Beschaffungskette

SEA Champions - Designierte SEA-Mitarbeiter, die verantwortlich dafür sind, die Standardeinhaltung und die Beziehung mit internen Geschäftseinheiten, externen Lizenznehmern oder Agenten zu koordinieren und auf regionaler Ebene zu unterstützen.

Qualifizierte FFC-Nutzer - Mitarbeiter innerhalb einer Geschäftseinheit, die verantwortlich dafür sind, die Datenbank des Fair Factories Clearinghouse zu pflegen.

Systeme - Ziel 1

Weiterentwicklung und Stärkung des Modells zur Überwachung der Beschaffungskette unserer Lizenznehmer durch externe Prüfer.

Warum wurde dieses Ziel gewählt?

Im Mittelpunkt stand hier der Kompetenzaufbau bei ausgewählten externen Überwachungsagenturen, welche die indirekte Beschaffungskette des adidas Konzerns kontrollieren. Dazu gehörte eine kritische Überprüfung der Leistung und der Audit-Kapazität dieser externen Prüfer in den einzelnen Ländern. Zugleich sollte damit eine Ausdehnung unserer Richtlinien und Maßnahmen auf weitere Fabriken innerhalb der indirekten Beschaffungskette des adidas Konzerns unterstützt werden.

Welcher Ansatz wurde gewählt?

Alle genehmigten externen Prüfer wurden durch ausgewählte SEA-Mitarbeiter bewertet. Analysiert wurde dabei die Effektivität der Kommunikation zwischen den externen Prüfern, unseren SEA-Mitarbeitern vor Ort und den Geschäftseinheiten, die Planung und Durchführung von Fabriküberwachungen sowie die Ausarbeitung von Korrekturmaßnahmen zur Beseitigung von Verstößen gegen Arbeitsplatzstandards. Unser abschließender Bewertungsbericht enthielt Empfehlungen zur Steigerung der Gesamtqualität des externen Überwachungsprozesses sowie Pläne zur Verbesserung der Arbeit der einzelnen externen Überwachungsfirmen. Mit dieser Maßnahme sollte die Anzahl der von uns genehmigten Überwachungsagenturen reduziert und somit optimiert werden.

Ergebnis

50 percent

Zu bewältigende Herausforderungen

Unzureichende Schulungsmöglichkeiten und limitierte personelle Ressourcen unsererseits haben die Verifizierung und Beobachtung der externen Prüfer eingeschränkt. Die geplante Konsolidierung von etwa zwei Dutzend genehmigten Prüfern auf einen global tätigen Anbieter war nicht möglich, da kein einziger Anbieter über die Kapazitäten verfügt, in einer geografisch weit verzweigten und komplexen indirekten Beschaffungskette des adidas Konzerns ein angemessenes Überwachungsniveau zu gewährleisten. Die erfolgreichen Interaktionen mit unseren Lizenznehmern führten zu mehr Transparenz hinsichtlich ihrer Beschaffungskette und somit zu einem Anstieg der Fabriken, in denen Audits durchgeführt werden müssen. Durch den höheren Audit-Bedarf stieg gleichzeitig auch die Nachfrage nach zusätzlichen externen Überwachungsfirmen, sodass die geplante Konsolidierung der externen Prüfer zusätzlich unter Druck geriet.

Schlussfolgerungen

Die Anzahl der genehmigten externen Prüfer wurde um die Hälfte reduziert. Diejenigen mit der besten Leistung und Bewertung erhielten individuelle Trainingspläne, um ihre Fähigkeiten zur Beseitigung von Verstößen, zur Bewertung von Fabriken und zur Pflege der FFC-Datenbank weiter auszubauen. Wir haben Vorlagen für die Erstellung von Maßnahmenplänen zur Behebung von Verstößen entwickelt. Daneben wurden neue operative Instrumente sowie transparente Verifizierungsmechanismen eingeführt. Die Kommunikationskanäle zwischen den SEA-Mitarbeitern, externen Prüfern und den Geschäftseinheiten wurden effizienter gestaltet.

Neues Ziel für 2009

Wie im Jahr 2008 ist es auch 2009 das Ziel, die Leistung und den Wirkungsgrad bei der externen Überwachung der indirekten Beschaffungskette des adidas Konzerns zu steigern. Das Leistungsniveau der externen Kontrolleure wird weiterhin kritisch geprüft und Agenturen, die unsere Erwartungen nicht erfüllen, werden aus der Liste unserer genehmigten Prüfer entfernt. Für externe Kontrolleure wird es fortlaufend Schulungen geben. Wir werden auch unsere Erfahrungen aus der Teilnahme an der Sustainable Compliance Leadership Initiative zur Entwicklung harmonisierter Audit-Instrumente nutzen, um den Kompetenzaufbau bei Prüfern voranzutreiben. Da von uns genehmigte externe Prüfer im Jahr 2009 erstmals Korrekturpläne und Fabrikbewertungen erstellen werden, unterliegen diese Aktivitäten einer besonders strengen Beobachtung und Bewertung durch unser SEA-Team.

Systeme - Ziel 2

Verbesserung der Prozesse zur Dateneingabe in die FFC-Datenbank sowie der Datenauswertung.

Warum wurde dieses Ziel gewählt?

Dieses Ziel wurde gewählt, um genauere und aktuellere Leistungsdaten zu erstellen, die in wichtige Meldungen und Berichte an verschiedene interne und externe Stakeholder einfließen. Da die FFC-Daten von einer großen Nutzergruppe bei den Beschaffungs- und Einkaufsabteilungen des adidas Konzerns sowie Lizenznehmern, Agenten und externen Prüfern verwaltet werden, kam es in der Vergangenheit zu Unstimmigkeiten bei der Dateneingabe und -pflege. Dies hat die Erwartungen in Hinblick auf die Datenintegrität beeinträchtigt und zudem unsere externe Berichterstattung vor beträchtliche Herausforderungen gestellt.

Welcher Ansatz wurde gewählt?

Die FFC-Arbeitsgruppe, eine interne SEA-Projektgruppe mit Vertretern aller Regionen, koordinierte eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Datenqualität und -integrität bei internen und externen Nutzern sowie bei Mitarbeitern der FFC-Organisation.

Die Bereinigung von FFC-Daten wurde von unserem SEA-Team geleitet und gemeinsam mit den entsprechenden Beschaffungsabteilungen und Geschäftseinheiten durchgeführt. Die korrigierten und genauen Daten wurden dann im FFC-System angepasst. Schulungen zur Anwendung der FFC-Datenplattform wurden für Nutzer innerhalb des Konzerns verbessert und neu bereitgestellt. Wir haben systematische Instrumente entwickelt und implementiert, um den FFC-Nutzern Kontrollmöglichkeiten hinsichtlich der Datenintegrität zur Verfügung zu stellen. Mitarbeiter der FFC-Organisation wurden beauftragt, eine Reihe kritischer Nutzerfunktionen und
-verbesserungen zu entwickeln und umzusetzen, um die Anwenderfreundlichkeit des Systems zu verbessern.

Ergebnis

50 percent

Zu bewältigende Herausforderungen

Ein kritischer Punkt lag außerhalb unseres Einflussbereichs: Nicht alle der von den FFC-Entwicklern versprochenen Verbesserungen konnten innerhalb des erwarteten Zeitraums umgesetzt werden. Daher wurden einige Aspekte der Systemwartung nicht erfüllt und stellen noch immer eine Herausforderung für uns dar.

Intern zeigte sich, dass viele der kleineren Geschäftsbereiche keine Mitarbeiter zur Nutzung des FFC bestimmt hatten. In anderen Geschäftseinheiten wiederum gab es eine hohe Fluktuation bei den qualifizierten Nutzern, weshalb ein höherer Bedarf an Schulungen anfiel als erwartet. Zudem haben Konsolidierungsmaßnahmen innerhalb der Beschaffungskette sowie veränderte Lizenzvereinbarungen eine schnellere Umsetzung der Datenoptimierung beeinflusst.

Schlussfolgerungen

Im Zuge der 2008 getroffenen Maßnahmen konnte die Datenintegrität für die interne und externe Berichterstattung verbessert werden. Die Qualität der Dateneingabe sowie der archivierten Daten wurde gesteigert, was auf verbesserte Schulungsmaterialien sowie die kürzeren Abstände zwischen den einzelnen Trainings für die Nutzergemeinschaft zurückzuführen ist. Die Möglichkeit für FFC-Nutzer des adidas Konzerns, eine eigene vierteljährliche Datengenauigkeitsprüfung durchzuführen, wird durch die Implementierung von im Jahr 2008 entwickelten Instrumenten erhöht. Eine Datenbereinigung, falls notwendig, wird dann durch funktionalere Berichterstattungs- und Verifizierungsmechanismen unterstützt. Bei den bestehenden Daten konnten durch die Datenbereinigung unzählige doppelte Einträge und veraltete Informationen entfernt werden. Gleichzeitig wurde dadurch die erforderliche Häufigkeit der Datenbereinigung für die Zukunft reduziert.

Weniger positiv ist, dass insgesamt die Qualität der FFC-Daten noch nicht das erwartete Niveau erreicht hat. Im Jahr 2008 wurden von den Mitarbeitern der FFC-Organisation weniger Verbesserungen im System umgesetzt als erwartet. Dies hatte negative Auswirkungen auf die Instrumente zur Datenabfrage, mit denen die erforderliche Berichterstattung hätte automatisiert werden können.

Erkenntnisse 2008

Die Arbeit des FFC in Hinblick auf anwenderfreundliche Funktionen bleibt weiter ein entscheidendes Ziel. Da hierzu jedoch genaue Zeitrahmen seitens des FFC fehlen, erschwert sich für uns die Planung und Umsetzung einer standardisierten Datenberichterstattung.

Die deutlichsten Verbesserungen hinsichtlich der Datenqualität wurden im Jahr 2008 bei den Geschäftseinheiten festgestellt, die Eigenverantwortung und -initiative bei der Datenpflege übernommen haben.

Neues Ziel für 2009

Deshalb wird dies ein entscheidender Faktor für die zukünftige Datenintegrität sein. Im Jahr 2009 wird der Fokus nur bedingt auf der Datenbereinigung liegen, da der Großteil der archivierten Daten bereits geprüft und verifiziert wurde.

Vielmehr wird es darum gehen, die Lücken zwischen unseren Anforderungen und den derzeitigen Grenzen des FFC-Systems in Bezug auf die Verwaltung und Archivierung von Daten zu schließen.

Systeme - Ziel 3

Entwicklung und Umsetzung von strategischen Plänen zur Standardeinhaltung für weitere 14 wichtige Geschäftseinheiten, u. a. Lizenznehmer und Agenten.

Warum wurde dieses Ziel gewählt?

Dieses Ziel ist darauf ausgerichtet, unsere Richtlinien und Maßnahmen innerhalb derjenigen Geschäftseinheiten des adidas Konzerns einzubetten, die direkt oder indirekt Verantwortung für die Produktbeschaffung tragen.

Wir sind überzeugt, dass die Förderung fairer, gesunder und sicherer Arbeitsbedingungen in der Beschaffungskette dann erfolgreich ist, wenn die Geschäftseinheiten die Standardeinhaltung in ihre internen Systeme und Geschäftspraktiken integrieren und bei der zentralen Geschäftsplanung berücksichtigen. Auf diese Weise wird Nachhaltigkeit im Unternehmen erreicht.

Dieses Ziel baut auf unserem drei Jahre alten Ansatz in Bezug auf die strategische Planung zur Standardeinhaltung bei Zulieferern und Produktionsstätten auf. Die einst zunächst für Zulieferer entwickelten Instrumente wurden angepasst, um Geschäftseinheiten, die eigene Beschaffungsaktivitäten betreiben, anhand von Leistungsindikatoren zu bewerten.

Welcher Ansatz wurde gewählt?

2008 bestand unser Vorgehen darin, die Verantwortlichkeiten für die Standardeinhaltung an die Geschäftseinheiten zu übertragen. Dazu zählen Bewertungskriterien für die Bereiche Fabriküberwachung, Verwaltung der FFC-Datenbank sowie Programme und Entscheidungsfindung auf Führungsebene.

Grundlage der Bewertung ist ein Gesamtplan, der Richtung, Strategie und Maßnahmen für die Umsetzung der nachhaltigen Standardeinhaltung in den Zulieferbetrieben der Geschäftseinheiten beschreibt. Dieser strategische Plan zur Standardeinhaltung (Strategic Compliance Plan, SCP) muss jedes Jahr überprüft und mit unserer SEA-Abteilung abgesprochen und aktualisiert werden. Er ist mit einem Bewertungsinstrument und Leistungsindikator verbunden.

Die Entwicklung eines strategischen Plans beginnt mit der Informationssammlung über die aktuellen Maßnahmen zur Standardeinhaltung der jeweiligen Geschäftseinheit. Anschließend werden Defizite analysiert, deren Beseitigung in einem entsprechenden Dreijahresplan eingearbeitet wird. Die einzelnen Komponenten dieses Plans sind mit einem Bewertungsinstrument verknüpft, das Auskunft über den Grad der Standardeinhaltung der jeweiligen Geschäftseinheit gibt.

Das Management demonstriert sein Engagement und seinen Einsatz, indem es die Standardeinhaltung in die zentralen Managementsysteme zur Geschäftsplanung integriert.

Die Schulungen zur Standardeinhaltung umfassen den Aufbau einer Infrastruktur, in der Initiativen zur Kompetenzbildung der Mitarbeiter unterstützt werden. Transparenz und regelmäßige Berichterstattung müssen durch eindeutige Richtlinien und Systeme sowie eine effektive Kommunikation gefördert werden.

Ergebnis

100 percent

Zu bewältigende Herausforderungen

Die benötigte Zeit für die Entwicklung von strategischen Plänen zur Standardeinhaltung (SCP) wurde deutlich unterschätzt.

Schlussfolgerungen

Das Ziel für 2008 war, strategische Pläne für 14 Geschäftseinheiten zu entwickeln und umzusetzen. Dieses Ziel wurde erreicht.

  • 10 SCPs für Lizenznehmer waren geplant, 5 wurden abgeschlossen
  • 2 SCPs für Geschäftseinheiten waren geplant und 7 wurden abgeschlossen
  • 1 SCP für eine Marke des adidas Konzerns war geplant und wurde abgeschlossen
  • 1 SCP für einen Agenten war geplant und wurde abgeschlossen.

Die Entwicklung und Fertigstellung von strategischen Plänen wurde erreicht. Die Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen wurde ins Jahr 2009 übertragen.

Erkenntnisse 2008

Die Geschäftserfordernisse des adidas Konzerns zwangen uns im Verlauf des Jahres 2008 dazu, die Auswahl an Geschäftseinheiten, für die wir die Erarbeitung strategischer Pläne zur Standardeinhaltung vorgesehen hatten, zu ändern. Diese Entwicklung wird sich 2009 voraussichtlich fortsetzen, sodass wir die Liste der in Frage kommenden Geschäftseinheiten weiterhin pragmatisch handhaben müssen.

Neues Ziel für 2009

Unser langfristiges Ziel besteht darin, strategische Planungsprozesse in die Aktivitäten der Geschäftseinheiten einzubetten. In diesem Rahmen sollen die Implementierung der einzelnen Maßnahmen und die entsprechende Berichterstattung bei den Geschäftseinheiten im Verlauf des Jahres 2009 weiter zunehmen.

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SKALA
  • 0%: keine Aktivität und Fortschritte
  • 10%: Maßnahme ansatzweise initiiert
  • 25%: mäßige Fortschritte
  • 50%: gute Fortschritte
  • 75%: erhebliche Fortschritte
  • 100%: Ziel erreicht und umgesetzt