Leichte Verbesserung der operativen Marge erwartet
Für 2007 rechnen wir für den Konzern mit einer operativen Marge von ca. 9 % bei einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Verbesserungen der Rohertragsmarge bei allen Marken werden allerdings durch höhere operative Aufwendungen bei Reebok, TaylorMade-adidas Golf und im Segment HQ/ Konsolidierung nahezu ausgeglichen. Bei Reebok ist dieser Anstieg größtenteils auf die zusätzlichen Ausgaben in Höhe von 50 Mio. € zurückzuführen, die wir im November 2006 angekündigt haben. Diese zusätzlichen Aufwendungen für Werbung, Produktentwicklung und den Ausbau des eigenen Einzelhandels in den Schwellenländern sind nötig, um die Marke Reebok schneller wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Die operative Marge von Reebok wird darüber hinaus weiterhin durch negative Effekte (voraussichtlich zwischen 10 und 20 Mio. €) aus der Kaufpreisaufteilung beeinflusst werden. Bei TaylorMade-adidas Golf werden die operativen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz voraussichtlich leicht ansteigen. Grund hierfür ist ein höheres geplantes Marketing Working Budget zur Unterstützung von neuen Produktinitiativen. Zusätzlich wird das Betriebsergebnis durch die Veräußerung des GNC Großhandelsgeschäfts moderat beeinflusst. Der Bereich HQ/Konsolidierung wird im Jahr 2007 aufgrund der gestiegenen Integrationskosten im Zusammenhang mit Reebok voraussichtlich einen höheren Verlust als im Vorjahr aufweisen. Die gestiegenen Integrationskosten sind Teil unseres Plans zur Realisierung von Synergien.
Gewinnsteigerung des adidas Konzerns
um annähernd 15 % angestrebt
Wir erwarten für den adidas Konzern eine Steigerung des auf
die Anteilseigner entfallenden Gewinns um annähernd 15 %
gegenüber dem Wert von 483 Mio. € im Jahr 2006. Dies wäre
das siebte Jahr in Folge mit einer zweistelligen Gewinnsteigerung.
Umsatzwachstum und gestiegene Profitabilität werden
neben niedrigeren Zinsaufwendungen aufgrund der Reduzierung
der durchschnittlichen Verbindlichkeiten maßgeblich
zu dieser positiven Entwicklung beitragen. Diese positiven
Effekte werden jedoch zum Teil durch einen höheren Steuersatz
als im Vorjahr resultierend aus dem Wegfall von einmaligen
Steuervorteilen im vierten Quartal des Jahres 2006
ausgeglichen.
Ziele des adidas Konzerns für 2007
| Währungsbereinigtes Umsatzwachstum |
mittlerer einstelliger Bereich |
| Rohertragsmarge | 45 % bis 47 % |
| Operative Marge |
ca. 9 % |
| Gewinnsteigerung |
im zweistelligen Bereich, annähernd 15 % |
Weitere Verbesserungen in der Supply Chain
bei Global Operations
Wir werden unsere Bemühungen, die operative Effizienz
unserer Supply Chain zu verbessern, auch im Jahr 2007 fortsetzen.
Die Reebok Integration hat sich bereits in mehreren
Punkten positiv auf unser Geschäft ausgewirkt. Das im Jahr
2006 von uns initiierte „World Class Buyer“-Programm zur
Maximierung der Beschaffungsvorteile bei allen unseren
Marken wird weiter dazu beitragen, die Umsatzkosten zu
reduzieren. Wir werden unsere „World Class Supply Chain“-
Initiative weiter ausbauen. Damit reduzieren wir Zeit- und
Kostenaufwand, sind näher an der Marktentwicklung
und
stellen sicher, dass wir keine sich bietenden Marktchancen
verpassen (vgl. Global Operations).
Höhere Mitarbeiterzahl durch eigene
Einzelhandelsaktivitäten
Für 2007 erwarten wir einen geringfügigen Anstieg der Mitarbeiterzahl
im Konzern. Die meisten Neueinstellungen werden
wieder im Bereich des eigenen Einzelhandels erwartet.
Wir rechnen damit, dass die Personalaufwendungen für den
adidas Konzern durch die Anzahl der Neueinstellungen steigen
werden.
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
konzentrieren sich auf technologische Innovationen
Im Jahr 2007 wird der Konzern wiederum ca. 1 % des Umsatzes
in Forschung und Entwicklung investieren. Im Vordergrund
stehen dabei die Kategorien Running, Fußball und Basketball
bei den Marken adidas und Reebok sowie Golfausrüstung bei
TaylorMade-adidas Golf. Die Anzahl der Mitarbeiter in Forschung
und Entwicklung wird 2007 konzernweit ansteigen.


