Fokus 2007 - Verschiebung der Grenzen

UNSER ANSATZ HINSICHTLICH DER STANDARDEINHALTUNG IN UNSERER INDIREKTEN BESCHAFFUNGSKETTE

Mit der Integration von Reebok und der Fusion der Beschaffungsketten der beiden Marken ist unsere gesamte Beschaffungskette komplexer geworden. Bei der Reduzierung der Zuliefereranzahl wurden zwar Fortschritte erzielt und ein großer Teil der Beschaffungskette der Marke Reebok wurde der direkten Verwaltung durch Global Operations unterstellt. Für einige Geschäftseinheiten des Konzerns gelten jedoch immer noch eigene Beschaffungsmodi. Diese Geschäftseinheiten stellen gewöhnlich keine direkten Beziehungen zu Zulieferbetrieben her, sondern schalten Agenten oder andere Vermittler dazwischen.

Außerdem werden neue Marktchancen für bestimmte Produktkategorien über Verträge mit Lizenznehmern genutzt, die ihre Produktion unabhängig von uns regeln.

Diese Entwicklung hat uns dazu veranlasst, unser vorhandenes Modell zur Standardeinhaltung zu verfeinern und so die im Folgenden genannten Ziele gleichermaßen zu erreichen:

  • Weitere Unterstützung von Global Operations und unserer Kernzulieferer in den Bemühungen um Eigenverantwortung
  • Sicherstellung der notwendigen Transparenz innerhalb unserer indirekten Beschaffungskette
  • Wirksames Risikomanagement, indem Geschäftseinheiten und Lizenznehmer dazu gebracht werden, Verantwortung für ihre Beschaffungskette zu übernehmen.

Im Jahr 2007 haben wir folgende Schritte unternommen, um auf die Herausforderungen im Umgang mit unserer indirekten Beschaffungskette zu reagieren.

Einführung konzernweiter Richtlinien und Vorgehensweisen

Wie bereits erwähnt, wurden die wichtigsten Richtlinien und Verfahrensweisen an alle adidas Konzerneinheiten ausgegeben, darunter:

  • ,Workplace Standards' des Konzerns - unsere konzernweiten Richtlinien für faire, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen in unserer Beschaffungskette
  • Richtlinien über die Genehmigung neuer Betriebe, die auf alle Produktionsstätten und Zulieferer des Konzerns anzuwenden sind
  • Richtlinien zur Durchsetzung unserer Standards, die unseren Ansatz zur Umsetzung der ,Workplace Standards' bei unseren Zulieferern beschreiben
  • Richtlinien zur Beendigung der Geschäftsbeziehung, die unseren Ansatz für ethische Praktiken zur Kündigung von Zuliefererverträgen beschreiben
  • Verfahren zur Datenverwaltung im Fair Factories Clearinghouse, das die Verantwortlichkeiten bezüglich der Offenlegung und Aufbewahrung von Daten in der FFC-Datenbank darlegt.

Externe Überwachung

Die Geschäftseinheiten des Konzerns sind verpflichtet, vor der Auftragsvergabe Vorabprüfungen durch externe Kontrolleure in ihren Zulieferbetrieben vorehmen zu lassen. Nach einer gründlichen Auswertung der Qualität dieser externen Überwachungsfirmen wurde eine Liste der bevorzugten Audit-Firmen erstellt. Geschäftseinheiten bzw. Lizenznehmer können externe Prüfer aus dieser Liste auswählen.

Wir haben eine detaillierte Anleitung ausgearbeitet, damit diese externen Prüfer konsistente Bewertungen vornehmen können. Wenn die Ergebnisse der Fabrikkontrollen die Notwendigkeit bestimmter Korrekturen ergeben, so werden diese dann von unserem SEA-Team beaufsichtigt.

Strategische Pläne zur Standardumsetzung als Leistungsbeleg

Seit 2007 müssen Geschäftseinheiten und Lizenznehmer regelmäßig gegenüber der SEA-Abteilung strategische Pläne zur Einhaltung der Standards vorlegen. In diesen Plänen sollen sie ihre Strategien, Programme und Schritte zur Sicherstellung der Standardeinhaltung in ihren Beschaffungsketten darlegen. Auf diese Weise können wir das Engagement und die Effizienz des Managements unserer Geschäftseinheiten hinsichtlich adäquater Standardeinhaltung besser verfolgen und bewerten.

Im Jahr 2007 wurden solche strategischen Pläne mit zwanzig Geschäftseinheiten entwickelt.