Unterstützende Richtlinien/Leitfäden
Die ,Workplace Standards' bestehen aus einer Reihe von Regeln, an die sich unsere Zulieferer halten müssen. Um sie allgemein verständlich und praxisnah zu machen, haben wir eine Reihe von Richtlinien entwickelt, die die konkrete Umsetzung der Standards illustrieren. Sie stellen eine Erweiterung unserer ,Workplace Standards' dar und enthalten detaillierte Anweisungen sowie Praxisbeispiele für die Implementierung.
Zudem werden die Richtlinien von unserem SEA-Team benutzt, um:
- Zu ermitteln und zu bewerten, ob ein Zulieferer unsere Standards einhält;
- Unseren Zulieferern durch Beratung und Schulung zu einer Verbesserung ihrer Ergebnisse zu verhelfen.
Wir entwickeln regelmäßig neue Richtlinien oder überarbeiten die bereits bestehenden. Gegenwärtig gibt es sechs elementare Leitfäden, die durch weiteres spezifisches Zusatzmaterial ergänzt werden. Die sechs Richtlinien sind:
- Richtlinien für Sicherheit, Gesundheit und Umweltbedingungen am Arbeitsplatz
- Richtlinien für Beschäftigungsstandards
- Richtlinien für vorbildliche Umweltpraktiken
- Richtlinien für Arbeitnehmerkooperativen
- Richtlinien zur Durchsetzung unserer Standards
- Richtlinien zur nachhaltigen Standardeinhaltung
Im Jahr 2007 wurden große Teile unserer Richtlinien geprüft und überarbeitet. Die überarbeiteten Richtlinien werden im Verlauf des Jahres 2008 konzernweit eingeführt.
Richtlinien für Sicherheit, Gesundheit und Umweltbedingungen am Arbeitsplatz
Die Richtlinien für Sicherheit, Gesundheit und Umweltbedingungen am Arbeitsplatz (kurz: SGU-Richtlinien) sind das Ergebnis zahlreicher Bestandsaufnahmen und Prüfungen, die wir seit dem Beginn des SEA-Programms zusammen mit externen Beratern in Betrieben durchgeführt haben. Die Richtlinien enthalten umfassende schriftliche Anleitungen, Abbildungen, Tabellen und Symbole sowie spezifische Beispiele für gute und schlechte Praktiken in Bezug auf Sicherheit, Gesundheit und Umwelt. Die Richtlinien stehen unseren Zulieferern in verschiedenen Sprachen zur Verfügung und werden durch spezifisches Zusatzmaterial ergänzt.
Richtlinien für Beschäftigungsstandards
Neben den eigentlichen Beschäftigungsstandards enthält das Handbuch Fallstudien, Beispiele für häufig angetroffene nicht akzeptable Praktiken, Empfehlungen für Systeme und Lösungen zur Vermeidung von Verstößen, Dokumentationsauflagen sowie relevante internationale Bestimmungen. Die Richtlinien stehen unseren Zulieferern in verschiedenen Sprachen zur Verfügung und werden durch spezifisches Zusatzmaterial ergänzt.
Richtlinien für vorbildliche Umweltpraktiken
Dieser Leitfaden über vorbildliche Umweltpraktiken ergänzt die Richtlinien für Sicherheit, Gesundheit und Umweltbedingungen am Arbeitsplatz sowie die Richtlinien für Beschäftigungsstandards. Das Handbuch soll unsere Zulieferer dabei unterstützen, die Einhaltung der Umweltanforderungen unserer ,Workplace Standards' zu garantieren und eine über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende Umweltleistung zu ermöglichen. Es informiert anhand zahlreicher Beispiele über nachhaltige Geschäftspraktiken und zeigt Möglichkeiten auf, wie sich durch effizientere Energienutzung, Abfallreduzierung und Vermeidung von Umweltverschmutzung Kosten sparen lassen.
Richtlinien für Arbeitnehmerkooperativen
Unsere Studie zu angemessenen Löhnen zeigte den Nutzen von Arbeitnehmerkooperativen auf. In diesem Sinne beauftragten wir zwei Nicht-Regierungsorganisationen mit der Ausarbeitung einer Reihe von Richtlinien zur Gründung effektiver Arbeitnehmerkooperativen. Dabei wurden auch die damit verbundenen Probleme und Herausforderungen berücksichtigt.
Richtlinien zur Durchsetzung unserer Standards
Die 2004 fertig gestellten und dann in den Jahren 2006 und 2007 überarbeiteten Richtlinien beschreiben die Prinzipien zur Durchsetzung der ,Workplace Standards' sowie die Sanktionen und Abhilfemaßnahmen bei Verstößen. Diese Sanktionen und Abhilfemaßnahmen umfassen Überprüfung der Auftragsvergabe, Untersuchung durch unabhängige Organisationen und als letzte Maßnahme die Beendigung des Herstellerrahmenvertrages und damit der Geschäftsbeziehung.
Richtlinien zur nachhaltigen Standardeinhaltung
Unsere ,Workplace Standards' besagen, dass wir von unseren Zulieferern kontinuierliche Verbesserungen bei der Einhaltung unserer Standards erwarten. Das bedeutet, dass sie ein sozial- und umweltverträgliches Handeln in eigener Regie vorantreiben sollen. Hierfür halten wir die Einführung und Aufrechterhaltung effektiver SGU- und Personalmanagementsysteme für erforderlich. Die Bereitstellung der entsprechenden Ressourcen sowie der Einsatz des Managements sind dabei unabdingbar.
Die Richtlinien zur nachhaltigen Standardeinhaltung wurden als Referenz für Zulieferer entwickelt, die ein eigenes Sozial- und Umweltprogramm entwickeln und einsetzen wollen. Sie wurden 2004 aufgestellt und strategischen Zulieferern Mitte des Jahres 2005 vorgestellt. Die Richtlinien erläutern spezielle Leistungsvorgaben, die über Zeiträume von bis zu drei Jahren zu erfüllen sind und einen entsprechenden Einfluss auf den SEA-Leistungsindiktor haben. Im Jahr 2006 wurden der Leitfaden vorrangig bei unseren wichtigsten Hauptzulieferern in den Bereichen Schuhe und Bekleidung eingeführt.
Die Richtlinien werden zunehmend auch von eigenen Unternehmenseinheiten dazu benutzt, ihre eigenen Beschaffungsprozesse nachzuverfolgen, zu bewerten und darüber zu berichten. Bis Ende 2007 wurden mehr als 20 Pläne bei Geschäftseinheiten implementiert.
Umsetzung konzernweiter Grundsätze und Verfahren
Im Jahr 2007 haben wir zu einheitlichen Grundsätzen und Verfahren detaillierte Informationspakete zusammengestellt und an alle Einheiten des adidas Konzerns ausgegeben.
Die wichtigsten Grundsätze und Verfahren sind:
- Die ,Workplace Standards' des Konzerns - unsere konzernweiten Richtlinien für faire, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen in unserer Beschaffungskette
- Richtlinien über die Genehmigung neuer Betriebe, die auf alle Produktionsstätten und Zulieferer des Konzerns anzuwenden sind
- Richtlinien zur Durchsetzung unserer Standards, die unseren Ansatz zur Umsetzung der ,Workplace Standards' bei unseren Zulieferern beschreiben
- Richtlinien zur Beendigung der Geschäftsbeziehung, die unseren Ansatz für ethische Praktiken zur Kündigung von Zuliefererverträgen beschreiben
- Verfahren zur Datenverwaltung im Fair Factories Clearinghouse, das die Verantwortlichkeiten bezüglich der Offenlegung und Aufbewahrung von Daten in der FFC-Datenbank darlegt.
Wichtige Konzerneinheiten wurden eingehend hinsichtlich der Anwendung dieser Prozesse und Richtlinien geschult.
Die vollständigen Versionen der Richtlinien können Sie von unserer Internetseite herunterladen.
- Gegenwärtig gibt es sechs elementare Richtlinien, die durch weiteres spezifisches Zusatzmaterial ergänzt werden.
