Feedback indonesischer Arbeitskräfte zu
humanitären Hilfsmassnahmen
Hintergrund
Ende 2006 mussten innerhalb kurzer Zeit drei große Schuhfabriken in Indonesien wegen finanzieller Schwierigkeiten schließen, was Auswirkungen auf die Arbeitsplätze von etwa 16.500 Beschäftigten hatte. Angesichts des Ausmaßes dieser Fabrikschließungen bot der adidas Konzern humanitäre Hilfe an. Nach Konsultationen mit der Regierung und den örtlichen Gewerkschaften wurde ein Programm zur medizinischen Versorgung der Arbeiter und ihrer Familien eingerichtet. Das Programm war auf sechs Monate angelegt und begann im Januar 2007.
Herausforderungen
Die SEA-Abteilung des adidas Konzerns führte das Hilfsprogramm mit Unterstützung eines lokalen Dienstanbieters durch. Eine der größten Herausforderungen war, dafür zu sorgen, dass die Informationen über die angebotene medizinische Versorgung wirklich alle Entlassenen erreichte, damit sie die angebotene Hilfe auch nutzen konnten.
Meinungsumfrage zu den Massnahmen
Wir hielten es für wichtig, die Wirksamkeit dieses humanitären Hilfsprogramms zu bewerten. Ein professionelles Team der Forschungsabteilung der Community Health Faculty an der University of Indonesia bekam daher den Auftrag, eine schnelle Meinungsumfrage bei den Arbeitern durchzuführen und Folgendes zu erfassen:
- Bekanntheitsgrad und Verständnis des Medizinprogramms
- Wahrnehmung dieses Service und der medizinischen Vorteile.
Ergebnisse der Umfrage
Das Team wählte einen statistischen Ansatz. 271 zufällig ausgewählte Arbeiter aus den drei geschlossenen Betrieben beantworteten die Fragen.
Die Ergebnisse waren im Allgemeinen positiv:
- 78,4% der Befragten war das Hilfsprogramm bekannt und sie waren generell über die angebotenen Leistungen informiert
- 98,5% der Befragten waren der Meinung, dass die medizinische Versorgung ihre Grundbedürfnisse abdeckte
- 87,5% der Befragten, die den Service in Anspruch genommen hatten, erklärten, das Verfahren sei unkompliziert und einfach durchzuführen.
Diese Ergebnisse waren sehr ermutigend, besonders angesichts der Tatsache, dass das Programm sehr kurzfristig eingeführt wurde und die Zielgruppe sehr weit verstreut war.
