bei ihren Kollegen für umweltfreundliches Verhalten am Arbeitsplatz und im Privatleben werben. Jeder unserer wichtigsten Standorte verfügt bereits über ein Green Team. Die Arbeit dieser Teams spielt bei der Erreichung der ehrgeizigen Ziele unserer Green Company Initiative eine zentrale Rolle. 

Beispielsweise haben die Green Teams an einigen unserer Standorte erfolgreich Projekte zur Senkung des Hausmüllaufkommens ins Leben gerufen:

  • Die Zentrale von TaylorMade-adidas Golf in Carlsbad, Kalifornien, arbeitet mit einem Recycling-Unternehmen zusammen, um Abfälle zu trennen und zu recyceln. Im Jahr 2012 konnten dadurch 60 Tonnen Abfall der Wiederverwertung zugeführt werden, die vorher auf Deponien entsorgt wurden.
  • Unsere Kollegen im französischen Landersheim sammeln die organischen Abfälle der Kantine, aus denen dann Biogas und Strom erzeugt wird. Im Jahr 2012 kamen so etwa 4,8 Tonnen Bioabfälle zusammen, aus denen 3,5 MWh Strom gewonnen werden konnten. Dadurch wurden außerdem 0,2 Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart.
  • In unserer Konzernzentrale in Herzogenaurach wurden Einwegbecher aus Pappe durch Mehrwegtassen ersetzt, wodurch das Abfallaufkommen der Cafeterien reduziert werden konnte. Die Becher bestehen aus „Baumsaft“, einem Material, das bei der Papierherstellung als Nebenprodukt anfällt. Lesen Sie mehr über diese wiederverwertbaren Tassen auf unserem adidas Group Blog.

 

Die adidas Gruppe hat eine Policy zum integrierten Managementsystem (IMS) erstellt, um allen Geschäftseinheiten der Gruppe weltweit einen Leitfaden für die sichere, gesunde, energieeffiziente und umweltfreundliche Gestaltung ihrer Geschäftsaktivitäten an die Hand zu geben. Diese IMS-Policy dokumentiert das Managementsystem der adidas Gruppe für Gesundheit und Sicherheit sowie für Umwelt und Energie, einschließlich aller Marken, Funktionen, Betriebsstätten und Standorte im Geltungsbereich des Managementsystems.