Position zu Sicherheit und Gesundheit

Von unseren Zulieferern erwarten wir, dass sie eine sichere und hygienisch einwandfreie Arbeitsumgebung für alle ihre Beschäftigten gewährleisten. Alles andere ist für uns nicht akzeptabel. Um diese Erwartungen umzusetzen, verlangen wir von unseren Geschäftspartnern die Einführung eines Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, das sich auf die Standards und Verfahrensweisen gemäß OHSAS 18001 bezieht.

Die meisten unserer Schuhhersteller, die für den internationalen Exportmarkt produzieren, haben diese Vorgaben erfüllt und wurden zertifiziert. Diese Vorgaben wurden auch auf Zulieferer aus anderen Kategorien ausgedehnt. So haben z. B. wichtige Hersteller im Bereich Bekleidung, Ausrüstung und Zubehör oder für TaylorMade-adidas Golf intensiv daran gearbeitet, solche Managementsysteme einzurichten. Einige befinden sich noch in der Konsultationsphase, andere wurden bereits einer ersten Überprüfung unterzogen.

Große Zulieferbetriebe in den Bereichen Sportbekleidung, Ausrüstung und Zubehör wurden im Verlauf des Jahres 2007 zertifiziert. Unsere Initiativen konzentrierten sich darauf, sowohl das SEA-Team als auch unsere Geschäftspartner auf die Bedeutung und den hohen Stellenwert von Managementsystemen vorzubereiten. Im Jahr 2008 werden wir mit anderen wichtigen Zulieferern und kleinen und mittleren Unternehmen arbeiten, um auch dort wirksame Managementsysteme einzuführen.

Schulung des SEA-Teams

Um die nötige Unterstützung bereitstellen und die Effektivität von Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz-Managementsystemen beurteilen zu können, absolvierte das gesamte Team einen Einführungskurs in OHSAS 18001. Einzelne Teammitglieder nahmen an einem vom International Register of Certificated Auditors, UK (IRCA) anerkannten ,OHSAS 18001 Lead Auditor'-Intensivkurs teil und sind jetzt in der Lage, OHSAS-konforme Managementsysteme zu entwickeln und zu implementieren. Ende 2006 hatte das SEA-Team vier IRCA-akkreditierte Inspektoren. In China haben drei Mitglieder des SEA-Teams die staatliche Qualifikation eines Sicherheitsingenieurs erworben.

Schulung von adidas Konzernmitarbeitern

Im Jahr 2007 setzte die SEA-Abteilung die Förderung einer Sicherheitskultur unter den adidas Konzernmitarbeitern fort. So wurden Schulungen zu Sicherheit und Gesundheit organisiert und zwar nicht nur für Konzernmitarbeiter, die mit Zulieferern zusammenarbeiten, sondern auch zum Beispiel für Mitarbeiter des Einzelhandels in Hongkong und China. Nachhaltigkeitskonzepte wurden zudem in den Lehrplan der konzerneigenen ,adidas Retail Academy' in Singapur aufgenommen.

In Vietnam wurden Schulungen zu Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Vogelgrippe durchgeführt, und die Mitarbeiter nahmen zudem an Seminaren zum Umgang mit HIV/AIDS am Arbeitsplatz teil, die von Nicht-Regierungsorganisationen veranstaltet wurden. SEA unterstützte in Asien interne Schulungen zur Planung und Umsetzung von Plänen zur Aufrechterhaltung des Betriebsablaufs in Krisenfällen.

Schulung von Zulieferern

Auch die Zulieferer wurden in Fragen der Sicherheit und Gesundheit geschult, um die dort vorherrschende Managementkultur entsprechend zu beeinflussen und zu sensibilisieren. Dazu gehörten auch neue Zulieferer in der Beschaffungskette, z. B. solche, die für Reebok, Reebok-CCM Hockey und Rockport produzieren.

Unterstützung kleiner und mittelständischer Zulieferbetriebe bei der Implementierung von Managementsystemen

Ende 2004 beauftragten wir einen unabhängigen Berater mit der Entwicklung industriespezifischer Verfahren und Anleitungen, um kleinen und mittelständischen Unternehmen die Einführung von Systemen für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu erleichtern. In sehr kleinen Zulieferbetrieben mit nur wenigen Beschäftigten und begrenzten Mitteln werden diese Materialien:

  • Das Bewusstsein für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz fördern;
  • Die zentralen Sicherheits- und Gesundheitsaspekte und -praktiken für kleinere Unternehmen aufzeigen;
  • Die Grundlagen für die Erstellung allgemeiner Richtlinien, Verfahren und Arbeitsanweisungen zur Entwicklung eines dokumentierten Managementsystems für Sicherheit und Gesundheit nach OHSAS 18001 demonstrieren.

Im Jahr 2005 wurden bei zwei Bekleidungsherstellern Pilotprojekte durchgeführt, um sie auf die Zertifizierung gemäß OHSAS 18001 vorzubereiten. Beide Zulieferer erhielten am Ende des Jahres ihre Zertifizierung. Auf der Grundlage dieser Erfahrung wurde ein Handbuch entwickelt, das allgemeine Anleitungen, Vorgehensweisen und Anweisungen für den Einsatz und die Arbeit mit einem vorbildlichen Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz bietet. Dieser Leitfaden wird derzeit an andere kleine und mittelständische Unternehmen in der Beschaffungskette verteilt.

Überprüfung der Richtlinien

Anlässlich der Zusammenführung der Sozial- und Umweltprogramme von adidas und Reebok wurden die vorhandenen Richtlinien für Sicherheit, Gesundheit und Umweltbedingungen (SGU) am Arbeitsplatz 2007 überprüft und spezielle Hinweise und Anleitungen für kleine und mittlere Unternehmen aufgenommen. Die neuen Richtlinien folgen dem ursprünglichen Format der SGU-Richtlinien, wurden aber in einigen Punkten klarer gefasst und durch spezifische Fragen ergänzt. So wurden einige Abschnitte hinzugefügt, um auch komplexere Fertigungsprozesse anschaulicher zu gestalten. Im Jahr 2008 wird ein elektronisches Lerninstrument (E-Learning-Tool) entwickelt, um die offizielle Einführung der neuen Richtlinien zu unterstützen.

Auswahl von SGU-Zertifizierungsstellen

Den Zulieferern des adidas Konzerns steht weltweit eine Vielzahl von Organisationen für die SGU-Zertifizierung zur Verfügung. In Entwicklungsländern unterliegen viele der Zertifizierungsstellen jedoch nicht der erforderlichen Aufsicht und sichern nur bedingt Integrität und Verantwortlichkeit zu. Aus diesem Grund haben wir namhafte internationale Zertifizierungsstellen ausgewählt und weisen unsere Zulieferer darauf hin, mit einer dieser Organisationen zusammenzuarbeiten.

Um unseren Anforderungen gerecht zu werden, müssen die nominierten Zertifizierungsstellen:

  • Gemäß dem OHSAS-Managementsystem arbeiten;
  • Von den staatlichen Behörden ihres Landes anerkannt und im Einklang mit internationalen Standards tätig sein;
  • Sich Kontrollen durch andere internationale Akkreditierungseinrichtungen unterziehen;
  • Von maßgeblichen Institutionen anerkannt sein, z. B. dem United Kingdom Accreditation Service (UKAS) in Großbritannien;
  • In mindestens drei unserer wichtigsten Beschaffungsländer vertreten sein;
  • Unsere ,Workplace Standards' sowie unsere Richtlinien hinsichtlich Beschäftigung, Sicherheit und Gesundheit anerkennen und berücksichtigen.

Projekt für Sicherheitsverantwortliche

Das Projekt für Sicherheitsverantwortliche wurde 2005 ins Leben gerufen. Es soll die Fähigkeiten von Sicherheitsverantwortlichen in den Fabriken verbessern und ihre Bedeutung hervorheben. Im Jahr 2006 wurde die Richtlinie zur Qualifizierung und Registrierung von Sicherheitsverantwortlichen erstellt. Die Zulieferer werden entsprechend geschult, damit sie die Anforderungen verstehen und geeignete Mitarbeiter für diese Aufgabe auswählen können. Diese werden dann geschult und als Sicherheitsverantwortliche ihrer Firma registriert.

Seit dieser Zeit wurden rund 500 Mitarbeiter unserer wichtigsten Zulieferer im Bereich Sportschuhe und Bekleidung als Sicherheitsverantwortliche nominiert. Von diesen haben 241 ihr Examen bestanden und wurden somit offiziell als Sicherheitsverantwortliche registriert. Dies bedeutet, dass sie ein grundlegendes Verständnis und eine grundlegende Kompetenz in Fragen von Gesundheit und Sicherheit bewiesen haben. Sobald das Programm über unsere Hauptzulieferer hinaus ausgeweitet wird, erwarten wir für Asien mehr als eine Verdopplung der Ernennungen.

Engagement fördern

Im Jahr 2006 hat der adidas Konzern einen Wettbewerb zum Thema Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz veranstaltet, an dem im asiatisch-pazifischen Raum 80.000 Beschäftigte von Zulieferbetrieben teilnahmen. Durch den Wettbewerb sollten Sicherheit, Gesundheit und Bewusstsein auf allen Mitarbeiterebenen verbessert werden. Ausgesuchte Zulieferer organisierten die Wettbewerbe in ihren Produktionsstätten. Der jeweilige Sieger eines Betriebs nahm in der Folge am großen Finale teil. Zur weiteren Förderung einer Kultur der Sicherheit und Gesundheit haben die SEA-Mitarbeiter in China im Jahr 2007 einen zweiten Wettbewerb veranstaltet. Im Rahmen dieses Wettbewerbs konnten Mitarbeiter unserer Schuhlieferanten Zeichnungen einreichen, die das Programm für Sicherheit, Gesundheit und Umweltbedingungen am Arbeitsplatz darstellen sollten. Teilgenommen haben zwölf Schuhfabriken mit ca. 60.000 Beschäftigen, die 113 Poster einsendeten. Die besten Poster wurden als Illustrationen für ein Handbuch ,Sicherheit am Arbeitsplatz' ausgewählt.

Zusammenarbeit im Bereich SGU

Die Mitglieder des SEA-Teams haben im Jahr 2007 regelmäßig mit anderen Unternehmen zusammengearbeitet und an gemeinsamen Projekten teilgenommen, damit sich die SGU-Maßnahmen bestmöglich auswirken und nachhaltige positive Veränderungen für die Beschäftigten in unserer Beschaffungskette und der Branche insgesamt erreicht werden.

  • Wir führten Gespräche mit der Europäischen Handelskammer und haben an einem SGU-Seminar der US-amerikanischen Handelskammer teilgenommen. Des Weiteren wurden wir zur Teilnahme am China Occupational Health Workshop für Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz für Regierungsbeamte eingeladen.
  • Eine Nicht-Regierungsorganisation mit Sitz in den USA wandte sich mit dem Anliegen an uns, den Geltungsbereich unseres Registrierungsprogramms für Sicherheitsverantwortliche über den adidas Konzern hinaus auf die ganze Branche in China auszudehnen.
  • Zudem wurden wir zur Teilnahme an einer SGU-Akademie und der damit verbundenen Entwicklung eines Programms zur Vermeidung von Arbeitsunfällen für 50 Produktionsstätten in der chinesischen Provinz Guangdong eingeladen.
  • Das SEA-Team beteiligte sich am CSR Forum, das gemeinsam vom chinesischen Handelsministerium und UN Global Compact Office organisiert wurde. Dabei informierten wir über unsere Erfahrungen mit der Umsetzung von SGU-Programmen in unserer Beschaffungskette.
  • Health and safety, footwear factory, Thailand
  • Sicherheit und Gesundheit, Schuhfabrik, Thailand
  • Persönliche Schutzausrüstung
  • Persönliche Schutzausrüstung
  •  SGU-Wettbewerb 2007
  • SGU-Wettbewerb 2007
  • Die Zulieferer wurden entsprechend geschult, damit sie die Anforderungen verstehen und geeignete Mitarbeiter für diese Aufgabe auswählen konnten. Diese werden dann geschult und
    als Sicherheits- verantwortliche ihrer Firma registriert.