Nachhaltiger Baumwollanbau
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, mehr Beschaffungsquellen für den nachhaltigen Baumwollanbau für uns zu finden. Durch Gespräche mit verschiedenen Stakeholdern wissen wir aber auch, dass die Verwendung zertifizierter organischer Baumwolle eine Herausforderung darstellt. Denn organische Baumwolle bietet keine ausreichende Lösung für das Hauptproblem beim Baumwollanbau - den extrem hohen Wasserverbrauch.
Mit Unterstützung internationaler Unternehmen und Nicht-Regierungsorganisationen wollen wir die größten Herausforderungen beim Baumwollanbau in Angriff nehmen. Dies soll vor allem durch Kompetenzbildung und Schulung der lokalen Baumwollproduzenten in nachhaltigen Anbaumethoden ohne nennenswert höhere Herstellungskosten erreicht werden.
Wir sind Gründungsmitglied der ,Better Cotton Initiative' (BCI), die bestrebt ist, dass Baumwollproduzenten zunehmend auf nachhaltige Anbaumethoden setzen. Dies steht in Einklang mit unserem allgemeinen Bemühen um Kompetenzbildung in unserer Beschaffungskette. Gemeinsam mit anderen Markenunternehmen, Nicht-Regierungsorganisationen und Umweltorganisationen haben wir einen Fünf-Jahres-Plan erstellt, dessen Ziel die Entwicklung und Umsetzung besserer Standards und Praktiken für den regulären Baumwollanbau ist.
Die beteiligten Unternehmen überprüfen ihre eigenen Beschaffungspraktiken und suchen nach Strukturen, von denen alle Mitglieder der Beschaffungskette profitieren, vom Baumwollanbauer und der -spinnerei über den Bekleidungshersteller bis zum Einzelhändler. Die Identifizierung dieser Win-Win-Konstellationen und die Anregung weiterer ähnlicher Arrangements ist entscheidend für das Erreichen des Projektziels, möglichst viele Käufer für dieses Konzept zu gewinnen und so eine kritische Masse zu schaffen, die ,bessere Baumwolle' nachfragt.
Vor Beginn der Testphase und den Schulungen für Baumwollanbauer begannen 2006 in Indien und Pakistan Beratungsgespräche mit regionalen Organisationen und landwirtschaftlichen Institutionen.
Im Auftrag des BCI-Lenkungsausschusses wurde ein Vollzeit-Projektmanager eingestellt, um die Projektentwicklung weiter voran zu bringen. Die Zusammenarbeit mit Stakeholdern wurde auf verschiedene Interessensgruppen in Regierungs- und anderen Behördenkreisen sowie auf Nicht-Regierungsorganisationen ausgeweitet.
Entwicklungen im Jahr 2007
Nach sorgfältiger Prüfung des BCI-Programms haben die schwedische Zentralbehörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (SIDA) und das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ihr Interesse an einer Unterstützung des Programms erklärt. Die Behörden schätzen den einzigartigen Ansatz, der bereits vorhandene Programme für den organischen Baumwollanbau oder den fairen Handel ergänzt.
Während wir darauf warten, dass Baumwolle aus dem BCI-Programm auf den Markt gebracht wird, wurde 2007 organische Baumwolle in verschiedenen Produktlinien von adidas eingesetzt. Dazu zählen Produkte aus den Kategorien Training, Kinderbekleidung und Outdoor sowie einige Produkte der modebewussten Linien von adidas Sport Style.
- Organische Baumwolle bietet keine ausreichende Lösung für das Hauptproblem beim Baumwollanbau - den extrem hohen Wasserverbrauch.
