Verwaltungsbüros
Die meisten unserer Beschaffungsbüros, Verkaufsniederlassungen, Lagerhäuser und Verwaltungsstandorte haben im Vergleich zu den Fertigungsbetrieben nur sehr geringe Umweltauswirkungen. Um die SGU-Aktivitäten kümmern sich die zu diesem Zweck eingesetzten SGU-Beauftragten oder die jeweilige Betriebsleitung.
Zusätzlich zur Einhaltung der jeweiligen landesspezifischen gesetzlichen Vorschriften wurden Unternehmensrichtlinien für Sicherheit, Gesundheit und Umweltbedingungen am Arbeitsplatz aufgestellt, um die Arbeit der Betriebsleiter und SGU-Beauftragten zu unterstützen. Diese Richtlinien geben Hinweise auf vorbildliche Maßnahmen für die Ergonomie am Arbeitsplatz, den ökologischen Einkauf von Büromaterial und die Einsparung von Ressourcen durch die Bestellung von chlorfreiem Drucker- und Kopierpapier, das Sammeln und Recyceln/Wiederbefüllen von Druckerpatronen sowie den Einsatz stromsparender Drucker und Leuchtmittel bzw. Lampen.
Einbau umweltschonender Techniken
Bei der Planung neuer oder der Renovierung vorhandener Gebäude achten wir auf die umweltfreundliche Gestaltung. Zum Beispiel wurde 2007 in unserer Konzernzentrale ,World of Sports' in Herzogenaurach eine Reihe von Bauprojekten in Angriff genommen, die im Laufe der nächsten drei Jahre fertig gestellt werden. Umweltberater haben umfassende Umweltprüfungen vorgenommen, die sicherstellen, dass in den Entwurfs- und Planungsphasen die Umweltverträglichkeit entsprechende Berücksichtigung fand.
,World of Sports', adidas Konzernzentrale in Herzogenaurach, Deutschland - Umweltschutzmassnahmen
Die ,World of Sports' bietet ein einzigartiges Umfeld für die Konzernzentrale des Unternehmens. Die wie ein Campus gestaltete Fläche verteilt sich auf 39 Hektar und liegt im Norden von Herzogenaurach. Neben Bürogebäuden befinden sich auf dem Areal Sport- und Outdoor-Flächen und moderne Ausstellungshallen. Das prämierte Mitarbeiterrestaurant liegt am Ufer eines künstlich angelegten Sees. In den kammartig angelegten Bürogebäuden hat der Großteil der Mitarbeiter in Herzogenaurach seine Arbeitsplätze. Die ,World of Sports' wurde unter Berücksichtigung der Techniken für vorbildliche Umweltmaßnahmen entworfen. So wurde etwa das Mitarbeiterrestaurant ,Stripes' auf der Basis eines innovativen Klimatisierungskonzepts gebaut, wobei auf energieintensive Klimaanlagen verzichtet wurde. 2007 waren auf der ,World of Sports' ca. 1.400 Mitarbeiter aus über 50 Nationen beschäftigt.
Während des Jahres 2007 hat die Abteilung ,Facilities and Services' ihre Systeme zur Überwachung von Umweltdaten auf aussagekräftigere Indikatoren wie kWh pro Mitarbeiter oder kWh pro m² umgestellt. Da sich die Konzernzentrale weiter in der Entwicklungsphase befindet und 2007 verschiedene Bauprojekte begonnen wurden, lassen sich die Daten für dieses Jahr nur schwer mit den Vorjahren vergleichen.
Im November 2007 begann eine umfassende Umweltprüfung der bestehenden Einrichtungen und deren Geschäftstätigkeiten. Ziel des Projekts ist die Identifizierung und Realisierung weiterer Möglichkeiten zur Energie- und Ressourceneinsparung. Die Ergebnisse der Umweltprüfung werden Mitte 2008 veröffentlicht.
Hauptstandort von adidas Nordamerika in Portland, USA - Umweltschutzmassnahmen
1999 begann die Konsolidierung von adidas Amerika und der Umbau eines ehemaligen Medizinzentrums in die heutige Nordamerikazentrale - das ,adidas Village'. Gebaut wurden zwei Bürogebäude, ein Fitnessstudio, ein Fußballplatz, ein Tennisplatz, Tiefgarage, ein Besucherpark und eine öffentliche Parkanlage. 2002 wurde das ,Village' für seine Mitarbeiter eröffnet.
Ein Hauptziel des Projekts ,adidas Village' war es, dieses so energieeffizient wie möglich zu gestalten und die Umweltauswirkungen durch die verwendeten Baustoffe so gering wie möglich zu halten. Zu diesem Zweck hat sich adidas des Earth Advantage-Programms von Portland General Electric bedient. Im Rahmen des Programms wurde bestätigt, dass das Village-Projekt den Programmstandards in den Punkten Energieeffizienz, Umweltqualität der Innenräume, Verantwortung gegenüber der Umwelt und Ressourceneffizienz entspricht. Die folgenden Voraussetzungen wurden erfüllt:
- Deutlich verbesserte Energieeffizienz im Vergleich zu den früheren medizinischen Gebäuden
- Wiederverwendung der meisten Baukomponenten an Stelle eines vollständigen Abrisses
- Einsatz von nachhaltigen, zertifizierten Holzböden - Öko-Holz - im Haupteingangsbereich und den angrenzenden Fluren
- Verwendung von Tageslicht wo möglich
- Eine im Einklang mit der Umwelt ausgelegte Landschaftsarchitektur.
,Salmon-Safe' Zertifizierung - 2006 hat ,Salmon-Safe' an unserem Standort in Portland eine eingehende Bewertung der Richtlinien und Maßnahmen zur Raumnutzung, welche direkt oder indirekt die Wasserqualität und den Fischbestand beeinflussen, vorgenommen.
,Salmon-Safe' ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die sich für die Sanierung ländlicher und städtischer Wassereinzugsgebiete einsetzt, um den Erhalt von Lachsbeständen zu sichern. Das Programm von ,Salmon-Safe' umfasst Erhaltungsmaßnahmen für Wassereinzugsgebiete, in denen sich ein landwirtschaftlicher oder sonstiger Betrieb befindet.
2007 wurden die Entwässerungsanlagen umfassend überprüft und Maßnahmen zur Bewässerung und Landschaftsarchitektur durchgeführt. Dabei wurde die Qualität des Filterns von abfließendem Regenwasser kontrolliert, das potenziell den nahe liegenden Fluss verunreinigen und die dort vorhandenen Fischbestände gefährden kann. Der Bericht fiel sehr positiv aus, und der Betrieb in Portland erhielt das ,Salmon-Safe' Zertifikat.
Heizanlagenstudie - nach einer technischen Prüfung der Heizanlage wurde entschieden, zwei Heizkessel auszutauschen. Die hoch effizienten neuen Einheiten wurden 2007 installiert und werden direkt über das Energiemanagementsystem geregelt. Sie erzeugen besonders geringe Emissionen und sparen im Vergleich zu den alten Kesseln 20% an Erdgas ein.
Recyclingprogramme - in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Hausmeisterbetrieb und den Entsorgungsunternehmen wurden die bestehenden Recyclingprogramme umfassend erweitert und beinhalten jetzt auch Glas, Aluminium, Papier, Pappe, Batterien, Lösungsmittel und CDs.
Mitarbeiterkommunikation - in enger Zusammenarbeit mit dem Marketingteam wurde 2007 ein Mitarbeiterkommunikationsprogramm zu den Umweltprogrammen am Standort eingeführt, das 2008 weiter entwickelt wird.
Reebok-Zentrale in Canton, USA - Umweltschutzmassnahmen
Die Zentrale von Reebok International Ltd in Canton, Massachusetts, USA, befindet sich auf einem landschaftlich gestalteten Areal von rund 17 Hektar. Auf dem Gelände befinden sich das Hauptgebäude, große Innen- und Außensportanlagen sowie eine eigene Kinderbetreuungseinrichtung.
Der Standort besteht seit 1999 und wurde 2003/2004, einschließlich aller angebundenen Vertriebszentren, umweltgerecht modernisiert. Systematische Modernisierungen der Heizungs-, Klimatisierungs- und Beleuchtungseinrichtungen führten zu jährlichen Einsparungen von nahezu 2 Millionen kWh.
Es wurde ein Recyclingprogramm für Papier ins Leben gerufen. Zudem wurden die Recyclingmaßnahmen auf Mobiltelefone, Batterien, geschäftliche DVDs, Tonerkassetten von Kopierern und Küchenutensilien ausgeweitet. Auf diese Weise ist das Recyclingvolumen von durchschnittlich 4,7 Tonnen/Monat im Jahr 2006 auf 6,8 Tonnen/Monat in 2007 angestiegen. An dem Standort werden ferner Veranstaltungen zum bewussten Einsatz von Transportmitteln und ,Fahrradtage' abgehalten. Gleichermaßen werden Initiativen für Mitarbeiter unterstützt, wie z .B. eine Datenbank, um gemeinsame Fahrten mit dem Auto von und zur Arbeit zu organisieren (,Carpool-Sharing'). 2006 wurde zudem eine Shuttlebusverbindung von und zu dem lokalen öffentlichen Verkehrsknotenpunkt eingerichtet.
2007 fand ein ,Tag der Erde' (,Earth Day') statt, auf dem interessierten Mitarbeitern umweltfreundliche Energiesysteme (Solar, Windkraft) vorgestellt wurden. Dabei wurde gezeigt, wie sich durch solche Systeme Energie und Wasser einsparen lassen. Im Rahmen der Initiative ,Reduziere deinen Verbrauch' (,Reduce your use') wurden Mitarbeiter im November und Dezember 2007 zum energieeffizienten Einsatz von Computern und Büromaterialien geschult.

- Mitarbeiterrestaurant Stripes, adidas Konzernzentrale, Deutschland

- Reebok-Zentrale, Canton, USA
- Im Umgang mit den Umweltauswirkungen an unseren eigenen Produktionsstandorten sowie in unserer Beschaffungskette haben wir einen systembasierten Ansatz gewählt.
