Strategie zur Unternehmensverantwortung
Umgang mit der Beschaffungskette
Die Beschäftigten in den Fabriken unserer Zulieferer spielen bei unserem Programm eine zentrale Rolle. Aus Sorge um das Wohl und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten haben wir die ‚Workplace Standards‘ (Arbeitsplatzstandards) verfasst und ein Managementsystem für deren Einhaltung eingerichtet, das alle Marken des adidas Konzerns abdeckt.
Unsere Beschaffungskette ist umfangreich, vielschichtig und komplex. Wir verfolgen einen detaillierten Ansatz für den Umgang mit unseren Zulieferern und entwickeln Vorgehensweisen für die Zusammenarbeit mit den Betrieben, die zu unserer direkten und indirekten Beschaffungskette gehören.
Vier Kernbereiche spielen bei dieser Strategie eine wichtige Rolle:
- Unsere internen direkten Beziehungen zu Zulieferern, die von der Beschaffungsabteilung des adidas Konzerns verwaltet werden. Diese machen rund 75% unserer Beschaffungsaktivitäten aus (nach produzierten Einheiten).
- Unsere externen indirekten Beschaffungsbeziehungen zu Agenten und Lizenznehmern.
- Der Umgang mit denjenigen Geschäftseinheiten des adidas Konzerns, die ihre eigenen Beschaffungsaktivitäten durchführen.
- Unsere sofortigen und mittelfristigen Bemühungen, um die von der weltweiten Finanzkrise betroffenen Zulieferer zu unterstützen.
Nachstehend beschreiben wir unsere Ziele in den einzelnen Bereichen.
Direkte Beschaffung
Von den Zulieferern unserer direkten Beschaffungskette erwarten wir, dass sie eigenverantwortlich handeln‚ ihre soziale Verantwortung wahrnehmen sowie die ,Workplace Standards‘ einhalten. Wir erwarten, dass sie diese Vorgaben durch eine engagierte Unternehmensführung erreichen, die Veränderungen durch qualifizierte, fähige Manager und effektive Managementsysteme fördert. Die Ergebnisse messen wir anhand unseres Leistungsindikators.
Im Jahr 2008 haben wir diesen Indikator überarbeitet, sodass er die Leistungen unserer Zulieferer in Bezug auf eine effektive Kommunikation zwischen Belegschaft und Management sowie Koalitionsfreiheit besser widerspiegelt. Für uns ist dies ein weiterer Schritt in Richtung Eigenverantwortung innerhalb unserer direkten Beschaffungskette. Weitere Informationen finden Sie hier.
Indirekte Beschaffung
Hinsichtlich unserer indirekten Beschaffungskette wollen wir sicherstellen, dass wir partnerschaftlich mit Agenten und Lizenznehmern zusammenarbeiten und über unabhängige externe Prüfer unterstützende Ressourcen bieten. Dies soll gewährleisten, dass wir die Risiken einer weniger strukturierten und kleineren Beschaffungskette‚ in der wir weniger Einfluss und oftmals weniger engagierte Geschäftspartner haben, steuern und kontrollieren können.
Daher haben wir 2008 spezielle Schulungen für ausgesuchte externe Prüfer durchgeführt. Diese wurden darin geschult, wie sie die Einhaltung unserer Richtlinien und Standards bei ihren Besuchen in den Fabriken unserer Agenten und Lizenznehmer einheitlich und richtig kontrollieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Geschäftseinheiten des adidas Konzerns
Bei den Geschäftseinheiten, die ihren eigenen Einkauf außerhalb der globalen Beschaffungsabteilung des adidas Konzerns durchführen, werden wir die Kommunikation und das Verständnis für die konzernweiten Systeme, Richtlinien und Verfahren weiter intensivieren. Grundsätzlich tragen sie die Verantwortung für ihre Beschaffungskette, jedoch müssen wir mit ihnen zusammenarbeiten, um Veränderung voranzutreiben, Risiken zu minimieren und Rechte zu wahren.
2008 erzielten wir weitere Fortschritte bei unserer Arbeit mit Geschäftseinheiten dahingehend, ihre Beschaffungsketten im Fair Factories Clearinghouse (FFC) offenzulegen und Informationen mit anderen Mitgliedern des FFC zu teilen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise
Angesichts einer drohenden globalen Rezession konzentrieren wir uns auf den transparenten Umgang mit zwei Problemen, die sich direkt auf unsere Beschaffungskette auswirken könnten:
- Der rasante Rückgang des weltweiten Konsums und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität unserer Zulieferer und die langfristige Geschäftskontinuität.
- Die zukünftige Arbeitsplatzsicherheit der Beschäftigten, die unsere Produkte herstellen.
Für 2009 haben wir uns das Ziel gesetzt, bei unseren Zulieferern die internen Maßnahmen zur Kostenkontrolle und deren Auswirkungen auf die Löhne und Arbeitsplätze der Beschäftigten streng zu überwachen. Weitere Informationen finden Sie hier.
-
LINKS ZUM THEMA
Innerhalb des Berichts
