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Treasury

Treasury-System und Verantwortlichkeiten
Die Treasury Grundsätze des Konzerns regeln sämtliche Treasury-relevanten Themen. Hierzu zählen die Bankpolitik und die Genehmigung von Bankbeziehungen, Finanzierungsvereinbarungen und
Liquiditäts-/Anlagen-Management weltweit, das Management von Währungs- und Zinsrisiken sowie das Management des konzerninternen Cashflows. Die Verantwortlichkeiten hierfür sind nach einem dreistufigen Ansatz strukturiert:

» Das Treasury-Komitee, das sich aus Mitgliedern des Vorstands und anderen Führungskräften zusammensetzt, entscheidet über die Treasury-Grundsätze des Konzerns und gibt die strategische Ausrichtung für das Management von Treasury-bezogenen Themen vor. Alle wesentlichen Änderungen der Treasury-Grundsätze bedürfen der Zustimmung des Treasury-Komitees.

» Die Konzern-Treasury-Abteilung ist verantwortlich für spezifische zentralisierte Treasury-Transaktionen sowie für die Umsetzung der Treasury-Grundsätze weltweit.

» Auf Tochtergesellschaftsebene sind die Geschäftsführer sowie die Finanz-Controller vor Ort für das Management der Treasury-Angelegenheiten bei den jeweiligen Gesellschaften verantwortlich. Das Controlling auf Marken- und auf regionaler Ebene stellt sicher, dass die Transaktionen der einzelnen Geschäftseinheiten mit den Treasury-Grundsätzen des Konzerns übereinstimmen.  

 

  Finanzierungsmöglichkeiten in Mio. € 

Finanzierungsmöglichkeiten in Mio. €

 

Restlaufzeiten der Finanzierungsmöglichkeiten in Mio. €

 Restlaufzeiten der Finanzierungsmöglichkeiten in Mio. €

Zentralisierte Treasury-Funktion
Gemäß den Treasury-Grundsätzen des Konzerns werden über 90 % der weltweiten Kreditlinien von unserer zentralen Treasury-Abteilung verwaltet. Diese Linien werden zum Teil an Tochtergesellschaften weitergegeben und durch Garantien des Mutterunternehmens abgesichert. Aufgrund des zentralisierten Liquiditätsmanagements ist der Konzern in der Lage, die Mittel innerhalb der Organisation effizient zuzuteilen. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind generell unbesichert und sind mit marktüblichen Bedingungen verbunden, die auf Quartalsbasis überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu verschiedenen Partnerbanken und vermeidet dadurch eine starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten. Partnerbanken auf Konzern- und Tochtergesellschaftsebene müssen ein langfristiges Investment Grade Rating von Standard & Poor’s oder ein vergleichbares Rating durch eine andere führende Rating-Agentur von mindestens BB+ vorweisen (vgl. Erläuterung 24). Die Tochtergesellschaften müssen überschüssige Liquidität an die Konzernzentrale weiterleiten, um die Cash-Position des Konzerns zu optimieren und eine optimale Zuteilung der flüssigen Finanzmittel sicherzustellen.

Finanzierungsinstrumente erweitert und Volumen erhöht
Durch die Akquisition von Reebok International Ltd. (USA) ist der Finanzierungsbedarf des Konzerns erheblich gestiegen. Infolgedessen haben wir die Anzahl bestimmter Finanzierungsinstrumente erhöht sowie die Finanzierungsstruktur des Konzerns weiter diversifiziert, indem wir im Geschäftsjahr 2006 Privatplatzierungen in den USA, Europa und Asien in einem Gesamtbetrag von etwa 1,3 Mrd. € begeben haben. Damit haben wir unsere Abhängigkeit von einzelnen Kreditinstituten oder länderspezifischen Rahmenbedingungen weiter reduziert. Darüber hinaus ist die langfristige finanzielle Flexibilität des Konzerns durch eine derzeit ungenutzte Konsortialkreditlinie in Höhe von 2,0 Mrd. € sowie durch weitere ungenutzte bilaterale Kreditlinien bei verschiedenen Banken in einem Betrag von 2,4 Mrd. € sichergestellt (vgl. Erläuterung 16). Außerdem haben wir den Währungssplit der Bruttofinanzverbindlichkeiten im Berichtsjahr weiter diversifiziert. Wir haben unsere Finanzierungen in US Dollar aufgrund des Erwerbs von auf US Dollar basierenden Vermögenswerten im Zusammenhang mit Reebok erhöht. Wir überwachen laufend den Bedarf an verfügbaren Kreditlinien basierend auf dem jeweiligen Volumen der Finanzverbindlichkeiten sowie dem künftigen Finanzierungsbedarf.