Umwelt

Produktion - Ziel 1

Identifizierung von und Dialog mit Partnern, die das geeignete technische Wissen vorweisen können, um die Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs sowie des Abfallaufkommens bei unseren wichtigsten Herstellern voranzutreiben.

Warum wurde dieses Ziel gewählt?

Frühere Dialoge mit anderen Markenunternehmen und Nicht-Regierungsorganisationen konzentrierten sich in erster Linie auf soziale Themen (Beschäftigung, Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer usw.). Angesichts der wachsenden Bedeutung von Umweltthemen innerhalb der Beschaffungskette gibt es einen gestiegenen Bedarf, sich regelmäßig mit anderen Stakeholdern über diese Themen auszutauschen.

Welcher Ansatz wurde gewählt?

In Asien wurde zusammen mit führenden Markenunternehmen ein Umweltexpertengremium gegründet. Zu dieser Gruppe zählen auch mehrere führende Sportartikelhersteller, die mit denselben Zulieferern wie der adidas Konzern zusammenarbeiten. Das erste offizielle Treffen fand im März 2008 statt.

Dieses Expertennetzwerk sollte sich in regelmäßigen Abständen treffen, um potenzielle Kooperationsbereiche zu diskutieren und vorbildliche Maßnahmen auszutauschen.

Darüber hinaus hat sich das Gremium an Organisationen wie den WWF in Europa und Hongkong gewandt, um Bereiche für eine mögliche Zusammenarbeit zu ermitteln.

Ergebnis

50 percent

Zu bewältigende Herausforderungen

Ein für das vierte Quartal 2008 anberaumtes zweites Treffen fand aufgrund anderweitiger Verpflichtungen nicht statt. Jedoch wurden Gespräche mit den einzelnen Experten über mögliche Bereiche der Zusammenarbeit geführt.

In Bezug auf die Kooperation mit einer Nicht-Regierungsorganisation in Hongkong bleibt festzuhalten, dass einige der von der Organisation vorgeschlagenen Programme auf Hongkong und das Perlflussdelta beschränkt sind. Dadurch ist die Bedeutung dieser Programme für die Beschaffungskette des adidas Konzerns begrenzt.

Schlussfolgerungen

Zwar fand ein regelmäßiger Austausch zwischen den verschiedenen Markenunternehmen über diverse Möglichkeiten der Zusammenarbeit statt, jedoch wurden keine gemeinsame Richtung und keine gemeinsamen Inhalte vereinbart.

Die Gespräche mit der Nicht-Regierungsorganisation laufen weiter, um herauszufinden, wo potenzielle Partnerschaften zu Vorteilen für die Beschaffungskette führen können.

Erkenntnisse 2008

Angesichts der umfangreichen Vorbereitungen, die für eine effektive Arbeit der Expertengruppe notwendig sind, muss für die geplanten Treffen eine Jahresplanung aufgestellt werden, aus der eindeutig die wichtigsten Diskussionspunkte hervorgehen.

Neues Ziel für 2009

Durch die gezielte Kommunikation vorbildlicher Maßnahmen innerhalb der Branche können wir unsere Zulieferer dabei unterstützen, ihren Wasser- und Energieverbrauch zu managen. Aus diesem Grund werden wir auf das Fachwissen des Umweltexpertengremiums zurückgreifen.

Wir werden durch unsere Teilnahme an dieser Gruppe außerdem Initiativen mit verschiedenen Markenunternehmen vorantreiben.

Produktion - Ziel 2

Förderung der Anwendung von Umweltkennzahlen durch unsere wichtigsten Schuhhersteller, um ihnen so eine bessere Berichterstattung sowie die Festlegung von Reduzierungszielen zu ermöglichen.

Warum wurde dieses Ziel gewählt?

Der adidas Konzern veröffentlicht auf seiner Internetseite jährlich die wichtigsten Umweltdaten für die Herstellung seiner Produkte. Einige dieser Daten werden durch unsere Schuhlieferanten übermittelt. Allerdings fehlt es ihnen an der notwendigen Eigenverantwortung für diese Informationen, was sich negativ auf die Genauigkeit der berichteten Daten auswirkt.

Welcher Ansatz wurde gewählt?

Um eine Gegenprobe durchzuführen, ob die von den Schuhlieferanten berichteten Daten eine genaue Wiedergabe der Produktionsprozesse darstellen, wurden die Daten von drei Schuhfabriken vor Ort von einem externen Berater verifiziert, der mit der Durchführung der Umweltanalyse im Rahmen des ‚Better Place‘ Programms beauftragt war. Siehe Produkt - Ziel 2.

Darüber hinaus testen wir gegenwärtig ein neues Datenerhebungssystem, das darauf abzielt, eine Verbindung zwischen Umweltdaten und finanziellen Kosten herzustellen, ein Bereich, welcher von den Betrieben sehr sorgfältig geprüft wird. Das Pilotprojekt soll zu einem gesteigerten Bewusstsein für die Umweltkosten der eigenen Betriebsabläufe führen.

Ergebnis

25 percent

Zu bewältigende Herausforderungen

In zahlreichen Fabriken gibt es eine hohe Fluktuation bei den Mitarbeitern, die für die Datenerfassung und -eingabe verantwortlich sind. Dies hat dazu geführt, dass viel Zeit für die Überprüfung und Verifizierung der übermittelten Daten aufgebracht werden musste.

Die Ausweitung des Pilotprojekts auf eine Fabrik auf den Philippinen konnte nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, wodurch sich die Bewertung des Datenerhebungssystems verzögert hat.

Schlussfolgerungen

Um die Erfassung von Umweltdaten in den Betrieben weiter zu verbessern, müssen Anreize für die Fabriken geschaffen werden. Ein Anreiz liegt dabei in den erheblichen Ressourcen- und Kosteneinsparungen, die sich durch den Einsatz eines ausgereiften Umweltdatenverwaltungssystems erzielen lassen.

Obwohl die Umweltanalyse in drei ausgewählten Fabriken ergeben hat, dass die Daten akzeptabel waren, konnte keine Aussage darüber getroffen werden, wie die Daten von den Produktionsstätten erhoben werden. Darüber hinaus konnte durch die Analyse nicht festgestellt werden, inwiefern die Daten Managemententscheidungen beeinflussen.

Erkenntnisse 2008

In den Fabriken fehlt es allgemein noch immer an Verständnis für den Nutzen der erhobenen Umweltdaten bzw. dafür, wie diese zum Ressourcenmanagement innerhalb der eigenen Produktionsprozesse eingesetzt werden können.

Neues Ziel für 2009

Fertigstellung der Prüfung eines alternativen Datenerhebungssystems.

Produktion - Ziel 3

Durchführung von vier Workshops zur Energieeffizienz für unsere Zulieferer in Asien und der Region EMEA, um weitere Einsparungen beim Energieverbrauch zu erreichen.

Warum wurde dieses Ziel gewählt?

Der adidas Konzern arbeitet daran, eine nachhaltigere Beschaffungskette aufzubauen. Ein Schwerpunkt ist dabei, die Zulieferer bei der Reduzierung ihres Energieverbrauchs zu unterstützen.

Welcher Ansatz wurde gewählt?

Seit 2006 arbeitet der adidas Konzern mit externen Beratern zusammen, um Workshops zum Thema Energie zu entwickeln, die an die Bedürfnisse unserer Beschaffungskette angepasst sind. Derartige Workshops wurden im Jahr 2007 bereits in China und Vietnam abgehalten. Wir haben die Teilnehmer dieser Seminare später hinsichtlich der Fortschritte befragt, die bei der Umsetzung von Initiativen zum Energiemanagement gemacht wurden. Trotz der intensiven Schulungsbemühungen wurden die in den Workshops vorgestellten Ideen bisher nur in begrenztem Maße angenommen und umgesetzt.

Im Jahr 2008 führten wir in Fabriken im asiatisch-pazifischen Raum eine Umfrage zum Schulungsbedarf durch. Gleichzeitig haben wir bei diesen Fabriken Feedback über frühere Energie-Workshops eingeholt. Aus der Umfrage ging als entscheidender Punkt hervor, dass lokales Fachwissen notwendig ist, um die Seminare erfolgreich zu gestalten und durchzuführen. Daraufhin konzentrierte sich der externe Berater, der bereits die Energie-Workshops 2007 in China und Vietnam durchgeführt hatte, im Jahr 2008 auf die Durchführung von Schulungen in der Türkei und in China. Für den Workshop in Indonesien wurde ein externer Berater aus der Region engagiert.

Ergebnis

75 percent

Zu bewältigende Herausforderungen

Die größte Hürde für die erfolgreiche Durchführung der Seminare war der Mangel an lokalen Energieexperten - vor allem in den meisten asiatischen Ländern. Aus diesem Grund mussten ein Energie-Workshop in Vietnam sowie ein zweiter geplanter Workshop in China entfallen.

In den Fällen, in denen lokale Experten eingesetzt wurden, haben diese nicht immer eindeutig angekündigt, welches technische Qualifikationsniveau die Teilnehmer haben sollten. So schickten die Fabriken beispielsweise Personalmanager zu den Schulungen, obwohl Ingenieure oder Techniker viel besser geeignet gewesen wären.

In der Türkei war der Workshop dank des technischen Verständnisses der meisten Teilnehmer sehr erfolgreich.

Schlussfolgerungen

Das ursprüngliche Ziel, Workshops in vier Ländern durchzuführen, konnte nicht erfüllt werden. Es fanden 2008 nur drei Seminare mit unterschiedlichem Erfolg in Südchina, Indonesien und der Türkei statt. In Südchina erfüllte der Energie-Workshop nicht unsere Erwartungen, da die Teilnehmer unterschiedliche technische Kenntnisse vorzuweisen hatten. Für Indonesien wurde das Format des Workshops auf Grundlage der Beobachtungen und des Feedbacks aus dem Workshop in Südchina überarbeitet. Außerdem wurde ein Energieexperte aus der Region als Berater engagiert, sodass die Rückmeldungen zu diesem Workshop sehr positiv waren.

Erkenntnisse 2008

Die Kommentare von den Teilnehmern der Workshops in China und Indonesien haben eindeutig gezeigt, dass als Berater unbedingt lokale Energieexperten eingesetzt werden sollten, die das Seminar in der jeweiligen Landessprache abhalten und eine Nachbereitung vor Ort in der Fabrik vornehmen können.

Nach dem Feedback wurde auch die Struktur des Workshops überarbeitet - der rein theoretische Unterricht wurde um praktische Aufgaben ergänzt, wodurch die Teilnehmer stärker in den Workshop einbezogen werden.

In der Türkei bestand der Workshop aus einem theoretischen und einem praktischen Schulungstag. Dabei wurde u. a. in kleinen Gruppen der Ist-Zustand einer Fabrik in Hinblick auf bestimmte Energiebereiche wie Wärmetechnik und Beleuchtung bewertet. Anschließend bereiteten die Gruppen individuelle Präsentationen über ihre Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge vor und erhielten daraufhin Feedback vom Berater.

Neues Ziel für 2009

Durchführung eines Workshops zur Energieeffizienz in Vietnam. Nachbereitung des Workshops in Indonesien mithilfe eines Forums, das vierteljährlich von einem externen Berater geleitet wird. Zudem Durchführung eines Energie-Seminars in Nordchina mit einem lokalen Energieexperten.

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SKALA
  • 0%: keine Aktivität und Fortschritte
  • 10%: Maßnahme ansatzweise initiiert
  • 25%: mäßige Fortschritte
  • 50%: gute Fortschritte
  • 75%: erhebliche Fortschritte
  • 100%: Ziel erreicht und umgesetzt