Überwachung der Standardeinhaltung

Wir kontrollieren unsere Zulieferer, um sicherzustellen, dass sie unsere Standards einhalten. Seit 2000 werden zudem auch unabhängige Kontrollen in den Fabriken unserer Geschäftspartner durchgeführt.

Strategische Überwachung

Im Laufe der Jahre hat sich unser Ansatz zur Überwachung von Zulieferern stets weiterentwickelt. Er wurde mehrmals überarbeitet, wobei wir die Erkenntnisse und Erfahrungswerte aus unserer bisherigen Arbeit immer mit einbezogen haben.

Den Ansatz, den wir nun bei unseren wichtigsten Zulieferern anwenden, nennen wir ,strategische Überwachung'.

Was ist das Besondere an strategischer Überwachung?

Verbesserungen in Bezug auf die Einhaltung unserer Standards waren bisher bei den meisten unserer Zulieferer ein reaktiver Prozess: SEA-Mitarbeiter kontrollierten die Betriebe, zeigten Verstöße gegen die Standards auf und entwickelten entsprechende Maßnahmenpläne, damit der jeweilige Zulieferer die Mängel beseitigt. Dieser Prozess erwies sich mitunter als aufwendig und wenig wirksam. Statt zu einer nachhaltigen Umsetzung der Standards führte er oft nur zu unbefriedigenden und bisweilen oberflächlichen Veränderungen.

Strategische Überwachungsverfahren ermöglichen eine genaue Feststellung und Bewertung der Risiken sowie der Ursachen für die Nichteinhaltung von Standards. Bezogen auf unsere bisherige Überwachungspraxis bedeutet dies eine intensivere Vorbereitung auf jede Fabrikkontrolle, die Festlegung von Verstoßrisiken entsprechend ihrer Priorität und eine gezieltere Untersuchung dieser Risiken.

Das neue Konzept beschränkt sich nicht auf die alleinige Überwachung der Standardeinhaltung, sondern beurteilt auch den Einsatz und die Bereitschaft des Managements sowie die Managementsysteme und ihre Wirksamkeit in den Zulieferbetrieben. Auf diese Weise können Abhilfemaßnahmen gewählt werden, die eine effektivere Berücksichtigung des Schulungsbedarfs erlauben und die Einführung von Managementsystemen für Personalwesen sowie Sicherheit, Gesundheit und Umwelt begünstigen.

In Bezug auf den Aufwand an Zeit und Ressourcen bedeutet das neue Überwachungskonzept, dass zwar weniger Zulieferer kontrolliert werden, diese dafür umso eingehender, d.h. bis zu zwei- oder dreimal häufiger als vorher.

Daten hierzu finden Sie auf der Seite Audits und Schulungen im Abschnitt Leistungsdaten.

Prüfung neuer Zulieferer vor Auftragsvergabe

Alle potenziellen neuen Zulieferer werden vor Beginn einer Geschäftsbeziehung von unserem SEA-Team überprüft und erhalten erst dann Produktionsaufträge, wenn sie von der Sozial- und Umweltabteilung genehmigt werden. Darüber hinaus müssen potenzielle neue Zulieferer strenge Auflagen erfüllen. So stellen wir sicher, dass wir nicht mit Herstellern zusammenarbeiten, deren Arbeitsbedingungen unzureichend sind und die nicht in der Lage sind, inakzeptable Bedingungen zu verbessern.

Verknüpfung mit dem Leistungsindikator

Sowohl die Vorabprüfungen vor Produktionsbeginn bei potenziellen neuen Herstellern als auch die Überwachungsansätze für aktive Zulieferer sind erfolgreich mit dem Leistungsindikator zur Fabrikbewertung sowie dem Planungsprozess zur strategischen Einbindung der Standardeinhaltung in den Geschäftsablauf eines Zulieferers verknüpft. Die derzeitige Version des Leistungsindikators, die Einsatz und Bereitschaft des Managements sowie die Wirksamkeit der Systeme in den Betrieben anhand von sechs Maßeinheiten misst, wird seit 2006 umfassend angewandt.

Strategische Pläne zur Standardeinhaltung werden für ausgesuchte Hauptzulieferer eingesetzt. Zwar ersetzt keines der Instrumente den Überwachungsprozess, doch wurden sie als Management-Richtwerte entwickelt, um die gesamte Standardeinhaltung eines Betriebs zu prüfen, und als Kriterium für Entscheidungen zu Investitionsmaßnahmen zu dienen.

  • Footwear factory, Thailand
  • Schuhfabrik, Thailand
  • Überwachung unserer Zulieferer
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