Arbeitszeiten
2002 analysierten wir zusammen mit unserer Beschaffungsabteilung die Arbeitszeitdaten asiatischer Schuhlieferanten. Dabei stellten wir fest, dass es trotz der Tendenz zu geringeren Arbeitszeiten immer noch viele Fälle gab, in denen die Beschäftigten mehr als die in unseren ,Workplace Standards' erlaubten 60 Wochenstunden arbeiteten.
Wir gründeten eine spezielle Arbeitsgruppe, um die Ursachen für übermäßige Arbeitszeiten bei den Zulieferern zu ermitteln, und stellten dabei fest, dass diese u.a. auf folgende Gründe zurückzuführen sind:
- Unzureichende Produktionsplanung
- Verspätete Materiallieferungen
- Hohe Fluktuationsraten von Beschäftigten
- Saisonbedingte Faktoren.
2003 konzentrierten wir uns auf unsere internen Geschäftsabläufe, wobei wir insbesondere der Frage nachgingen, in welcher Weise diese Geschäftsabläufe indirekt zur Arbeitszeitüberschreitung beitragen bzw. unsere Zulieferer unter Druck setzen. Die Arbeitsgruppe legte folgende Empfehlungen vor:
- Eine Überprüfung angewandter Methoden zur Berechnung der Produktionskapazität, der Bestellprognosen und ungeplanter Bestellungen sowie der Kapazitätsauslastung der Hauptzulieferer.
- Vorschläge für die Überwachung von Materiallieferanten in Bezug auf Qualität und Einhaltung der Lieferbedingungen.
- Interne Richtlinien bezüglich der Erfüllung von Lieferaufträgen bei kurzfristigen Bestellungen einschließlich zusätzlicher Gebühren.
Den Mittelweg finden
Trotz dieser wertvollen Arbeit hat die Nachfrage nach Produkten mit kürzeren Lieferzeiten und günstigeren Preisen Auswirkungen auf die Durchsetzung einer 60-Stunden-Arbeitswoche in den Zulieferbetrieben. Unsere Bemühungen, diese Auswirkungen durch Produktionseffizienz-Programme zu verringern, haben in einigen Fällen zu einer Reduzierung von Überstunden, einem geringeren Lohn oder sogar zu Entlassungen geführt. In anderen Fällen haben diese Programme aber auch zu einer sichereren Beschäftigung geführt - je nach Handhabung durch die Fabrikleitung.
Bei der Anzahl der verschiedenen Komponenten - externe Marktanforderungen, Preise, die Leistung der Rohstofflieferanten, Mitarbeiterfluktuation, Managementeinstellung - gilt es, einen geeigneten Mittelweg zu finden, der den Beschäftigten regelmäßig einen angemessenen Lohn zusichert, ohne dass sie übermäßige Überstunden arbeiten müssen.
Wir setzen unsere Bemühungen fort, Transparenz bezüglich der Arbeitsstunden mittels eines strikten Berichterstattungs- und Genehmigungssystems durchzusetzen. Gleichzeitig werden wir unsere Zulieferer dabei unterstützen, effizientere Produktions- und Planungsysteme zu entwickeln.
- Trotz dieser wertvollen Arbeit hat die Nachfrage nach Produkten mit kürzeren Lieferzeiten und günstigeren Preisen Auswirkungen auf die Durchsetzung einer 60-Stunden-Arbeitswoche in den Zulieferbetrieben.
