Produktsicherheit

Um die Qualität und die Sicherheit unserer Produkte zu garantieren, werden alle verwendeten Materialien sowie Produktmuster getestet, wobei Standardspezifikationen und -verfahren für die Werkstoff- und Produktprüfung zum Einsatz kommen.

Die Konzernfunktion ,Produktsicherheit und Umweltmanagement' wurde erweitert, um die interne Infrastruktur zu stärken und eine einheitliche Anwendung materieller und chemischer Produktsicherheitsstandards für all unsere Marken zu gewährleisten. Damit sollte nicht nur eine einheitliche Strategie zur Produktsicherheit eingeführt werden, sondern es sollte auch eine verstärkte Produktüberprüfung sowie eine engere Zusammenarbeit mit den einzelnen Produktteams erreicht werden.

Aktivitäten im Jahr 2007

In diesem Jahr haben die Produktsicherheits- und Produktqualitätsteams des adidas Konzerns ihre Anstrengungen auf die genaue Ausarbeitung von Sicherheitsrichtlinien und -verfahren für Nebenprodukte wie ,Gifts with Purchase', d.h. kleine Geschenke, die der Konsument beim Kauf eines Produkts erhält, oder Werbeartikel (,Promotional item') gerichtet. Für alle Geschäftseinheiten, die Produkte dieser Art beziehen, wurden Richtlinien eingeführt.

Des Weiteren richtete sich das Augenmerk speziell auf Konzerneinheiten und Lizenznehmer, die Produkte für Kinder einkaufen und vertreiben. Im Besonderen wurden die Lizenznehmer der Kategorie Reebok Kids aufgefordert, umfassende Pläne vorzulegen, aus denen ihre Maßnahmen hervorgehen, um die Einhaltung vorgeschriebener Sicherheitsstandards zu gewährleisten.

2007 haben wir außerdem unsere Zusammenarbeit mit international anerkannten Normungsinstituten, Prüfstellen und Unternehmensberatungen in Bezug auf Standards, externe Prüfung und Verifizierungen vertieft.

Produktrückrufe

Der adidas Konzern ist dem Risiko möglicher Produktmängel ausgesetzt, die zu Verletzungen bei Konsumenten führen und/oder dem Ansehen unserer Produkte auf dem Markt schaden können. Zur Verringerung solcher Risiken führen wir intensive Qualitätskontrollen vor der Produktion durch und arbeiten während des Produktionsvorgangs eng mit den Zulieferern zusammen. Darüber hinaus führen wir Stichproben nach Auslieferung an den Einzelhandel durch, kommunizieren Produktmängel offen und sorgen, wenn notwendig, für eine zügige Regulierung bei Produkthaftungsansprüchen.

2007 haben wir rund 3.400 Eishockeymasken des Modells FSMK, die an Einzelhändler in Kanada, Europa und den USA geliefert wurden, aufgrund von Qualitätsproblemen freiwillig zurückgerufen. Das Problem trat bei Zufallskontrollen nach Markteinführung zu Tage. Im Rahmen dieser Stichproben wurde ein Eishockeypuck mit hoher Geschwindigkeit direkt auf die Schutzmasken geschossen. Viele Masken wiesen danach Dellen und geringfügige Ablösungen der Beschichtung auf. Weder vor noch nach dem Rückruf wurden Unfälle oder Verletzungen gemeldet.

Im Jahr 2007 hat die US-Verbraucherschutzbehörde ferner in Zusammenarbeit mit dem Reebok-Lizenznehmer für Fitnessgeräte Icon Health & Fitness Inc. aus Utah freiwillig Crosstrainer und Trainingsbänke zurückgerufen. Der Grund für den Rückruf war, dass sich ein Verriegelungsmechanismus versehentlich hätte lösen können, was möglicherweise zu einem Sturz der Benutzer von den Geräten geführt hätte.

Unsere Einschätzung der Produktqualitätsrisiken bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert. Wir stufen die Wahrscheinlichkeit bedeutender Produkthaftungsfälle oder weitreichender Rückrufaktionen als gering ein. Da wir gegen bedeutende Produkthaftungsfälle versichert sind, schätzen wir die finanziellen Auswirkungen als niedrig ein.

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