Weltwirtschaft wächst im ersten Quartal
Im ersten Quartal 2013 verzeichnete die Weltwirtschaft ein moderates Wachstum, wobei sich die Schwellenländer besser entwickelten als die meisten Industrienationen. Durch die Stabilisierung des Inflationsdrucks und den Anstieg des real verfügbaren Einkommens wurden Inlandskonsum und wirtschaftliche Aktivitäten, insbesondere in den Schwellenländern Asiens, unterstützt.
Im Gegensatz dazu waren zahlreiche reife Märkte erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen ausgesetzt, vor allem infolge der hohen Staatsverschuldung. Trotz stärkerer politischer Maßnahmen belasteten die geringen Wachstumsraten und die Umsetzung von Sparmaßnahmen in diesen Märkten das Weltwirtschaftswachstum spürbar.
In Westeuropa zeigten viele wichtige Volkswirtschaften der Region eine rückläufige Entwicklung; hohe Arbeitslosenraten und strikte Sparmaßnahmen wirkten sich negativ auf Investitionsverhalten, Konsumausgaben und Konsumentenvertrauen aus. Der robuste Binnenkonsum und die rege Exporttätigkeit unterstützten jedoch das Wirtschaftswachstum in Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Region.
In den europäischen Schwellenländern konnte ein positives BIP-Wachstum verzeichnet werden. Russland profitierte als weltweit führender Energieexporteur von einem relativ stabilen Ölpreis, der staatliche Ausgaben begünstigte und den Konsum unterstützte. Darüber hinaus förderte die niedrige Arbeitslosenquote Konsumentenvertrauen und Konsumausgaben, was ebenfalls zum BIP-Wachstum beitrug. Nichtsdestotrotz wirkte sich die schwache Entwicklung in der Eurozone negativ auf die Exporttätigkeit und die Industrieproduktion vieler Volkswirtschaften der Region aus.
Trotz der politischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Haushaltsdebatten verzeichnete die US-Wirtschaft im ersten Quartal ein BIP-Wachstum. Leichte Verbesserungen auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt sowie eine relativ stabile Inflation trugen zu einer Verbesserung des Konsumentenvertrauens bei und förderten den Inlandskonsum. Zudem begünstigten die Export- und Industrietätigkeit die Entwicklung der Wirtschaft.
Die meisten Volkswirtschaften Asiens, mit Ausnahme von Japan, erzielten solide BIP-Wachstumsraten. Die meisten Länder der Region meldeten eine weitere Stabilisierung der Inflation. In Verbindung mit deutlich steigenden Löhnen trug dies zur Stärkung des Konsumentenvertrauens bei und kurbelte die Inlandsnachfrage und das Konjunkturwachstum an. Das BIP-Wachstum in Japan hingegen fiel moderat aus; die konjunkturelle Aktivität und die Binnennachfrage wurden hier dank umfangreicher staatlicher Konjunkturprogramme und einer allmählich steigenden Exportaktivität belebt.
In Lateinamerika hatten die niedrige Arbeitslosigkeit, groß angelegte Konjunkturprogramme der Regierung und ein solider Binnenkonsum einen positiven Effekt auf die Volkswirtschaften der Region. Die nachlassende Exportnachfrage seitens Europas und eine steigende Inflation wirkten sich jedoch negativ auf das Konjunkturwachstum aus.
Positive Wachstumstrends in der Sportartikelbranche weltweit im ersten Quartal
Im ersten Quartal 2013 verzeichnete die Sportartikelbranche weltweit ein moderates Wachstum. Diese Entwicklung war hauptsächlich auf steigende Konsumausgaben in den Schwellenländern zurückzuführen, die verhaltene Konsumausgaben in den meisten westeuropäischen Ländern sowie in Japan kompensierten. Aus Kategoriesicht verzeichnete Basketball weiterhin starkes Wachstum, wobei sowohl der Performance- als auch der Lifestylebereich gute Ergebnisse vorweisen konnten. Innerhalb der Kategorie Running konnten Lightweight und Technical Running Wachstumsraten erzielen. Die Kategorie Outdoor war einem gewissen Gegenwind ausgesetzt. Dies ist hauptsächlich auf die untypischen Wetterbedingungen zurückzuführen, die zu einem leichten Abschwung, insbesondere bei Winterprodukten, geführt haben. Die Nachfrage nach innovativen und hochwertigen Sporttechnologien und -produkten blieb nach wie vor hoch. Der rasante Ausbau des E-Commerce-Vertriebskanals innerhalb der Branche hat sich fortgesetzt. Marktteilnehmer verfolgten unterschiedliche Strategien, um kommerzielle Chancen mithilfe digitaler und sozialer Medien sowie insbesondere mobiler Technologien optimal zu nutzen.
In Europa verzeichnete die Sportartikelbranche, trotz hoher Arbeitslosigkeit und geringem Konsumentenvertrauen in vielen Märkten der Region, ein moderates Wachstum. In Westeuropa stellte die Nachfrage nach Sportartikeln in einigen Ländern der Eurozone, vor allem in den südlichen Volkswirtschaften, nach wie vor eine große Herausforderung dar.
In den europäischen Schwellenländern kurbelten steigende Löhne den Konsum an, was sich auch positiv auf den Sportartikelsektor auswirkte, insbesondere in Russland, wo die Arbeitslosenquote niedrig ist.
Die Erholung des US-Markts und die Stabilisierung der Inflationsrate förderten die Konsumausgaben, die wiederum positive Auswirkungen auf den Einzelhandel sowie die Sportartikelbranche mit sich brachten. Im Einzelhandel konnte die positive Umsatzentwicklung in den Bereichen Basketball, Training und Sport Lifestyle den leichten Abschwung in bestimmten Bereichen der Kategorien Running, Walking und Outdoor ausgleichen. Viele Sportartikelhändler fokussierten sich auf hochqualitative und technologisch innovative Produkte, um Produktverkäufe, insbesondere zu höheren Preisen, anzukurbeln.
In Asien begünstigten Lohnsteigerungen und zunehmende Konsumausgaben die Umsatzentwicklung der Sportartikelbranche. Das Wachstum der Sportartikelindustrie in China war insbesondere auf internationale Marken zurückzuführen, da ein Großteil der inländischen Anbieter weiterhin mit Überbeständen zu kämpfen hatte. In Japan hingegen blieben die Umsätze in der Sportartikelbranche aufgrund niedrigerer Ausgaben für nicht essenzielle Konsumgüter verhalten.
In Lateinamerika trugen die Lockerung der Kreditvergabepolitik und eine geringe Arbeitslosenquote dazu bei, den Inflationsdruck und das abschwächende Konsumentenvertrauen zu kompensieren. Dies wirkte sich positiv auf die Einzelhandelsumsätze insgesamt aus und förderte zudem die Umsätze mit Sportartikeln im ersten Quartal.
Währungsbereinigter Konzernumsatz bleibt im ersten Quartal 2013 stabil
Im ersten Quartal 2013 blieb der währungsbereinigte Konzernumsatz aufgrund von Umsatzwachstum im Einzelhandelssegment sowie in den Anderen Geschäftssegmenten stabil. Währungseffekte wirkten sich negativ auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2013 mit 3,751 Mrd. € um 2 % unter dem Vorjahresniveau (2012: 3,824 Mrd. €).
Konzernumsatz durch Wachstum im Einzelhandelssegment und in den Anderen Geschäftssegmenten unterstützt
Im ersten Quartal 2013 verringerte sich der währungsbereinigte Umsatz im Großhandelssegment aufgrund zweistelliger Rückgängen bei Reebok um 3 %. Im Einzelhandelssegment stieg der währungsbereinigte Umsatz infolge von Umsatzsteigerungen bei adidas und Reebok um 6 %. In den Anderen Geschäftssegmenten nahm der Umsatz auf währungsbereinigter Basis infolge eines zweistelligen Umsatzanstiegs bei TaylorMade-adidas Golf um 9 % zu. Währungseffekte wirkten sich negativ auf die Segmentumsatzerlöse in Euro aus. Im Großhandelssegment ging der Umsatz im ersten Quartal 2013 um 5 % auf 2,481 Mrd. € zurück (2012: 2,614 Mrd. €). Der Umsatz im Einzelhandelssegment legte um 4 % auf 722 Mio. € zu (2012: 693 Mio. €). In den Anderen Geschäftssegmenten lag der Umsatz mit 548 Mio. € um 6 % über dem Vorjahresniveau (2012: 517 Mio. €).
Währungsbereinigter Konzernumsatz nimmt in den meisten Regionen zu
Der währungsbereinigte Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2013 in allen Regionen mit Ausnahme von Westeuropa und den Anderen Asiatischen Märkten über dem Vorjahresniveau. In Westeuropa verringerte sich der währungsbereinigte Umsatz um 6 %. Umsatzzuwächse in Frankreich und Polen wurden durch Rückgänge in Spanien, Italien und Großbritannien mehr als aufgehoben. In den Europäischen Schwellenländern stieg der währungsbereinigte Umsatz infolge von Umsatzsteigerungen im Nahen Osten, Südafrika und Russland/GUS um 3 %. In Nordamerika legte der Konzernumsatz aufgrund des Umsatzwachstums in den USA währungsbereinigt um 3 % zu. Der Umsatz in China erhöhte sich währungsbereinigt um 6 %. In den Anderen Asiatischen Märkten verringerte sich der währungsbereinigte Konzernumsatz um 4 %, da zweistellige Zuwächse in Südkorea durch Rückgänge in Japan mehr als aufgehoben wurden. In Lateinamerika nahm der Umsatz mit zweistelligen Zuwächsen in den meisten wichtigen Märkten der Region währungsbereinigt um 12 % zu. Währungseffekte wirkten sich unterschiedlich auf die Umsatzerlöse der Regionen in Euro aus.
Konzernumsatz wächst in den Bereichen Schuhe und Zubehör
Im ersten Quartal 2013 stieg der Konzernumsatz auf währungsbereinigter Basis in den meisten Produktbereichen. Der währungsbereinigte Umsatz im Bereich Schuhe wuchs in diesem Zeitraum um 3 %. Verantwortlich hierfür waren zweistellige Zuwächse in den Kategorien Running, Outdoor und Basketball. Im Bereich Bekleidung ging der währungsbereinigte Umsatz um 8 % zurück; hier wurden zweistellige Zuwächse in den Kategorien Running und Basketball durch Rückgänge in den Kategorien Training und Fußball mehr als aufgehoben. Die Umsatzerlöse im Bereich Zubehör legten auf währungsbereinigter Basis im Vergleich zum Vorjahr um 13 % zu. Verantwortlich hierfür waren in erster Linie deutliche Umsatzsteigerungen bei TaylorMade-adidas Golf. Währungseffekte wirkten sich negativ auf die Umsatzerlöse in Euro aus.
Neue Produkteinführungen trugen zum Umsatzwachstum in den Produktbereichen Schuhe und Zubehör bei.
Bruttomarge des Konzerns verbessert sich um 2,4 Prozentpunkte
Die Bruttomarge des adidas Konzerns lag im ersten Quartal 2013 mit 50,1 % um 2,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (2012: 47,7 %). Die positiven Effekte resultierend aus einem besseren Preis- und Produktmix sowie einer günstigeren regionalen Umsatzverteilung und einem größeren Anteil von Einzelhandels umsätzen, die höhere Margen erzielen, trugen zu dieser Entwicklung bei. Das Bruttoergebnis des Konzerns verbesserte sich im ersten Quartal um 3 % auf 1,881 Mrd. € (2012: 1,826 Mrd. €).
Höhere Lizenz- und Provisionserträge
Die Lizenz- und Provisionserträge des adidas Konzerns lagen im ersten Quartal 2013 mit 25 Mio. € um 1 % über dem Vorjahresniveau (2012: 25 Mio. €). Auf währungsbereinigter Basis stiegen die Lizenz- und Provisionserträge um 1 %. Grund hierfür waren vor allem höhere Lizenzumsätze der Marke adidas.
Sonstige betriebliche Erträge gehen um 28 % zurück
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Posten wie Erlöse aus Abgängen des Anlagevermögens und aus der Auflösung von abgegrenzten Schulden und Rückstellungen sowie Versicherungsentschädigungen. Im ersten Quartal 2013 verringerten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 28 % auf 18 Mio. € (2012: 25 Mio. €). Dies resultierte vor allem aus nicht wiederkehrenden Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit Schadensfällen im Vorjahr.
Sonstige betriebliche Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz steigen um 1,2 Prozentpunkte
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einschließlich Abschreibungen beinhalten Posten wie das Sales-Working-Budget, das Marketing-Working-Budget und die Betriebsgemeinkosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich im ersten Quartal 2013 um 1,2 Prozentpunkte auf 39,5 % (2012: 38,4 %). In Euro stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1 % auf 1,482 Mrd. € (2012: 1,467 Mrd. €). Verantwortlich hierfür waren höhere Marketingaufwendungen sowie der Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten des Konzerns. Die Aufwendungen des Sales- und Marketing-Working-Budgets beliefen sich auf 437 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg um 3 % gegenüber dem Vorjahreswert (2012: 426 Mio. €). Diese Steigerung steht im Zusammenhang mit höheren Aufwendungen für die Marke adidas. Nach Marken betrachtet stieg das Sales- und Marketing-Working-Budget von adidas im ersten Quartal 2013 um 10 % auf 338 Mio. € (2012: 313 Mio. €). Das Sales- und Marketing-Working-Budget von Reebok ging um 43 % zurück und belief sich auf 33 Mio. € (2012: 58 Mio. €). Im Verhältnis zum Umsatz stieg das Sales- und Marketing-Working-Budget des Konzerns um 0,5 Prozentpunkte auf 11,6 % (2012: 11,1 %).
Anzahl der Mitarbeiter im Konzern steigt um 1 %
Zum Ende des ersten Quartals 2013 beschäftigte der Konzern 47.142 Mitarbeiter. Das entspricht einem Anstieg in Höhe von 1 % gegenüber dem Vorjahresstand von 46.485. Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem die gestiegene Anzahl eigener Einzelhandels geschäfte, insbesondere in den Europäischen Schwellenländern, die zu Neueinstellungen führte. Gemessen in Vollzeitäquivalenten nahm die Mitarbeiteranzahl zum Ende des ersten Quartals um 3 % auf 41.091 zu (2012: 39.903).
Operative Marge verbessert sich um 1,1 Prozentpunkte
Das Betriebsergebnis des Konzerns verbesserte sich im ersten Quartal 2013 um 8 % auf 442 Mio. € (2012: 409 Mio. €). Die operative Marge stieg um 1,1 Prozentpunkte auf 11,8 % (2012: 10,7 %). Hauptgründe hierfür waren die positiven Effekte resultierend aus der Verbesserung der Bruttomarge, die höhere sonstige betriebliche Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz mehr als kompensierten.
Finanzerträge 47 % unter dem Vorjahr
Die Finanzerträge gingen im ersten Quartal 2013 um 47 % auf 4 Mio. € zurück (2012: 8 Mio. €). Hauptgrund hierfür waren niedrigere Zinserträge.
Finanzaufwendungen verringern sich um 30 %
Die Finanzaufwendungen gingen im ersten Quartal 2013 um 30 % auf 19 Mio. € zurück (2012: 28 Mio. €). Niedrigere Zinsaufwendungen trugen hauptsächlich zu diesem Rückgang bei.
Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz steigt um 1,2 Prozentpunkte
Der Konzerngewinn vor Steuern erhöhte sich um 10 % auf 427 Mio. € (2012: 389 Mio. €). Der Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz verbesserte sich im ersten Quartal 2013 um 1,2 Prozentpunkte auf 11,4 % (2012: 10,2 %). Diese Entwicklung war auf die Verbesserung der operativen Marge sowie auf den Rückgang der Nettofinanzaufwendungen zurückzuführen.
Steigerung des auf Anteilseigner entfallenden Konzerngewinns um 6 %
Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn erhöhte sich im ersten Quartal 2013 auf 308 Mio. € (2012: 289 Mio. €). Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von 6 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die Steuerquote des Konzerns stieg im ersten Quartal 2013, insbesondere aufgrund einer weniger günstigen Gewinnverteilung, um 2,0 Prozentpunkte auf 27,5 % (2012: 25,5 %).
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie erreicht 1,47 €
Im ersten Quartal 2013 betrug das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie 1,47 € (2012: 1,38 €). Dies entspricht einem Anstieg um 6 %. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktie für die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie belief sich auf 209.216.186 (Durchschnitt im Jahr 2012: 209.216.186), da im ersten Quartal keine potenziellen verwässernden Aktien existierten.