Das Jahr 2007 ist für den adidas Konzern von großer strategischer
Bedeutung. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen
steht die Vitalisierung von Reebok. Die ersten Produktinitiativen,
die unter Führung des neuen Managementteams
der Marke Reebok entwickelt wurden, werden in der
zweiten Jahreshälfte eingeführt. Wir streben weitere Fortschritte
bei der Realisierung von Integrationssynergien an
und werden die Kostenoptimierung in unserer gesamten
Organisation weiter vorantreiben. Angesichts unserer
umfangreichen Produktpipeline und starken Marketinginitiativen
für alle unsere Marken sind wir zuversichtlich,
dass wir in diesem Jahr erneut hervorragende Umsatz- und
Gewinnsteigerungen erzielen werden. Darüber hinaus
rechnen wir mit einer Verbesserung der wichtigsten
Bilanzkennzahlen. Wir erwarten für den adidas Konzern
ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich auf
währungsbereinigter Basis. Zu diesem Wachstum werden
alle unsere Marken und Regionen beitragen. Außerdem
prognostizieren wir Verbesserungen sowohl bei der Rohertragsmarge
(auf 45 % bis 47 %) als auch bei der operativen
Marge (auf ca. 9 %). Der auf die Anteilseigner entfallende
Gewinn wird voraussichtlich zweistellige Wachstumsraten
von annähernd 15 % erreichen. Ausgehend von den
positiven Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft und
unsere Branche glauben wir, dass das momentane Geschäftsumfeld
unsere Erwartungen stützt. Da es zwischen
dem Ende des Geschäftsjahres 2006 und der Veröffentlichung
dieses Geschäftsberichts keine für uns wesentlichen
Ereignisse gegeben hat, die uns zu einer Änderung der
Prognose veranlassen, sehen wir uns in dieser Annahme
bestätigt.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen seit
Ende des Geschäftsjahres
Seit Ende 2006 gab es keine signifikanten gesamtwirtschaftlichen
oder sozialpolitischen Veränderungen, die sich nach
unseren Erwartungen maßgeblich auf unser Geschäft auswirken
könnten.
Konzernspezifische Ereignisse seit
Ende des Geschäftsjahres
Der Buyout von Distributoren und Joint Venture-Partnern
weltweit unterstreicht die Strategie des Konzerns, unsere
Marken durch 100 %ige Tochtergesellschaften in wichtigen
Märkten zu unterstützen. Am 12. Januar 2007 haben wir daher
den Rückkauf der Vertriebsrechte für die Marke Reebok in
der Türkei von RBK Spor Urunleri bekannt gegeben. Mit Wirkung
zum 1. April 2007 wird adidas Spor Malzemeleri Satis ve
Pazarlama A.S. der Exklusiv-Distributor für Reebok Produkte
in der Türkei werden. Darüber hinaus wurde adidas Chile
Ltda. – nach Ablauf des Vertrags mit dem Distributionspartner
von Reebok in Chile am 31. Dezember 2006 – mit Wirkung
zum 1. Januar 2007 der Exklusiv-Distributor von Reebok Produkten
in Chile.
Änderungen in der gesellschaftsrechtlichen Struktur
seit Ende des Geschäftsjahres
The Hockey Company wurde im Januar 2007 in Reebok-CCM
Hockey, Inc. umbenannt. Der neue Name verdeutlicht den
Fokus dieses Geschäftsbereichs auf die beiden wichtigen,
klar definierten Marken – Rbk Hockey und CCM Hockey.
Veränderungen im Management seit
Ende des Geschäftsjahres
Im Januar 2007 gab der adidas Konzern drei wichtige Personalentscheidungen
im Management der Marken adidas und
Reebok auf regionaler Ebene bekannt. Bei adidas wurde Patrik
Nilsson zum President of adidas North America ernannt. Bei
Reebok wurden Nigel Griffiths zum Head of Reebok Europe
und Dave Mischler zum Head of Reebok Asia Pacific ernannt.
Im Februar 2007 wurde bekannt gegeben, dass Bernd Wahler
die Position des Chief Marketing Officer Sport Performance
der Marke adidas übernehmen wird.
Entwicklungen in der Finanzierung seit
Ende des Geschäftsjahres
Im Bereich der Finanzierung kam es seit Ende 2006 zu keinen
maßgeblichen Veränderungen.
Änderungen der Aktienanzahl seit
Ende des Geschäftsjahres
Aufgrund von Aktienoptionen, die im Rahmen der verschiedenen
Tranchen des Aktienoptionsplans für Führungskräfte
(MSOP) der adidas AG ausgeübt wurden, stieg im Januar 2007
die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um 30.200 auf
203.567.060 Stückaktien.
Gesetzesänderungen seit Ende des Geschäftsjahres
Der adidas Konzern hat alle erforderlichen Maßnahmen
ergriffen, um den im Januar 2007 neu eingeführten und
geänderten Bestimmungen des Transparenzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (TUG) und des Gesetzes über elektronische
Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie
das Unternehmensregister (EHUG) zu entsprechen. Demgemäß
werden wir unter anderem Ad-hoc-Mitteilungen, Directors’
Dealings, Stimmrechtsmitteilungen und Finanzberichte
europaweit veröffentlichen und dem Unternehmensregister
zur Speicherung der für Kapitalmärkte relevanten Informationen
übermitteln.
Moderate Entwicklung der adidas Auftragsbestände
Die Auftragsbestände von adidas lagen zum Jahresende 2006
währungsbereinigt um 1 % über dem Vorjahr. In Euro stellt
dies einen Rückgang um 4 % dar. Im Schuhbereich gingen
die Auftragsbestände währungsbereinigt um 1 % zurück
(– 6 % in Euro). Schwächen in verschiedenen Kategorien in
Nordamerika
und Europa wurden durch Wachstum in allen
wichtigen Kategorien in Asien weitgehend ausgeglichen. Die
Auftragsbestände im Bereich Bekleidung stiegen währungsbereinigt
um 5 % (stabil in Euro) hauptsächlich aufgrund von
Verbesserungen in den Sport Performance Kategorien Training
und Basketball. Die Auftragsbestände für Sportzubehör,
insbesondere in Europa, hatten aufgrund von Rückgängen
in der Kategorie Fußball einen negativen Einfluss auf die
Wachstumsraten. Die Übertragung des NBA und des Liverpool
Lizenzgeschäfts von Reebok auf adidas wirkte sich mit
etwa einem Prozentpunkt positiv auf die Entwicklung der Auftragsbestände
der Marke adidas aus.
Währungsbereinigte Entwicklung der adidas Auftrags-
bestände nach Produktkategorien und Regionen1) in %
| Europa | Nord- amerika |
Asien | Gesamt | |
| Schuhe | -5 | -13 | 29 | -1 |
| Bekleidung | -1 | 5 | 16 | 5 |
| Gesamt2) | -5 | -6 | 21 | 1 |
1) Am Jahresende, im Vorjahresvergleich 2) Beinhaltet Auftragsbestände für Sportzubehör |
||||
Entwicklung der adidas Auftragsbestände in € nach
Produktkategorien und Regionen1) in %
| Europa | Nord- amerika |
Asien | Gesamt | |
| Schuhe | -6 | -22 | 19 |
-6 |
| Bekleidung | -2 | -6 | 6 |
0 |
| Gesamt2) | -6 | -16 | 11 |
-4 |
1) Am Jahresende, im Vorjahresvergleich 2) Beinhaltet Auftragsbestände für Sportzubehör |
||||
Sequenzielle Verbesserung der Auftragsbestände
bei der Marke Reebok
Die Auftragsbestände der Marke Reebok lagen zum Jahresende
2006 währungsbereinigt um 12 % unter dem Vorjahreswert,
zeigten allerdings im Vergleich mit dem vorangegangenen
Quartal eine sequenzielle Verbesserung. In Euro
entspricht dies einem Rückgang um 18 %. Im Schuhbereich
gingen die Auftragsbestände währungsbereinigt um 15 %
zurück (– 21 % in Euro). Hauptgrund hierfür waren Rückgänge
bei Reeboks Lifestyle-Angebot in Nordamerika. Bei Bekleidung
verringerten sich die Auftragsbestände währungsbereinigt
um 9 % (– 14 % in Euro) aufgrund eines Rückgangs
im Geschäft mit Lizenz- und Markenbekleidung von Reebok,
insbesondere in Nordamerika. Zusätzlich wirkte sich die
Übertragung des NBA und des Liverpool Lizenzgeschäfts von
Reebok auf adidas negativ auf die Entwicklung der Auftragsbestände
aus. Ohne die Effekte dieser Übertragung wären die
Auftragsbestände bei Reebok währungsbereinigt um 10 %
zurückgegangen.
Positives Feedback im Einzelhandel für
TaylorMade-adidas Golf
Da sich das Bestellverhalten von Kunden in der Golfbranche
von dem in den anderen Bereichen unseres Geschäfts unterscheidet,
machen wir keine Angaben zu den Auftragsbeständen
für TaylorMade-adidas Golf. Messe-Erfolge und der
laufende Dialog mit unseren Kunden weisen jedoch auf eine
anhaltend positive Entwicklung dieses Segments im Jahr
2007 hin.
Währungsbereinigte Entwicklung der Reebok Auftrags-
bestände nach Produktkategorien und Regionen1) in %
| Europa | Nord- amerika |
Gesamt2) | |
| Schuhe | -8 | -25 | -15 |
| Bekleidung | -11 | -24 | -9 |
| Gesamt3) | -7 | -25 | -12 |
|
|
|||
Entwicklung der Reebok Auftragsbestände in € nach
Produktkategorien und Regionen1) in %
| Europa | Nord- amerika |
Gesamt2) | |
| Schuhe | -9 | -33 | -21 |
| Bekleidung | -13 | -32 | -14 |
| Gesamt3) | -8 | -33 | -18 |
1) Am Jahresende, im Vorjahresvergleich 2) Beinhaltet Auftragsbestände für Asien 3) Beinhaltet Auftragsbestände für Sportzubehör |
|||
Wesentliche Einflussfaktoren im Jahr 2007
Im Jahr 2007 werden unsere Konzernergebnisse durch mehrere
Faktoren beeinflusst werden. Das Reebok Geschäftssegment
wurde im Jahr 2006 für die 11 Monate von Februar
bis Dezember in unsere Finanzergebnisse einbezogen. Wir
rechnen damit, dass sich die Berücksichtigung eines zusätzlichen
Monats im Jahr 2007 im niedrigen einstelligen Prozentpunkt-
Bereich positiv auf das berichtete prozentuale
Umsatzwachstum von Reebok für das Gesamtjahr auswirken
wird. Ferner haben wir am
21. November 2006 den Abschluss
der Veräußerung des Greg Norman Collection (GNC) Großhandelsgeschäfts
bekannt gegeben. Das Großhandelsgeschäft
von GNC wurde bis Ende November 2006 im Geschäftssegment
TaylorMade-adidas Golf konsolidiert. Die Ergebnisse
aus dem eigenen Einzelhandelsgeschäft mit GNC Produkten,
das nicht Bestandteil der Transaktion war, werden ab dem
1. Januar 2007 als Teil der eigenen Einzelhandelsaktivitäten
von Reebok ausgewiesen. Aufgrund der Kooperationsvereinbarung
des Konzerns mit Amer Sports Corporation wird
der im Segment HQ/Konsolidierung erfasste Umsatz im Jahr
2007 weiterhin auf hohem Niveau liegen. Im Rahmen dieser
Vereinbarung beschafft der Konzern für einen befristeten
Zeitraum Softgoods für Salomon zu einer festgelegten Einkaufsprovision,
um die Übertragung der Salomon Geschäftsaktivitäten
auf Amer Sports Corporation zu unterstützen.
Diese Vereinbarung sieht allerdings Margen vor, die deutlich
unter dem Konzerndurchschnitt liegen und sich damit im
Geschäftsjahr 2007 weiterhin negativ auf die Entwicklung der
Rohertragsmarge und der operativen Marge des Konzerns
auswirken werden. Ferner wird der Erwerb der verbleibenden
49 % der Anteile des Joint Venture Partners der adidas Tochtergesellschaft
in Korea mit Wirkung zum 1. September 2006
die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter im Jahr 2007
beträchtlich verringern.
Aussichten für die Weltwirtschaft insgesamt positiv, aber
leicht niedrigere Wachstumsraten
Für das Jahr 2007 wird ein leichter Rückgang des weltweiten
Konjunkturwachstums auf ca. 3 % prognostiziert. In Europa
wird sich das BIP-Wachstum im Jahr 2007 voraussichtlich
auf etwa 2 % verlangsamen. Dies wird sich besonders in
der ersten Jahreshälfte bemerkbar machen. Eine Reihe von
Faktoren wird zu dieser Entwicklung beitragen, darunter ein
niedrigeres weltweites Handelswachstum, ein stärkerer Euro,
höhere kurzfristige Zinsen und eine restriktive Steuerpolitik,
wie beispielsweise im Fall der Mehrwertsteuererhöhung in
Deutschland. In Nordamerika zeichnet sich für 2007 eine
etwas durchwachsenere konjunkturelle Entwicklung als im
Vorjahr ab. Es wird damit gerechnet, dass das BIP-Wachstum
im Vergleich zum Vorjahr auf ca. 2,5 % nachgeben wird, wobei
die Lage auf dem Immobilienmarkt weiter für Unsicherheit
sorgt. Dies birgt Risiken für die Baubranche, die Verbrauchernachfrage,
die Finanzmärkte und den Welthandel. Vor diesem
Hintergrund wird der Inflationsdruck jedoch vermutlich
nachlassen, und die Federal Reserve Bank wird voraussichtlich
anfangen, die Leitzinsen zu senken. Die Aussichten für
Asien und Lateinamerika bleiben weiterhin positiv. Die asiatischen
Schwellenländer werden im Jahr 2007 am stärksten
zum erwarteten Weltwirtschaftswachstum beitragen. Dies
gilt besonders für China und Indien. Verglichen mit 2006 wird
sich das Wirtschaftswachstum in Asien (mit Ausnahme von
Japan) voraussichtlich nur geringfügig verlangsamen. Es
wird mit Wachstumsraten von etwa 7 % gerechnet. In Japan
wird sich das Wachstum voraussichtlich verlangsamen und
nicht mehr als 2 % erreichen. Solide Unternehmensgewinne,
steigende Beschäftigungszahlen und positive Exportsignale
werden voraussichtlich von einer nachlassenden Binnennachfrage
und dem damit einhergehenden zurückhaltenden
Verbraucherverhalten gedämpft. In Lateinamerika wird von
einem ähnlichen Konjunkturwachstum wie im vergangenen
Jahr (etwa 4 %) ausgegangen. Wie bereits in den vergangenen
Jahren werden der Privatkonsum und eine florierende
Exportwirtschaft das Konjunkturwachstum vorantreiben.
Gemischte Aussichten für die Sportartikelbranche
Die weltweite Sportartikelbranche wird im Jahr 2007 voraussichtlich
ein moderates Wachstum verzeichnen. In Europa
rechnen wir mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate im
niedrigen einstelligen Bereich. Das Wachstum in der Branche
wird vor allem im ersten Halbjahr 2007 gedämpft ausfallen,
da der Aufschwung im vergangenen Jahr insbesondere durch
die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™ in Deutschland
getrieben war. Zusätzlich wird der zu warme Winter einen
negativen Einfluss auf die Branchenumsätze haben. Die
schwierigen Marktbedingungen im westeuropäischen Einzelhandel
werden voraussichtlich ebenfalls andauern. Besonders
in Großbritannien, und in geringerem Ausmaß auch in
Frankreich, wird der Sportartikeleinzelhandel weiter sehr
wettbewerbsintensiv und vom Preisdruck geprägt sein. Für
den nordamerikanischen Sportartikelmarkt prognostizieren
wir für das Jahr 2007 ein Wachstum im niedrigen einstelligen
Bereich. Die uneinheitliche Entwicklung der verschiedenen
Produktkategorien – insbesondere der Umsatzrückgang bei
Basketball und Classics – in der zweiten Jahreshälfte 2006
in Verbindung mit unterschiedlichen Entwicklungen in den
einzelnen Vertriebskanälen, wird im Jahr 2007 voraussichtlich
weiterhin anhalten. Das intensive Wettbewerbsumfeld
unter den Einzelhändlern in den Einkaufszentren und eine
Polarisierung der Preise werden die Marktentwicklung weiter
belasten. Wir gehen außerdem von einem intensiven
Wettbewerb auf dem Golfmarkt in Nordamerika im Jahr 2007
aus, da viele Marktteilnehmer in der Kategorie Metallhölzer
mit neuen Technologien aufwarten werden. In Asien wird der
Sportartikelmarkt voraussichtlich seine Expansion fortsetzen
und im hohen einstelligen Bereich wachsen. In Japan
wird der Sportartikelmarkt vermutlich weiter sehr wettbewerbsintensiv
sein. Der insgesamt schwache private Konsum
könnte sich auf die durchschnittlichen Verkaufspreise
im Sektor auswirken. In den übrigen Ländern Asiens wird die
Branche jedoch voraussichtlich im niedrigen zweistelligen
Bereich wachsen, insbesondere in China. In Lateinamerika
gehen wir für die Branche von Wachstumsraten im mittleren
einstelligen Bereich aus. Die Dynamik der lateinamerikanischen
Sportartikelbranche wird sich unseren Erwartungen
nach fortsetzen. Einfuhrzölle und -quoten schränken jedoch
den grenzüberschreitenden Warenverkehr immer mehr ein
und zwingen Zulieferer dazu, Produkte vor Ort herzustellen.
Schwellenländer werden Umsatz des adidas Konzerns
zu neuem Rekord verhelfen
Aufgrund unserer Innovationsstärke, operativen Leistungsfähigkeit
und regionalen Diversifizierung sind wir zuversichtlich,
dass der Anstieg des Konzernumsatzes auch im Jahr 2007
wieder die Wachstumsraten der Weltwirtschaft übertreffen
wird. Wir rechnen außerdem damit, dass das Umsatzwachstum
des Konzerns verglichen mit der allgemeinen Entwicklung
der Sportartikelbranche mindestens genauso hoch sein
wird. Der Umsatz wird in allen Regionen steigen und somit
im Jahr 2007 erneut zu einem Rekordumsatz führen. Asien
und Lateinamerika werden dabei voraussichtlich zweistellige
Wachstumsraten auf währungsbereinigter Basis verzeichnen.
Damit wachsen wir in diesen beiden Regionen schneller
als die Gesamtwirtschaft und als die Sportartikelbranche.
Möglich wird dies durch den hohen Wiedererkennungswert
unserer Marken und die Verbesserung der Vertriebsinfrastruktur.
In Europa und Nordamerika rechnen wir mit geringerem
Konjunkturwachstum und intensiverem Wettbewerb
im Einzelhandel. Für diese Regionen erwarten wir daher
Wachstumsraten für den Konzern im niedrigen einstelligen
Bereich.
Stärkere Umsatzdynamik in der zweiten Jahreshälfte 2007
Wir gehen davon aus, dass sich das Umsatzwachstum aufgrund
der schwierigen Vorjahresvergleiche im ersten Halbjahr
eher auf die zweite Jahreshälfte verlagern wird. Dies
ist zurückzuführen auf das kräftige Vorjahreswachstum in
allen Regionen und auf die positiven Umsatzauswirkungen
der starken Präsenz von adidas rund um die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™. Die zweite Jahreshälfte 2007 wird
voraussichtlich stärkere Wachstumsraten mit sich bringen.
Bedingt wird diese Entwicklung durch unseren Zeitplan für
Produkteinführungen.
Umsatzwachstum bei adidas im mittleren
einstelligen Bereich
Für das Jahr 2007 prognostizieren wir für die Marke adidas
ein währungsneutrales Umsatzwachstum im mittleren einstelligen
Bereich. Dabei gehen wir von Wachstum in allen drei
adidas Divisionen aus. Die stärksten Verbesserungen kommen
voraussichtlich aus den Sport Performance Kategorien
Running, Women und Basketball, die von unserer vollständig
integrierten „Impossible is Nothing“ Markenkampagne
unterstützt werden. Dazu haben wir eine überzeugende
Produktpipeline für den Bereich Running. Hervorzuheben
sind dabei Erweiterungen unserer Kernproduktfamilien
adiStar, SuperNova und Response, die über unsere
ForMotion
™ Technologie verfügen, sowie die nächste Generation
unserer BOUNCE™ Running Schuhe. Wir rechnen außerdem
mit beträchtlichem Wachstum in der Kategorie Women
– allen voran durch unsere Kooperation mit Stella McCartney
und die anhaltende Dynamik unseres Adilibria Konzepts. Wir
werden zudem unsere bis dato innovativste Kollektion von
funktionaler Performance-Bekleidung vorstellen: adidas
TechFit™ Powerweb. Das eigene Einzelhandelsgeschäft und
das Sofortgeschäft, welche beide in den Auftragsbeständen
nicht enthalten sind, werden in Europa und Nordamerika
das Umsatzwachstum antreiben. Die im Jahr 2006 bekannt
gegebene neue Vertriebspolitik in Großbritannien zur Verbesserung
der Positionierung unserer Produkte im Handel wird
die Entwicklung in Europa jedoch etwas dämpfen. In Asien
erwarten wir für die Marke adidas im Jahr 2007 erneut signifikantes
Umsatzwachstum. Hauptwachstumstreiber werden
hier starke Zuwächse in China, Korea und Südostasien sein. In
Lateinamerika deutet das Feedback von Kunden zum Jahresende
ebenfalls auf solide Wachstumsaussichten für 2007 hin.
2007 Zeitplan für Produkteinführungen
| Produkt | Marke | Einführung |
| adiStar ForMotion™ Control Laufschuh |
adidas | Januar |
| adidas TechFit™ Powerweb Lauf- und Trainingsbekleidung |
adidas | Januar |
| Stella McCartney „Gym/Yoga“ Bekleidungskollektion |
adidas | März |
| adiStar ForMotion™ Cushion Laufschuh |
adidas | Juni/Juli |
| Adilibria Women’s Trainingsbekleidung |
adidas | Januar/Juli |
| „Materials of the World“ Sport Heritage Kollektion |
adidas | Oktober |
| Team Signature Basketballschuhe |
adidas | November |
| Nationaltrikots für die UEFA EURO 2008™ - Heimtrikots |
adidas | November |
| Spielball für die UEFA EURO 2008™ |
adidas | Dezember |
| PUMP Paris Trainer Running Schuh | Reebok | Februar |
| Scarlett „Hearts“ Rbk Schuh- und Bekleidungskollektion |
Reebok | April/Juli |
| Freestyle Schuh- und Bekleidungskollektion |
Reebok | März |
| Trinity KFS II Laufschuh |
Reebok | Juli |
| HATANA Laufschuh für Frauen |
Reebok | Juli |
| MLB Fan Gear Bekleidungskollektion |
Reebok | Juli |
| NFL Zero Degrees Bekleidungskollektion | Reebok | September |
| ANSWER XI Basketballschuh |
Reebok | November |
| Rbk EDGE Uniform System™ |
Reebok-CCM Hockey | Januar |
| Schuhkollektion mit dem adidas TORSION® System R |
Rockport | September |
| r7® SuperQuad Driver |
TaylorMade-adidas Golf | Februar |
| Burner® Driver |
TaylorMade-adidas Golf | Februar |
| POWERBAND adidas Golf Schuh |
TaylorMade-adidas Golf | März |
| Maxfli Tour Fire Golfball |
TaylorMade-adidas Golf | Mai |
Moderates Umsatzwachstum im Reebok
Geschäftssegment in 2007 erwartet
Wir rechnen für das Geschäftssegment Reebok im Jahr 2007
mit einem Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich. Im
Vergleich zum Vorjahr wird im Jahr 2007 ein zusätzlicher
Monat konsolidiert, was auf das berichtete Gesamtjahreswachstum
einen positiven Einfluss im niedrigen einstelligen
Prozentpunkte-Bereich haben wird. Darüber hinaus wird der
Einzelhandel mit GNC Produkten, der 2006 noch in das Segmentergebnis
von TaylorMade-adidas Golf einbezogen wurde,
nun bei Reebok ausgewiesen. Diese beiden Faktoren wirken
sich positiv auf den Umsatz von Reebok aus. Wir konzentrieren
uns darauf, Reeboks Position im Bereich Performance
Sports zu stärken. Dazu werden in den Bereichen Schuhe
und Bekleidung eine Reihe neuer Produkte eingeführt. Ein
Schwerpunkt ist dabei Running mit der Einführung unserer
„Run Easy“ Marketing Kampagne und neuen Produkten, wie
dem Trinity KFS II, PUMP Paris Trainer und HATANA (vgl.
Kampagnen und Produkte). Bei Bekleidung planen wir
die Einführung mehrerer Performance-Produkte im Bereich
American Sports. Dazu zählen die NFL Zero Degrees Kollektion
und das Rbk EDGE Uniform System™, das in Zusammenarbeit
mit NHL-Spielern entwickelt wurde. Unsere Initiative
zur Verbreiterung des Lifestyle-Angebots von Reebok wird
2007 stärker im Mittelpunkt stehen. So führen wir beispielsweise
die Kollektion Scarlett „Hearts“ Rbk ein und feiern das
25. Jubiläum unseres berühmten Workout-Schuhs Freestyle.
Bei Rockport rechnen wir ebenfalls mit einer positiven
Umsatzentwicklung, unterstützt durch die ersten Produktkollektionen
mit der adidas Torsion® Technologie, die im zweiten
Halbjahr 2007 vorgestellt werden. In den Schwellenländern,
insbesondere in Asien, gehen wir bei der Marke Reebok von
soliden Zuwächsen aus. Wir erwarten außerdem eine positive
Umsatzentwicklung in Europa und Lateinamerika, die allerdings
durch Schwächen in Nordamerika größtenteils ausgeglichen
werden wird.
Umsatzwachstum bei TaylorMade-adidas Golf im
mittleren einstelligen Bereich erwartet
Aufgrund unserer hochwertigen Produkt-Pipeline sind wir
zuversichtlich, dass TaylorMade-adidas Golf 2007 auf vergleichbarer
Basis Umsatzwachstumsraten im mittleren einstelligen
Bereich verzeichnen wird. Durch die Veräußerung
des GNC Großhandelsgeschäfts Ende November 2006 und
den Transfer des verbleibenden GNC Einzelhandelsgeschäfts
zum Reebok Segment zum 1. Januar 2007 könnte der berichtete
Umsatz von TaylorMade-adidas Golf im Vergleich zum
Vorjahr jedoch zurückgehen. Hauptwachstumstreiber werden
neue Produkte wie die r7® SuperQuad Driver sowie die neue
Burner® Metallholz-Familie sein. Für adidas Golf rechnen wir
dank starker neuer Konzepte in den Bereichen Schuhe und
Bekleidung weiter mit soliden Wachstumsraten. Bei Schuhen
werden wir ein neues Performance-Modell einführen, den
POWERBAND. Der Schuh vereint drei hoch entwickelte adidas
Golf Technologien. Daneben wird auch der Tour 360 II vorgestellt,
der Nachfolger des äußerst erfolgreichen Tour 360.
Das Clima® Konzept im Bereich adidas Golf Bekleidung wird
auf Shorts und Hosen sowie mehrere Markteinführungen im
Segment Women ausgedehnt. Neue Produkterweiterungen
und Marketinginitiativen sind außerdem in der Kategorie
Golfbälle geplant. Im Mittelpunkt steht hierbei Maxfli, wo wir
die neuen Golfbälle Maxfli Tour Fire und Maxfli Fire einführen
werden.
Deutlicher Anstieg der Rohertragsmarge
des Konzerns erwartet
Unsere Rohertragsmarge wird 2007 voraussichtlich deutlich
ansteigen. Wir rechnen infolge von Verbesserungen in
allen drei Markensegmenten mit einer Rohertragsmarge
zwischen 45 % und 47 %. Besonders positiv dürfte sich die
Rohertragsmarge bei Reebok entwickeln, da die bilanztechnischen
Effekte im Zusammenhang mit der Kaufpreisaufteilung
in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen werden (vgl.
Geschäftsentwicklung des Konzerns). Im Jahr 2006
wirkten sich diese Bilanzierungseffekte mit einer Belastung
von 76 Mio. € deutlich auf das Rohergebnis von Reebok aus.
Auch auf vergleichbarer Basis rechnen wir bei Reebok dank
geringerer Lagerräumungsaktivitäten und eines verbesserten
Produktmix mit einer Verbesserung der Rohertragsmarge.
Im Jahr 2007 erwarten wir keine deutlichen Auswirkungen
auf die Rohertragsmarge durch höhere Einkaufspreise oder
Wechselkursentwicklungen. Steigende Material- und Lohnkosten
werden voraussichtlich durch Effizienzsteigerungen
in der Produktion und durch Kostenvorteile resultierend aus
höheren Bestellmengen ausgeglichen. Aufgrund unserer
Hedging-Politik werden sich Währungseffekte im ersten
Halbjahr jedoch vermutlich leicht negativ auf die Rohertragsmarge
auswirken. Dies wird sich in der Gesamtjahresentwicklung
durch günstigere Hedging-Kurse allerdings wieder
ausgleichen. Aufgrund der Kooperationsvereinbarung mit
Amer Sports Corporation erwarten wir weiterhin negative
Effekte auf die Rohertragsmarge des Konzerns.
Leichte Verbesserung der operativen Marge erwartet
Für 2007 rechnen wir für den Konzern mit einer operativen
Marge von ca. 9 % bei einem leichten Anstieg gegenüber dem
Vorjahr. Verbesserungen der Rohertragsmarge bei allen Marken
werden allerdings durch höhere operative Aufwendungen
bei Reebok, TaylorMade-adidas Golf und im Segment HQ/
Konsolidierung nahezu ausgeglichen. Bei Reebok ist dieser
Anstieg größtenteils auf die zusätzlichen Ausgaben in Höhe
von 50 Mio. € zurückzuführen, die wir im November 2006
angekündigt haben. Diese zusätzlichen Aufwendungen für
Werbung, Produktentwicklung und den Ausbau des eigenen
Einzelhandels in den Schwellenländern sind nötig, um die
Marke Reebok schneller wieder auf Wachstumskurs zu bringen.
Die operative Marge von Reebok wird darüber hinaus
weiterhin durch negative Effekte (voraussichtlich zwischen 10
und 20 Mio. €) aus der Kaufpreisaufteilung beeinflusst werden.
Bei TaylorMade-adidas Golf werden die operativen Aufwendungen
im Verhältnis zum Umsatz voraussichtlich leicht
ansteigen. Grund hierfür ist ein höheres geplantes Marketing
Working Budget zur Unterstützung von neuen Produktinitiativen.
Zusätzlich wird das Betriebsergebnis durch die Veräußerung
des GNC Großhandelsgeschäfts moderat beeinflusst.
Der Bereich HQ/Konsolidierung wird im Jahr 2007 aufgrund
der gestiegenen Integrationskosten im Zusammenhang mit
Reebok voraussichtlich einen höheren Verlust als im Vorjahr
aufweisen. Die gestiegenen Integrationskosten sind Teil
unseres Plans zur Realisierung von Synergien.
Gewinnsteigerung des adidas Konzerns
um annähernd 15 % angestrebt
Wir erwarten für den adidas Konzern eine Steigerung des auf
die Anteilseigner entfallenden Gewinns um annähernd 15 %
gegenüber dem Wert von 483 Mio. € im Jahr 2006. Dies wäre
das siebte Jahr in Folge mit einer zweistelligen Gewinnsteigerung.
Umsatzwachstum und gestiegene Profitabilität werden
neben niedrigeren Zinsaufwendungen aufgrund der Reduzierung
der durchschnittlichen Verbindlichkeiten maßgeblich
zu dieser positiven Entwicklung beitragen. Diese positiven
Effekte werden jedoch zum Teil durch einen höheren Steuersatz
als im Vorjahr resultierend aus dem Wegfall von einmaligen
Steuervorteilen im vierten Quartal des Jahres 2006
ausgeglichen.
Ziele des adidas Konzerns für 2007
| Währungsbereinigtes Umsatzwachstum |
mittlerer einstelliger Bereich |
| Rohertragsmarge | 45 % bis 47 % |
| Operative Marge |
ca. 9 % |
| Gewinnsteigerung |
im zweistelligen Bereich, annähernd 15 % |
Weitere Verbesserungen in der Supply Chain
bei Global Operations
Wir werden unsere Bemühungen, die operative Effizienz
unserer Supply Chain zu verbessern, auch im Jahr 2007 fortsetzen.
Die Reebok Integration hat sich bereits in mehreren
Punkten positiv auf unser Geschäft ausgewirkt. Das im Jahr
2006 von uns initiierte „World Class Buyer“-Programm zur
Maximierung der Beschaffungsvorteile bei allen unseren
Marken wird weiter dazu beitragen, die Umsatzkosten zu
reduzieren. Wir werden unsere „World Class Supply Chain“-
Initiative weiter ausbauen. Damit reduzieren wir Zeit- und
Kostenaufwand, sind näher an der Marktentwicklung
und
stellen sicher, dass wir keine sich bietenden Marktchancen
verpassen (vgl. Global Operations).
Höhere Mitarbeiterzahl durch eigene
Einzelhandelsaktivitäten
Für 2007 erwarten wir einen geringfügigen Anstieg der Mitarbeiterzahl
im Konzern. Die meisten Neueinstellungen werden
wieder im Bereich des eigenen Einzelhandels erwartet.
Wir rechnen damit, dass die Personalaufwendungen für den
adidas Konzern durch die Anzahl der Neueinstellungen steigen
werden.
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
konzentrieren sich auf technologische Innovationen
Im Jahr 2007 wird der Konzern wiederum ca. 1 % des Umsatzes
in Forschung und Entwicklung investieren. Im Vordergrund
stehen dabei die Kategorien Running, Fußball und Basketball
bei den Marken adidas und Reebok sowie Golfausrüstung bei
TaylorMade-adidas Golf. Die Anzahl der Mitarbeiter in Forschung
und Entwicklung wird 2007 konzernweit ansteigen.
Verbesserung der Bilanzstruktur durch Management des
kurzfristigen Betriebskapitals
Das Management des operativen kurzfristigen Betriebskapitals
ist einer der Kernpunkte unserer Bemühungen, die
Struktur der Konzernbilanz zu verbessern (vgl. Internes Konzern-
Managementsystem). Ziel ist dabei die Reduzierung
des kurzfristigen Betriebskapitals im Verhältnis zum
Umsatz im Jahr 2007 auf 25 % oder weniger. Besonders durch
ein weiter optimiertes Bestandsmanagement lassen sich
zusätzliche Verbesserungen realisieren. Die Optimierung
der Vorräte zur schnellen Nachbestellung und die strikte
Kontrolle der Altersstruktur der Vorräte sind die Prioritäten
unserer Working
Capital Task Force für das Jahr 2007.
Zu den weiteren Bereichen, in denen wir zusätzliche Verbesserungen
anstreben, gehören Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, Maßnahmen zum Forderungseinzug sowie
Optimierung der Zahlungsbedingungen gegenüber unseren
Zulieferern, um unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen optimal zu managen.
Investitionsausgaben zwischen 300 Mio. € und 400 Mio. €
Der adidas Konzern plant im Jahr 2007 zwischen 300 Mio. €
und 400 Mio. € für materielle und immaterielle Vermögenswerte
auszugeben. Investitionen werden vor allem in den
Ausbau unserer eigenen Einzelhandelsaktivitäten für die
Marke adidas fließen, aber auch in die weitere Einführung
von SAP und anderen IT-Systemen bei den wichtigsten Tochtergesellschaften
des Konzerns. In den Schwellenländern
wird auch der Ausbau des eigenen Einzelhandels der Marke
Reebok eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Die Aufteilung
der Aufwendungen auf unsere Marken wird in etwa
ihrem jeweiligen Anteil am Konzernumsatz entsprechen.
Darüber hinaus wird in den weiteren Ausbau der Konzernzentrale
in Herzogenaurach investiert. Der genaue Umfang
und Zeitpunkt dieser Investitionen ist dabei vor allem von
der Verfügbarkeit geeigneter Einzelhandelsstandorte sowie
dem Grad der Integration neuer SAP-Systeme in vorhandene
Anwendungen abhängig. Wir werden unsere Investitionen
vollständig über den im operativen Geschäft generierten
Cashflow finanzieren.
Free Cashflow führt zur Reduzierung der
Nettofinanzverbindlichkeiten
Wir wollen im Jahr 2007 unsere Nettofinanzverbindlichkeiten
durch Generierung eines weiterhin starken Free Cashflow
und die strikte Kontrolle des kurzfristigen Betriebskapitals
auf unter 2 Mrd. € senken. Zu Beginn des Jahres 2006 stiegen
unsere Nettofinanzverbindlichkeiten aufgrund der Akquisition
von Reebok International Ltd. (USA) deutlich an. Im Jahr 2007
werden wir einen Free Cashflow von mindestens 200 Mio. €
bis 300 Mio. € erzielen und sehen Potenzial zur Steigerung
dieses Niveaus in den darauf folgenden Jahren. Ferner sind
wir auf dem besten Weg, das mittelfristig angestrebte Ziel für
unseren Verschuldungsgrad von unter 50 % zu erreichen. Da
wir in unserem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel
generieren, um unseren Finanzierungsbedarf zu decken,
planen wir keine wesentlichen Finanzierungsinitiativen für
das Jahr 2007.
Gesamtausschüttung steigt trotz höherem
Verschuldungsgrad um 29 %
Obwohl die Reduzierung unserer Nettofinanzverbindlichkeiten
eine hohe Priorität darstellt, sind wir fest entschlossen,
den empfohlenen, langfristigen, gewinnabhängigen Ausschüttungssatz
von 15 % bis
25 % des Gewinns beizubehalten.
Wir beabsichtigen bei unserer Hauptversammlung am 10.
Mai 2007 für das Geschäftsjahr 2006 eine Dividende von 0,42
€ pro Aktie vorzuschlagen. Dies führt zu einem Anstieg der
Ausschüttungssumme in Höhe von 29 % auf 85 Mio. € (2005:
66 Mio. €). Die Steigerung liegt über dem Gewinnwachstum
des Jahres. Damit liegt der Ausschüttungssatz bei
18 % (2006: 17 %). Unser Dividendenvorschlag unterstreicht
unser Vertrauen in die zukünftige Geschäftsentwicklung des
Konzerns.
Mittelfristige Umsatzsynergien durch
die Reebok Integration
Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, durch eine Reihe
spezifischer Initiativen bis 2009 einen Umsatzzuwachs von
mindestens 500 Mio. € im Zusammenhang mit der Reebok
Integration zu erzielen.
Zu diesen Initiativen zählen:
» Markensportbekleidung: Wir wollen das Know-how von adidas als Branchenführer im Bereich der Markensportbekleidung nutzen, um das Bekleidungsgeschäft von Reebok zu stärken und weiter auszubauen. Davon erwarten wir uns einen Umsatzzuwachs von 100 Mio. €.
» Lizenzprodukte: Bei der Marke adidas erwarten wir einen zusätzlichen Umsatz von 100 Mio. € im Bereich Lizenzprodukte. Durch die Übertragung des NBA-Vertrags auf adidas können wir diese exklusive Partnerschaft noch effektiver nutzen, besonders außerhalb von Nordamerika. In Nordamerika selbst bieten sich weitere Chancen: Hier kann das übrige Lizenzgeschäft von adidas von Reeboks Vertriebs- und Produktionsexpertise profitieren.
» Regionale Initiativen: Weitere 100 Mio. € an Umsatzsynergien versprechen wir uns von größerer regionaler Präsenz in Europa und Asien. Dazu wollen wir die Initiativen von Reebok in den verschiedenen Produktkategorien in weniger erschlossenen Märkten enger mit der starken Infrastruktur von adidas koordinieren.
» Buyout von Distributoren: Wir rechnen mit zusätzlichen Umsatzsynergien in Höhe von 200 Mio. € indem wir weltweit stärkere Kontrolle über die Marke Reebok ausüben, insbesondere in den wachstumsstarken Märkten Asiens und den Schwellenländern Europas. Wir wollen dieses Ziel durch Buyouts von Distributoren und Joint Venture-Partnern erreichen.
Unser Zeitplan für diese Synergien staffelt sich wie folgt: 100 Mio. € im Jahr 2007, 250 Mio. € im Jahr 2008 und 500 Mio. € im Jahr 2009. Die mit dem Erreichen dieser Synergien verbundenen Kosten sind gering. Momentan gehen wir im Zusammenhang mit allen Umsatzsynergien von durchschnittlichen jährlichen Einmalaufwendungen zwischen 15 Mio. € und 25 Mio. € in den Jahren 2007 bis 2009 aus. Buyouts von Distributoren werden als Investitionen ausgewiesen, nicht als operative Aufwendungen, und sind daher in diesen Zahlen nicht enthalten.
Mittelfristige Kostensynergien aus der Reebok Integration
In der Planungsphase der Integration haben wir ein jährliches
Synergiepotenzial bei Umsatzkosten und operativen Aufwendungen
von 175 Mio. € identifiziert. Wir rechnen damit, dass
wir den vollen Einspareffekt ab dem Jahr 2009 realisieren
werden. Besonders in den folgenden Bereichen versprechen
wir uns Kosteneinsparungen:
» Umsatzkosten: Durch die Integration von Reebok in unsere Global Operations Funktion sehen wir bis 2009 eine potenzielle Reduzierung der Umsatzkosten um 75 Mio. € durch Größenvorteile bei der Beschaffung.
» Marketing und Vertrieb, Logistik, Verwaltung und IT: Darüber hinaus sehen wir die Möglichkeit, durch verschiedene Initiativen 100 Mio. € an operativen Aufwendungen einzusparen. Zu diesen Initiativen zählen die Zusammenlegung des Einkaufs von Werbezeiten und –flächen, der Aufbau gemeinsamer Standorte für die Vertriebs- und Global Operations Teams in einem Großteil Europas und Asiens, die Harmonisierung und Konsolidierung unserer SAP-Systeme, die Eliminierung von doppelten Konzernfunktionen und die gemeinsame Nutzung von Finanz- und Administrationsdiensten im ganzen Konzern.
Wir rechnen damit, dass wir im Jahr 2007 50 % der
angestrebten Synergien realisieren können und ab 2008 die
vollen 100 %. Um diese jährlichen Einsparungen zu erreichen,
rechnen wir mit Einmalaufwendungen in Höhe von jeweils
70 Mio. € in den Jahren 2007 und 2008.
Staffelung von Umsatzsynergien aus der Integration in Mio. €
| 2007 | 2008 | 2009 | |
| Zusätzlicher Umsatz pro Jahr |
100 | 250 | 500 |
| Durchschnittliche Einmalaufwendungen pro Jahr |
15 – 25 | 15 – 25 | 15 – 25 |
Staffelung von Kostensynergien aus der Integration in Mio. €
| 2007 | 2008 | 2009 | |
| Jährliche Kosteneinsparungen |
87,5 | 175 | 175 |
| Einmalaufwendungen pro Jahr |
70 | 70 | — |
| Nettoeffekt |
17,5 | 105 | 175 |
Mittelfristige Ziele des adidas Konzerns bis 2009
| Jährliches währungsbereinigtes Umsatzwachstum |
hoher einstelliger Bereich |
| Rohertragsmarge |
46 % bis 48 % |
| Operative Marge |
ca. 11 % |
| Jährliche Gewinnsteigerung |
zweistelliger Bereich |
Starke mittelfristige Aussichten
Aufgrund des anhaltenden organischen Wachstums unserer
Marken sowie der Synergien aus der Reebok Integration
rechnen wir mittelfristig mit einer starken Entwicklung von
Umsatz und Gewinn. Durch die anhaltende Stärke von adidas
und TaylorMade-adidas Golf sowie die Revitalisierung des
Reebok Geschäftssegments erwarten wir, dass der Umsatz
des Konzerns in den Jahren 2008 und 2009 währungsbereinigte
Wachstumsraten im hohen einstelligen Prozentbereich
erzielen wird. Für die Rohertragsmarge des Konzerns prognostizieren
wir eine jährliche Verbesserung auf ein Niveau
zwischen 46 % und 48 % im Jahr 2009. Getragen wird diese
Verbesserung durch Zuwächse bei allen Marken. Die Entwicklung
verdeutlicht insbesondere positive Effekte aus
einem sich verbessernden Produktmix und einer ausgewogeneren
geographischen Präsenz, dem Ausbau unserer
eigenen Einzelhandelsaktivitäten sowie Umsatzkostensynergien
aus der Reebok Integration. Wir erwarten auch, dass
die operative Marge des Konzerns mittelfristig steigen und im
Jahr 2009 ein Niveau von ca. 11 % erreichen wird. Maßgeblich
hierzu beitragen werden Verbesserungen bei allen Marken.
Effizienzsteigerungen im Zusammenhang mit der Integration
des Reebok Geschäftssegments werden bei dieser Entwicklung
eine wichtige Rolle spielen. Infolge unseres anhaltenden
Umsatzwachstums und der erwarteten verbesserten Profitabilität
aller Marken wird der Gewinn unserer Einschätzung
nach in den Jahren 2008 und 2009 im zweistelligen Prozentbereich
wachsen.
Verwandte Links:
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Produkte und Kampagnen
Struktur und Strategie